• Vielen Dank für die Begrüßung, Neußer!
    Danke für den Hinweis, Zeno!


    Hatte erst jetzt Zeit, mich mit XnConvert auseinanderzusetzen.


    Samstag, 24. Juni 2017:
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017


    Montag, 16. Juni 2017:
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017

  • Daß die rot-weiße Farbgebung allzu klerikal gewirkt hätte, wie verschiedentlich argumentiert worden ist,
    kann ich nicht nachvollziehen, dazu ist sie zu breit bei verschiedensten Gebäuden vertreten; der Idee,
    bei einem Braunton zu bleiben, hätte ich einiges abgewinnen können. Aber es ist nicht schlecht, wie es ist:
    Die Linde, die Uhren, ... kommen an der Fassade besser zur Geltung, der Turm im Stadtbild auch, das sehe
    ich wie Zeno.


    So gesehen: Ausnahmsweise eine positive Entwicklung am Stadtbild von Würzburg.

  • Noch eine gute, wenn auch nicht spektakuläre Nachricht aus Würzburg:
    Vorgestern wurde in einem Bürgerentscheid über die zukünftige Nutzung
    des Kardinal-Faulhaber-Platzes gegenüber vom Mainfrankentheater abgestimmt.


    Bisher nehmen Parkplätze einen Großteil des Platzes ein. Ein von den Grünen, der Linken, der ÖDP
    sowie der Wählergemeinschaft Zukunft für Würzburg unterstütztes Aktionsbündnis setzte sich dafür
    ein, auf dem Platz einen Park anzulegen; das Ratsbegehren der übrigen Fraktionen sah vor, unter
    dem Platz eine Tiefgarage anzulegen, im Süden des Platzes ein zugleich zurückhaltendes und dreistök-
    kiges Gebäude zu errichten und den Rest zu begrünen.
    Das Bürgerbegehren hat sich nun - für mich überraschend - mit 58,44 Prozent gegen das Ratsbegehren
    durchgesetzt.


    Das ist in meinen Augen schon deswegen erfreulich, weil man mit Blick auf die Neubauten der letzten
    Jahre Anlaß zum Zweifel hat, wie zurückhaltend das erwähnte Gebäude tatsächlich ausgefallen wäre,
    vor allem aber deshalb, weil man mit einer Tiefgarage in der Innenstadt (zwar ganz am Rand des Bischofs-
    huts, aber nah an der Residenz und nicht allzu weit von Dom und Marktplatz) den Autoverkehr in der
    Innenstadt festgeschrieben und in eine ohnehin stark belastete Ecke der Stadt gelenkt hätte.


    Zu Zustand und Entwicklung der Stadt gibt es viel zu sagen, wurde hier ja auch schon viel gesagt,
    aber dazu bei Gelegenheit mehr.

  • Danke Zeno. Dieses Bild gefällt mir besonders gut:


    https://scontent-amt2-1.cdnins…6710524140983418880_n.jpg


    Der helle Grafeneckart zusammen mit den hellen Domtürmen. - Einfach nur schön.


    Was den Faulhaber-Platz angeht, so bin ich selbst bei einer Grünfläche noch skeptisch. Die heutigen Landschaftsarchitekten sind oft ebenso unfähig wie die Gebäudedesigner. Das wird sicher ein "Park" mit Asphaltwegen, zwei winzigen Bäumen und modernistischen Sitzbänken aus Beton. - Mir würde eine reich bepflanzte Fläche mit einem kleinen Springbrunnen gefallen.

  • @ Zeno: Dieses Gebäude war auf verschiedenen Graphiken unterschiedlich dargestellt,
    soweit ich weiß, immer mit Walmdach. Es hieß, es sollte eine Grundfläche von immerhin
    350 Quadratmetern haben, aber zur Gestalt gab es meines Wissens nichts Verbindliches.


    @ Neußer: Da rechne ich auch mit nichts Großartigem. Wahrscheinlich wird's so ein durch-
    schnittlicher modischer Entwurf mit zwei, drei gebogenen Wegen, einem Wasserbecken,
    Rasen und Bäumen und einigen Bänken. Aber nachdem bald auf beiden Seiten von 26
    Bäumen die Rede war, dürften's mehr als zwei werden, auch wenn bei Kompromißfindungen
    mitunter merkwürdige Dinge vorkommen. ;)
    Besser als ein Glaskasten ist es allemal.

  • Zunächst in Ergänzung zum neuen Erscheinungsbild des Grafeneckarts die
    ja nicht ganz unwesentliche Ansicht von der anderen Mainseite und über
    die Alte Mainbrücke:
    Würzburg Grafeneckart Juli 2017
    Würzburg Grafeneckart Juli 2017

  • Auf dem bisher unbebauten Areal südlich der eigentlichen Klostergebäude der Franziskaner,
    auf die Neubaustraße zu, aber noch innerhalb der alten Klostermauer will das Hotel Rebstock
    (Neubaustraße 7) einen Erweiterungsbau errichten. Also vom alten Hauptgebäude des Hotels
    aus jenseits der Franziskanergasse. Die Grundfläche des geplanten Neubaus ist in der folgenden
    Abbildung rot eingefärbt:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dieses Grundstück zu bebauen, solange die Klostermauer
    erhalten bleibt (was anscheinend gewährleistet ist), und der Neubau seiner Umgebung - in der
    Altstadt, an der Neubaustraße an der Schnittstelle zwischen dem Bischofshut und der alten Sander
    Vorstadt - angemessen ist, also zumindest ein ziegelgedecktes Dach und eine klassisch proportio-
    nierte und gegliederte Fassade hat. Davon kann nun allerdings keine Rede sein:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Unten sieht man die bestehende Mauer, darüber drei aufragende Geschosse. Da die Mauer nicht
    niedrig ist, und dahinter schon zwei Stockwerke entstehen dürften, wird dieses an der Neubaustraße
    unpassende Bauwerk nicht einmal unauffällig sein, wie man auch auf dem nächsten Bild daran sieht,
    daß es die Traufhöhe des alten Rebstockhauses (links) noch übertrifft:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Bei der in der Bildunterschrift erwähnten KOSA handelt es sich um die Kommission für Stadtbild und
    Architektur
    des Stadtrats.
    Die Bilder habe ich in einer kleinen Ausstellung im Kreuzgang des Franziskanerklosters am Tag des
    offenen Denkmals gemacht, deren Hauptthema die Ausgrabungen im Bereich des geplanten Neubaus
    waren.

  • Modernisten sind Sadisten. Je mehr Widerstand sich regt, desto mehr wollen sie uns quälen. Es tut mir um das von mir so verehrte Würzburg leid, dass dort jetzt auch solche Schandtaten möglich sind. Die Stadtsilhouette ist (noch) eine der schönsten in Deutschland. Anscheinend will man das ändern...

  • Die Materialität scheint ja hochwertig. Es sollte aber ein Satteldach drauf und das Gebäude etwas niedriger konzipiert werden. Z.B. indem man das oberste Geschoss zum Dachgeschoss macht.

  • @ Heimdall: Das Material mag hochwertig sein, die Gestalt der Fassade steht beispielsweise den Greisinghäusern, aber auch den umgebenden einfacheren, schlichteren ziemlich unversöhnlich gegenüber. Ein Satteldach allein - anstelle des obersten Vollgeschosses natürlich - brächte zwar ein Mindestmaß an Anpassung an die Dachlandschaft der Innenstadt, aber das Straßenbild der Neubaustraße wäre trotzdem empfindlich gestört. Neben den Resten dieser einstigen Prachtstraße - ich denke, so kann man sie nennen - ist so eine Fassade absolut inakzeptabel; das Gerede von aufgenommener Struktur und Rhythmus nicht nachvollziehbar.


    @ Zeno: Klassische Formen müßte man hier verlangen; auf die Klostermauer größere Rücksicht zu nehmen, wäre natürlich wünschenswert, ich stelle es mir aber schwierig vor. Wesentliche Verbesserungen bedeuteten hier unter Umständen stärkere Einbußen an Fläche.

  • Na ja, schön ist anders, aber ist man in Wü anderes gewoht? Schließt sich nahtlos dem schlechten Wiederaufbau an. So gesehen kann man nicht behaupten, dass der Bau besonders stören wird.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Schön ist anders, und das bin ich als Würzburger gewohnt. Laufe ja im Schnitt jeden zweiten Tag über den Marktplatz und sehe die Gebäude aus den letzten Jahren. Dort oder am Kiliansplatz. Oder beim Vierröhrenbrunnen.
    Oder auch in der Domstraße, in der Eichhornstraße oder in der Schönbornstraße, ja, der Wiederaufbau war zum Großteil höchstens mittelmäßig, immer wieder mal ganz charaktervoll, häufig auch häßlich.
    Aber das hat damit nichts zu tun. Das Haus soll in der Neubaustraße stehen, und zwar in der Nachbarschaft vom Rebstock und den Greisinghäusern. Wie die Domstraße, die Augustinerstraße oder die Spiegelstraße aussieht, ist eine andere Sache.

  • Schlechter Wiederaufbau? Geh mal in andere kriegszerstörte westdeutsche Städte wie Köln, Frankfurt, Stuttgart, usw... dagegen ist Würzburg gold <3
    Nur in den letzten Jahren tut man alles um den Gesamteindruck zu zerstören wie mit dem Projekt an der Neubaukirche...

  • Geh, diese Fragen hatten wir schon zur Genüge. In der Unfähigkeit, wichtige Einzelbauten oder kleine Ensembles in ein neues Stadtbild sinnvoll und befriedigen einzugliedern, ist Wü ganz mies. Köln hat ein kleines, aber feines Altstadtviertel, Frankfurt baut seine Altstadt wieder auf, wo gibt es in Wü Entstprechendes?
    Schau nur dieses Photo 2531 b an . Diese Infamie, vor die herrliche Universitätskirche so eine mies Kiste zu stellen - das ist "würzburgerischer Wiederaufbau". Woanders hätte man die Lücke zwischen Rebstock und Kirche mit Anstand geschlossen. Nicht so in Franken. Und natürlich nimmt sich der neue Bau den rechten Nachbarn zum Vorbild. So gesehen eine glatte Verbesserung.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Klar ist das alte Würzburg untergegangen und leider nicht originalgetreu wiederaufgebaut worden, aber insgesamt finde ich den Würzburger Wiederaufbau eines der Besten, da man wenigsten die roten Satteldächer verwendet hat, die von oben auch einen geschlossenen, einheitlichen Eindruck hinterlassen. Natürlich ist die Qualität der Häuser an sich (keine Verzierungen, Sprossenfenster, etc...) nicht hochwertig, aber welche Stadt kann das in Deutschland schon aufweisen außer vielleicht Rothenburg ob der Tauber?

  • Es gibt doch wohl einige Städte in Deutschland, die qualitativ und künstlerisch hochwertigere Häuser als die des Wiederaufbaus in Würzburg besitzen, nicht bloß Rothenburg. Nimm's mir nicht übel, aber wenn man so niedrige Ansprüche an Neubauten hat wie du, wird sich im geschundenen Städtebild Deutschlands nie was zum Positiven ändern...

  • insgesamt finde ich den Würzburger Wiederaufbau eines der Besten

    Naja, das mag oberflächlich so scheinen, weil der alte Stadtgrundriss beibehalten wurde.
    Ich selbst habe sieben Jahre in Würzburg gelebt und wenn man sich mal im Detail anschaut, was in Würzburg zwischen 1945 und 1980 alles abgerissen wurde, dann kommt einem das kalte Grauen! Da wurden hunderte Meter erhaltene Barockfassaden und wertvolle Einzelbauten in den Boden gestampft, nur um die eine oder andere Strassenführung dem PKW-Verkehr etwas geschmeidiger anpassen zu können oder die Strassenbreite mal um 50 oder 100cm zu vergrößern. Da eine Liste von - aus heutiger Sicht - unsinnig zerstörter historischer Würzburger Bausubstanz zu erstellen, würde Bücher füllen. Auch die Umgestaltung des Mainviertels ist gerade zwischen Alter Mainbrücke und St. Burkhard echt enttäuschend, wenn man die Situation mal mit Bildern von 1945 vergleicht.