• Passt jetzt zwar nicht zu dem zuvor besprochenen Thema, aber ich war neulich in Würzburg und überrascht, wie - trotz aller Verluste an historischer Substanz - schön die Stadt auf mich gewirkt hat. Meiner Meinung nach unbedingt eine Reise wert! Hier ein paar Eindrücke:



    Festung Marienberg



    Festung Marienberg



    Festung Marienberg, Blick zur Stadt



    Alte Mainbrücke, Blick zur Festung Marienberg



    Alte Mainbrücke, Blick Richtung Stadt



    Vierröhrenbrunnen



    Neumünster



    Haus "Zum Falken"



    Haus "Zum Falken" mit Marienkapelle



    Schönbornkapelle



    Schönbornkapelle mit Neumünster im Hintergrund



    Brunnen an der Hofstraße



    Residenz



    Residenz



    Frankoniabrunnen



    Frankoniabrunnen



    Residenz, Eingangsbereich (das Einzige, das man fotografieren kann, bevor die Verbotshinweise kommen)



    Residenz, Eingang zum Garten



    Residenz, Gartenseite



    Residenz, Gartenseite



    Residenzkirche (uups - versehentlich den Auslöser gedrückt)



    Dom



    Dom



    Dom

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Grüß Gott!


    Nachdem ich schon länger vorhatte, mich hier anzumelden, nehm ich jetzt den Abschluß der Renovierungsarbeiten
    am Grafeneckart zum Anlaß, das in die Tat umzusetzen.
    In den letzten Wochen wurde das Gerüst abgebaut, als letztes auch die Türmerstube renoviert und heute das Tuch
    vor der Linde entfernt.


    Wenn ich hier jpg-Bilddateien hochladen will, heißt es, nur zip sei erlaubt; wenn ich sie in zip-Ordner umwandel,
    die seien zu groß - abgesehen davon, daß der Dateianhang dann ja aus Ordnern besteht. Wie geht man da vor?

  • Vielen Dank für die Begrüßung, Neußer!
    Danke für den Hinweis, Zeno!


    Hatte erst jetzt Zeit, mich mit XnConvert auseinanderzusetzen.


    Samstag, 24. Juni 2017:
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017


    Montag, 16. Juni 2017:
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017
    Würzburg Grafeneckart Juni 2017

  • WOW! Vielen Dank! Das Bauwerk sieht wirklich toll aus, in diesen frischen Farben. Aber ich bin auch generell kein Freund von allzu patinierten Fassaden mit bröselndem Putz und abblätternder Farbe.


    Die Sanierung war überfällig.

  • Daß die rot-weiße Farbgebung allzu klerikal gewirkt hätte, wie verschiedentlich argumentiert worden ist,
    kann ich nicht nachvollziehen, dazu ist sie zu breit bei verschiedensten Gebäuden vertreten; der Idee,
    bei einem Braunton zu bleiben, hätte ich einiges abgewinnen können. Aber es ist nicht schlecht, wie es ist:
    Die Linde, die Uhren, ... kommen an der Fassade besser zur Geltung, der Turm im Stadtbild auch, das sehe
    ich wie Zeno.


    So gesehen: Ausnahmsweise eine positive Entwicklung am Stadtbild von Würzburg.

  • Noch eine gute, wenn auch nicht spektakuläre Nachricht aus Würzburg:
    Vorgestern wurde in einem Bürgerentscheid über die zukünftige Nutzung
    des Kardinal-Faulhaber-Platzes gegenüber vom Mainfrankentheater abgestimmt.


    Bisher nehmen Parkplätze einen Großteil des Platzes ein. Ein von den Grünen, der Linken, der ÖDP
    sowie der Wählergemeinschaft Zukunft für Würzburg unterstütztes Aktionsbündnis setzte sich dafür
    ein, auf dem Platz einen Park anzulegen; das Ratsbegehren der übrigen Fraktionen sah vor, unter
    dem Platz eine Tiefgarage anzulegen, im Süden des Platzes ein zugleich zurückhaltendes und dreistök-
    kiges Gebäude zu errichten und den Rest zu begrünen.
    Das Bürgerbegehren hat sich nun - für mich überraschend - mit 58,44 Prozent gegen das Ratsbegehren
    durchgesetzt.


    Das ist in meinen Augen schon deswegen erfreulich, weil man mit Blick auf die Neubauten der letzten
    Jahre Anlaß zum Zweifel hat, wie zurückhaltend das erwähnte Gebäude tatsächlich ausgefallen wäre,
    vor allem aber deshalb, weil man mit einer Tiefgarage in der Innenstadt (zwar ganz am Rand des Bischofs-
    huts, aber nah an der Residenz und nicht allzu weit von Dom und Marktplatz) den Autoverkehr in der
    Innenstadt festgeschrieben und in eine ohnehin stark belastete Ecke der Stadt gelenkt hätte.


    Zu Zustand und Entwicklung der Stadt gibt es viel zu sagen, wurde hier ja auch schon viel gesagt,
    aber dazu bei Gelegenheit mehr.

  • Danke Zeno. Dieses Bild gefällt mir besonders gut:


    https://scontent-amt2-1.cdnins…6710524140983418880_n.jpg


    Der helle Grafeneckart zusammen mit den hellen Domtürmen. - Einfach nur schön.


    Was den Faulhaber-Platz angeht, so bin ich selbst bei einer Grünfläche noch skeptisch. Die heutigen Landschaftsarchitekten sind oft ebenso unfähig wie die Gebäudedesigner. Das wird sicher ein "Park" mit Asphaltwegen, zwei winzigen Bäumen und modernistischen Sitzbänken aus Beton. - Mir würde eine reich bepflanzte Fläche mit einem kleinen Springbrunnen gefallen.

  • @ Zeno: Dieses Gebäude war auf verschiedenen Graphiken unterschiedlich dargestellt,
    soweit ich weiß, immer mit Walmdach. Es hieß, es sollte eine Grundfläche von immerhin
    350 Quadratmetern haben, aber zur Gestalt gab es meines Wissens nichts Verbindliches.


    @ Neußer: Da rechne ich auch mit nichts Großartigem. Wahrscheinlich wird's so ein durch-
    schnittlicher modischer Entwurf mit zwei, drei gebogenen Wegen, einem Wasserbecken,
    Rasen und Bäumen und einigen Bänken. Aber nachdem bald auf beiden Seiten von 26
    Bäumen die Rede war, dürften's mehr als zwei werden, auch wenn bei Kompromißfindungen
    mitunter merkwürdige Dinge vorkommen. ;)
    Besser als ein Glaskasten ist es allemal.

  • Zunächst in Ergänzung zum neuen Erscheinungsbild des Grafeneckarts die
    ja nicht ganz unwesentliche Ansicht von der anderen Mainseite und über
    die Alte Mainbrücke:
    Würzburg Grafeneckart Juli 2017
    Würzburg Grafeneckart Juli 2017

  • Auf dem bisher unbebauten Areal südlich der eigentlichen Klostergebäude der Franziskaner,
    auf die Neubaustraße zu, aber noch innerhalb der alten Klostermauer will das Hotel Rebstock
    (Neubaustraße 7) einen Erweiterungsbau errichten. Also vom alten Hauptgebäude des Hotels
    aus jenseits der Franziskanergasse. Die Grundfläche des geplanten Neubaus ist in der folgenden
    Abbildung rot eingefärbt:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dieses Grundstück zu bebauen, solange die Klostermauer
    erhalten bleibt (was anscheinend gewährleistet ist), und der Neubau seiner Umgebung - in der
    Altstadt, an der Neubaustraße an der Schnittstelle zwischen dem Bischofshut und der alten Sander
    Vorstadt - angemessen ist, also zumindest ein ziegelgedecktes Dach und eine klassisch proportio-
    nierte und gegliederte Fassade hat. Davon kann nun allerdings keine Rede sein:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Unten sieht man die bestehende Mauer, darüber drei aufragende Geschosse. Da die Mauer nicht
    niedrig ist, und dahinter schon zwei Stockwerke entstehen dürften, wird dieses an der Neubaustraße
    unpassende Bauwerk nicht einmal unauffällig sein, wie man auch auf dem nächsten Bild daran sieht,
    daß es die Traufhöhe des alten Rebstockhauses (links) noch übertrifft:
    Würzburg Hotel Rebstock Erweiterungsbau
    Bei der in der Bildunterschrift erwähnten KOSA handelt es sich um die Kommission für Stadtbild und
    Architektur
    des Stadtrats.
    Die Bilder habe ich in einer kleinen Ausstellung im Kreuzgang des Franziskanerklosters am Tag des
    offenen Denkmals gemacht, deren Hauptthema die Ausgrabungen im Bereich des geplanten Neubaus
    waren.

  • Modernisten sind Sadisten. Je mehr Widerstand sich regt, desto mehr wollen sie uns quälen. Es tut mir um das von mir so verehrte Würzburg leid, dass dort jetzt auch solche Schandtaten möglich sind. Die Stadtsilhouette ist (noch) eine der schönsten in Deutschland. Anscheinend will man das ändern...

    In dubio pro reko

  • Die Materialität scheint ja hochwertig. Es sollte aber ein Satteldach drauf und das Gebäude etwas niedriger konzipiert werden. Z.B. indem man das oberste Geschoss zum Dachgeschoss macht.

  • @ Heimdall: Das Material mag hochwertig sein, die Gestalt der Fassade steht beispielsweise den Greisinghäusern, aber auch den umgebenden einfacheren, schlichteren ziemlich unversöhnlich gegenüber. Ein Satteldach allein - anstelle des obersten Vollgeschosses natürlich - brächte zwar ein Mindestmaß an Anpassung an die Dachlandschaft der Innenstadt, aber das Straßenbild der Neubaustraße wäre trotzdem empfindlich gestört. Neben den Resten dieser einstigen Prachtstraße - ich denke, so kann man sie nennen - ist so eine Fassade absolut inakzeptabel; das Gerede von aufgenommener Struktur und Rhythmus nicht nachvollziehbar.


    @ Zeno: Klassische Formen müßte man hier verlangen; auf die Klostermauer größere Rücksicht zu nehmen, wäre natürlich wünschenswert, ich stelle es mir aber schwierig vor. Wesentliche Verbesserungen bedeuteten hier unter Umständen stärkere Einbußen an Fläche.