Dinkelsbühl - Allgemeines

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    Exkurs Sprossenfenster (Dinkelsbühl Kirchhöflein): Leider genießt dieser Aspekt (sachgemässe Versprossung) auch in Refugien der Stadtbildpflege stetig weniger Wertschätzung.
    Das Ausmaß mangelnder Sensibilität im Vergleich zu einem standardisierten Einfamilienhaus aus einem x-beliebigen Wohngebiet wird anhand der Bilder augenscheinlich:



    Solange der Aspekt der Fenstergestaltung HIER und da bei Altbauten, aber zusehends auch bei Füllbauten und traditionellen Neubauten, wie sie am Dresdner Neumarkt stehen oder wie sie für die neue Frankfurter Altstadt geplant sind, dermaßen behandelt wird, fehlt einem Gebäude DAS wesentliche Element. Hier auf spätere Verbesserungen und Korrekturen auf Grund von Sanierungsmaßnahmen zu hoffen, ist ein Trugschluss. Es wird nicht besser, bis erkannt wird, dass die ordentliche Versprossung der Fenster unabdingbarer Bestandteil der Gestaltung eines Gebäudes und damit eines Ensembles ist.

  • Ich meinte die Gasse Hintere Priestergasse (nicht Kirchhöflein wie ich erst Irrtümlich schrieb) , die vom Chor der St.-Georgs-Kirche in Richtung Norden führt. Durch eine Lücke in der Häuserzeile im auf der WESTSEITE der Straße habe ich das Foto gemacht. Da das Haus zu dem jenes Detail gehört hinter der Häuserzeile auf der Westseite der Hinteren Priestergasse liegt, steht es also an der Ostseite der Straße, die auf Höhe der Sakristei nach Norden Führt.

  • Hab das über Google Maps nachgeprüft (da war die Vordere Priestergasse nicht benannt) mit der Position, und ich dachte, es könnte einen der Fachwerkexperten hier erfreuen, da ja die Fassade zur Straße hin verputzt ist (aber im Erdgeschoss eine spitzbögige Steintür aufweist; d.h. im Erdgeschoss ist zumindest die Fassade aus Stein).

  • Ich wohne seit eineinhalb Jahren in Dinkelsbühl - nicht in der zu recht gelobten Altstadt, sondern in einem Neubau mit modernem Komfort in einer Siedlung. Wohnte vorher mehrere Jahrzehnte in einem Denkmal aus dem 16. Jh. einer Nachbarstadt. Die Beschreibungen, die ich hier gelesen habe, entsprechen zum grössten Teil der Wirklichkeit.
    Was mir auffällt ist, dass bei der Bevölkerung der Stolz auf ihre Stadt spürbar ist. Inzwischen sind zwar die bisher sehr strikt angewandten Gestaltungsrichtlinien ein wenig aufgeweicht, aber im Kern ist diese Kleinstadt ein Juwel.
    Und ich stelle fest, dass die Zahl von Menschen, die eine Wohnung oder ein Haus in der Altstadt suchen, von Jahr zu Jahr zunimmt. Es werden immer mehr Häuser saniert - gut so.
    Die Zahl der Touristen hat merklich zugenommen. Darüber muss man auch nicht jammern.
    Eine aktuelle Info zum Spital: ein Teil wird für betreutes Wohnen renoviert. Das Stadtmuseum ist aber schon lange nicht mehr im Spital, sondern im alten Rathaus, dem mittelalterlichen "Steinernen Haus". Es wurde als "Haus der Geschichte" von einem Münchner Architektenteam im Sinn einer zeitgemäßen Präsentation sehr kreativ gestaltet.
    Mein Album "Dinkelsbühl" erwähne ich nur als Ergänzung.
    Freue mich, wenn ich feedback kriege und gebe auch gerne Infos weiter.
    Schneckenturm

    'Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten'
    ( Karl Kraus )

  • unter 'Alben von Schneckenturm' und 'Dinkelsbühl'

    'Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten'
    ( Karl Kraus )