Dresdner Bausituation

  • Die moderne Gebäuden sind wirklich hässlich...aber was erwartet man...


    schönes Bild von Elbufer...ein bisschen bisschen von Altdresden...

  • ganz schoene bilder, chapeau!!!! :)
    insbesondere der abriss dieses haessliche Polizeigebaeude ist wahrhaft schoen; ich wuenschte es gaebe auch solche bilder vom Berliner Palast der Republik und vom Kulturpalast in dresden :zwinkern: .
    aber nochmals: wirlich schoene bilder,. Uebrigens: kannst du bitte auch mal bilder von suedlichen teil der Altmarkt machen?????

  • Naja, der südliche Teil umfasst die Kreuzkirche, dann eine Lücke und rechts das sog. "Legohaus". Südlich von der Kreuzkirche Neubauten, die zwar schmucklos sind, aber mir durchaus gefallen. Als Füllbauten sind sie absolut akzeptabel.
    Das einzige Bild, das ich von der Südseite habe, ist wenige Tage alt. Zur Zeit ist auf dem Altmarkt der 570. Striezelmarkt. Leider ist mir bei der Aufnahme ein Bus ins Bild gefahren...




    @ Christian


    Ja, das sind die Schuhkartons.

  • Danke für die Fotos!


    Zum ersten Foto von miwori, das mit dem "Tortenstück": Als einzelnes Gebäude könnte es ja noch halbwegs nett sein, wenn eben auch wieder Glas und Stahl. Aber auf dem Foto erkenne ich gar keinen Zusammenhang zu anderen Gebäuden. Auch zum neuen Kugelhaus kann ich bisher keinen Bezug erkennen. Vielleicht kommt das noch.


    So wie es jetzt ist wirkt es wie eine Verlängerung der Prager. Irgendwelche einzelnen Gebäude, die miteinander nichts zu tun haben.


    Ich bin ja mal gespannt, ob sich in den nächsten 30 Jahren vieles zum Guten gewendet hat. Momentan ist alles eher eine Zwischenlösung.


    --
    Aenos

  • Hallo,leute im forum in dresden freunde!!
    eine Frage: wie geht es jetzt weiter ( wenn es ueberhaupt weiter geht) Mit dem moecglicher wiederaufbau des Kurlaenderpalastes. ich hatte den eindruck als hatte der investor ( Bayewo??) kein Interesse mehr??? falls der investor kein interesse ( und kein geld ??) mehr hat, was macht die stadt dresden jetzt mit der ruine?? weisst jemand etwas davon: alao der aktuelle stand der sache???????? :?::?:

  • Sie werden für 25 Millionen den KP sanieren und ihm möglicherweise eine neue gläserne Außenhaut geben. Der Baukörper als solcher wird nicht verändert und dürfte schätzungsweise noch 20-25 Jahre dort in dieser o.ä. Form stehen. Somit dürfte der Altmarkt nach Ablauf dieser Zeitperiode nicht wesentlich anders aussehen als heute.


    Ob das nun besser oder schlechter als die Vorstellung eines klassizistischen, blank weißen Altmarktes ist, muß jeder für sich entscheiden. Ich finde, Frostkonservierung kann unter bestimmten Umständen ganz sinnvoll sein.

    Nein, die werden gedünstet

  • Es ging aber glaub ich jetzt nicht um den Kulturpalast sondern um das Kurländerpalais, momentan wohl noch Dresdens schönste Ruine.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Achso, das. Naja, von dem hört man tatsächlich sehr wenig. Eigentlich sollte es doch 2004 losgehen....naja, wird wohl in absehbarer Zeit die schönste Ruine bleiben...

    Nein, die werden gedünstet

  • Im Sommer hieß es, dass in einem halben Jahr die Planungen im Pavillion der GHND von der ausführenden Firma vorgestellt werden sollten. Dieses ist nun verstrichen...

  • Es ist vielleicht keinem von Euch aufgefallen:
    An dem Schild vor dem gerade im Abbruch befindlichen Polizei-Klotz am Neumarkt steht "Bauvorhaben" und darunter "Rückbau". Letzteres ist in meinen Augen ein absolutes Unwort (wenn man sich übergeben muß, heißt das dann jetzt "rückessen"?) und ein wirklich widerlicher Euphemismus!


    Speziell beim Polizeibunker (häßlicher Klotz, der weg muß) ist das zwar egal, aber der Begriff "Rückbau" wird eben seit einigen Jahren leider auch im Zusammenhang mit Gründerzeitbauten und Altstadthäusern verwendet - nur um das böse Wort "Abriß" zu vermeiden. Noch schlimmer ist der Begriff "Altstadtsanierung", was auch nichts weiteres als das Abreißen von Dutzenden renovierungsbedürftigen Altstadthäusern bedeutet. In Heidelberg hieß das in den 70er Jahren auch so, seitdem ist die vom Krieg unversehrte Altstadt mit Beton-Bausünden durchsetzt, damit man - das muß unbedingt in der Altstadt sein! - parken, durchs Kaufhaus bummeln, schwimmen, Mensafraß essen etc. kann. Ich glaube, man versucht, mit sprachlichen Mitteln die Bevölkerung für dumm zu verkaufen!


    Ich gebe zu, das führt jetzt etwas vom eigentlichen Thema DD weg, aber es fiel mir beim Betrachten der Fotos (Danke, Harmonica!) auf...

  • danke für die vielen bilder!


    die bausituationen stimmen mich positiv. es ist schön zu sehen, dass es nach dem vielen gerede endlich zügig vorwärts geht (wenn man das von andreen projekten bloß auch sagen könnte). bald werden wir mit eigenen augen sehen können, wessen vermutungen bzgl. der neumarkt-bebauung richtiger waren. bin schon sehr gespannt auf das ergebnis.
    dass der kulturpalast erhalten werden sollen ist eine tragödie. das ding hat doch sowieso keine zukunft, da kann man es auch gleich rückbauen.
    apropos, ich finde den begriff "rückbau" eigentlich ganz in ordnung, allerdings nur, wenn er auch einen solchen bezeichnet. bezogen auf einen totalabriss ist es ein euphemismus - von denen unsere medienöffentlichkeit allerdings nur so wimmelt (wenn schon die ungemochte sache dieselbe bleibt, dann wenigstens einen möglichst "weichen" und "korrekten" begriff dafür (siehe "reinigungsfachkraft" für "putzfrau", etc.)).
    eigentlich wollte ich mir die situation ja noch im dezember vor ort anschauen, aber so wie es aussieht, werde ich das zeitlich unmöglich schaffen.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Übrigens gibt es hier


    http://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/1705112.html\r
    http://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/1705112.html


    einen MDR-Bericht über die Sarnierung des Erlweinspeichers. Klingt, wie ich finde, sehr gut. Ich finde es in diesem Fall nicht so schlimm, wenn der Innenraum für ein Hotel angemessen umgebaut wird. Ich schätze, damit es sich auch gut vermietet, wird man versuchen, einen sächsischen Flair reinzubringen.


    Die Sache mit dem "Kulturpalast" ist nur zum Heulen. Muss es immer am Geld liegen? Wäre jemand im Stadtrat mit Herzblut bei der Sache, sollte eine lohnende Variante möglich sein, mit der auch die Historiker zufrieden wären. Immer wenn ich meine Familie aus dem süddeutschen Raum zu Besuch habe, schütteln sie bei diesem Bauwerk den Kopf.


    --
    Aenos

  • Quote

    Die Sache mit dem "Kulturpalast" ist nur zum Heulen. Muss es immer am Geld liegen?



    Noch ist nicht alles verloren, schließlich ist die Finanzierung noch unklar:


    "Kulturpalast: Traum vom großen Umbau geplatzt
    27.11.04 - Der Dresdner Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung entschieden, das Projekt der Sachsenbau Chemnitz zur Umbauung des Kulturpalastes mit einer großen Shopping Mall [...] und Büros (und damit eine Investition von 35 Millionen Euro) wird abgelehnt. Auf Antrag der SPD stimmte der Rat dagegen der kleinen Variante zu, die Erhalt und einfache Sanierung des KP's vorsieht und auch immerhin 25 Millionen kosten soll. Bisher sind allerdings für diese kleine Variante, die die Stadt Dresden selbst finanzieren will, keine Gelder im Stadthaushalt bereit gestellt. Die Zukunft dieses wichtigen Gebäudes zwischen Neu- und Altmarkt bleibt weiterhin offen."
    (http://www.neumarkt-dresden.de/news.html)



    Es bleibt also noch Zeit dagegen anzukämpfen, wie wäre es mit einer Bürgeriniative?

  • Quote from "Harmonica"

    Jup, das meine ich! Die haben jetzt irgendein Alu- oder Stahldach draufgepackt. Aber das Haus ansich ist sehr schön geworden und versprüht einen Hauch von Weimar. :-)


    Hier ist es


  • Danke für das tolle Bild. Das Dach fügt sich leider überhaupt nicht ein. Naja, in natura hatte ich das Dach jedoch nicht so störend in Erinnerung wie es jetzt auf dem Bild aussieht. Jedoch überstrahlt die Schönheit des Hauses mit den Säulchen jeden misslungenen Anflug von moderner Dachgestaltung...

  • Oh ja, ein sehr schönes Haus! Etw. mehr/eine andere Farbe wär vielleicht auch nicht schlecht gewesen, aber...Das Dach hingegen sieht hingegen einfach nur billig aus...

  • Okay, das Dach ist nicht toll, aber meines Erachtens absolut akzeptabel.


    Denn es ist ein Giebeldach mit Gauben, etwas zu groß geraten zwar, aber die Alternativen, die Architekten und Investoren im Sack haben sind doch in der Regel weitaus schlimmer:
    Aufstockung mit einem Vollgeschoß aus Glas, Beton oder Blech, im schlimmsten Fall ein abgefahrenes futuristisches schiefes Glas-Stahl Dach wie bei einem entkernten Eckhaus in Ffm (Goetheplatz/Steinweg, Foto hab ich leider nicht) - tja, oder die letzte Möglichkeit: Das Haus steht weiter leer (wie auf dem alten Bild offensichtlich) und vergammelt, bis es eines Tages abgerissen wird, Leipzig läßt grüßen.


    Daher denke ich, dieses sanierte Haus ist Dresdens mit Abstand kleinstes Problem!

  • Man kann auch schönere Gauben machen. Z.B. hat mein Vater bei unserem Haus das Dachgeschoss ausgebaut, und die neuen Gauben sind zwar aus irgendwas metallischem, haben aber (nach meiner anregunge) einen kleinen "Schwung" so'n bisschen wie "~" an den Seiten - nach meiner Anrgung :zwinkern: !

  • Aktuelle Bilder vom Baugeschehen:



    Kugelhaus am Hauptbahnhof nimmt langsam Gestalt an



    Neumarkt, 1Tag vor Heiligabend



    Im CoselCenter herrscht wieder Hochbetrieb ;-)


    Frohes Fest!

  • oh mein gott den architekten der die gauben geplannt hat sollte man am nächsten baum erhängen :)))


    naja kleiner joke :) - wer weiß was der bauherr so alles wollte dann kann er arch. auch nicht mehr viel ändern und sagen :)


    naja finde jedenfalls auch dass das dach sich nicht unbedingt gut einfügt!