Wien - Ringstraße - Allgemeines

  • Ja, Du hast es richtig erkannt! Auf dem Justitzpalast wurde das Dachgeschoß neu ausgebaut. Von der ferne sieht es eigentlich nicht sehr toll aus. Aber das Kaffeehaus am Dach oben ist ein absoluter Geheimtipp, der den Touristen bisher unbekannt blieb (hat nur von Mo - Fr geöffnet - wegen den Beamten). Man hat von dort oben eine absolut prächtige Aussicht auf die Ringstraße und die dahinter liegende Altstadt!!! Hoffe, ich finde auch in Zukunft noch ein geschmeidiges Plätzchen zu meiner Melange,und Zeitung... und die Aphler überrennen mich nicht dort.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"


    Lustig, von woher hast Du denn das Bild?! Ich glaube er war der letzte männliche Clam-Gallas und hatte eine Menge Kinder (nur Mädls!), die nun alle in Ösiland sind, wo es noch eine Stammburg gibt und noch einen anderen Zwei des Clam-Clans. Außerdem gibt es in Wien noch das klassizistische gartenpalais Clam-Gallas, das noch einige Zeit nach dem Krieg der Familie gehörte und dann verkauft werden mußte. jetzt befindet sich in ihm die französische Schule. Wenn man will, dann kann man herein gehen...



    Das Bild stammt aus einem der Jahrbücher des Gebirgsvereins für das Jeschken- und Isergebirge. Den Clam- Gallas gehörte dort ja einiges.
    Das ist übrigens auch das Interessante für mich, das man die Namen all der bekannten oder weniger bekannten böhmischen Adelsgeschlechte in Wien wiederfindet.
    Auch ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland. Durch die großflächigen Zerstörungen sind diese Geschichtsbindungen teilweise völlig aufgelöst worden, nicht ubedingt zum Vorteil des Landes.


    Quote from "Exilwiener"


    Warst Du schon einmal in Friedland? In Grafenstein sieht man leider nur noch wenig vom alten Glanz und in Lämberg (Lemberk) noch etwas mehr, aber in Friedland ist noch (fast) alles beim alten!


    In Friedland fahre ich ziemlich oft durch, nämlich jedesmal wenn ich ins Riesengebirge oder nach Schlesien will. Zu meiner Schande muß ich gestehen das ich noch nie im Schloss selbst war (was gemeinhin, und zu Unrecht, nur mit Wallenstein in Verbindung gebracht wird) und auch noch nie in der Stadt. Wobei die Stadt ja teilweise so aussieht als wäre in den letzten 60 Jahren nicht viel passiert. Arsch der Welt eben, nur Neustadt an der Tafelfichte ist noch schlimmer.

  • Karasek


    Quote

    Das Bild stammt aus einem der Jahrbücher des Gebirgsvereins für das Jeschken- und Isergebirge. Den Clam- Gallas gehörte dort ja einiges.
    Das ist übrigens auch das Interessante für mich, das man die Namen all der bekannten oder weniger bekannten böhmischen Adelsgeschlechte in Wien wiederfindet.
    Auch ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland. Durch die großflächigen Zerstörungen sind diese Geschichtsbindungen teilweise völlig aufgelöst worden, nicht ubedingt zum Vorteil des Landes.


    Du hast recht! Mit ein paar Ausnahmen sind fast alle nach der Vertreibung nach Wien und nur ein relativ kleinerer Teil nach Deutschlan. Außerdem, wo sollten man hin gehen. Dresden existierte nicht mehr, Berlin war auch zu unsicher. Auch die, die erst 1948 von den Kommunisten enteignet wurden, kamen meist dann auch nach Wien oder zumindest nach Österreich, weil dort noch ihre - jetzt - einzigen vermögenden verwandten lebten. Man darf eines nicht vergessen: In Österreich ist im Gegensatz zu Deutschland der Adel nur der Form nach abgeschafft worden, aber nicht der Sache nach. In Österreich wie auch in der ehemaligen Tschechoslowakei wurden nur das Prädikat "von" verboten. Die Güter blieben jedoch erhalten. In Deutschland war es genau umgekehrt: Die Titel durfte man behalten, aber mit Einführung der Bodenreform und den Junkergesetzen wurde den meisten die wirtschaftliche Grundlage entzogen.


    Die Jahrbücher dürften demnach wirklich der Renner sein! :zwinkern:


    Quote

    In Friedland fahre ich ziemlich oft durch, nämlich jedesmal wenn ich ins Riesengebirge oder nach Schlesien will. Zu meiner Schande muß ich gestehen das ich noch nie im Schloss selbst war (was gemeinhin, und zu Unrecht, nur mit Wallenstein in Verbindung gebracht wird) und auch noch nie in der Stadt. Wobei die Stadt ja teilweise so aussieht als wäre in den letzten 60 Jahren nicht viel passiert. Ar*** der Welt eben, nur Neustadt an der Tafelfichte ist noch schlimmer.


    Du mußt unbedingt das nächste Mal auch ins Schloß! Es ist ganz besonders und war schon früher lange Zeit ein Museum. Ich will Dir nicht zu viel erzählen, aber Du wirst begeistert sein. In der näheren Umgebung gibt es kaum ein schöneres (ok auch Sychrow noch). Ja, die meisten verbinden Wallenstein (Waldstein) mit dem Schloß, obwohl es ihm nur ganz kurz gehörte. Wenn wir schon beim Thema sind, kennst Du das Waldsteinschloß Münchengrätz (Mnichovo Hradiste)? In Friedland steht auch ein schönes Rathaus und in der Altstadt erinnert auch noch einiges an die alte Zeit.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote

    Man darf eines nicht vergessen: In Österreich ist im Gegensatz zu Deutschland der Adel nur der Form nach abgeschafft worden, aber nicht der Sache nach. In Österreich wie auch in der ehemaligen Tschechoslowakei wurden nur das Prädikat "von" verboten.


    Außerdem war, oder ist, es Adeligen in Österreich immer noch nicht gestattet sich in Vereinen zu organisieren. Meine mich erinnern zu können, dass meine Verwandten mal sowas erzählt haben. Man hat, zumindest dem Gesetz nach, ausserdem empfindliche Strafen riskiert wenn man sein Prädikat/Titel verwand hat. Wenn ich in Ö. bin wird mein Name auch "verösterreichigt", da ist egal ob man aus D. ist. Es kommt aber auch manchmal vor, dass das Prädikat demonstrativ groß geschrieben wird was mich jedes Mal auf die Palme bringt.


    Ich komme trotzdem immer wieder gerne in die Alpenrepublik.

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Stephan



    Also, wenn Du deutscher Staatsbürger bist, dann dürfen Dich unsere Behörden nicht "verösterreichern" und Du mußt sogar Deinen ganzen Namen verwenden.


    Im Prinzip ist dieses Adelsgesetz eigentlich ziemlich belanglos. Getroffen hat es nur die Kleinadeligen, die in den letzten Jahren der Monarchie noch schnell eine Nobilierung erfahren haben und das waren in Österreich unzählige. Man sagt auch, dass in Wien sowieso jeder Dritte adlig ist. Man bedenke, dass es in Österreich dazu reichte, wenn man entweder 30 Jahre als Offizier dem Kaiser diente oder als Beamter die Karriereleiter hinauf stieg. Dann gab es noch diverse Orden, welche man entweder als Geschäftsmann oder Künstler verliehen bekam, was wiederum zu einer, wenn auch, persönlichen Nobilierung führte. Außerdem konnte man auch darum ansuchen. Dem alten Adel war dieses Gesetz eigentlich "schnuppe": Ein Habsburg bleibt ein Habsburg, ob mit oder ohne Titel.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"


    Du hast recht! Mit ein paar Ausnahmen sind fast alle nach der Vertreibung nach Wien und nur ein relativ kleinerer Teil nach Deutschlan. Außerdem, wo sollten man hin gehen. Dresden existierte nicht mehr, Berlin war auch zu unsicher. Auch die, die erst 1948 von den Kommunisten enteignet wurden, kamen meist dann auch nach Wien oder zumindest nach Österreich, weil dort noch ihre - jetzt - einzigen vermögenden verwandten lebten. Man darf eines nicht vergessen: In Österreich ist im Gegensatz zu Deutschland der Adel nur der Form nach abgeschafft worden, aber nicht der Sache nach. In Österreich wie auch in der ehemaligen Tschechoslowakei wurden nur das Prädikat "von" verboten. Die Güter blieben jedoch erhalten. In Deutschland war es genau umgekehrt: Die Titel durfte man behalten, aber mit Einführung der Bodenreform und den Junkergesetzen wurde den meisten die wirtschaftliche Grundlage entzogen.


    Die Jahrbücher dürften demnach wirklich der Renner sein! :zwinkern:


    Ach naja, geht so. Für 20 €uro kann man nicht klagen. Das Riesengebirge hätte mich allerdings mehr interessiert.
    Ich meinte das übrigens anders. Ich meinte das sich die Geschichte in den Namen der unzerstörten Paläste wiederfindet. Beinahe jedes große böhmische Adelsgeschlecht hatte ja einen Sitz in Prag und Wien, und da diese Häuser nicht zerstört wurden ist den Menschen heute auch diese Geschichte näher.



    Quote from "Exilwiener"


    Wenn wir schon beim Thema sind, kennst Du das Waldsteinschloß Münchengrätz (Mnichovo Hradiste)? In Friedland steht auch ein schönes Rathaus und in der Altstadt erinnert auch noch einiges an die alte Zeit.


    Ja, Münchengrätz kenne ich, ist allerdings schon 'ne Weile her. Von allen dieser Sehenswürdigkeiten gefällt mir trotzdem die Burg Kost am besten... ;)
    BTW: sag mal, in dem Buch über das Hirschberger Tal, ist da auch eine informative Karte drin? Ich werde vielleicht mal am Sonntag rüberfahren, bin aber etwas, ähh, uninformiert. :augenrollen:

  • Exilwiener


    Danke für die Auskunft zu den Wiener Bahnhöfen! Der Südbahnhof kann mit einem Neubau wirklich nur besser werden! Hochhäuser neben dem Belvedere halte ich dagegen für sehr bedenklich. Der wunderbare Barockgarten, der weitgehend noch so aussieht wie auf dem berühmten Canaletto-Bild, wäre dadurch beeinträchtigt.


    Gewöhnungsbedürftig ist in Wien auch das riesige Beton-Bett des Wien-Flusses mitten in der Innenstadt. Bei niedrigem Wasserstand sieht man dort nur Beton mit einem Rinnsal in der Mitte. Kann man das nicht besser lösen? Beim Hochwasserschutz gibt es doch heute sicher bessere Lösungen als im 19. Jahrhundert... :)

  • Mathias


    Zufällig habe ich am Wochenende im ORF einen Film namens "Ein Leben lang" aus dem Jahr 1940 gedreht in Wien gesehen. Was sehr interessant war, dass einige Szenen auch auf dem, wie ich glaube, altem Westbahnhof gedreht wurden. Man sah den Bahnhof auch von außen und dieser sah, verglichen mit alten Fotos seher sehr ähnlich aus!


    Quote

    Gewöhnungsbedürftig ist in Wien auch das riesige Beton-Bett des Wien-Flusses mitten in der Innenstadt. Bei niedrigem Wasserstand sieht man dort nur Beton mit einem Rinnsal in der Mitte. Kann man das nicht besser lösen? Beim Hochwasserschutz gibt es doch heute sicher bessere Lösungen als im 19. Jahrhundert...


    Da hast Du auch recht. Einige Zeit war es angedacht, dass man im "Gerinne", links und rechts davon, Radwege und Gehwege anlegt und das Ganze auch noch begrünt! Eine sehr gute Idee war das und Pläne gab es auch schon davon. Leider ist das Vorhaben wieder in einer Schublade verschwunden...

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Ob die Idee so weise wäre, im total überdimensioniert erscheinenden Betonbett des Wienflusses Radwege und Promenaden anzulegen, wage ich bezweifeln. Zumindest habe ich es schon beobachtet, dass das Rinnsal alle heiligen Zeiten relativ plötzlich unglaublich anschwellen kann, und dann das Flussbett sehr wohl ausfüllt. Randvoll wurde es dabei zwar nicht, aber meinen Informationen nach dient das Flussbett als Rückstaubecken bei extremem Donau-Hochwasser, wozu es aber in den letzten Jahren nicht kam.


    Streckenweise wird aber der Wienfluss untertunnelt und die Oberfläche dann naturnah gestaltet. Die Arbeiten sollen bis 2015 abgeschlossen sein und werden 400 Mio. Euro kosten.


    http://www.magwien.gv.at/vtx/v…030717&SEITE=020030717009

  • Karasek


    Quote

    Ich meinte das sich die Geschichte in den Namen der unzerstörten Paläste wiederfindet. Beinahe jedes große böhmische Adelsgeschlecht hatte ja einen Sitz in Prag und Wien, und da diese Häuser nicht zerstört wurden ist den Menschen heute auch diese Geschichte näher.


    Jetzt habe ich Dich verstanden. Ja, das stimmt sicher, was Du meinst.


    Schade ist es eben um die zerstörten Palais in der Dresdner Innenstadt! Würden da noch einige stehen, dann... . Naja, das Hoym soll ja wiederkommen. Das Cosel steht schon und das Taschenbergpalais zum Glück auch wieder. Das Brühl wird leider nie wieder kommen und viele andere, wie das Kaskel-Oppenheim, werden sehr wahrscheinlich auch nicht mehr kommen, obwohl die Grundstücke, wie in diesem Fall, frei sind.


    Quote

    Ja, Münchengrätz kenne ich, ist allerdings schon 'ne Weile her. Von allen dieser Sehenswürdigkeiten gefällt mir trotzdem die Burg Kost am besten...


    Hoppala, peinlich, da war ich noch nicht - steht schon auf meiner Liste! Ich bin gespannt, wenn Du Friedland einmal besucht hast, ob Dir dann diese nicht noch besser gefällt...


    Quote

    BTW: sag mal, in dem Buch über das Hirschberger Tal, ist da auch eine informative Karte drin? Ich werde vielleicht mal am Sonntag rüberfahren, bin aber etwas, ähh, uninformiert.


    Das tut mir Leid, dass ich das erst jetzt gelesen habe! Ja, es ist sogar eine recht gute Karte dabei, mit allen Orten rund um Hirschberg auf polnisch und auf deutsch + Bezeichnung, ob Herrenhaus, Schloss, Ruine usw. Wenn Du willst, dann scanne ich Dir die Karte ein und schicke Sie Dir per P.N. (geht aber leider nicht vor Mittwoch). Wenn Du mir noch sagst wohin es genau gehen soll, dann scanne ich Dir noch ein paar Seiten der betreffenden Orte gerne dazu! Fährst Du auch nach Erdmannsdorf-Zillerthal? In dem Buch steht auch einiges sehr Interessantes über dieses ehemalige Tirolerdorf drinnen. Weißt Du was, dass scanne ich Dir auch - bin gerade in Geberlaune!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"


    Hoppala, peinlich, da war ich noch nicht - steht schon auf meiner Liste! Ich bin gespannt, wenn Du Friedland einmal besucht hast, ob Dir dann diese nicht noch besser gefällt...


    Naja, Kost ist eine echt klassisch zu nennende Burg, davon haben wir in der Ecke ja nicht so viele.
    Ein Besuch dort lässt sich übrigens gut mit einer Wanderung verbinden, denn die Burg liegt sehr romantisch im Böhmischen Paradies. Nervig ist das man, zumindest in der Saison, nur geführte Besichtigungen mit "Foltershow" et cetera bekommt. Dat muß nich sein, aber vielleicht ist das im Rest des Jahres ja anders.
    BTW: auch seltsam wenn um Dich rum alles tschechisch labert, Du aber der einzige bist der die alten Schriften, etwa auf den Gemälden der Kinskys, lesen lann.
    BTW: http://www.kinsky-dal-borgo.cz


    Quote from "Exilwiener"


    Das tut mir Leid, dass ich das erst jetzt gelesen habe! Ja, es ist sogar eine recht gute Karte dabei, mit allen Orten rund um Hirschberg auf polnisch und auf deutsch + Bezeichnung, ob Herrenhaus, Schloss, Ruine usw. Wenn Du willst, dann scanne ich Dir die Karte ein und schicke Sie Dir per P.N. (geht aber leider nicht vor Mittwoch). Wenn Du mir noch sagst wohin es genau gehen soll, dann scanne ich Dir noch ein paar Seiten der betreffenden Orte gerne dazu! Fährst Du auch nach Erdmannsdorf-Zillerthal? In dem Buch steht auch einiges sehr Interessantes über dieses ehemalige Tirolerdorf drinnen. Weißt Du was, dass scanne ich Dir auch - bin gerade in Geberlaune!


    Das sollte ich ausnutzen, was? ;)
    Ich war am Sonntag nirgends. Das Gebirge war total verhangen, und was ist das Hirschberger Tal ohne Riesengebirgs- Panorama? Deshalb habe ich das dann auch mit Reichenberg gelassen, denn Reichenberg ohne Jeschken ist ja irgendwie auch nix.
    Die Übersichtskarte wäre schon mal nicht schlecht. Eigentlich wollte ich ja fürs erste nur eine Rundfahrt machen. Hirschberg, dann über Fischbach irgendwie nach Zillerthal und schlußendlich am Gebirge entlang wieder westwärts.
    Was mich z.B. interessieren würde wäre wie weit und wo genau sich der von Lenné angelegte Park hinzog. Viel sehen wird man ja nicht mehr von ihm.

  • Exilwiener und Schlapfen


    Danke! Wenn man statt auf Beton auf Wasser und Uferbegrünung schauen könnte, würde man die innerstädtische Umgebung mit ihren wertvollen Gebäuden stark aufwerten und Wien eine zusätzliche Attraktion verschaffen.


    Karasek


    Ich habe mir vor einiger Zeit in Heidelberg eine deutsch-polnische Wanderausstellung zu den Schlössern im Hirschberger Tal angesehen. Einerseits erschreckend, was noch bis in jüngste Zeit zerstört wurde und teils noch massiv gefährdet ist, andererseits faszinierend, welche vergessenen Schätze noch existieren! Sicher kennst Du die Ausstellung. Dazu gibt es einen 400-Seiten-Katalog.


    http://www.schloss-britz.de/au…gen/hirschberg/index.html

  • Quote from "Mathias"


    Karasek


    Ich habe mir vor einiger Zeit in Heidelberg eine deutsch-polnische Wanderausstellung zu den Schlössern im Hirschberger Tal angesehen. Einerseits erschreckend, was noch bis in jüngste Zeit zerstört wurde und teils noch massiv gefährdet ist, andererseits faszinierend, welche vergessenen Schätze noch existieren! Sicher kennst Du die Ausstellung. Dazu gibt es einen 400-Seiten-Katalog.


    http://www.schloss-britz.de/au…gen/hirschberg/index.html


    Ja, die Ausstellung kene ich, wie auch viele alte Bilder der Region.
    Wer heute dort durch das Land streift kann sich gar nicht vorstellen welche Bedeutung diese Region einmal hatte. Das ganze Riesengebirgsvorland glich bspw. einer einzigen Parklandschaft, davon ist heute gar nichts mehr zu sehen. In beinahe jedem Ort findet man ein Schloss, fast jede alte Stadt hat noch viele alte Gebäude, aber alles liegt in einem Dornröschenschlaf.

  • Karasek, Mathias


    Ich glaube das ist auch die Ausstellung, die auch in Schloss Lomnitz zu sehen ist. Eines der wenigen Anwesen, welches wieder den ehemaligen Eigentümern gehört und das vorzüglich hergerichtet wurde.


    Karasek, ich schicke Dir nun per P.N. ein paar Scans zu, die ich Dir versprochen habe.


    Zum Spaß, ein Bild vom kleinsten Haus Wiens, welches ca. um 1872 gebaut wurde und nur wenige Schritte von der Ringstraße entfernt liegt:



    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Abseits der Ringstraße befindet sich der "Naschmarkt". Am Samstag kann man dort den größten österreichischen Flohmarkt besuchen. Wenn man Glück hat findet man das eine oder andere antiquriarische Schnäppchen...


    Im vorderen Teil des Naschmarktes befinden sich die Marktstände aus der Jahrhundertwende, die ich leider nicht fotogrfafiert habe und wo man täglich frisches Obst und GEmüse sowie andere Leckerli einkaufen kann.
    Besonders schön sind die Jugenstil- und Gründerzeithäuser, welche den Naschmarkt umgeben. Auch der Blick in die Treppenhäuser lohnt!+




    Jugenstilhäuser von Otto Wagner (in dem nachfolgenden Haus hat er selber eine Wohnung gehabt. Mit einer durchsichtigen Badewanne...- kein Schmäh)



    Jugenstilaufzug



    Nachbarhaus



    Detail




    Seitengasse





    Ob das der richtige Adressat auch gelesen hat, als er zu Besuch kam...



    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Herrlich, ich bin eh ein Freund des Wiener Jugendstiels. Interessant ist jedoch, dass so manches Haus ohne die Bemalung fast wie ein entstucktes Gründerzeithaus aussehen würde. Kann das sein, dass die Jugendstilgestaltung in manchen Fällen nachträglich kam?

  • Jugendstil ist primär ein Dekorationsstil. Die Unabhängigkeit der Konstruktion von der Dekoration war um 1900 selbstverständlich. Ein Wohnhaus konnte ebenso neugotisch, in Jugendstil wie neubarock ausgestattet werden. Ausgehend von der Loslösung des Bauschmucks von der Konstruktion war der völlige Verzicht auf Bauschmuck, den die "Moderne" ging, durchaus folgerichtig - aber verhängnisvoll.

  • Wunderbare Bilder wieder. Besonders faszinierend ist ja der Detailreichtum. Man schaue sich bspw. den Aufzug (nicht nur das Gitter davor) mal genauer an. Oder etwa die Balkongitter. Da soll man sich in Dresden auf dem Neumarkt mal ein Beispiel nehmen.

  • Die historische Bauten in Wien könnten als Muster dienen für "Neubauten" in Berlin. Heute wird in Berlin zu einseitig zu "Modern" gebaut was zum Folge hat dass es dort viele zu überdimensionierte Flachdächigen Glasskasten gibt. Weil Witschaft noch nicht nach Berlin zeiht aber Touristen doch, ist es für Touristen nicht besonders schön rund leerstehende Kisten zu bummeln. Statt diese Glaskasten könnte der Berliner Bausenat auch wählen für mehr historisiende Bauten und dann zurückblicken wie das damals (vor 1943) ausgesehen hat.
    Wien kann auch als Beispeil dienen wie schöne Bauten Aussehen können.


    Rob

  • Naturhistorisches Museum- Innen (nur wenige Bilder und leider ohne Kuppelhalle)


    Letztes Wochenende war ich zur Abwechslung einmal wieder im Naturhistorischen Museum. Ein baugleiches Gebäude befindet sich vis-a-vis und es handelt sich dabei um das Kunsthistorische Museum, dessen Räume, nomen est omen, natürlich noch viel prächtiger sind, als die des von mir besuchten.


    Geschichtliches:



    http://www.nhm-wien.ac.at


    Ich stelle die nun nachfolgenden Bilder ohne viel Kommentare hier ein. Nur bei zwei Bildern gebe ich detailliertere Auskünfte, da es sich hierbei um Kuriositäten handelt!


    Karasek: Habe mir nun endlich ein Stativ besorgt, wodurch die Innenaufnahmen nun besser wurden, wenn auch nicht perfekt, aber das leigt wohl an der Kamera und meiner Tochter, die sich ständig aus dem Staub machte... :zwinkern:


    Es sind nur ganz wenig Bilder, die ich machte um endlich einmal mein Stativ auszuprobieren...


    Eingang



    Großes Treppenhaus



    Kuriosum I. Das Schoßhündchen von (Kaiserin - eigentl. Erzherzogin) Maria Theresia (ist er nicht süß?! Schon über 200 Jahre tot und noch so kuschelig...)



    Nun folgen ein paar Räume und zum Abschluß...


    Habe nun auf 17" gewechselt, da mir mein Computer die 19" nicht mehr hochladen will?



    An den Wänden hängen fast überall Gemälde aus der kuk Monarchie sowie Naturattraktionen der übrigen Welt.



    Kuriosum II: Im Magen dieses Weißen Haies hat sich der Schuh (unterhalb seines Bauches zu sehen) eines Matrosen der österreichischen Kriegsmarine befunden...wie makaber...obwohl verständlich, da wir Ösis bekanntlich süß sind :zwinkern:





    Ich muß sagen, dass mir die Innenaufnahmen meiner Kamera nicht besonders zusagen und daher werde ich mich in Zukunft wieder verstärkt den Außenaufnahmen zuwenden.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)