Wien - Ringstraße - Allgemeines

  • Karasek


    Quote

    Ich muß gestehen das ich mich da gar nicht auskenne. Die Ecke umfahre ich immer großzügig.


    Diese Ecke ist, wie ich finde, sehr sehenswert.



    Ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich schon darauf freue! Vielleicht ist es etwas zuviel verlangt, aber in Maffersdorf bei Reichenberg ist Ferdinand Porsche geboren worden. Maffersdorf ist mittlerweile zu Liberec eingemeindet. Wenn Du zufällig sein Geburthaus kennst, würde ich mich auch über ein Bild davon sehr freuen. Allerdings nur, wenn das keine Umstände macht, denn auf Anhieb wird es wahrscheinlich auch nicht so schnell zu finden sein.


    Quote

    Man fährt auf der E65 in Richtung Harrachov, biegt aber vorher bei Strickerhäuser (sagt Dir wahrscheinlich nichts) rechts ab und fährt immer an der Iser lang. Nach einer Weile kommt links das Hüttenbachtal in dem Rochlitz liegt. Der Ort zieht sich von der Iser praktisch bis an den Hang der Kesselkoppe. Dort gibts von Industrie über Villen, Bauden bis hin zu kleinen Häuschen alles.


    Da war ich wirklich noch nicht. Muß aber sehr schön sein und werde ich einmal ins Auge fassen!


    Die Meinhold-Karte ist sehr gut! Ich besitze eine ähnliche, auch von Meinhold, ca. 1920, auf welcher auch diverse Bauden aufgezeichnet sind. Außerdem habe ich von Meinhold einige sehr interessante Routenführer über die Gegend. Sehr zu empfehlen vor allem, die über das Zittauer Gebirge.


    Quote

    der zweite Teil ist auch wieder wunderbar. Ob so vieler Motive wird man richtig neidisch. Ich würde Dir aber in jedem Fall raten für ca. 70€ Adobe Photoshop Elements 4 oder 5 zu kaufen, denn wenn Du deine Bilder nachschärfst und die Schatten aufhellst sehen die auch nicht anders aus als meine Bilder.


    Ein Freund hat mir versprochen, dass er mir sein Fotobearbeitungsprogramm zukommen läßt - hoffe bald. Momentan verwende ich bloß den MS office Picture Manager, der so lala ist.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Hast du noch mehr Bilder Exilwiener? Die Säulenhalle im Parlament, die Halle des Justizpalastes oder auch die Festsiege des Burgtheaters würde ich gerne sehen (sofern möglich). Setzt du deine Reihe fort? Vielleicht mit Motiven die nicht auf der Ringstraße liegen, wie zum Beispiel dem Schloß Belvedere. Auch würden mich die Meinungen zur Wotruba-Kirche hier im Forum interessieren. Wenn du es also einrichten könntest... :ueberkopfstreichen:

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Stephan


    Quote

    Hast du noch mehr Bilder Exilwiener? Die Säulenhalle im Parlament, die Halle des Justizpalastes oder auch die Festsiege des Burgtheaters würde ich gerne sehen (sofern möglich). Setzt du deine Reihe fort? Vielleicht mit Motiven die nicht auf der Ringstraße liegen, wie zum Beispiel dem Schloß Belvedere. Auch würden mich die Meinungen zur Wotruba-Kirche hier im Forum interessieren. Wenn du es also einrichten könntest...


    Ja, es kommt jetzt noch der dritte und letzte Teil der Ringstraßenfotos. Bezügl. der anderen Fotowünsche würde ich sagen: Möglich ist alles, aber nix ist fix :zwinkern:


    Die Treppenhalle des Justizpalastes wird überhaupt keine Hexerei werden. Wahrscheinlich werde ich als nächstes die, in Wien genannte 2er-Linie fotografieren (eigentlich , aber früher fuhr dort die Straßenbahnlinie 2), welche teilweise parallel zum Ring liegt und eben auch sehr schöne Gebäude aufzuweisen hat (den von Dir erwähnten Justizpalast, Palais Auersperg, Palais Trautson, Volkstheater usw.) und auch irgendwie in diesen Strang dazu paßt.


    Bild vom Reichsratssaal schon eher, weil ich da eine Eintrittskarte lönen muß. Schauen wir einmal, ich war eh schon länger nicht mehr drinnen.


    Moment einmal, da haben wir doch ein Bild gefunden:



    Quelle: Vgl. http://www.aeiou.at


    Belvedere wird sicher auch einmal kommen. Ich werde vielleicht einmal einen Strang eröffnen mit "Wiener Palais und Schlösser".


    Die "Wotruba-Kirche" ist nicht unbedingt mein Fall, aber interessant finde ich sie schon.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"


    Ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich schon darauf freue! Vielleicht ist es etwas zuviel verlangt, aber in Maffersdorf bei Reichenberg ist Ferdinand Porsche geboren worden. Maffersdorf ist mittlerweile zu Liberec eingemeindet. Wenn Du zufällig sein Geburthaus kennst, würde ich mich auch über ein Bild davon sehr freuen. Allerdings nur, wenn das keine Umstände macht, denn auf Anhieb wird es wahrscheinlich auch nicht so schnell zu finden sein.


    Das wird schwierig. Wenn man die tschechische Adresse rausfinden könnte wäre das kein Problem, aber so? Übrigens ist Henlein glaub ich auch dort geboren worden.
    Da habe ich ja viel zu tun... der Rest Oberlausitz, Hirschberg und Hirschberger Tal, Grüssau, Schreiberhau... und das Wetter wird nicht besser.



    Quote from "Exilwiener"


    Die Meinhold-Karte ist sehr gut! Ich besitze eine ähnliche, auch von Meinhold, ca. 1920, auf welcher auch diverse Bauden aufgezeichnet sind. Außerdem habe ich von Meinhold einige sehr interessante Routenführer über die Gegend. Sehr zu empfehlen vor allem, die über das Zittauer Gebirge.


    Ich selbst habe dieselbe Karte, nur von 1937 (allerdings besser erhalten) und die Meinhold Wanderkarte von Krummhübel. Ich will mir noch die von Schreiberhau und die Winterkarte kaufen, aber gerade erstere zu finden wäre ein Glücksfall.
    Von den Meinhold- Routenführern wollte ich mir immer mal den fürs Riesengebirge kaufen, aber da würde ich vorher gern reinschauen. Den vom Zittauer Gebirge brauche ich glaube ich nicht, der wird mir nicht viel Neues erzählen können. ;) Außerdem gibts bei uns ja die handgemalten Böhm- Wanderkarten 1:10.000, was will man mehr?
    Ich wußte ja nicht das Dich sowas interessiert, aber in dem Fall ist es für Dich vielleicht auch interessant zu erfahren das ein Tscheche alle Jahrbücher des Deutschen Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge verkauft. Sind 50 Jahrgänge auf 7 CDs und kostet 20€. Ich werde es jetzt mal bestellen.

  • So, nun der 3. Teil der Ringstraßenfotoserie


    Die "Neue Universität", welche im Inneren einen prachtvollen Arkadenhof mit Büsten berühmter Professoren aufzuweisen hat (Ich habe diesen leider nicht abgelichtet).



    Detail der Lampen mit der österreichischen Kaiserkrone quasi als Bekrönung



    Blick von Richtung Neuer Uni auf die Währinger Straße mit zwei imposanten Gründerzeithäusern. So werden in Wien die Dachgeschosse ausgebaut. Mehr schlecht als recht...



    Selber Standort, andere Blickrichtung. Blick in Richtung Ringstraße (Schottentor) auf das Bankgebäude der vormals altehrwürdigen Creditanstalt (leider von der Bank Austria übernommen - hat aber noch sehr gediegene Büros!) auf der linken Seite und dem Palais Ephrussi (Die Eigentümer der beiden Grundstücke an der Schottengasse kamen überein, beiden Häusern die gleiche Fassade zu geben, obwohl sie verschiedene Architekten beschäftigten. Bauherr des eigentlichen Palais war der aus Griechenland stammende Bankier Ignaz Ritter von Ephrussi. Er beauftragte Theophil Hansen (siehe 2. Teil) mit der Errichtung des Gebäudes, wobei er präzise Vorgaben gab. So sollte das Erdgeschoß möglichst rentable Verkaufslokale enthalten. Den ersten Stock wollte der Bauherr selbst bewohnen und verlangte daher eine eigene repräsentative Stiege, die von keinem Mieter des Hauses mitbenutzt werden durfte.)



    Noch ein Blick aus der Nähe auf die Creditanstalt. Sehr interessant: Gleich daneben befindet sich das Rothschildbankgebäude aus den 30er Jahren.



    Ein weiteres, wie ich finde, sehr schönes Gründerzeiteckgebäude, welches sich schräg vis-a-vis der Wiener Börse befindet und vor ein paar Jahren wirklich anständig und mit viel Liebe saniert wurde.



    Hier ein schönes Detail, wie geschickt man früher Werbeflächen zur Verfügung stellte...



    Blick nun Richtung Norden und dem Ende der Ringstraße mit dem Ringturm aus den 50er-Jahren als Endepunkt, welcher momentan von einem Künstler (Arik Brauer) verhangen wird.





    Ein paar Bilder dieses letzten, aber von sehr schönen Gründerzeitlern gesäumten Ringstraßenzuges habe ich noch, werde diese jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt einstellen, da mir die Lust am Schreiben sowie am Hochladen momentan vergangen ist.


    Die Wogen in Auerbachs-Keller dürften sich zum Glück gelegt haben, wie ich gerade nachgesehen habe.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Karasek


    Quote

    Das wird schwierig. Wenn man die tschechische Adresse rausfinden könnte wäre das kein Problem, aber so? Übrigens ist Henlein glaub ich auch dort geboren worden.
    Da habe ich ja viel zu tun... der Rest Oberlausitz, Hirschberg und Hirschberger Tal, Grüssau, Schreiberhau... und das Wetter wird nicht besser.


    Du wirst es nicht glauben, aber das Buch über das "Hirschberger Tal" habe ich mir gestern bestellt. Die Adresse vom Porschehäusel werde ich sehen, ob ich etwas herausfinden kann.


    Quote

    Ich wußte ja nicht das Dich sowas interessiert


    Naja, ich bin irgendwie und irgendwann auf den Geschmack gekommen und nun suche ich immer wieder etwas über die Gegend. Über das Zittauer Gebirge brauchst Du sicher keinen Meinholds Routenführer, das stimmt, aber in diesem steht auch einiges über die böhmische Seite darin, wie z.B. über Grafenstein hinter Grottau (Hradek nad Nisou) - (zitiere nur sinngemäß): Das dortige Schloß, Eigentum der Familie Clam-Gallas, denen auch das Schloß Friedland gehört ist von Juni bis September nicht zu besichtigen, da die Familie dort verweilt. Unterhalb des Schlosses befindet sich das zu empfehlende Gasthaus "Zur Donauperle"...und weiter.


    Naja, heute schaut es dort ziemlich wüst aus... die Clams wurden wie die restlichen Leute enteignet und mußten auch das Land verlassen.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"


    Du wirst es nicht glauben, aber das Buch über das "Hirschberger Tal" habe ich mir gestern bestellt. Die Adresse vom Porschehäusel werde ich sehen, ob ich etwas herausfinden kann.


    Ja, das würde weiterhelfen. Dann könnte ich mir die Adresse einfach im Navi anzeigen lassen.
    Bezüglich des Buches: es ist furchtbar schwierig in Niederschlesien auf historisch- touristischen Pfaden zu wandeln. Moderne Literatur finde ich einfach unbefriedigend. Zum Thema Hirschberger Tal weiß ich z.B. ziemlich wenig, und das was ich weiß stammt aus antiquarischen Quellen. Ich schau zwar immer mal wieder in der schlesischen Buchhandlung in Görlitz vorbei, aber so richtig fündig werde ich dort nicht.


    Quote from "Exilwiener"


    Naja, ich bin irgendwie und irgendwann auf den Geschmack gekommen und nun suche ich immer wieder etwas über die Gegend. Über das Zittauer Gebirge brauchst Du sicher keinen Meinholds Routenführer, das stimmt, aber in diesem steht auch einiges über die böhmische Seite darin, wie z.B. über Grafenstein hinter Grottau (Hradek nad Nisou) - (zitiere nur sinngemäß): Das dortige Schloß, Eigentum der Familie Clam-Gallas, denen auch das Schloß Friedland gehört ist von Juni bis September nicht zu besichtigen, da die Familie dort verweilt. Unterhalb des Schlosses befindet sich das zu empfehlende Gasthaus "Zur Donauperle"...und weiter.


    Naja, klar, wegen solcher Kleinigkeiten lohnt sich sowas schon, aber da hoffe ich ja das ich in den Jahrbüchern für das Jeschken- und Isergebirge fündig werde. Kanns gar nicht erwarten...


    Bezüglich der Bilder: hat man eigentlich auch Chancen in die Eingänge reinzuschauen? Dort drinnen muß es doch weit prächtiger zugehen als z.B. in der preussischen Provinzstadt Görlitz?
    Und wie sieht das eigentlich mit der Mieterzusammensetzung aus? Alles Büros oder auch großbürgerliches Wohnen?

  • Karasek


    Ja, wenn man will kann man bei uns in jedes Haus hinein (Wenn man den bei uns beruehmten "Postlerschluessel" besitzt, den jeder bekommt, der einmal eine Gegensprechanlage gekauft hat...).


    Ich habe auch ein paar Bilder, die ich urspruenglich nicht einstellen wollte, da es sich nicht um die eigentlichen Gebaeude direkt an der Ringstrasse handelt, obwohl diese gleich hinter dem Rathaus und dem Parlament sind und von wahrlich grossbuergerlichen Wohnpalaesten zeugen.


    Ein Treppenhaus war besonders prachtvoll! Ich werde es, wenn moeglich morgen hier ins Forum stellen mitsamt der anderen Bilder der Gegend hinter den Prachtbauten der Ringstrasse.


    In diesen Hausern sind nicht nur Bueros, Anwaltskanzleien und Arztpraxen. Vielmehr wohnen dort auch noch sehr viele Leute in grosszuegigsten Privatwohnungen. Oft sind die Mieten dort auch, kaum vorstellbar, ganz bescheiden! Diese Leute zahlen noch entweder den sogenannten Friedenskronzins (zwar schon sehr selten) oder zumindest einen sehr niedrigen Kategoriemietzins. Man darfnicht vergessen, dass das MIetrecht in Oesterreich ein fast reines Mieterrecht ist. Erst seit 1994 mit der einfuehrung eines Richtwertmitzinses werden halbwegs vernuenftige Mietzinse lukriert, mit denen es dem Hauseigentuemer wieder moeglich ist Geld in die Sanierung der Haeuser zu investieren. Wenn eine dieser Wohnungen frisch vermietet werden, dannkann sich das allerdings der Normalverdiener nur kaum leisten. International sind die Wiener Wohnungsmieten jedoch als sehr guenstig anzusehen (im Vergleich zu Kaufpreisen).

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote from "Exilwiener"

    Karasek


    Ja, wenn man will kann man bei uns in jedes Haus hinein (Wenn man den bei uns beruehmten "Postlerschluessel" besitzt, den jeder bekommt, der einmal eine Gegensprechanlage gekauft hat...).


    Oft sind die Mieten dort auch, kaum vorstellbar, ganz bescheiden! Diese Leute zahlen noch entweder den sogenannten Friedenskronzins (zwar schon sehr selten) oder zumindest einen sehr niedrigen Kategoriemietzins. Man darfnicht vergessen, dass das MIetrecht in Oesterreich ein fast reines Mieterrecht ist. Erst seit 1994 mit der einfuehrung eines Richtwertmitzinses werden halbwegs vernuenftige Mietzinse lukriert, mit denen es dem Hauseigentuemer wieder moeglich ist Geld in die Sanierung der Haeuser zu investieren. Wenn eine dieser Wohnungen frisch vermietet werden, dannkann sich das allerdings der Normalverdiener nur kaum leisten. International sind die Wiener Wohnungsmieten jedoch als sehr guenstig anzusehen (im Vergleich zu Kaufpreisen).


    Verstehe ich das richtig das es in Wien so etwas wie einen "Generalschlüssel" gibt den quasi jeder bekommen kann und der jede Haustür aufschließt? Wenn ja dann wäre das ja ein Traum! Nix wie her mit 'nem Stativ und dann ab Flure fotografieren! ;)
    Das, und die Mietsituation, würde man bei dem politischen Klima in Deutschland wohl mittlerweile Sozialismus nennen... :augenrollen::lachen:

  • Karasek


    Quote

    Verstehe ich das richtig das es in Wien so etwas wie einen "Generalschlüssel" gibt den quasi jeder bekommen kann und der jede Haustür aufschließt? Wenn ja dann wäre das ja ein Traum! Nix wie her mit 'nem Stativ und dann ab Flure fotografieren!


    Jeder bekommt diesen Schlüssel zum Glück nicht, aber wenn man, so wie ich beispielsweise, beim eigenen Haus eine Gegensprechanlage installieren läßt, dann ist so ein Schlüssel, den eben auch die Briefträger besitzen, mit dabei :D


    Quote

    Das, und die Mietsituation, würde man bei dem politischen Klima in Deutschland wohl mittlerweile Sozialismus nennen...


    Du sagst es! Wie gesagt, bis vor ein paar Jahren (1994) war es genau das. Eigentümer konnten bis zu diesem Zeitpunkt die Häuser nur bedingt gut erhalten. Wer vor dieser Zeit in Wien war, der kann sich noch an die kilometerlangen grau-braunen Fassaden erinnern. Ich denke, dass die Mieten nun ein halbwegs marktgerechtes Niveau errecit haben, wenn auch sie im Bereich des Altbausektors nach wie vor zum Großteil regelmentiert werden. D hat mit seinen Vergleichsmieten da eine einfachere und marktangepaßtere Variante gefunden.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Exkurs: Bebauung unmittelbar außerhalb des Rings


    Die nachfolgenden Bilder hatte ich eigentlich nicht vor in die Galerie zu stellen, obwohl sie eigentlich schon irgendwie zur Ringstraße gehören, da sie die unmittelbare Wohnbebauung außerhalb des Ringes im Bereich hinter dem Parlament sowie des Rathauses erlebbar machen.


    Auffallend sind die teils sehr schön gestalteten Arkadengänge. Manche sind hervorragend herausgeputzt, manche weniger.


    Justizpalast



    Detail des Gesimses






    Ich bin dann auch in ein Haus hinein und habe dort ein paar Bilder vom Eingangsbereich gemacht








    Ausschnitt der Arkadendeckenbemalung vorhergehenden Gebäudes



    Detail eines anderen gerade in Sanierung befindlichen Arkadenganges



    Im Hintergrund Rathaus und ganz rechts Hinterteil des Parlaments



    Detail Parlament



    Wohnhaus vis-a-vis des Justizpalastes





    Detail Parlament (eine von zwei griech. Säulen)



    Noch einmal das Rathaus aus der Nähe



    Arkadengang des Rathauses



    Zum Abschluß noch das sogenannte "Volkstheater" gebaut von dem früher weltbekannten Architekturbüro Helmer und Fellner, welches so zusagen in Retorte in fast allen Teilen Mittel- und Osteuropas seine Opern- und Theaterhäuser errichtete. Es hieß früher übrigens "Deutsches Theater". Der derzeitige Direktor, der übrigends dieses Kulturhaus in tiefrote Zahlen katapultiert hat, brachte auch diesen provozierenden "Roten Stern" auf dem Dache an...


    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Ringstraße ist für das Beispiel, wie man eine Prachstraße anlegen sollte. Sie hat alles...Parlament, Rathaus, Universität, Museen, Oper, Theater, Kaiserpalast, und all diese Gebäude haben spezifische Stile, die halt besonders zu ihrer Funktion passen, also Rathaus=Neo-Gothisch, Parlament=Klassizistisch, Universität=Neo-Renaissance etc.

  • 3. Teil der Ringstraßen-Saga


    Bei diesem Teil handelt es sich um einen Part, der hauptsächlich geprägt ist von entweder sehr großen Gründerzeitpalais (fast ein ganzer Häuserblock) und zur Innenseite des Ringes gehörig sowie kleineren, aber sehr feinen Ringstraßenpalais (Apropo Ringstraßenpalais. In den 70er und 80er Jahren gab es eine gleichnamige TV-Serie die "Ringstraßenpalais" hieß. Dieses Gebäude steht auch in diesem Teil der Ringstraße (Ich habe es auch abgelichtet).


    Das von mir erwähnte Palais aus der Serie



    Eingang des selbigen



    Eines meiner Lieblinge. Erbaut vom ehemaligen Stadtbaumeister Otto Wagner. Bekannt durch seine späteren Jugenstilgebäude, die eigentlich eine eigene Fotoserie verdienten.



    Das berühmte "Deutschmeister-Denkmal". Zur Erinnerung an des Kaisers Edelknaben, die in Wien als Reg. No. 4 in Wien stationiert waren. Auch die 1. Rep. hat dieses Regiment wieder aufgestellt. Auch im 2. Weltkrieg eingesetzt, wurde das gesamte Regiment in Stalingrad aufgerieben. In der 2. Rep. gibt es nun auch wieder ein Regiment dieses Namens. Es wird auch für UNO-Einsätze zur Verfügung gestellt.



    Am einen Ende der Ringstraße, einmündet in den Franz-Josefs-Kai steht zum Abschluß noch dieses, wie ich finde, sehr schöne Gründerzeitwohnhaus.



    Die Wiener Börse



    Ein imposantes Gründerzeitgebäude



    Blick vom Ring in Richtung "Rossauer Kaserne", im Hintergrund Palais Schlick




    Ich hoffe, die paar Fotos haben Euch zumindest einen kleinen Eindruck über die Bebauung der Wiener Ringstraße verschafft. Sicher hätte man noch mehr Bilder machen können, aber immerhin enstanden die Fotos alle bei einem Spaziergang.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • einfach absolut fantastisch... was für eine großartige Stadt.


    Mir fällt auf das die Häuser bei 4 Stockwerken eine enorme Höhe aufweisen. Mich würde interessieren wie hoch die Decken in den entsprechenden Wohnungen sind, und wie der Stuck in den Räumen aussieht.

    Am Ufer der Sonne wo die wesen vom sehen träumen ist in Echtzeit überall Nacht

  • Quote from "Exilwiener"


    Naja, ich bin irgendwie und irgendwann auf den Geschmack gekommen und nun suche ich immer wieder etwas über die Gegend. Über das Zittauer Gebirge brauchst Du sicher keinen Meinholds Routenführer, das stimmt, aber in diesem steht auch einiges über die böhmische Seite darin, wie z.B. über Grafenstein hinter Grottau (Hradek nad Nisou) - (zitiere nur sinngemäß): Das dortige Schloß, Eigentum der Familie Clam-Gallas, denen auch das Schloß Friedland gehört ist von Juni bis September nicht zu besichtigen, da die Familie dort verweilt. Unterhalb des Schlosses befindet sich das zu empfehlende Gasthaus "Zur Donauperle"...und weiter.


    Naja, heute schaut es dort ziemlich wüst aus... die Clams wurden wie die restlichen Leute enteignet und mußten auch das Land verlassen.



    http://img183.imageshack.us/img183/9209/z01lg3.jpg


    :zwinkern:

  • Exilwiener


    Auf Deinen Bildern gefällt mir Wien noch besser als aufgrund der eigenen Eindrücke. Vielleicht liegt das auch daran, dass mein erster Eindruck von Wien die abschreckend hässlichen Bahnhöfe waren. In Budapest ist dagegen schon die Ankunft im Westbahnhof ein Höhepunkt, die dortige prächtige Ringstraße schließt sich gleich an.


    Begeistert hat mich in Wien neben dem phantastischen Kunsthistorischen Museum vor allem die Weltliche Schatzkammer in der Hofburg. Die Reichskleinodien, die niemals ausgeliehen werden, gehören zu den zentralen Zeugnissen europäischer und deutscher Geschichte.

  • Quote from "Mathias"

    Exilwiener


    Die Reichskleinodien, die niemals ausgeliehen werden, gehören zu den zentralen Zeugnissen europäischer und deutscher Geschichte.


    Jaja, die Schla-wiener; dabei gehören sie historisch nach Nürnberg und rechtlich wohl auch, denn 1806 hat Franz ja die Krone des Heiligen ...usw. niedergelegt.


    Nichtsdestodennoch haben die Franken der Hofburg ein Schnippchen geschlagen, denn im Kriminalmuseum von Rothenburg o. d. T. (honi soit, qui etc.) liegen hinter Glas dermaßen verblüffend gut gearbeitete Duplikate, daß weder Heinrich IV. noch Karl V. den Unterschied bemerkt hätten. :zwinkern:

  • Karasek


    http://img183.imageshack.us/img183/9209/z01lg3.jpg <br>


    Lustig, von woher hast Du denn das Bild?! Ich glaube er war der letzte männliche Clam-Gallas und hatte eine Menge Kinder (nur Mädls!), die nun alle in Ösiland sind, wo es noch eine Stammburg gibt und noch einen anderen Zwei des Clam-Clans. Außerdem gibt es in Wien noch das klassizistische gartenpalais Clam-Gallas, das noch einige Zeit nach dem Krieg der Familie gehörte und dann verkauft werden mußte. jetzt befindet sich in ihm die französische Schule. Wenn man will, dann kann man herein gehen...


    Warst Du schon einmal in Friedland? In Grafenstein sieht man leider nur noch wenig vom alten Glanz und in Lämberg (Lemberk) noch etwas mehr, aber in Friedland ist noch (fast) alles beim alten!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Mathias


    Quote

    Auf Deinen Bildern gefällt mir Wien noch besser als aufgrund der eigenen Eindrücke. Vielleicht liegt das auch daran, dass mein erster Eindruck von Wien die abschreckend hässlichen Bahnhöfe waren.


    Da hast Du vollkommen recht! Die Wiener Bahnhöfe sind ein graus! Wenn man bedenkt, was dort einmal stand, dann wird einem ganz Übel - im wahrsten Sinne des Wortes -, wenn man im Hochsommer durch die Hallen muß...


    Der Wiener Westbahnhof bildet, auch wenn er das erste große Nachkriegsprojekt darstellt, noch eine ganz kleine Ausnahme - im Vergleich mit allen anderen großen Wiener Bahnhöfen, die wirklich mitunter die scheußlichsten in ganz Europa sind (Der Hauptbahnhof in Prag und Prag Holesovice übrigens auch - Ausnahme bildet dort nur der ganz alte Bahnhof in der Nähe des Pulverturms und des Wilsona vormals Kaiser-Franz-Josefs-Bahnhof in der Neustadt). Die große Halle ist erst vor ein paar Jahren unter Denkamlschutz gestellt worden. Soll aber rundherum ziemlich futuristisch umgebaut werden. Der jetzige Südbahnhof wird zum Glück bald abgerissen. Das was jedoch nachkommen wird, überzeugt mich leider auch nicht wirklich. Es wird leider auch mindestens zwei Hochhaustürme geben und das gleich neben dem Belvedere... . Die Wiener Stadtentwickler haben offenbar eine Überdosis Viagra intus.


    Schöne Bahnhöfe, aber eben nur ganz kleine, gibt es in Wien jedoch auch. Alle fast auschließlich im Stile Otto Wagners gehalten - Jugenstil. Zum Beispiel die Bahnhöfe der ehemaligen Stadtbahnlinie (jetzt U6 und teilweise U4 sowie die Bahnhöfe der ehemaligen Vorortelinie (heute S45). Die sind ein Traum! Vom eigenen für Kaiser Franz Josef geschaffenen Bahnhof in Schönbrunn ganz zu schweigen!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Alles sehr schön. So sah der Ku'damm bestimmt auch mal aus, was die gründerzeitl. Wohnpaläste angeht.
    Das Dachgeschoss der Justizpalastes sieht aber etw. komisch aus, finde ich...Wurde das nachträgl. aufgesetzt?