München

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Schau, so gehen die Meinungen auseinander :)
      Die Fassade ist durchaus gegliedert, ein mehrfach abgestuftes Traufgesims, Balkone mit verziertem Eisengeländer, Hochparterre mit abgesetzter Sockelzone, schönes Portal. Warum hängst du dich so sehr am Dach auf? Auch zu früheren Zeiten hat man das Dach gerne versteckt, so dass es flach aussah, siehe die ganzen Barockpalais mit Attika u.ä. Oder schau dir mal das klassizistische Palais Montgelas in München an (Promenadeplatz), das hat ein dem Haus Friedrich sehr ähnliches Dach im Mittelrisalit! (Link)
      Oder der Königsbau der Residenz! Wo siehst du da bitte das Dach, wenn du davorstehst?
      Ich will jetzt natürlich die baukünstlerische Qualität vom Haus Friedrich nicht mit diesen beiden bedeutenden Bauten gleichstellen, das wäre eindeutig viel zu viel der Ehre und völlig unangebracht, ich möchte nur zeigen, dass es auch zu früheren Zeiten durchaus schon Flachdächer in München gegeben hat.
      Die Farbe weiß mag vielleicht banal sein, ist aber aus guten Gründen weitverbreitet, auch bei Altbauten, es macht das Gebäude weniger massiv. Es gibt sicher filigranere Entwürfe, aber für ein heutiges großes Stadthaus mit Eigentumswohnungen ist das schon recht anständig, es hat eine elegante, ein bisschen klassische und großzügige Ausstrahlung, mehr kann man heutzutage kaum erwarten.

      Die Lenbachgärten finde ich zum größten Teil auch sehr gelungen, gerade der mittlere Teil gegenüber von St. Bonifaz und um die zentralen Gärten herum! Ich gehe da öfters durch und finde es wirklich schön! Es hat klassische Gestaltungselemente und ist sowohl elegant als auch gemütlich. Einige Eckbauten des Areals sind eher modern und blockhaft, vor allem der Teil beim Parkcafé, aber sonst ist das für mich eines der besten Bauprojekte Münchens der letzten 10 Jahre. Auch das benachbarte große Charles-Hotel hat durch den großen Schwung etwas Nobles.

      Aber wie gesagt, so gehen die Meinungen auseinander :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leonhard ()

    • Haha, nein, ich kenne weder den Bauherrn noch den Architekten, noch sonst jemand, der mit dem Bau zu tun hat und hab auch nicht vor, mir dort eine Wohnung zu kaufen ;)

      Was ist für dich münchnerisch?

      Schau, natürlich wäre es mir lieber, es würde an der Stelle ein schönes Jugendstilhaus gebaut werden, so wie gegenüber ein paar stehen, aber das ist leider völlig illusorisch. Und im Vergleich zum sonstigen Schrott, der in München inzwischen so gebaut wird, finde ich das Haus Friedrich ziemlich schön. Was wären deine Beispiele für gelungene Wohnungsbauten in München in den letzten Jahren, die du soviel besser findest?
    • Der Besitzer der gründerzeitlichen Villa von 1892 in der Gerner Str. 10 hat die kriegszerstörte Dachhaube des Eckturms rekonstruiert und erhielt dafür den Fassaden-Preis der Stadt München. :applaus:

      Das sind Münchens schönste Fassaden



      Gerner Str. 10 Muenchen-1 [CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (gnu.org/copyleft/fdl.html)], by Rufus46 (Own work), from Wikimedia Commons

      Bisherige Ansicht
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • In ein paar Tagen eröffnet das Gärtnerplatztheater wieder:

      Video:

      br-klassik.de schrieb:

      Münchner Gärtnerplatztheater
      Ein erster Rundgang durchs restaurierte Haus

      Vor fünf Jahren musste das Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatztheater ausziehen: Denn das Theater im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt war marode geworden. Fünf Jahre hat das Exil der Theatermacher gedauert, in dieser Zeit wurde an dem historischen Gebäude gearbeitet - ein Teil neu errichtet, die Fassade erneuert, die Technik auf Vordermann gebracht. In wenigen Wochen wird das frisch renovierte Staatstheater am Gärtnerplatz wieder eröffnet.
      [...]
      br-klassik.de/aktuell/news-kri…uenchen-rundgang-100.html

      weitere Bilder:

      abendzeitung.de schrieb:

      Premieren-Proben laufen schon


      Über fünf Jahre war saniert und renoviert worden, nächsten Sonntag ist es endlich so weit: Das Gärtnerplatztheater zieht wieder den Vorhang hoch. Die Bilder aus dem neuen Theater.
      [...]
      abendzeitung-muenchen.de/inhal…e0-97a0-7499fe1676c7.html

      sueddeutsche schrieb:

      Das Gärtnerplatztheater macht wieder auf

      Nach mehr als fünf Jahren Umbau und vielen Komplikationen ist das Haus endlich fertig - die meisten Veränderungen bemerkt man kaum.
      [...]
      sueddeutsche.de/muenchen/glock…acht-wieder-auf-1.3688773

      und die dazugehörige Bilderstrecke der SZ:
      sueddeutsche.de/muenchen/glock…eater-jetzt-aus-1.3689781

      Infos zur Kostensteigerung (von 70 auf 120 Mio) und Baustellenbilder:
      2016:
      br-klassik.de/aktuell/news-kri…und-steuerzahler-100.html
      2017
      br-klassik.de/aktuell/gaertner…-kostenexplosion-100.html

      Im Prinzip hat man den hinteren Teil (hinter dem Zuschauerhaus) bis auf die Fassade komplett abgerissen.
      Interessant ist, das man das Äußere des Theaters nach dem Krieg in einer eigenständigen klassizistischen Formensprache wiederaufgebaut hat, die durchaus nicht schlecht war. Später (ich nehme an in den 70er/80er Jahren) entschied man sich dann aber für eine komplette Rekonstruktion des Portikus.
      Die für die Besucher zugänglichen Räume blieben so wie sie waren - leider auch das Foyer im ersten Stock. Auch wenn das 50er-Jahre-Wandgemälde nicht schlecht ist, es passt weder zum Boden noch zum Rest des Gebäudes. Der Raum wirkt ungemütlich und unelegant.
      Die Fenster zum Platz hin hat man geändert: Früher ein knackiger Kontrast zwischen heller Fassade und dunkelbraunen Fensterrahmen und -sprossen, heute eine wesentlich hellere Farbe, was mir persönlich nicht so gefallen mag.

      Die Bestuhlung hat man ebenfalls komplett ersetzt, es gibt aber keine Unterschied zu vorher.

      Einige zugemauerte Fenster wurden wohl auch wieder geöffnet:

      tz schrieb:

      Für den Umbau wird das grüne Haus an der Klenzestraße 35 abgerissen, auch die Bauten im Innenhof kommen weg und werden durch den Neubau ersetzt. Am Hauptgebäude sollen einige zugemauerte Fenster geöffnet werden, um sich wieder dem Originalzustand aus dem Jahre 1864 anzunähern


      Gärtnerplatztheater, neu renoviert im Juni 2017, Totale mit Brunnen links seitlich im Vordergrund
      (Burkhard Mücke, wikipedia, CC-BY-SA 4.0Burkhard Mücke, wikipedia, CC-BY-SA 4.0)
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • muenchen.de schrieb:

      Siegerentwürfe für das neue Konzerthaus im Werksviertel
      Jury vergibt Plätze eins bis fünf

      (28.10.2017) Der neue Konzertsaal soll im Werksviertel am Münchner Ostbahnhof seinen Platz finden. Nun steht der Siegerentwurf für das neue Konzerthaus in München fest: Die Jury des Architektenwettbewerbs hat sich am Freitag mit nur einer Gegenstimme für den Entwurf des Büros Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH aus Bregenz entschieden.
      [...]
      muenchen.de/aktuell/2017-10/ko…rtel-siegerentwuerfe.html


      Unter konzerthausmuenchen.de/project…rthausmuenchen_presse.htm findet man die Pressemappen zu den ersten bis fünften Plätzen.
      Der Entwurf haut mich nicht vom Hocker. Eine Glaskiste von außen. "Kunstsarg" triffts ganz gut. Allerdings wäre wirklich interessant, wie man so eine Herausforderung aus traditioneller Sicht in so einer devastierten Umgebung lösen könnte. Ein vollkommen traditionell gebautes Haus sagen wir von einem Quinlan oder Francis Terry würde m.E. nicht funktionieren, ohne dass man die komplette Umgebung gleich mitentwickelt. Dann vielleicht schon eher ein Nöfer. Wie würde sich dieser oder die Patschkes so eine Problemstellung lösen?

      Ab morgen kann man wohl sämtliche Entwürfe besichtigen. Wenn jemand zufällig vor Ort ist, wären ein paar Bilder schön. :foto: :)
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Ich hatte zuerst an ein überdimensioniertes Gewächshaus gedacht, aber "Kunstsarg Ost" ist genial!!!

      Der Entwurf schaut - wie üblich - absolut grauslig aus, aber wenigstens wird es in einer Gegend gebaut, in der's eh wurscht is... das Werksviertel is eh eine Fabrikgegend. Gottseidank bauen sie den Kunstsarg nicht in den Finanzgarten an der Ludwigstraße, wie früher einmal diskutiert!!

      Die weiteren Plätze kann man hier anschauen:
      Plätze 1-5
      Platz 3 find ich wesentlich besser, schade.

      Allgemein frag ich mich bloß, wer von den klassischen Konzertbesuchern in so ein versifftes Viertel gehen will, um einen schönen Abend zu verleben... für mich als klassischem Musiker gehört zu klassischer Musik auch ein klassisches Ambiente, ich hab immer viel lieber im Herkulessaal gespielt als im Gasteig und ich denke, den Konzertbesuchern geht's genauso.
      In dem Zusammenhang fällt mir die Aussage Leonard Bernsteins zum damaligen Neubau des Gasteigs ein, der gesagt hat "sofort wieder abreißen" ;)
    • Eduard schrieb:

      Die CSU gibt doch vor, konservativ zu sein, oder? Mir ist vollkommen unbegreiflich, wie ein Herr Spaenle dann sagen kann, ein solcher Entwurf als "bewußter Kontrast" zur Kleinteiligkeit der übrigen Stadt, sei gelungen oder etwas Großes.
      So ein Entwurf kann doch niemandem gefallen. Oder etwa doch?

      Naja, es ist natürlich auch ne Finanzoierungsfrage wo unser Finanzminister Söder auch noch n Wörtchen mit zureden hat. Ein Haus wie des Wiener Opernhaus - ja, das hätte schon was, ist nur leider nicht bezahlbar. Das hier natürlich nur ein modernistisches Konzerthaus schon aus Kostengründen möglich ist, ist schon klar. Aber ich denke mal, schon in der Formengestaltung wäre einiges mehr möglich gewesen.
      Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...
    • Ein Neubau im Stile des Wiener oder auch Münchner Opernhauses scheitert nicht daran, dass es nicht bezahlbar wäre, sondern daran, dass die Entscheidungsgremien, welche hauptsächlich mit in kultureller Hinsicht völlig ignoranten und ungebildeten Politikern besetzt sind, sich von sogenannten "Stararchitekten" und sonstigen modernistischen Meinungsführern unter Druck setzen lassen, damit sie sich nur ja für etwas "Zeitgemäßes" und "Progressives" entscheiden, weil sie ja sonst vor aller Welt als "rückständig" und "provinziell" erscheinen würden. Das will kein Politiker von sich hören, das wäre mit das Schlimmste, was ihm passieren könnte. Deswegen verlässt er sich in seiner Ahnungslosigkeit und kulturellen Unbedarftheit auf die gerade angesagten Experten, mithilfe derer er wenigstens auf der Seite des Fortschritts steht und er somit zeigt, dass er offen für Neues ist. Und das ist ja schließlich in einer Gesellschaft wie der unseren, die den ständigen Fortschritt als wichtigstes Ziel erkoren hat, das Wichtigste für einen Politiker, der sich anbiedern muss, um gewählt zu werden!

      Sei es wie es sei, ich denke auch, dass selbst in moderner Formensprache wesentlich mehr möglich gewesen wäre, der Entwurf ist einfach nur enttäuschend.
    • Ruine schrieb:

      Naja, es ist natürlich auch ne Finanzoierungsfrage wo unser Finanzminister Söder auch noch n Wörtchen mit zureden hat. Ein Haus wie des Wiener Opernhaus - ja, das hätte schon was, ist nur leider nicht bezahlbar. Das hier natürlich nur ein modernistisches Konzerthaus schon aus Kostengründen möglich ist, ist schon klar.
      Nun, das ist natürlich Unsinn. Erstens heißt ja etwas nicht-modernistisches nicht gleich, dass man einen Neorenaissance-Konzertpalast von Sicardsburg'schen oder Semper'schen Ausmaßen baut und zweitens ist es überhaupt nicht natürlich, dass aus Kostengründen nur ein modernistischer Bau möglich ist. Ganz im Gegenteil sind ja oft im Bau die Häuser günstiger, die nicht aus Glas und Stahl bestehen sondern massiv gebaut werden. Es ist eben eine Frage der Ideologie wie Leonhard richtig bemerkt hat.
      Wie man etwas "nicht-modernistische" dann umsetzen kann in dieser Umgebung steht auf einem anderen Blatt. Der Bau sollte architektonischen Halt geben, auf die Umgebung ausstrahlen und dazu anspornen bei zukünftigen Bauprojekten in der Umgebung eine urbanistische Lösung anzustreben. Es sollte gleichzeitig repräsentativ und nobel sein, einen gewissen Lokalkolorit haben und mindestens die einfachsten architektonischen Grundsätze des klassischen Bauens wie die des goldenen Schnitts einhalten, dabei nicht ins postmodernistische oder in 90er Jahre Einfallslosigkeit abdriften. Nöfer oder auch Hilmer Sattler wären da interessante Architekten.
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • Der erste TV-Bericht mit einem Zwischenstand der Rekonstruktionsbemühungen der Gelben Treppe in der Residenz:

      BR schrieb:

      Aufstieg in der Residenz
      Die Gelbe Treppe wird rekonstruiert

      Einst war sie der pompöse Hauptzugang zu dem königlichen Gemächern. Ein Prunkstück des Architekten Leo von Klenze. Im Krieg zerstört und danach nur notdürftig repariert. Jetzt wird die Gelbe Treppe in der Münchner Residenz mit Unterstützung der Haberland-Stiftung aufwändig rekonstruiert.
      br.de/mediathek/video/aufstieg…:5a071ef48c7f50001290f693

      :thumbsup:
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Das Arabella-Hochhaus fand ich schon immer hässlich. Und obwohl ich früher auch mal drinnen war, verbinde ich damit keine Melancholie und einen 70er Jahre Charme habe ich noch nie empfinden können.
      Während also die Verantwortlichen der Stadt München jetzt schon prüfen wollen ob es hierbei nicht um ein "Denkmal" handelt, befürchte ich eher Schlimmeres bei einem Neubau des Rechenzentrums an der Ecke zur Maximilianstraße. Natürlich war auch dieses Zentrum nie passend für die Altstadt, hielt sich aber durch seine warme Farbgebung stark zurück. da heutige Entwürfe für solche Neubauten fast immer aus 100 Prozent Glasfassaden bestehen, erwarte ich eine Verschlimmbesserung dieser sensiblen Stelle der Münchner Innenstadt.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Der Bau der Versicherungskammer Bayern ist der einzige Neubau an der gesamten Maximilianstraße, ein Boulevard von immerhin über 1 km Länge. Von daher wäre das eine schöne Gelegenheit, den Eingangsbereich an der Isar, an dem rechts das Gebäude steht, aufzuwerten. Ich stimme allerdings mit dem Münchner überein, dass von einem Neubau in München in heutigen Tagen selten etwas Gutes zu erwarten ist und befürchte ebenso, dass es auf ein Glasmonster hinauslaufen wird. Aber vielleicht hat die Lokalbaukommission ja soviel Sensibilität, das Ensemble Maximilianstraße so hoch zu schätzen, dass sie verlangen, dass der Neubau sich einigermaßen an die Fassadengestaltung der übrigen Gebäude der Maximilianstraße anlehnen müsse... man darf ja schließlich träumen ;)