Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Das Münchner Schwesterprojekt zu S21 der Bahn: Der Wahnsinn regiert! Eine informative Petition:
    https://weact.campact.de/petit…2-20&source=WAnl-17-02-20


    Du übersiehst hier einiges - die Reaktivurung des Ringes wird nicht bezahlt - das könnt die Stadt versuchen alleine zu stemmen. Die 2. Stammstrecke hingegen wird bezahlt - stellt man fest daß sie gar keine Entlastung bringt, wird auch der Ring bezahlt. Der S-Bahn Ring wird kommen, aber keineswegs vor Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Aber irgendwie nicht ohne Reiz, wirkt jetzt nicht mehr so monolithisch. Die Farbgebung war allerdings vorher besser.

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • ich finde es gut, dass solche Bauwerke auch in der heutigen Zeit eine Nutzung finden.
    Gerade die Umnutzung und der Umbau solcher Bunkerbauwerke ist sehr aufwendig.
    Ein Fenster in eine teils meterdicke Stahlbetonwand mit einer Diamantsäge zu schneiden, ist extrem teuer.
    Und ohne Fenster kann man einen Bunker halt nicht nutzen. Außer als Bunker...

  • Und ohne Fenster kann man einen Bunker halt nicht nutzen. Außer als Bunker...

    Was natürlich nicht stimmt. Denn viele Bunker werden zum Beispiel für Probebühnen von Bands genutzt, als Tonstudio, als Lagerräume oder als Archiv.
    Dennoch sind Fenster für eine Nutzung als Wohngebäude notwendig. Mir gefällt das Ergebnis gut, weil sensibel mit dem Gebäude umgegangen wurde.

  • Es stimmt natürlich, daß es auch Gebäudenutzungen gibt, für die man keine Fenster braucht.
    Auch wenn es schöner ist, auch in einer Disco oder in einem Archiv mal das Fenster im Scheißhaus aufmachen zu können und nicht das komplette Gebäude mit einer aufwändigen Be- und Entlüftungsanlage ausstatten zu müssen.
    Wenn man aber gerade in einer Stadt wie München die sanierte Baufläche auch gewinnbringend vermarkten will, dann müssen da eben Büros oder Wohnungen reinpassen.
    Ein Bekannter von mir hat vor ein paar Jahren in Nürnberg einen Luftschutzbunker zu einem Bürohaus für sich umgebaut und der teuerste Posten damals war das Schneiden der Fenster in die Bunkerwände. Hat mehrere zehntausend Mark gekostet. Trotzdem ist die Bude im Inneren noch ziemlich düster...

  • Auch wenn es schöner ist, auch in einer Disco oder in einem Archiv mal das Fenster im Scheißhaus aufmachen zu können und nicht das komplette Gebäude mit einer aufwändigen Be- und Entlüftungsanlage ausstatten zu müssen

    Na dafür würde es auch reichen, die originalen kleinen Blindfenster zu richtigen Fenstern zu machen.

  • ich finde es gut, dass solche Bauwerke auch in der heutigen Zeit eine Nutzung finden.

    Aber müssen sie dann so greisslich verschandelt werden? Ich denke da hätte man mehr draus machen können.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Naja, mal Hand auf`s Herz: so ein architektonisches Kleinod ist so ein brachialer Hochbunker nun auch wieder nicht, dass man Tränen darüber vergiessen muss, wenn einer Fenster reinmacht, damit er Tageslicht in seinem Büro bekommt...
    Ein riesiger Stahlbetonklotz mit einer pseudohistorischen Verkleidung.
    Gibt es diese Verkleidungen der Bunker im Stadtgebiet eigentlich nur in München oder auch in anderen deutschen Städten?

  • Auch wenn so unscheinbare Gebäude wie in der Trogerstrasse sicherlich oft weder historisch noch architektonisch einen Denkmalwert haben, finde ich doch, dass sie städtebaulich im Zusammenspiel mit den anderen Bauten der Altstadt den historischen Wert eines Ensembles steigern und ihm Authentizität verleihen.
    Mich macht es immer traurig, wenn ich sehe, dass mit den Jahren still und leise immer mehr dieser einfachen Altstadthäuser verschwinden.


    Ich kann es bis heute der Versicherungskammer Bayern nicht verzeihen, dass sie den Gebäudeblock an der Maximiliansbrücke abgerissen hat, in der sich der Innenhof mit der Schreiner-Werkstatt von Meister Eder und seinem Pumuckl befunden hat!


    Zur Erinnerung vorher:
    http://www.pumucklhomepage.de/view/werkstatt.jpg


    und jetzt in ähnlicher Perspektive:
    http://www.hoerspielhelden.de/…erwerkstatt/Innenhof1.jpg



    Von aussen will ich den hässlichen Waschbetonbau der VKB gar nicht zeigen.


    Eine Schande, eine solche Bausünde an so prominente Stelle mitten zwischen die Altbauten zu klotzen!


    Weiß jemand, wie diese Ecke vor dem Abbruch von der Strassenseite her aussah? Ich finde in meinen Büchern nur ziemlich verschwommene Luftaufnahmen.

  • ... Gebäude wie in der Trogerstrasse ... mit den anderen Bauten der Altstadt ... dieser einfachen Altstadthäuser

    Wir sind uns aber schon einig, dass die Trogerstraße weit außerhalb der Altstadt liegt?

  • Auch wenn so unscheinbare Gebäude wie in der Trogerstrasse ....



    Weiß jemand, wie diese Ecke vor dem Abbruch von der Strassenseite her aussah? Ich finde in meinen Büchern nur ziemlich verschwommene Luftaufnahmen.

    Zunächst die gute Nachricht; die Häuser an der Trogerstraße bleiben stehen - Klinikum "rechts der Isar" hat ihr Bauvorhaben zurückgezogen da die Häuser sich als denkmalwürdig erweisen.


    Von der Werkstatt gibt es aus den 70iger Jahren eine Aufnahme von der (damals noch unbebauten) Sternstraße:
    http://www.pumucklforum.de/ind…ead/4-Werkstatt/?pageNo=3


    Im übrigem sollte ursprünglich der ganze Straßenblock abgerissen werden, ähnlich wie die Bausünde in der Erhardstraße.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Wunderbare Nachrichten aus München: Paul Heyse Villa ist gerettet

    Der jahrelange Streit um die Paul-Heyse-Villa ist beendet. Die Parteien haben sich jetzt vor Gericht geeinigt.
    Der Kompromiss: Die Villa des Münchner Dichters bleibt erhalten, zusätzlich darf aber ein neues Wohnhaus auf das Grundstück gebaut werden. Nach Aussage des neuen Eigentümers werde es einen Neubau in historisierendem Stil geben, der sich gut in die Umgebung in der Nachbarschaft der Glyptothek einfügen und die denkmalgeschützte Villa weiter hinten auf dem Grundstück nicht überragen wird.


    https://www.merkur.de/lokales/…-heyse-villa-7320518.html


    Auch unsere Ortsgruppe hatte sich ja jahrelang mittels Teilnahme an verschiedenen Protestveranstaltungen, Pressemitteilungen etc. nachdrücklich für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes eingesetzt. Der Einsatz hat sich gelohnt.