• Ich finde die Balkons in der obersten Etage mit ihren runden Ueberdachungen aesthetisch nicht so voellig gelungen, aber das ist das Einzige, das mich an dieser Siedlung stoert. Jedenfalls gibt es hier die so typisch bayerischen Fensterlaeden! :daumenoben:


    Maxileen: Moege der Tag, wo Vollverglasung auch bei Wohnbauten de rigeur ist, noch Jahrzehnte von uns entfernt sein! Bis dahin ist diese "Mode" hoffentlich Vergangenheit, in erster Linie natuerlich fuer kommerzielle Projekte. :engel:

  • Die perfekte architektonische Einrahmung für einen Kripperlmarkt:






    die Rosenstraße und das einst dem Namen gerecht werdende Roseneck unweit des Marienplatzes nach der letztjährigen weiteren Verhässlichung.

  • Der Vorgängerbau des heutigen Sport-Schuster Hauses ist ja auch dem allerersten Bild dieses Strangs zu sehen, das ich damals vorgestellt hatte. Auch ich bin vom Neubau wenig begeistert, trotz der mich normalerweise ansprechenden Fassadenwölbung. Alleine diese in den letzten Jahren wohl moderne weil häufiger zu sehende rostbraune Färbung ist nicht nach meinem Geschmack. Nach einigen Jahren wird es dann wohl tatsächlich so aussehen, als sei da einiges sehr verrostet ;-)

  • Scheint aber dennoch kein Beinbruch zu sein, sondern eher ein typischer Fall von nicht genutzten Chancen zur Verbesserung des Stadtbilds.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • Salvatorplatz 3, Parkhaus "Salvatorgarage"


    zum vor ein paar Jahren erfolgten Umbau des denkmalgeschützten Parkhauses von 1964 (mit diesem sehr auffälligen oberen Abschluß) neben der Salvatorkirche im NW der Münchner Altstadt (Kreuzviertel) ein paar Bilder und Links:


    http://www.stahlbau-nachrichten.de/Archiv/Stana_2007_02.pdf
    (ab Seite 15)


    bzw. http://www.baufachinformation.…tikel.jsp?z=2007079014387


    http://www.urbnet.de/images/salvatorgarage.pdf


    http://www.bda-preis-bayern.de/img/054.pdf


    Das Parkhaus ist in der Denkmalliste eingetragen: http://geodaten.bayern.de/tomcat/viewer\r
    geodaten.bayern.de/tomcat/viewer ... 1529baae52




    im Hintergrund erkennbar St. Salvator


  • Quote from "Wissmut"

    Im übrigen ist ein Studium nur ein Vorläufer zum richtigen Lebenseinstieg; die Unterbringung zumindest im ästhetischen Sinne unerheblich. Solange alles technische funktioniert, die Finanzierung abgesichtert ist, die Wege nicht gar zu lang und man nicht durch Baumängel vom Studium abgehalten wird, kann auch eine miese Einzimmerbude im 9. Stock eines P2-Plattenbaus dem Zweck genügen. Wenn nicht, dann "muß wohl". Die Ästhetik einer Studentenwohnung kommt zu allerletzt.


    Sehe ich nicht so. Es sind immerhin ca. 5 Jahre prägende Lebenszeit. Das ist keinesfalls ästhetisch unerheblich, wie vielleicht eine Woche Mallorca-Urlaub, die man durchsteht.


    Aber wenn ich mir die Kisten ansehe (mein subjektiver Eindruck also), kann ich mir schon vorstellen, warum sie einigen Studenten gefallen. Spätestens seit der 68er-Zeit gibt es im studentischen Milieu einen Hang zu Orten des Verfalls, des Ruinösen, des Schmutzes. Das ist eine Anti-Reaktion auf die Glätte und Sterilität der herrschenden Moderne, bzw. es ist deren andere Medaillenseite. Graffiti und Betonbrücke ergänzen einander. So auch bei den Kästen des Olympiadorfes: Sie ähneln brasilianischen Favelas. Und so kann man mitten in München völlig undeutsch leben: Etwas abgerissen, karibisch buntbemalt, zudem in einer Art abgeschlossenen Siedlung, die scheinbar dem repressiven Zugriff der Restgesellschaft entzogen ist. Ist also eine Art multikulturelle Kommune, ob in Richtung Hippie (friedlich) oder "autonom" (aggressiv) dürfte von der Mentalität der aktuellen Bewohnerschaft abhängen. Das ist spannend für Wohlstandskids, das schafft subversive Gemeinschaft, und schon aus diesem Grund wehrt man sich gegen eine Veränderung, die als ästhetische Gentrifizierung empfunden würde. "Unerheblich", wie "Wissmut" schrieb, ist das alles aber gar nicht. Es hinterlässt tiefe psychische Prägungen.

  • Ich mag den Turm nicht. Er ist zu plump, zu klobig. Irgend etwas scheint mir daran nicht zu stimmen. Mag der 'Vorgängerbau' in seinem Erscheinungsbild im Wesentlichen ein Produkt des 19.Jh.s gewesen sein, war er in sich stimmig und von guter Proportionalität.
    Es ist mE ein großer Nachteil, dass man davon abgewichen und in die Pseudogotik geflüchtet ist.
    Ich bin ja auch, was den Aufbau der Münchner Innenstadt betrifft, sehr kritisch, dh ablehnend. Was Großes geleistet wurde, betraf ausschließlich Kirchen und seltsamerweise neuzeitliche Erweiterungen. In der eigentlichen Altstadt wurde eigentlich so gepfuscht wie in Nürnberg oder Würzburg, womit mE wirklich alles gesagt ist (na ja, vielleicht ist das doch zu hart).
    Natürlich kann ich auch dem sonstigen (wiederaufgebauten) Marienplatz überhaupt nichts abgewinnen - die Fassaden sind entweder billig und abgeschmackt kitschig, oder sowie indiskutabel (Kaufhof). Leider fügt sich der Rathausturm in ersterer Bauten 'harmonisch' ein.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Irgendwie wirkt der Turm auf mich künstlich, wie eine (billige) Kopie, die man in einem Erlebnispark finden kann (wollte jetzt nich das D-Wort benutzen). Gerade die Türmchen finde ich nicht so ansprechend.

  • Quote from "Zeno"

    Diese 50er-Jahre-Häuser sind ein Stück charakteristisches München, das gegenüber dem, was heutzutage so modern ist, schützenswert ist.

    Im Gegensatz zu dem hier: http://nsm02.casimages.com/img…212075723498025043556.jpg

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quote

    Auch wenn Ursus und einige andere jetzt in Froas fallen: Diese 50er-Jahre-Häuser sind ein Stück charakteristisches München, das gegenüber dem, was heutzutage so modern ist, schützenswert ist.


    Dieser Satz ist wohlweislich so vorsichtig formuliert, dass er eigentlich nicht angreifbar erscheint.
    "ein Stück charakteristisches München": traurig aber wahr, sagt natürlich viel über die Stadt, aber nichts über die Qualität des Objectes.
    So hat man halt in Wien in der trostlosesten Peripherie gebaut, in Simmering, Erdberg, oder im Fasanviertel - und nur in bedauerlichen Ausnahmefällen in der Inneren Stadt auch.
    "Schützenswert" wäre natürlich glatter Holler, durch die Einschränkung "gegenüber..." wird der Satz zwar sinnlos, aber natürlich inhaltlich sozusagen, wenn man so will, 'richtig'.
    Interessanter als die eigentliche 'Aussage', die aufgrund der Contrafacticitaet des Vergleiches keine ist, erscheint mir die Formulierung 'in Froas fallen'. Die kannte ich nämlich nicht, auch wäre sie mir außerhalb dieses Zusammenhanges unverständlich gewesen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das hab ich schon so verstanden, allein die etymologische Herleitung von Froas bleibt interessant.
    ansonsten wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es um den besagten 50er-Jahr-Bau selbstverständlich keineswegs schade wäre, und dass es dem immer noch leibenswerten München zu gönnen wäre, von derlei Charakteristika befreit zu werden.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.