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  • Liebloser Einheitsbrei, der auch in Singapur stehen könnte. Wie wäre es stattdessen mit einer lokalen Bauweise, die der Geschichte der Stadt gerecht wird?

  • Das einzige was an diesem einfallslosen(Fassade)Neubau mal etwas anders ist,ist das Schrägdach.Alles andere an dem Gebäude wie immer,die angepasste einförmige Zeitgeistarchitektur und das im schönen München.

  • Die harsche Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Die Planungen gefallen mir gut, die Fassaden mit den Messing-umrahmten Fenstern wirken auf mich auch sehr edel und versprühen einen – offenbar wieder angesagten – Mid-Century-Charme. Umso besser, dass dadurch so ein Beton-Ungetüm verschwindet. Hoffentlich kommt noch Naturstein oder ein hochwertiger Architektur-Beton an den Außenfassaden zum Einsatz.


    Ist die Schützenstraße eigentlich eine Fußgängerzone oder soll dahingehend verändert werden?

  • Warum wird hier gemeckert? Das ist doch eine enorme Verbesserung! Ähnliches würde ich mir auch hier in Kopenhagen wünschen.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Liebloser Einheitsbrei, der auch in Singapur stehen könnte. Wie wäre es stattdessen mit einer lokalen Bauweise, die der Geschichte der Stadt gerecht wird?

    Ich glaub Du kennst diesen "Atombombenbunker" nicht welcher derzeit noch de Gegend verschandelt .


    Da ist das schon eine erhebliche Verbesserung - sicher, schöner wär es gewesen wenn man die Jugendstil Ornamentok des Hauptgebäudes am Hauptbahnhof beibehalten hätte.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Ich fände es schön, wenn man Kritik (ob nun nachvollziehbar oder nicht) nicht als "meckern" bezeichnet. Das ist in vielen Foren leider so üblich, bei uns sollte eine bessere Wortwahl gegeben sein.

  • Ich fände es schön, wenn man Kritik (ob nun nachvollziehbar oder nicht) nicht als "meckern" bezeichnet. Das ist in vielen Foren leider so üblich, bei uns sollte eine bessere Wortwahl gegeben sein.

    Ja, da stimme ich Dir schon zu, es gäbe sicherlich auch andere verbale Möglichkeiten :wink:


    Nun muß ich sagen, in München gibt es wunderschöne Orte an denen ich mich gern und lange aufhalte, wie zum Beispiel dem Viktualienmarkt, Wiener Platz Preysinggarten usw.


    Aber es gibt auch recht fürchteliche Ecken, wo ich schau , wie ich diese vermeiden kann.


    Eine der für mich absolut ungemütlichsten und deprimierendsten Gegenden ist Neuperlach Zentrum und auch am Frankfurter Ring fühl ich mich nicht so recht wohl.


    Die Gegend um den Hauptbahnhof rum und die Schwanthaler Höhe, hat schon mitunter recht nette Ecken, aber leider - so scheint mir - ist das die abrißfreudigste Gegend wo stattdessen schnell mal ne "Schachtel" hingsetzt wird.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Das hab ich mir schon länger gewünscht, wunderbar. Dieser Bunker war wirklich das Hässlichste vom Hässlichen.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Streit um Neubau in der Mozartstraße: Ist dieses Haus zu kitschig?


    Quelle: https://www.abendzeitung-muenc…BxC3y4lOLpV2J3q4zP2OX9keo

    Die Bauherren der Mozartstraße haben jetzt wohl nachgegeben und den Entwurf angepasst.

    Sehr schade, dass tendenzen zu klassischem und angepasstem Bauen an prominenter Stelle gleich so kaputtgetreten werden. Vorher eindeutig positiver Beitrag zum Stadtbild, jetzt langweilig und aussagelos.


    Bezeichnend insoweit folgende Haltung einer Person, die sich vor allem zur Abwertung der Ursprungsfassade berufen fühlte:

    Der Münchner Architekt Christoph Sattler, der die Überarbeitung als "richtig" würdigte, hakte aber bei dem Punkt mit der klassischen Fassade ein: "Das ist eine architektonische Haltung, die retrospektiv ist." Er finde das Vorgehen "zu vorsichtig" und fragte, warum man sich nicht an einem Haus wie der Post am Goetheplatz orientiere.


    Nochmal zum Vergleich:


    Vorher:

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    Nunmehr nach geforderter Anpassung:

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  • Mir ist es ehrlich gesagt auch unbegreiflich, wie im Kontext eines so harmonischen, aber doch auch auffallend unprovokativem Entwurfs Gift und Galle gespuckt werden kann a la "überladen" "kitschig" und "nicht echt" / "unauthentisch" (jeweils O-Töne der Stadtgestaltungskommissions-Architekten).


    Ernsthaft?! Wegen zwei Erkern (davon einer nichtmal an der Straße), einen minimal angedeuteten Eckturm und einem Giebel??


    Wovor haben diese Leute Angst? Sie können doch weiterhin ihre bewährte Klötzchen / Glasarchtektur vom Stapel lassen (was das Büro, das hiesigen Entwurf verantwortet, übrigens sonst auch tut)??


    Was für eine unerträgliche Hybris, die sonst doch so hochgehaltene Baufreiheit (14 GG) der Eigentümer, die hier explizit klassisches Bauen wünschten, mit Füßen zu treten und sofort keifend und krakeelend auf einen Kollegen der Branche loszugehen!


    Und das immer mit unerträglich oberlehrerhaftem und apodiktischem Tonfall!


    Der Münchner Architekt Christoph Sattler, der die Überarbeitung als "richtig" würdigte, hakte aber bei dem Punkt mit der klassischen Fassade ein: "Das ist eine architektonische Haltung, die retrospektiv ist." Er finde das Vorgehen "zu vorsichtig" und fragte, warum man sich nicht an einem Haus wie der Post am Goetheplatz orientiere.


    Als wäre der Begriff "retrospektiv" schon eine Wertung! Natürlich ist dieser Entwurf retrospektiv weil klassisch, das hat doch niemand bestritten!

    Wieso muss sich das Haus denn unbedingt an der modernen, und wieso nicht an der historischen Nachbarbebauung orientieren??


    Ich empfinde es ohnehin im höchsten Maße unseriös, dass diese offensichtlich getroffenen Wertungen immer so insinuierend verpackt werden, statt sie klar auszusprechen, geschweige denn mit Argumenten zu untermauern! Leider eine grassierende Unsitte auch und vor allem in der Architektenbranche. Viel blabla und überschriftsartige Aussagen, statt mal mit echter sachlicher Auseinandersetzung um die Ecke zu kommen.

  • Na ja das geht doch noch. Sieht jetzt halt wie ein typischer Nachkruiegsbau aus.


    Die vorgetragene arrogante Haltung von Sattler (der m. E. sonst ganz vernünftig baut) ist aber trotzdem bedenklich....

  • Quote from Resurrectus

    Na ja das geht doch noch. Sieht jetzt halt wie ein typischer Nachkruiegsbau aus.


    Klar ist das Kritik auf recht hohem Niveau.


    Aber mich deprimiert es dennoch maßlos, weil es Mechanismen und Machtverhältnisse in der Branche aufzeigt, die meinem Gerechtigkeitsempfinden widersprechen.


    Wenn schon überkritisch, dann bitte bei jedem Bauprojekt und mit vorgetragenen Sachgründen. Hier scheint es mir so, als genügte es, dass eine Kommission ohne Einlassung zur Sache "Hü" sagt, und der klassisch planende Architekt muss übers Stöckchen springen.


    Dass derart oberflächliche und blumige Ansichten bzw. Einlassungen dann über das Stadtbild entscheiden, empfinde ich auch als undemokratisch, weil keine echte argumentative Sachauseinandersetzung möglich wird (an der die Herrschaften wsl auch gar nicht interessiert sind).

  • Aber mich deprimiert es dennoch maßlos, weil es Mechanismen und Machtverhältnisse in der Branche aufzeigt, die meinem Gerechtigkeitsempfinden widersprechen.

    Wenn schon überkritisch, dann bitte bei jedem Bauprojekt und mit vorgetragenen Sachgründen. Hier scheint es mir so, als genügte es, dass eine Kommission ohne Einlassung zur Sache "Hü" sagt, und der klassisch planende Architekt muss übers Stöckchen springen.

    Dass derart oberflächliche und blumige Ansichten bzw. Einlassungen dann über das Stadtbild entscheiden, empfinde ich auch als undemokratisch, weil keine echte argumentative Sachauseinandersetzung möglich wird (an der die Herrschaften wsl auch gar nicht interessiert sind).

    Beim Hbf hat man sich nicht so stark gemacht für eine Fassadengestaltung, da darf überdimensioniert werden ohne Ende. Insofern verstehe ich die Frage der Verhältnismäßigkeit gut.

  • Die Kritik des zu "Retrospektiven" und der gleichzeitige Verweis auf die Post am Goetheplatz ist auch inkohärent, stammt die Goethepost doch von 1932 und ist somit auch bald 100 Jahre alt. Es ist ganz klar die Ablehnung des klassischen Bauens an sich, nicht so sehr die Abneigung gegen Retrospektives, der Mann ist nicht ehrlich.

  • Klar ist das Kritik auf recht hohem Niveau.

    Nein. Es geht hier nur um den Vergleich der beiden Entwürfe. Allein der Vorentwurf ist der Maßstab. Und daran gemessen ist das Ergebnis deprimierend. Wie Ressurection ric htig schrieb: ein Nachkriegsbau. In derlei scheint man hierzulande geradezu verbrunzt zu sein, um es auf gut niederösterreichisch zu sagen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Fatal ist vor allem die Signalwirkung die davon ausgeht und die, so glaube ich, von der Kommission auch durchaus beabsichtigt ist.
    Nämlich: "Liebe Kollegen, wenn ihr euch zukünftig solche Überarbeitungen ersparen wollt, dann verzichtet bitte direkt auf diesen klassischen Firlefanz!"

  • Eigentlich macht sich diese Gestaltungskommision entbehrlich. Schade, um's Geld... Wenn ohne sie etwas Besseres rauskommt, als mit ihr, ist sie sinnlos und die Signalwirkung, die Meister Eder ansprach, ist verheerend

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • Stadtbild Deutschland hat rechtzeitig mit dem Architekturbüro Kontakt aufgenommen und angefragt, ob ein Vorstoß seitens unseres Vereines gewünscht wäre, um den Personen im Gestaltungsbeirat ihre eigene Subjektivität durch eine entsprechende Pressemitteilung vor Augen zu führen. Es wurde abgelehnt.

    In Zukunft sollten wir also unabhängig davon tätig werden, so schnell wie möglich.