Wir wünschen allen Nutzern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021
  • (...) Die Gebäudehülle aus Naturstein und Putz soll wieder erstrahlen und das bemalte Gewölbe sowie die Rückwand erneut in vollen Farben leuchten; das Hallenpodium bekommt seinen historischen Belag zurück. Natürlich werden auch die großen bronzenen Standbilder im Halleninneren und die markanten Steinlöwen, die die Zugangstreppe flankieren, restauriert und erhalten ihren ursprünglichen Glanz. Aber auch das Innenleben der Feldherrnhalle wird auf seine Statik hin überprüft, um ggf. erforderliche Maßnahmen zur Gebäudesicherung durchzuführen. (...)

    Das hört sich nicht so an, als würde da ein einstelliger Millionenbetrag genügen.


    Doch die erste Sanierung seit 70 Jahren, ist mehr als überfällig.

  • Wie kann man diese Treppe nur so unglaublich unpassend in Material und Farbe entwerfen? Wenn der Wille da wäre, würde das sicher auch besser gehen.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Die Denkmalbehörden vertreten häufig die Auffassung, dass neue Bauelemente der modernistischen Formsprache entsprechen müssen - dem üblichen Architektensprech folgend, dass das Neue sich durch einen ablesbaren Bruch darzustellen hat!

    Hier wird es also vor allem auf den massiven Widerstand der Menschen vor Ort ankommen. Eine andere Sprache verstehen die Zerstörer traditioneller Baukultur leider nicht.

  • Die Denkmalbehörden vertreten häufig die Auffassung, dass neue Bauelemente der modernistischen Formsprache entsprechen müssen - dem üblichen Architektensprech folgend, dass das Neue sich durch einen ablesbaren Bruch darzustellen hat!

    Hier wird es also vor allem auf den massiven Widerstand der Menschen vor Ort ankommen. Eine andere Sprache verstehen die Zerstörer traditioneller Baukultur leider nicht

    Beim Thema Fluchttreppen wird häufig übersehen, dass sie keine Forderung der Denkmalpflege sind. Im Gegenteil, sie sind der Graus eines jeden Denkmalpflegers. Brandschutz schlägt in den meisten Fällen Denkmalschutz. Da sind Brandgutachter gefragt, die die Vorgaben sehr kreativ interpretieren-das geht aber leider nicht immer. Bei den Fluchttreppen gibt die Bauordnung ganz genau vor, welchen Neigungswinkel die Treppen haben dürfen, nach wie viel Stufen ein Podest kommen muss etc. Da bleibt nicht viel Gestaltungsspielraum. Selbst wenn man diesen Turm historisierend verkleiden und aufhübschen würde, bliebe er eine wuchtige Katastrophe. Gerade in diesem Fall: Wir haben es mit einem historischen Wehrbau zu tun, da sollte es keine leicht zu erklimmende, breite Treppe geben.

  • Bitte nicht auch noch hier mit der üblichen relativierenden und haltlosen Alternativlosigkeit äußerer Zwänge (Fluchtwege, Brandschutz) an der Thematik vorbei argumentieren, die eine bestimmte Gestaltung vermeintlich vorgibt.

    Der hier entwerfende Architekt zeigt mit seinem modernistischen Lösungsangebot für das Stadttor offensichtlich, dass er mit der Aufgabe überfordert ist. Auch hier gilt einmal mehr: Wer will, der findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe.

  • Der hier entwerfende Architekt zeigt mit seinem modernistischen Lösungsangebot für das Stadttor offensichtlich, dass er mit der Aufgabe überfordert ist.

    "Er war stets bemüht seinen Anforderungen gerecht zu werden" >;-}


    Natürlich gibt es Alternativen und Lösungen - die einfachste und billigste wäre ne Livestreamführung durch das Musäum, so bräuchten sich gehbehinderte Menschen erst garnicht auf den Weg machen, sondern könnten in aller Ruhe die Austellung am Bildschirm genießen.


    Die zweite, etwas kostenintensivere Variante, wäre die Anbringung eines Treppenliftes im Treppenhaus.


    Was den Brandschutz anbelangt - da langt ja wohl n Notausgang mit ner Feuerleiter.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Bitte nicht auch noch hier mit der üblichen relativierenden und haltlosen Alternativlosigkeit äußerer Zwänge (Fluchtwege, Brandschutz) an der Thematik vorbei argumentieren, die eine bestimmte Gestaltung vermeintlich vorgibt.

    Der hier entwerfende Architekt zeigt mit seinem modernistischen Lösungsangebot für das Stadttor offensichtlich, dass er mit der Aufgabe überfordert ist. Auch hier gilt einmal mehr: Wer will, der findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe.

    Ich will gar nichts relativieren. Ich gebe Ihnen völlig recht: Das Ding ist die Pest. Aber schauen Sie mal in die Bauordnung, da kann die Denkmalpflege nichts dran rütteln. Mir ging es um das Grundsätzliche: das Ding, wie auch immer es aussieht, kriegt man leider nicht weg, wenn man es noch so hübsch gestaltet. Ein Treppenlift ist nicht möglich (wer einmal in dem Treppenhaus war, sieht das ein) und für die Anleiterbarkeit der Fluchtwege gibt es auch Regeln. Es ist die Frage, ob man diese starren Regeln auch bei Baudenkmälern anwenden oder rechtliche Ausnahmen schaffen will. Wie gesagt, das grundsätzliche Thema ist kein Thema der Denkmalpflege, sondern ein rechtliches.


  • Ein Treppenlift ist nicht möglich (wer einmal in dem Treppenhaus war, sieht das ein) und für die Anleiterbarkeit der Fluchtwege gibt es auch Regeln. Es ist grotesk, aber die Fensterbreite ist auf den cm festgelegt, wann ein Fenster zur Entfluchtung genutzt werden darf. Die Feuerwehr muss mitspielen. Es ist die Frage, ob man diese starren Regeln auch bei Baudenkmälern anwenden oder rechtliche Ausnahmen schaffen will.

  • Kurprinz


    Nicht die Fluchttreppe an sich, sondern die Form ihrer modernistischen Gestaltung ist "die Pest".

    Die Notwendigkeit der Maßnahmen wird nicht infrage gestellt, so das Museum denn zwingend im Tor erhalten bleiben muss...

    Der Architekt bemüht sich allerdings nicht um eine ästhetische Lösung, im Gegenteil, er möchte den schlichten Wehrgang als spätere Zutat durch eine gewollt modernistische Lösung wie mit dem inakzeptabel gestalteten Treppenanbau bewusst verschandeln.

    Und solange die Denkmalpflege solche Entwürfe unterstützt statt ihnen entgegen zutreten, ist sie für ihre Mitwirkung an der Verunstaltung selbstredend in gleichem Maße zu kritisieren wie der Architekt.


    Dass Sie sich keine ästhetische Lösung für die Aufgabe vorstellen können oder eine solche generell in Abrede stellen, ist im übrigen kein Freibrief dem Modernismus an diesem Bauwerk freien Lauf zu lassen.

  • Auf die Idee, dass das Musäum nicht unbedingt im Isartor bleiben muss, scheint man bisher wohl noch nicht gekommen zu sein. Wenn etwas nicht geht, dann geht es eben nicht. Punkt. Das wäre zwar schade, denn dann würde man die Tradition des Museums im Tor aufgeben müssen. Aber immer noch besser, als das Tor so zu verunstalten.

  • dann fehlt mir die Phantasie wie man so ein Monster schon gestalten soll. Selbst wenn man sie historisierend verkleiden würde, durch Treppenneigung, Podeste usw. bliebe das absurde Volumen und die Tatsache, dass eine Treppe an einem Wehrbau nix zu suchen hat.

  • "Zeno", das Problem ist, dass wenn das Museum auszöge, eine neue Nutzung gefunden werden müsse. Und wahrscheinlich würden sich dann die gleichen Probleme mit Brandschutz, Fluchtweg und Barrierefreiheit ergeben. Wenn sie nicht eine Neuverwendung dazu nutzen würden, nun erst Recht große Umbauten vorzunehmen, also tabula rasa zu machen.


    Die Probleme betreffen viele ähnliche historische Gebäude.

    In Köln wurde z.B. die Ulrepforte hinsichtlich Brandschutz erneuert. Sie bekam einen Anbau. (Vgl. hier und hier)

    Auch der Kölner Sachsenturm bekommt einen Anbau. (Vgl. hier)

    In Augsburg wurde am Fünffingerlesturm eine Treppenanlage (womöglich als zweiter Fluchtweg) angebracht. (Vgl. hier und hier)


    Aufgrund der Gesetzeslagen wird man in München also um Anbauten nicht herumkommen. Es kommt dabei eben darauf an, diese gefällig und passend zum Ensemble zu gestalten.

  • Streit um Neubau in der Mozartstraße: Ist dieses Haus zu kitschig?


    Quelle: https://www.abendzeitung-muenc…BxC3y4lOLpV2J3q4zP2OX9keo

    Wenn mal ausnahmsweise einer keine Einheitsklötze bauen möchte, sondern schön und harmonisch, dann kriechen diese Klötzchenbauer aus allen Löchern und diffamieren das Schöne als "kitschig".

  • Fast alle Kommentare im Artikel zu diesem Neubau fallen eindeutig positiv aus.Der Entwurf für das schöne München sei zu "Traditionell und Kitschig "so die Kommission???:wie:!

    Ja,wozu gibt es dann eigentlich diese Gestaltungskommission?!

    Für moderne Allerweltsarchitektur braucht man sie nicht.Ich dachte solch eine Kommission setzt sich für eine architektonische Verbesserung einer Stadt ein.Aber den Eindruck habe ich hier nicht. Unverständlich.:kopfschuetteln:

  • Wenn mal ausnahmsweise einer keine Einheitsklötze bauen möchte, sondern schön und harmonisch, dann kriechen diese Klötzchenbauer aus allen Löchern und diffamieren das Schöne als "kitschig".

    Zumal das 70iger Jahre Kasterl was da jetzt noch die Gegend verunziert, keiner so wirklich vermissen täte.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Wahnsinn, was ist denn das für eine Stadtgestaltungskommission? Selbst in Berlin lässt mal traditionalistische Architekten in Gegenden, die von gründerzeitlichen Gebäuden geprägt sind, gewähren und greift sie nicht noch an. Die Äußerungen der tonangebenden Kommissionsmitglieder sind nicht nur für sich genommen ein Hohn, sondern auch unkollegial gegenüber dem Architekten des Entwurfs. Den Stil eines Kollegen lässt man eben gelten, wenn er in sich stimmig ist. Es verlangt ja auch kein Traditionalist von einem Moderne-Architekten, seinem Entwurf Gesimse und Erker anzufügen.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir