• Wenn das der Kompromiss einer Kopfstein-Optik sein soll, können alle anderen architektonischen Ansprüche im Sinne eines gelungenen Stadtbildes auch für obsolet erklärt werden. Auch damit könnte demzufolge jeder leben. Aber die Straßenraumgestaltung ist doch kein schmückendes Beiwerk, dass je nach Ermessen vernachlässigt werden soll. Ich frage mich, wie man es z.B. den Touristen und Einheimischen in Freiburg auf dem Münsterplatz zumuten kann, auf wesentlich unbequemeren Wacken zu stolzieren während hier am Beispiel München ein charakteristisches, großformatiges zudem ebenes Kopfsteinpflaster auf dilettantische Weise ruiniert wird.

  • In Freiburg gibt es das durchaus schon:



    Solange man sich – wie hier – auf wichtige Wege und wirklich holpriges Pflaster beschränkt, ist es ein guter Kompromiß, finde ich. Auf Deinen Münchner Fotos sieht die Arbeit noch nicht abgeschlossen aus. Normalerweise wird die Oberfläche nach dem Schleifen noch sandgestrahlt oder geflammt.

  • Barrierefreiheit ist jetzt auch nicht ein so zu unterschätzendes Thema - man hätte es auch wie in der DDR machen können, die Pflastersteine einfach mal über zu asphaltieren - ich meine auch daß Platzl war in den 70iger Jahren asphaltiert und wurde erst später wieder historisiert.

  • In Freiburg gibt es das durchaus schon:



    ...Auf Deinen Münchner Fotos sieht die Arbeit noch nicht abgeschlossen aus. Normalerweise wird die Oberfläche nach dem Schleifen noch sandgestrahlt oder geflammt.


    Danke für das Bild Citoyen.
    Das Freiburger Beispiel zeigt eine Furt oder eine Wegbreite und ist nicht flächendeckend wie am Münchner Platzl. So kenne ich das auch von Basel, Konstanz und auch in Villingen ist es in dieser Form geplant. Das scheint mir ein Kompromiss zu sein.


    In meinem obigen Beitrag sind zwei Fotos zu sehen. Das zweite Foto zeigt den Zustand, nachdem die Reinigungskräfte bereits mit Wasserstrahlern über das zementierte und abgeschliffene Pflaster hinweg waren. Beide Ergebnisse erscheinen mir optisch dilettantisch. Mögen die von Dir genannten, abschließenden Methoden zu einem akzeptableren Ergebnis am Platzl führen, sofern sie dort umgesetzt werden.

  • Barrierefreiheit ist jetzt auch nicht ein so zu unterschätzendes Thema - man hätte es auch wie in der DDR machen können, die Pflastersteine einfach mal über zu asphaltieren - ich meine auch daß Platzl war in den 70iger Jahren asphaltiert und wurde erst später wieder historisiert.


    Schlechter geht ja immer. Und weil etwas vorher schon einmal asphaltiert war (ich vermute, es war auch davor bereits gepflastert, worauf sich die historisierende Lösung berufen kann?), gibt es keine logische Schlussfolgerung das ganze Platzl optisch (erneut) dermaßen zu verunstalten. Bei der Architektur streben wir doch auch nach Verbesserung. Das Zauberwort wäre auch hier der Kompromiss in Form bestimmter Laufrouten und ein am Rand entlang der Geschäfte verlaufender Weg gewesen, der Barrierefreiheit schafft.

  • Die Meldung ist zwar schon im Oktober erschienen, wurde jedoch hier noch nicht erwähnt.


    Ab 2020 soll auch die zweite Sphinx-Figur für den Eingangsbereich der Aussegnungshalle des Münchner Nordfriedhofs rekonstruiert werden.


    (...) Die Rekonstruktion sei zur kompletten Wiederherstellung des historischen


    Erscheinungsbildes erforderlich. Man erwecke „ein Stück Münchner
    Kulturgeschichte wieder zum Leben“, sagte Referentin Stephanie Jacobs.(...)

    Hier ist noch ein Bericht von der Süddeutschen Zeitung:


    https://www.sueddeutsche.de/mu…belhaftes-wesen-1.4648244


    Laut einem Bericht vom Juni 2019, soll ja noch mehr rekonstruiert werden.


    (...) Stadtverwaltung stellt originalgetreue Rekonstruktion der Westfassade am Nordfriedhof in Aussicht. (...)

  • Was ist daran zynisch? Deutschland wurde ja nicht mit Atombomben perforiert. Also sind auch viele Altbauten erhalten geblieben. Zum Glück. Zumal die Feldherrenhalle ja nicht mal ein NS-Bau ist.