München - außerhalb der Altstadt

  • Jammerschade, so ein schöner Laden... wenn ich mehr Alkoholiker wär', hätt' ich dort öfter eingekauft, so hab ich nur ab und zu mal reingeschaut...

    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

  • Ich könnte mir vorstellen, dass die vielleicht die Elektronik und Sanitäranlagen erneuern wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die diese schöne Ausstattung raus schmeißen.

  • So schade, wenn das abgerissen werden soll! Die alte Stuckfassade muss interessant gewesen sein, wenn ich mir die Form der Fenster ansehe. Gerade in München würde sich eine Fassadenreko sicherlich gut rechnen bei den dortigen Mieten, aber vermutlich kommt dort nun eine hässliche Rigipsburg hin, die auch den Fensterryhtmus mit den Nachbarn zerstört.


    Ich frage mich, ab wann genau den Architekturstudenten an den Technischen Hochschulen die Grundlagen der Baukunst bzw. das Entwerfen von Fassaden abgedreht wurde? Da muss es doch ein Datum geben, wo man einfach diese wichtigen Grundlagen einfach weggestrichen hat - oder? Kein Wunder, dass man über kaum eine Berufsgruppe so sehr die Nase rümpft wie bei Architekten (die natürlich trotzdem noch vor Politikern und Prostituierten liegen). Dabei könnten sie durch ein bisserl mehr Bildung - wie früher eben - auch wieder ihren Ruf verbessern und obendrein auch wieder an den noch guten Ruf der Vorväter anknüpfen!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Treibender Gedanke scheint mir auch nicht zu sein, Menschen ein Lebensumfeld zu geben, das ihren persönlichen Wünschen entgegenkommt, sondern eine Sozialromantik, die glaubt, Autos wären seit der Erfindung des Lastenfahrrads obsolet. Und wenn es in diesem Haus brennt, kommt dann die Feuerwehr mit Fahrrädern zum Löschen?

    Ohne jetzt zu spitzfindig zu sein, aber im Westend und gerade in den Straßen um dieses Haus herum, würde die Feuerwehr von einer deutlichen Reduzierung des MIV wirklich profitieren: Die Straßen teilweise verhältnismäßig eng, an beiden Seiten wird dicht auf dicht geparkt - man kann froh sein, dass es dort bisher noch keinen allzu schweren Brand gab.


    Gilt übrigens auch für andere Gebiete Münchens, z. B rund um St. Benno in der Maxvorstadt. In manchen Straßen werden die Feuerwehrzufahrten in den engen Straßen so schnell und so regelmäßig zugeparkt, so schnell kann man gar nicht die Parkraumüberwachung anrufen.


    Und die Ausweisung von Parkverbotszonen ist aufgrund der schieren Masse an Autos leider problematisch, denn wo sollen die ansonsten hin? Nicht ohne Grund kosten Tiefgaragenstellplätze in München inzwischen so viel wie ein Luxusauto. Von daher kann ich ein bewusstes Setzen eines Zeichens schon sehr gut verstehen, auch wenn es rechtlich wirklich nicht haltbar sein dürfte.

  • Wunderbar, dass dieser Bau gerettet wurde! Und dann so geschmackvoll. :thumbup:

    Der Einsatz lohnt sich in München, da ist viel in Bewegung am Immobilienmarkt.

    Was die Bebilderung angeht, solltest du mE besser auf die Bürgerinitiative ProSchwabing / Denkmalnetz Bayern zurückgreifen (von denen das Bild im Merkur auch stammt). Die freuen sich garantiert über die Werbung und stellen das gern zur Verfügung. Wenn's schnell gehen soll kann man ihnen auch einfach Bescheid geben (statt zu fragen und ggf. länger auf Antwort zu warten), mit dem Hinweis, dass man das Bild bei Bedenken gern ersetzt und dies in bester Unterstützerabsicht weiterverbreitet. Was in Facebook und Co. ja ohnehin die ganze Zeit geschieht.

    Dann muss ich das wohl so machen wie dus vorgeschlagen hast, weil ich nach 10 Tagen leider noch keine Antwort erhalten habe.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland