München - außerhalb der Altstadt

  • Umbaupläne für Karstadt am HBF/Stachus. Ich glaube, das wurde hier schon thematisiert.


    https://www.hallo-muenchen.de/…ml?trafficsource=idTopBox


    Ganz interessant ist, dass man sich bei Signa hinsichtlich des Neubaus, der den 70er Jahre Bau ersetzen soll etwas einbringen kann:


    https://entwicklung-schuetzenstrasse.de/


    Allerdings darf man nicht allzuviel erwarten denn (ich zitiere) "(...) Gleichzeitig werden die Bestandteile des Areals, die aus heutiger Sicht überholt erscheinen, neu gedacht: Nachhaltigkeit, Mobilität und Klimaschutz bilden dabei die Grundlagen für eine moderne und gesellschaftlich verantwortungsvolle Gestaltung.(...)"



  • Ich glaub das wird den Weg vom Bahnhof zum Stachus wirklich aufwerten.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Wirklich? Hätte auf den ersten Blick gedacht, es wäre ein später Plattenbau aus der Ex-DDR mit der Farbgebung, den Erkern, etc ...

    Lediglich die abgerundete Ecken und die Materialien wenn man genauer hinschaut sind natürlich viel besser!

  • Seit annähernd drei Jahrzehnten wurde dieser gewaltige Wohnblock nicht renoviert. Er befindet sich am sonst eher hässlichen Herzog-Ernst-Platz im Stadtbezirk Sendling-Westpark.


    Möglicherweise gibt es zwei Eigentümer, denn der eine Teil der Fassade (Stirn- und Längsseite) ist nun schön gestrichen, hat Sprossenfenster bekommen und wirkt sehr ansprechend. Der andere ist im Zustand wie vor 30 Jahren (und vermutlich länger).


    Man sieht die enorme Wirkung von Farbe und horizontaler Fenstergliederung. Das gesamte Gebäude ist gewaltig und dürfte eine Seitenlänge von rund 100x200 m haben.


  • Vorab: Ich finde es sehr löblich, wenn die Erinnerung an die deutsche Geschichte im östlichen Mitteleuropa wachgehalten wird, besonders in Zeiten wie den unsrigen. In diesen Kontext reiht sich auch das neue Sudetendeutsche Museum im Stadtteil Au-Haidhausen ein, welches Einblicke in die deutsche Vergangenheit Böhmens und Mährens gibt.


    Alles andere als lobenswert ist die Architektur des Baus. Ein kalter, grauer Beton-Monolith ohne jegliche Rücksicht auf seine Nachbarn.



    Quote

    Der neue Baukörper mit einer Bruttogeschossfläche von 11.830 Quadratmetern entstand über einem mehr als zehn Meter abfallenden Steilhang am Isarhochufer. Zuvor hatte sich auf dem 3.315 Quadratmeter großen Grundstück das Restaurant Wallenstein-Stuben befunden. Das Museum nimmt in seiner Höhenentwicklung die Trauf- und Firsthöhen der benachbarten Häuserzeile auf und schließt diese als markanter Kopfbau nach Süden hin ab. Das Volumen tritt zur Straße hin mit einer fensterlosen, auch das Dach einschließenden Kalksteinfassade als Monolith auf, der sich nur im Sockelbereich öffnet. Auf der Hangseite legt es sich wie eine Klammer um den Bestandsbau des Sudetendeutschen Hauses. Hier entwickelt sich hangabwärts in einer spiralförmigen Bewegung ein schmaler, fünfgeschossiger Gebäudeeinschnitt, der innen wie außen mit einer Messingverkleidung akzentuiert ist.


    Monolith am Isarhang - Sudetendeutsches Museum in München von pmp Architekten



    PS: Vielleicht könnte jemand aus dem Raum München dem Museum einen Besuch abstatten und seine Eindrücke betreffend Konzeption wiedergeben?

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Naja, das Jüdische Museum von Libeskind in Berlin sieht doch auch sehr jüdisch aus! (Ironiemodus aus)

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Isartor: Stadtrat beauftragt Studie – inkl. Visualisierung: https://www.tz.de/muenchen/sta…ierefrei-zr-90810073.html  :gehtsnoch:


    Vor ein paar Jahren das Lenbachhaus, derzeit Schloss Nympgenburg, bald das Isartor. Will man in München mit aller Gewalt seine prominentesten Monumente ruinieren?

    „Sollt ich einmal fallen nieder, so erbauet mich doch wieder!“ (Inschrift am Schwarzhäupterhaus in Riga)


    Nach Baden-Baden habe ich ohnedies immer eine Art Sehnsucht.
    Johannes Brahms (1833-1897)

  • Ein neuer Apartmentkomplex in der Münchner Innenstadt zeigt: Auch auf einem entfesselten Immobilienmarkt ist architektonische Qualität machbar:https://www.faz.net/aktuell/st…in-muenchen-17401614.html

    Tatsächlich? Ich finde nicht, dass sich das Gebäude gut in die gründerzeitliche Häuserzeile einfügt.

    Für die Planung engagierte Euroboden den Berliner Architekten Thomas Kröger, der sich einen Namen gemacht hat mit Wohn- und Ferienhäusern jenseits des Durchschnitts – bildstarke Gebäude, aufgeladen mit Referenzen auf lokales Bauen.

    Der Komplex, der aus vier Gebäudeteilen und zwei Höfen besteht, nimmt auch den Stadtraum wahr. Nach vorne, zur Isar, fügt sich das Haus mit seiner Fassade in die Reihe denkmalgeschützter Altbauten ein, ohne sich pseudohistorisch anzubiedern.

  • Was stand dort zuvor? Das Gebäude wirkt mehr wie ein Gerüst und die Farbgebubg wirkt ziemlich abweisend, aber zumindest das kann sich ja noch ändern.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Was heißt vor kurzem? Ich finds weder in 74 noch 73.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Was heißt vor kurzem? Ich finds weder in 74 noch 73.

    https://www.stadtbild-deutschland.org/forum/index.php?thread/8139-deprimierende-neubauten-wo-bleibt-denn-hier-das-schöne/&postID=363025#post363025


    etwas versteckt im anderen Thread :)


    "...bildstarke Gebäude, aufgeladen mit Referenzen auf lokales Bauen."


    "nimmt auch den Stadtraum wahr. Nach vorne, zur Isar, fügt sich das Haus mit seiner Fassade in die Reihe denkmalgeschützter Altbauten ein, ohne sich pseudohistorisch anzubiedern."


    Unerträglich, dieses Geschwätz. Ich warte bis heute auf eine stichhaltige Erklärung, was genau ein Gebäude "pseudo", "unecht" oder "unauthentisch" macht.


    Und nach welchen Parametern fügt sich dieses Gebäude bitte ein?


    Geschoss- oder zumindest Firsthöhe? negativ


    Farbe? negativ


    Fassadengestaltung? absoluter Fremdkörper


    Preise? ein sehr guter Scherz

  • Tatsächlich? Ich finde nicht, dass sich das Gebäude gut in die gründerzeitliche Häuserzeile einfügt.

    Natürlich nicht. Weder in Materialität, noch in Geschosszahl, noch in der Größe der Fenster. Einzig das steile Dach wirkt ein wenig angepasst. Das alles sieht auch jeder Mensch sofort, außer eben man ist Design-Journalist und arbeitet für die FAZ. Dann sieht man es so:

    Quote from Jasmin Jouhar/FAZ

    Nach vorne, zur Isar, fügt sich das Haus mit seiner Fassade in die Reihe denkmalgeschützter Altbauten ein, ohne sich pseudohistorisch anzubiedern.

  • Eine sehr positive Meldung aus München: Die Signa-Gruppe, allseits bekannt durch ihre Pläne für das Kaufhaus am Berliner Hermannplatz, wird nun auch in der bayerischen Landeshauptstadt aktiv. Und zwar geht es um das Karstadt-Areal zwischen Hbf und Stachus, welches attraktiver gestaltet werden soll. Dazu gehört auch eine denkmalgerechte Sanierung des historischen Kaufhauses Hermann Tietz von 1905. Sehr löblich folgendes:


    Quote

    Das imposante Kaufhaus Hermann Tietz von 1905 wird denkmalgerecht saniert. Das historische Gebäude wird dabei wieder komplett freigestellt! Die seltsame "Brücke", die Verbindung zum Kaufhaus-Anbau von 1971 über der Luitpoldstraße wird abgerissen. Ergebnis: Die Luitpoldstraße wird wieder offener und freundlicher. Und für Fußgänger ist die Verbindung zur Prielmayerstraße attraktiv - mit Sicht zum Alten Botanischen Garten.


    Die Jahrhundert-Wende-Architektur des früheren Hertie wird neu erstrahlen: mit allen Dachgauben, die nach dem Krieg nicht wiederhergestellt worden waren. Als Erstes werden Mitte August das Glasdach und die Aluverkleidung im Erdgeschoss abgeschraubt. Danach werden die historischen Rundbögen freigelegt und das Innere saniert. 2023 wird das verkleinerte "Erlebnis-Kaufhaus" wiedereröffnet.


    Wieder "Trubel und Glanz": So wird der Karstadt-Kaufhof-Altbau saniert



    Bahnhofplatz 7 Muenchen-1

    Rufus46, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons


    Aktuelle Ansicht



    KarstadtMünchenBahnhofplatzL1050734 (2)

    Oktobersonne, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons


    Vor 1945

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Ein entstuckter Gründerzeitler also, schade. Kann mich nicht erinnern das hier gesehen zu haben

    https://www.sueddeutsche.de/mu…arkante-akzente-1.3247296

    Geradezu eine Frechheit, ist euch aufgefallen wie in der Visualisierung bewusst der Altbestand rechts und links versteckt wird? Für wie blöd hält man eigentlich die Öffentlichkeit. Das sehe ich immer wieder von Architekten und es ist eine unverschämte Manipulation in meinen Augen.

  • Ich hab noch ein paar Fotos zum Neubau Erhardstraße 10. Dieser wurde hier zwar schon diskutiert, aber ein paar weitere Fotos, vor allem von den umliegenden Gründerzeitlern, sind sicher interessant.







    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus