• William: gut gesehen, das glaube ich auch. Vor allem auch, wenn dazu die Katharinenkirche endlich mal wiederaufgebaut würde.

  • Das ist mir eben aufgefallen: ein Foto von einem der skandalösesten Nachrkriegs-Abbrüche. Das Haus Adlerstraße 7 mit den zwei Giebeln in der linken Bildhälfte war noch völlig unzerstört oder allenfalls leicht beschädigt, und wurde nach dem Krieg abgerissen:



    Abbildung: Bildarchiv Foto Marburg


    Großes Foto


    Unglaublich!

  • Adlerstraße:
    Nr 8; ist das nicht der Erker von der Karlstraße ?
    Nr 26 und 28: Zwei Chörlein sind übriggeblieben: wiederverwendet oder nicht?


    Ergänzung: Hier ein Plan von 1942 über den Wert der Bauwerke.
    Ich denke, die hier als historisch oder historisch wertvoll bezeichneten stehen heute fast vollständig unter Denkmalschutz; wahrscheinlich trifft das für die anderen, mittlerweile allerdings historischen Bauwerke nur manchmal zu.
    Von den Gebäuden aus unserer Liste: Als historisch wird hier bezeichnet auf jeden Fall Maxplatz, Bergstraße, sämtliche Häuser obere Schmiedegasse, der Vorgängerbau Hübnersplatz ... . Gar keine Erwähnung findet z.b. Kartäusergasse, Maxtormauer, Weißgerbergasse 26 a, Königstraße, Luitpoldstraße, also sämtliche neueren Bauten.
    Spittlertormauer wird teilweise, wenn ich das richtig sehe, als historisch gekennzeichnet. Mehr kann ich nicht sagen. Merkwürdig gekennzeichnet ist Tuchgasse 1. (teilweise historisch ? )


    http://www.stadtatlas-muenchen.de/stadtatlas-nuernberg/1942-nuernberg-denkmal-wertstufenplan-stadtarchiv.html\r
    http://www.stadtatlas-muenchen.de/stadt ... rchiv.html

  • @ baukunst-nbg: die Links funktionieren bei mir leider nicht. Meintest Du aber nicht Adlerstr. 8?


    @ all: oft sieht man hier sehr lange, nicht funktionierende Links zu Bildern aus dem Marburger Bildindex. Wie kommt ihr auf diese? Es gibt auch kurze Links, und zwar, indem man das gewünschte Bild öffnet (erscheint ja in einem separaten, kleinen Fenster), und dieses anschliessend mit dem Mauszeiger einfach in ein neues, leeres Fenster oder das geöffnete Fenster des Browsers zurückzieht. Und schon hat man den Link, siehe Beispiel:


    http://www.bildindex.de/bilder/MI02564a14b.jpg
    (übrigens eben der Dacherker, welcher noch kurze Zeit an der Karlstrasse besteht)


    Und wenn man das "b" am Schluss des Links durch ein "a" ersetzt, hat man gleich die Vergrösserung verlinkt:


    http://www.bildindex.de/bilder/MI02564a14a.jpg

  • Quote from "Riegel"

    @ all: oft sieht man hier sehr lange, nicht funktionierende Links zu Bildern aus dem Marburger Bildindex. Wie kommt ihr auf diese? Es gibt auch kurze Links, und zwar, indem man das gewünschte Bild öffnet (erscheint ja in einem separaten, kleinen Fenster), und dieses anschliessend mit dem Mauszeiger einfach in ein neues, leeres Fenster oder das geöffnete Fenster des Browsers zurückzieht. Und schon hat man den Link, siehe Beispiel:


    http://www.bildindex.de/bilder/MI02564a14b.jpg\r
    http://www.bildindex.de/bilder/MI02564a14b.jpg


    Oder: mit Mauszeiger aufs Bild, dann rechte Maustaste, "Eigenschaften", unter "Adresse (URL)" wird die URL angezeigt, markieren und mit copy & paste übernehmen.
    Mit Firefox geht es noch einfacher: mit Mauszeiger aufs Bild, dann rechte Maustaste und "Graphikadresse kopieren".

  • Mann, ich habe schon Dutzende von Bildern von Foto Marburg hier zur Illustration verlinkt. Ich muß sagen, daß ich in der Eile den Beitrag gar nicht mehr geprüft habe.


    Gut, nun das Foto! Es ist definitiv Nr. 7 und nicht Nr. 8. Das Haus im Vordergrund rechts ist Karolinenstraße 4. Hinter Adlerstraße 7 sieht man noch den Ostgiebel des kleineren Hauses Adlerstraße 8. Den Abriß der beiden Häuser halte ich fast schon für kriminell. Ganz links sieht man noch angeschnitten das heute noch bestehende Haus Adlerstraße 14 an der Ecke zum Stangengäßchen, heute eine der desolatesten Sichtbetonpassagen weltweit ;).



    Foto: Bildarchiv Foto Marburg


    Hier die Vergrößerung


    William:

    Quote

    ... Ich denke, die hier als historisch oder historisch wertvoll bezeichneten stehen heute fast vollständig unter Denkmalschutz ...


    Ich denke leider, daß die hier gekennzeichneten Bauwerke zu 90% überhaupt nicht mehr stehen :(

  • Ich weiß nicht, ob wir die Liste nicht erstmal beenden sollten und sie nur noch ab und zu, bei bestimmten Diskussionen, fortsetzen sollten.
    Es kommen ja leider keine Vorschläge mehr. Aber wir haben schon gezeigt, dass die Bausubstanz von vor dem Weltkrieg größer ist als offiziell bekannt.
    Wenn man die historisierenden Bauwerke, die auch schon einige Jahrzehnte auf dem Rücken haben, dazuzählt, kommt man auf eine ganze Menge denkmalwürdiger Bauten. Es fehlen nur noch einige Bilder von den genannten Gebäuden: Färberplatz 10, der Historismusbau Theatergasse, Frauentormauer und Luitpoldstraße.


    Ein Gebäude, über das noch nie (?) gesprochen wurde will ich noch erwähnen. Nordöstlich des Schürstabhauses befindet es sich an der Glöckleinsgasse, Burgstraße. Nach Fotos zu schließen ist es schwer beschädigt gewesen( wahrscheinlich ausgebrannt, Dach zerstört), aber von den Mauern ist wohl viel erhalten (bis zum Dach der Erker).
    Ein besonderes Gebäude scheint es jedoch nicht zu sein.

  • Nein, William, die "Liste" beenden wir sicher nicht. Weshalb auch? Ergänzungen sind doch immer möglich. Die Diskussion bleibt offen, und es tauchen immer wieder Vorschläge auf. Man muß auch ein bißchen geduldig sein. Besser wäre es, mal genauer auf einzelne Gebäude einzugehen und diese einer Betrachtung zuzuführen. Material findet sich in diesem Forum mehr als genug, du mußt nur suchen.


    Dann hättest Du auch das von Dir genannte Haus - in diesem Strang hier auf Seite 19 und 20 - gefunden. Es ist heute Bergstraße 3 (Eckstein), und kunstgeschichtlich von erheblicher Bedeutung für die Betrachtung der Nürnberger Architektur des Historismus, hatte es quasi als Topos vom alten Nürnberg wesentliche Gestaltungselemente des kurz nach 1900 abgerissenen Hauses des Toplerhausmeisters in der Adlerstraße (heute Deutsche Bank) übernommen.

  • Ich meine ja, dass wir sie fortsetzen, doch mit dem schnellen Zusammentragen zunächst einmal aufhören sollten. So können wir auch auf die einzelnen Gebäude näher eingehen. Tut mir leid, das Gebäude Bergstraße 3 habe ich einfach übersehen oder überblättert oder ich habe einfach geschlafen während ich las. :peinlich:

  • Quote

    Es ist heute Bergstraße 3 (Eckstein), und kunstgeschichtlich von erheblicher Bedeutung für die Betrachtung der Nürnberger Architektur des Historismus, hatte es quasi als Topos vom alten Nürnberg wesentliche Gestaltungselemente des kurz nach 1900 abgerissenen Hauses des Toplerhausmeisters in der Adlerstraße (heute Deutsche Bank) übernommen.


    Die Deutsche Bank würde sein Anwesen durch eine Rekonstruktion in der Adlerstraße sehr aufwerten.

  • Nochmals zum Haus des Fränkischen Kuriers, ehemals Rathausplatz 4, jetzt zugehörig Burgstraße 3:


    Witzig und eindrucksvoll gleichzeitig ist folgende Entdeckung.
    Der "Nürnberger Stil" war so authentisch, daß sogar die Kunsthistoriker, die folgendes Foto des Bildarchivs Foto Marburg katalogisierten, dem Historismus auf den Leim gingen; es wird als Bauzeit 1550-1650 angenommen (immerhin mit Fragezeichen):



    Foto: Bildarchiv Foto Marburg


    Doch im Vergleich zum Vorbild, dem früheren Haus in der Adlerstraße, oder gar im Vergleich mit dem Toplerhaus, kann man durchaus einen gewissen Abstrich im Hinblick auf Eleganz und Lebendigkeit feststellen.

  • So, ich hatte noch kurzzeitig eine Ergänzung für die "Liste" im Sinne: Stöpselgasse 1. Nicht völlig zerstört laut Plan, findet sich ein relativ unregelmäßiges Haus in der Vogelperspektive.


    Doch meine Hoffnungen schwanden, als ich mir folgendes Bild von Foto Marburg angesehen habe:



    Foto: Bildarchiv Foto Marburg


    Dort ist es am linken Bildrand zu sehen:



    Foto: Bildarchiv Foto Marburg


    Doch vielleicht sollte man trotzdem mal vorbeischauen und sich das heutige Haus in natura ansehen.

  • Baukunst-nbg hat geschrieben:

    Quote

    Was für ein Haus!


    Dort steht jetzt das Gebäude der Deutschen Bank. Die sollten das Haus doch als Firmensitz rekonstruieren. Es würde heute durch die öffnung in der Straße auch noch direkt auf die Burg blicken- und umgekehrt würde man von der Burgfreiung auf das Haus blicken. Was für ein prächtiger Anblick würde das sein!
    Auf alten Nürnberg-Plänen ist das Haus am Rande abgebildet ebenso wie das Toplerhaus, das Pellerhaus, das Nassauerhaus und andere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Da fragt man sich doch, wie es schon um 1900 abgebrochen werden konnte.

  • zur Marstallbrücke: Das sieht also nicht gut aus für eine Wiederbebauung.
    Vielleicht wären im wahrsten Sinn "dunkle" Kneipen oder sehr preiswerte Wohnungen für Studenten angemessen. Aber im Ernst: So sieht es doch auch nicht schön aus. Diese Trennung durch die große Lücke hier ist nicht das Wahre. Eine Idee wäre zum Beispiel : Den Graben etwas aufschütten oder hohe unbewohnte Erdgeschosse, damit die oberen Stockwerke etwas Licht bekommen, dazu die Straße noch schmaler als früher und nur für Fußgänger, dann wäre genug Fläche da. Oder aber der Mehrheit der Bürger gefällt es so wie es ist und dann braucht man nichts ändern.


    übrigens: Im Sommer ist es da schön kühl :!: