• Hab ich schon, nachdem ich schon deinen Beitrag im deutschen Architekturforum gelesen hab. Vielen Dank fürs Aufmerksammachen.


    Könnte man hier nicht irgendwie sichtbarer (notfalls als eigener Thread) die Leute dazu anregen dafür abzustimmen.
    Das andere Problem ist glaube ich, daß es dazu keine Visiualisierung des jetzigen und des ehemaligen Zustandes gibt und die meisten Leute wohl schon zu faul sind sich darüber zu informieren.


    Falls die Abstimmung aber auf Interesse stößt und viele Leute für eine Umsiedlung auf den Hauptmarkt sind, könnte man gewiß ein Echo auslösen.

  • Laut diesem http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1213749&kat=10&man=3
    Zeitungsartikel käme sowieso kein neuer Brunnen auf dem Hauptmarkt, also auch nicht der Neptunbrunnen.
    Es wird aber auch über Verbesserung der Architektur gesprochen, vor allem auf der Südseite des Hauptmarkts. Sie wäre bitter nötig.
    Hier ist höchste Aufmerksamkeit geboten, was man dort plant, so meine ich.
    Im Prinzip kann fast jede änderung nur eine Verbesserung sein, jedoch der Modernismus lauert natürlich auch auf diese Stelle.
    Rekonstruktionen werden wohl sowieso nicht drin sein, die würden wegen der wenig ansehnlichen Vorkriegsbebauung auf der Südseite des Hauptmarktes auch nicht soviel bringen, auf den anderen Hauptmarktseiten um so mehr.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Quote from "erbsenzaehler"

    Wie sah denn die Südseite des Hauptmarktes vor der Zerstörung aus?
    Habe noch kein einziges Bild davon gesehen, meine ich.


    Es ist wirklich ziemlich mühselig, Abbildungen der Südseite zu finden; auf Google sucht man sich fast die Finger wund..

    http://www.google.com/imgres?imgurl=http://www.kubiss.de/kultur/projekte/pegnitz/nbg1909/images/hauptm/klapkart.jpg&imgrefurl=http://www.kubiss.de/kultur/projekte/pegnitz/nbg1909/htm/hauptm.htm&usg=__XZeuYkBLm4BvGC5U3H9KqmQNTjc=&h=534&w=1649&sz=72&hl=de&start=423&itbs=1&tbnid=v2OECwV8A-c88M:&tbnh=49&tbnw=150&prev=/images%3Fq%3Dhauptmarkt%2Bn%25C3%25BCrnberg%26start%3D420%26hl%3Dde%26sa%3DN%26gbv%3D2%26ndsp%3D20%26tbs%3Disch:1\r
    http://www.google.com/imgres?imgurl=htt ... s%3Disch:1


    Für meinen Geschmack sind die Bauten nicht wirklich spektakulär aber wohl immer noch angenehmer als der gegenwärtige Zustand.

  • Das war aber nicht der letzte Zustand. ME fand noch in der Zwischenkriegszeit eine ziemliche Verschlechterung statt.
    Auf jeden Fall wäre der Zustand von 1909 rekowürdig.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • ^

    Quote

    Als potenzieller Nachfolger steht ihr bisheriger Stellvertreter Gymnasiallehrer Karl-Heinz Enderle bereit.

    Kennt den jemand?

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Als ich einen Artikel für den Neumarktkurier der GHND geschrieben habe, habe ich Herrn Enderle persönlich kennengelernt.
    Wir haben uns zusammen den Innenhof des Pellerhauses angeschaut und intensiv über den Pellerhof und Nürnberg insgesamt gesprochen (über den Wiederaufbau ging der Artikel). Aus meiner Warte kann ich sagen, dass er ein klarer Befürworter von Rekonstruktionen ist, wenn auch vielleicht nicht so radikal wie die GHND. Die Wiederaufbausituation in der Innenstadt (ich finde der Begriff Altstadt wird oftmals inflationär gebraucht) wird von ihm nicht durchaus als schlecht bewertet. Gerade die Architektur der 50er wird von ihm nicht in all ihren Formen abglehnt, gerade wenn sie sich in Dachneigung und ähnlichen Kriterien an den "Nürnberger Stil" orientiert.


    P.s. Bin neu war mein erster Beitrag auch wenn ich schon seit geraumer Zeit mitlese, jetzt musste ich mich mal zu Wort melden :zwinkern:

  • No, das ist ja mal was Erfreuliches- Herzlich willkommen auch hier.
    Natürlich muss man sich in Nürnberg selbst in puncto Bewertung der Innenstadt sagen wir so: diplomatischer äußern, als ich dies hier zu tun pflege. Sicher ist von dem Mann viel mehr zu erwarten als von seinem Vorgänger.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • ich kann auch nur positiv über herrn enderle sprechen. bei einem persönlichen treffen hat er ganz klar den geringen anteil an rekonstruierten bürgerhäusern bemängelt.


    trotzdem - ich meine, die altstadtfreunde sollten professioneller aufgestellt sein. hierzu gehört m.e. auf jeden fall eine art geschäftsführer, d.h. ein job, der sich ausschließlich mit der thematik beschäftigt und nicht ehrenamtlich geprägt ist.

  • Speziell für Urs Carpath habe ich hier ein Bild gefunden, wie Nürnberg nach dem Abriß der häßlichen Nachkriegsbauten gestaltet werden könnte:


    http://www.en-bloc.de/en_bilder/en_inarbeit/stadt/Nbg_web_gr/STADT_Nuernberg_Hauptmarkt.jpg\r
    http://www.en-bloc.de/en_bilder/en_inar ... tmarkt.jpg
    Quelle: http://www.en-bloc.de\r
    http://www.en-bloc.de



    Moderationshinweis (Zeno):
    Direkt eingebundenes Bild wegen Urheberrechts durch Link ersetzt (siehe http://www.architekturforum.ne…ic.php?p=36186&f=1#p36186">viewtopic.php?p=36186&f=1#p36186)

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Kann mich nicht richtig überzeugen. Da ist doch tatsächlich dieses scheußliche DB-Gebäude am Hauptmarkt übriggebleiben. Auch das Weiterbestehen des Ersatzbaus für das Fleischhaus, das hier angedeutet ist, wäre nicht wünschenswert.
    In summa natürlich eine absolute Verbesserung zum Heute. Leider wurde dieser Weg nie beschritten, wurde immer auf schrottmäßige Verdichtung gesetzt.


    Aber danke für den interessanten Hinweis.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
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  • Die letzten Exempel von Nachkriegsmüll müßten natürlich auch noch weg, aber das Bild geht tendenziell in die richtige Richtung.


    Wenn so viel schrott wie auf dem Bild weg wäre, konnte man was damit anfangen. Ein Anfang wäre gemacht.


    Übrigens wäre es auch besser, den Augustinerhofareal vorläufig so zu gestalten.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Ihr beliebt wohl zu scherzen, den Hauptmarkt einer Großstadt zu einer Parklandschaft umgestalten zu wollen.

  • Warum denn gar?
    Besser keine als solch eine Bebauung.

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    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die historische, sehr stattliche Villa Rosenfelder, Virchowstraße 19 - nach meiner Schätzung zwischen ca. 1910-1925 entstanden - soll zu Gunsten eines Bauträgerprojektes der Firma BAUHAUS aus Nürnberg abgerissen werden. Baubeginn soll laut Bautafel noch im Sommer 2010 erfolgen.


    Nach meinen Informationen hat der zuständige Sachbearbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege entschieden, daß das Gebäude kein Denkmal ist. Damit sind rechtliche Möglichkeiten entfallen, den Abriß zu verhindern. Angeblich sei die Fassade verändert worden. Die Villa ist offenbar vom gleichen (jüdischen) Architekten geplant worden wie das übernächste, denkmalgeschützte Haus, Virchowstraße 23. Das Grundstück ist ein Filetstück, da es unverbaubar an den Stadtpark grenzt. Von der erheblichen Reihe vornehmer Villen sind dann nur noch die drei Denkmäler 23-25-27 erhalten. Ein weiteres trauriges Beispiel dafür, daß die Denkmalpflege, aber auch städtebauliche Steuerungsinstrumente, auch nur knapp unterhalb des "Radars" des Denkmalschutzgesetze komplett versagen.


    Was ich vom Geschäftsgebaren der Firma Bauhaus angesichts solcher Vorhaben halte, brauche ich wohl nicht gesondert zu erwähnen. Klar ist es ein gutes Geschäft, aber der kulturelle Verlust ist viel schlimmer. Banausen!


    Es handelt sich um dieses Gebäude:
    http://www.bing.com/maps/?v=2&…cene=10935072&lvl=2&sty=b
    Leider habe ich keine Fotos im Archiv, vielleicht kann jemand anders kurzfristig noch Aufnahmen machen.