• Ich stimme dir zu, dass diese Städte im Großen und Ganzen stimmiger wirken als Nürnberg. Aber im Vergleich zu Nürnberg sind und waren diese Städte klein, hatten auch im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte keine Bedeutung wie Nürnberg und sind dadurch verhältnismäßig glimpflich durch den Krieg gekommen. Wenn, dann musst du Nürnberg mit Großstädten mit einem ähnlichen Ausmaß der Zerstörung vergleichen. Zumindest im westdeutschen Vergleich sieht es da für Nürnberg wohl gar nicht so schlecht aus.

    Oder das ist doch die Grundproblem. Im heutige Tag ist Nurnberg objektiv keine schöne Stadt. Lass uns doch ehrlich sein. Die westdeutsche Vergleich mit die gleiche Zerstörung bedeutet halt leider wahnsinning hässlich. So Nurnberg ist ein bisschen weniger hässlich als Kassel oder Dortmund. Aber als Aussage ziemlich kraftlos.


    Ich bewundere dadurch diese Engagament von der Altstadtfreunde. Die Politik hat auf jedenfall aufgegeben. Ich fahre lieber ein paar mal mehr nach Dresden weil es ist viel schöner als beim letzte Besuch. Kann man dass uber Nurnberg sagen?

  • Oder das ist doch die Grundproblem. Im heutige Tag ist Nurnberg objektiv keine schöne Stadt. Lass uns doch ehrlich sein. Die westdeutsche Vergleich mit die gleiche Zerstörung bedeutet halt leider wahnsinning hässlich. So Nurnberg ist ein bisschen weniger hässlich als Kassel oder Dortmund. Aber als Aussage ziemlich kraftlos.


    Ich bewundere dadurch diese Engagament von der Altstadtfreunde. Die Politik hat auf jedenfall aufgegeben. Ich fahre lieber ein paar mal mehr nach Dresden weil es ist viel schöner als beim letzte Besuch. Kann man dass uber Nurnberg sagen?

    Schwierige Aussage. Eine Beurteilung von Schönheit ist nie 100% objektiv. Geschmäcker sind unterschiedlich und immer subjektiv. 😉


    Das Grundproblem in Nürnberg ist, dass es sehr schöne Traditionsinseln gibt, die den Krieg einigermaßen gut überstanden haben und wiederhergerichtet wurden. Dazwischen gibt es aber genügend Bereiche, die ein Schlag ins Gesicht sind. Leider scheinen viele Nürnberger blind durch diese zu laufen. Anders kann ich mir den ständigen Lob des Wiederaufbaus nicht erklären.


    Deiner Aussage mit Dresden stimme ich zu. In Nürnberg haben wir zwei gegensätzliche Entwicklungen. Die Aufwertung durch die Projekte der Altstadtfreunde und die Abwertung durch Projekte der Stadt und Investoren. Natürlich können die Projekte der Altstadtfreunde nur schwer die negativen Entwicklugen abfangen. Den Trend würde ich ähnlich wie du daher aktuell leider auch als eher negativ einstufen.

  • Dresden finde ich als Vergleich durchaus passend, aber das große Lob scheint mir fehl am Platz. Der Neumarkt wurde rekonstruiert, aber was ringsherum aus der Stadt gemacht wurde (und wird) finde ich ganz furchtbar. Dann lieber Nürnberg, das immerhin seinen städtebaulichen Charakter und vor allem seine Urbanität bewahrt hat.

    In dubio pro reko

  • Dresden finde ich als Vergleich durchaus passend, aber das große Lob scheint mir fehl am Platz. Der Neumarkt wurde rekonstruiert, aber was ringsherum aus der Stadt gemacht wurde (und wird) finde ich ganz furchtbar. Dann lieber Nürnberg, das immerhin seinen städtebaulichen Charakter und vor allem seine Urbanität bewahren

    Welche Urbanität redest du uber hier? Wo gibt die Äussere Neustadt in Nurnberg? Dresden hat ausser die Altstadt/Neustadt Weltklasse Museums und Kulturangebot was es attraktiver macht.


    Nein Nurnberg ist heute auf die gleiche Niveau wie Braunschweig. Und ihre Charakter als mittelalterliche Grosstadt ist verloren und Altstadtfreuden verwalten halt mutig die Scherben von Deutschlands grossartigste Stadt.

  • Es ist alles nicht sehr erfrohlich in D. ausserhalb einige Reko Projekten in einige Städten und massiven Sanierungen in Leipzig. Es wird alles immer ständig schlichter und moderner. Wirkliche durchdachte Verschönerung von ganze Stadtviertel: das ist nur im kleinen Bereich der Dresdner und Franfurter Altstadt der Rede. Überall sonst sieht es noch immer etwas trist, vernachlässigt und schlicht aus. Und immer das Gefühl: es könnte so viel besser aussehen wenn nur repariert und saniert würde statt mit Kuben herumzuschmeissen. Nirgendwo werden Städten planmässig gezielt repariert und die Vorkriegszustand mit vielen Bäumen und Parkanlagen und schöne attraktiven grossen Wohnhäuser nachgestrebt.

    Wie gesagt können die Altstadtfreunden etwas Gutes tun, aber wird die kleine Verbesserungen und das Ganzen von Investoren ohne jeder Vision wieder zunichte gemacht. Deutschland wurde zweimal vernichtet und heute wird es kaum etwas besser.

  • Nein Nurnberg ist heute auf die gleiche Niveau wie Braunschweig.

    Nie und nimmer Johan. In N gibt es keine zusammenhängenden Altstadtreste, nicht einmal einen intakten Platzraum. Das ist im Wesentlichen ein Frage von Glück und Pech im Zeitpunkt der Katastrophe der Zerstörung. Natürlich hat man in N keine intakt gebliebenen Vierteln niedergerissen , es gab keine mehr. Aber man hat lt hier oft zitierten Quellen etwa ein Zehntel des erhaltenen Bestandes nachträglich beseitigt. Schon das ist kein Ruhmesblatt. Der Wiederaufbau ist in beiden Städten durchaus gleich mies, wobei in N so gestalterische Leistungen wie am BSer Altmarkt leider fehlen. Für so etwas:


    Nürnberg, das immerhin seinen städtebaulichen Charakter und vor allem seine Urbanität bewahrt hat.

    fehlt mir jegliches Verständnis, Ich weiß wirklich nicht, was damit gemeint sein soll. N ist in meinen Augen eine von vielen ungemein hässlichen BRD-Städten aus der Zeit des Wiederaufbaus mit ein paar sehr schönen Einzelbauten und Ensembles, die leider niemals ungestört sind. Vielleicht ist die BRD-Sicht, die im Wesentlichen nur solche Großstädte kennt, da anders. Aber wenn man Städte wie Salzburg, Brünn, Linz, Olmütz, Zagreb, Laibach, Graz etc gewohnt ist, erscheint N einfach konkurrenzlos hässlich. Tut mir leid, das ist einmal der Standard.


    Im heutige Tag ist Nurnberg objektiv keine schöne Stadt. Lass uns doch ehrlich sein. Die westdeutsche Vergleich mit die gleiche Zerstörung bedeutet halt leider wahnsinning hässlich. So Nurnberg ist ein bisschen weniger hässlich als Kassel oder Dortmund. Aber als Aussage ziemlich kraftlos.

    Leider ist das die Wahrheit auf den Punkt gebracht. Alles andere ist in der BRD häufig anzutreffender Selbstbetrug, der offenbar mit bewirkt, dass in N seit Jahr und Tag keine substantielle Verbesserung möglich ist - anders als in FF, Hildesheim, DD, Potsdam, Lübeck... und auch BS, wie gesagt werden muss - wo ist die Alte Waage in N.? Der Pellerhof als einziges Argument etwa ist nicht stadtbildwirksam.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nun, der letzte Halbsatz trifft zweifellos auf Frankfurt an der Oder auch zu, schon allein ob des Bolfrashauses.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nie und nimmer Johan. In N gibt es keine zusammenhängenden Altstadtreste, nicht einmal einen intakten Platzraum. Das ist im Wesentlichen ein Frage von Glück und Pech im Zeitpunkt der Katastrophe der Zerstörung. Natürlich hat man in N keine intakt gebliebenen Vierteln niedergerissen , es gab keine mehr. Aber man hat lt hier oft zitierten Quellen etwa ein Zehntel des erhaltenen Bestandes nachträglich beseitigt. Schon das ist kein Ruhmesblatt. Der Wiederaufbau ist in beiden Städten durchaus gleich mies, wobei in N so gestalterische Leistungen wie am BSer Altmarkt leider fehlen. Für so etwas:

    Ja du hast Recht - ich war viel zu viel generös mit die Braunschweiger Vergleich. Und da habe ich sogar nicht die Östliche Ringgebiet in Braunschweig genannt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stliches_Ringgebiet


    Die Grundproblem ist die fehlen von realistische Einschätzungen von historischer Stadtbilder. Ich werde auch behaupten dass es gibt eine Irrglauben dass die fränkische Grosstädten irgendwie eine gute Symbios von Alt und Neu symbolisiert.


    Aber auch in Bayern sind alle andere Grosstädten deutlich historisch stimmiger - Munchen, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt oder sogar Furth/Erlangen bietet heute angenehmer historische Ensembles als W. oder N.


    Die wichtige Kernpunkt ist dass die Bewegung fortwärts gehen soll und da passiert heute in Nürnberg nicht viel. Es ist doch vollständig hysterisch dass es solche Widerstand gegen die Pellerhaus gibt. Oder ist es?


    Nein, offenbar glauben man dass die wahre Erbe ist die geniale Symbiose von jetzt und die Pellerhaus wurde diese Symbiose stören. Nurnberg nach dem Krieg ist die bessere Nurnberg. So denkt man jetzt nicht mehr in Potsdam oder Lubeck und gehen dort andere Wege.

  • Meines Wissens wurde dieses Projekt bisher noch nicht im Forum vorgestellt: Neue Mitte Thon – RKW Architektur +


    Eigentlich kein klassisches Projekt, durch den Mix aus Wohn-, Gewerbe- und Büroflächen und die Blockrandbebauung um einen zentralen öffentlichen Platz folgt die Neue Mitte Thon jedoch ganz der Idee des New Urbanism, das Projekt dürfte daher ganz in unserem Sinne sein. Mir gefällt weiterhin die die gewölbeförmige Ausgestaltung der Erdgeschosszone mit den geplanten Bogengängen sehr gut. Mit viel Grün und Außengastronomie könnte hier ein wirklich belebtes Quartier entstehen. Wie seht ihr das?

  • ^Ich weiß nicht, ob es das selbe Projekt ist. Aber es erinnert mich in der Machart (gemauerte Bögen, darüber der übliche Block) an ein Projekt, das meines Erachtens, hier schon einmal vorgestellt wurde. Ich finde es aber nicht mehr.

  • Meinst du vielleicht "The WID" in Köln? Beiträge zum Projekt "Neue Mitte Thon" kann ich über die Suche jedenfalls nicht finden.

  • Ich bin doch einigermassen überrascht über den Erweiterungsbau eines Kinderhorts in der Nürnberger Rangierbahnhof-Siedlung. Er fügt sich doch tatsächlich in die denkmalgeschützte Umgebung ein.


    Quote

    Die weitere Durcharbeitung des Bauwerks erfolgte in enger Abstimmung mit der lokalen Denkmalschutzbehörde. Der neue Hort ist in Kubatur und Optik an die Umgebungsbebauung angepasst. In Anlehnung an den Strukturputz der Bestandsgebäude erhielt die Fassade des Massivbaus eine handwerklich gekämmte Putzoberfläche, die den außenliegenden Vollwärmeschutz überzieht. Die demonstrativ ausgestalteten Fensterfaschen schaffen einen Bezug zu den Laibungen des Bestands. Ähnlich den Fensteröffnungen wurden auch die Eingänge im Erdgeschoss durch glatt gezogene Putzflächen hervorgehoben.


    Hort für die Nachbarschaft - Bär Stadelmann Stöcker in Nürnberg

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Für diejenigen, die nicht bei Facebook sind und den Link von "Wikos" nicht sehen können...

    Dies dürfte das Haus sein: Siehe hier.


    Der Abriss wäre wirklich eine Schande. Ein völlig intaktes, schönes Gründerzeitgebäude, auf das - außer der Rendite - nichts besseres nachfolgen wird.

  • So wie diesem Haus erging es Tausende anderer hist. intakter Gebäude in den 50er-70er Jahre, und es hält bis heute immer noch leider weiter an.Ja,ganze hist.Straßenzüge und Stadtquartiere wurden in vielen Deutschen Städten aus irgendwelchen ökonomischen Gründen geopfert.Also,an all diesen Gebäudeverlusten war nicht der Bombenkrieg schuld!

  • Man sieht auch wieder an diesem Beispiel, wenn Nachbargebäude fehlen bzw. Lücken durch (Krieg oder Abrisse) im Straßenbild sind, dann ist die Versuchung besonders groß auch noch den letzten historischen Bau in einer Straße wegzureissen.

  • Abriss eines Neorenaissance-Haus wohl geplant in der Martin-Richter-Str. 19 Gehört längst unter Denkmalschutz. So schafft sich das historische Nürnberg selbst ab.

    Das Denkmalschutzamt schaltet sich hoffentlich zu unseren Gunsten ein und gibt es nicht zum Abschuss frei.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland