Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche (in Planung)

    • Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche (in Planung)

      Wie hatten das Thema Lukaskirche in der Dresdner Südvorstadt bereits etwas verstreut in anderen Threads. Die Kirche wurde nach dem Krieg glücklicherweise erhalten und sogar der Innenraum konnte bis in die 70er rekonstruiert werden. Äußerlich präsentiert sich die Kirche allerdings noch kriegsgeschädigt: so wurden weder die Kirchturmspitze noch einer der Seitentürme wiederaufgebaut, sondern lediglich notdürftig gesichert. Ein Förderverein Lukaskirche e.V. hat es sich zur Aufgabe gesetzt, den Turm und den linken Seitenturm zu rekonstruieren. Die Lukaskirche ist neben der nahegelegenen Russisch-Orthodoxen Kirche ein Kleinod im von Brachen, postgründerzeitlichen Villen und Plattenbauten geprägten Gebiet; einst ein geschlossenes Gründerzeitviertel („Amerikanisches Viertel“).


      Ich habe mich heute durch Zufall mit einer Ladeninhaberin auf der Reichenbachstraße unterhalten, die in ihrem Geschäft eine Infotafel für den Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche hängen hatte. Als ich sie darauf ansprach erzählte sie mir, dass sie für private Spenden wirbt und bereits 40.000 € von insgesamt 100.000 € für den Wiederaufbau gesammelt werden konnten. Ob denn auch die Ornamentik über den Kirchturmuhren rekonstruiert werden sollten konnte sie mir leider nicht beantworten.

      Auf die Frage, was denn mit der Ruine des alten Gemeindehauses passieren wird, verriet sie mir, dass es wieder aufgebaut werden solle (als Alten- oder Pflegeheim), ob als Reko war ihr allerdings unbekannt.

      Sie hat mir noch Infomaterial mitgegeben, das ihr abgescannt weiter unten sehen könnt. Auf meinen Hinweis darauf, dass leider noch keine Homepage zum Projekt existiert, eine effiziente Werbung via Internet dadurch nicht möglich ist, bedauerte sie diese Situation auch und meinte, dass der Förderverein bisher eine solche Seite nicht realisieren konnte.
      Leider habe ich selbst nur beschränkte Fähigkeiten, eine Webseite zu gestalten. Falls es einen unter euch gibt, der Lust und Zeit hat, sich dem Projekt einer Webseitengestaltung anzuschließen, der kann sich gern bei mir per PN oder Mail melden. Ich würde Informationen einholen und mich mit dem Förderverein kurzschließen. Es bedarf keiner aufwändigen Webseite; Infos zur Kirche, dem Verein und dem Wiederaufbau samt Spendenkonto reichen völlig aus (die Seite der Gemeinde informiert nur unzureichend zum Wiederaufbauprojekt: Willkommen bei der Lukaskirche in Dresden).

      Hier zwei Fotos aus einem anderen Thread.

      Der Ist-Zustand der Kirche mit amputierter Kirchturmspitze (rechts das Gemeindehaus):




      Die Front des Gemeindehauses:




      Informationsblatt des Fördervereins:






      Eine historische Aufnahme, rechts angeschnitten das Gemeindehaus:

    • aus der heutigen SZ:

      Die Lukaskirche sammelt Spenden für ihren Turm

      Südvorstadt

      Die Gemeinde der Lukaskirche sehnt sich danach, den vor 62 Jahren im Krieg zerstörten Turm wieder aufrichten zu können. Von dem filigranen Bauteil blieb nur ein Stumpf. Seit fünf Jahren sammelt ein Förderverein Geld für den Wiederaufbau. Am kommenden Sonntag macht er den Auftakt zu einer Reihe von Benefizkonzerten zugunsten des Turms. Die Mezzosopranistin Franziska Dillner-Koch tritt um 17 Uhr mit Werken von Schubert, Berg und Mahler auf. Eine Woche später gastiert ein Jugendorchester mit Musikern aus Deutschland, Polen und Tschechien in der Kirche.

      Damit setzt die Gemeinde das ein, wofür ihr Gotteshaus berühmt ist, nämlich die hervorragende Akustik. Zu DDR-Zeit wurde deshalb dort zahllose Klassikkonzerte aufgenommen. (SZ/öse)


      www.sz-online.de
    • "Alan G." schrieb:

      Harmonika,
      Ich ist nicht zu gut mit Deutsch, damit ich hoffe, dass Sie dies verstehen können.
      Wo schicken Leute Spenden für diesen Wiederaufbau?
      Sind dort irgendeine Fotos vom Inneren von dieser Kirche, ich würden sehr viel sehen mag das Innere.
      Dank, Alan


      Hallo, Alan
      ich empfehle Dir den folgenden Link für einen Videobeitrag des Dresdner Lokalfernsehens (3 Minuten + 26 Sekunden) über die Lukaskirche mit einem historischen Innenfoto, dem jetzigen Aussehen innen und außen, die Arbeit des Vereins und so weiter.
      Hier ist der Link:

      dresden-fernsehen.de/default.a…777&showSearch=1946#video

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      (etwa mittig im großen weißen Feld) klicken.
    • Kriegsruine wird ab 2008 bebaut

      Südvorstadt

      Auf dem Gelände mit der Ruine des alten Lukaspfarrhauses soll ein Seniorenpflegeheim entstehen. Das erklärten der Pfarrer der Lukaskirche Frank Seickel sowie das Mitglied des Bauausschusses Roland Lottermoser. Die Kirchgemeinde hat nach ihren Angaben das Grundstück neben der Kirche an einen Privatmann verkauft, der nun das Pflegeheim plant. Teile der alten Fassade sollen in den Neubau integriert werden. Das Pfarrhaus war am 13. Februar 1945 ausgebrannt und eingestürzt. Seitdem ist es eine Ruine. Der Bau des Pflegeheimes soll Anfang 2008 beginnen. (SZ)

      Quelle: sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1651523
    • Nun gut (oder eher schlecht?), da wird nichts Großartiges zu erwarten sein. Wahrscheinlich ein Bauhaus-Schuhkarton mit irgendeinem schrägen Glasdach oder, schlimmer noch, mit 'kontrastierendem' Flachdach.

      Viel mehr würde mich jetzt mal interessieren, was nun mit der Lukaskirche geschieht. Die sah früher wirklich ansehnlich aus - wäre ein echter Gewinn für die Gegend, würde man den Ursprungszustand wiederherstellen!
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • Der Fußboden in der Lukaskirche wird erneuert

      Ich stelle den Artikel mal hier ein, habe keinen besseren Thread gefunden.

      Quelle: sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1654099

      Der Fußboden in der Lukaskirche wird erneuert

      60000 Euro kosten neue Dielen für die Kirche in der Südvorstadt.

      Südvorstadt

      Die Lukaskirchgemeinde will den marode gewordenen Fußboden in ihrem Gotteshaus reparieren. Der Grund für das Vorhaben ist der schlechte Zustand der Dielen. „Das Holz löst sich in seiner Struktur auf“, sagte Roland Lottermoser, Mitglied des Bauausschusses der Kirchgemeinde. Die Kosten für die Erneuerung des Bodens werden auf 60000 Euro geschätzt. „Wir haben gerade mit regelmäßigen Kollektensammlungen für dieses Projekt begonnen“, so Pfarrer Frank Seickel. Die Gemeinde hofft, das nötige Geld bis zum Sommer 2009 aufgebracht zu haben. Dann erst soll der Holzfußboden ausgetauscht werden. Die Arbeiten dafür werden ungefähr einen Monat in Anspruch nehmen.

      Der Fußboden besteht aus dem Holz der Hemlocktanne. Dasselbe Material soll wiederverwendet werden. „Es ist gar nicht so leicht, einen Lieferanten dafür zu finden“, so Roland Lottermoser. Mittlerweile hat die Kirchgemeinde einen in Dänemark aufgetrieben, der Hemlocktannenholz aus europäischen Beständen organisieren kann. Bei der Holzart muss die Gemeinde wählerisch sein. In der Kirche finden häufig Tonaufnahmen statt, im Jahr gibt es 40 bis 50 Konzerte. „Der Fußboden hat auch eine akustische Funktion. Die soll ja erhalten bleiben“, erklärte Roland Lottermoser.

      Für die Kirchgemeinde ist die Reparatur des Fußbodens nur eines von mehreren Projekten und damit von Spendenaufrufen. Gerade erst wurden die Sammlungen für das vor zwei Jahren teurer als geplant sanierte Gemeindehaus beendet. „Und nach dem Kirchenfußboden ist der Innenausbau an der Reihe“, so Pfarrer Seickel. Spenden seien daher sehr willkommen.C. Gäbel
    • Re: Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche



      Fast 80000 Euro für Kirchturm gesammelt

      Die Lukaskirche soll ihren Turm wiederbekommen. Der Förderverein rief eine Spendenaktion ins Leben.

      Die Lukaskirche, ein Wahrzeichen der Südvorstadt, hat seit 1945 keine Turmspitze mehr. Ein großer Teil des notwendigen Geldes aus der Gemeinde zum Wiederaufbau des Turms der Lukaskirche ist gesammelt. Rund 73000 Euro kamen bisher zusammen. Der Förderverein der Lukaskirche rief die Spendenaktion zur Turmrekonstruktion ins Leben. Wenn die Sammlung 100000 Euro Eigenanteil der Gemeinde erbringt, kann es Zuschüsse geben, hieß es zu Beginn der Aktion. 800000 Euro sind für den Turmbau veranschlagt.

      Von dem ehemals hohen schlanken Turm der Kirche blieb nach dem Bombenangriff im Februar 1945 nur die herabhängende Spitze übrig. Erst 19 Jahre nach Kriegsende war es gelungen, den zerstörten Hauptturm und den ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen östlichen Seitenturm durch eine Abdeckung vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen. 83 Meter hoch war der Hauptturm vor der Zerstörung. Er ist fast auf die Hälfte seiner Höhe gekappt. „Das Interesse an der Wiederherstellung des Turms ist groß“, sagt Hildegard Miehe vom Förderverein. „Es melden sich auch ehemalige Dresdner, die etwas zur Finanzierung beitragen möchten.“

      Eine Diplomandin der Technischen Universität entwarf einen Plan für die Erneuerung des Bauwerks. Mithilfe einer alten Fotografie aus dem Jahr 1904 konnten Abmessungen des Turmhelmes rekonstruiert werden. Wann der Bau in Angriff genommen wird, steht noch nicht fest. Vera Kliemann

      Schsische Zeitung [online]
    • Re: Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche

      Wie nötig zumindest eine Sanierung der Turmfront der Lukaskirche ist, konnte man vor einigen Tagen feststellen. Jedenfalls hat ein Teil des Kranzgesimses des kleinen Ostturmes, der auch während des Krieges beschädigt wurde, den Herbststürmen nicht mehr standgehalten und ist herunter gestürzt. Dort kann man die Sandsteinelemente noch bewundern. Die Schadensstelle wurde inzwischen großräumig abgesperrt.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Re: Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche

      Ja, die Kirche wird und wurde wegen ihrer guten Akustik für Tonaufnehmen verwendet.

      Die abgestürzten Teile haben zum Glück scheinbar keinen weiteren Schaden am Gebäude hinterlassen. Allerdings wird durch das Ereignis wahrscheinlich kein größeres Spendenaufkommen akquiriert werden können, da es bisher keinerlei Niederschlag in der regionalen Presse gefunden hat.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe