Dresden - Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche (in Planung)

  • Ich möchte darauf hinweisen, dass das Thema hier die Lukaskirche in Dresden ist und nicht ihr Pfarrer und seine Aussagen.

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Ich möchte darauf hinweisen, dass das Thema hier die Lukaskirche in Dresden ist und nicht ihr Pfarrer und seine Aussagen.


    Nicht ganz. Es geht um den Wiederaufbau ihres Turmhelmes. Diesen lehnt der Pfarrer gemäß seiner Aussagen wohl ab. Und ein Pfarrer spielt in seiner Kirchengemeinde eine wohl nicht unbedeutende Rolle. Eine Trennung der Diskussion in Selbst- und Weltbild des Pfarrers der Lukaskirche und Wiederaufbau des Turmhelmes der Lukaskirche ist daher offensichtlich nicht zu vollziehen. Leider.

    Edited once, last by Philipp ().

  • Guten Abend,


    ich habe mich hier extra mal angemeldet, weil ich Eure Diskussion zu den Bauthemenund vor allem zur Lukaskirche interessant finde.


    Ich bin seit kurzem Dresdner und Mitglied im Verein zum Wiederaufbau des Turms. Es scheint nach dem Schwung der ersten Jahre mit dem Wiederaufbau jetzt problematischer zu sein, seit der erste Pfarrer und 2-3 Leute aus dem Presbyterium (Ältestenrat der Kirche) dagegen sind. Ansonsten ist die Stimmung wohl eher positiv (bis passiv bei einigen), aber an den 3-4 bestimmenden Personen kommt man wohl nicht dabei.


    Ansonsten sind bei der jetzt beendeten Sanierung neben dem einen Ziffernblatt (was aber immer noch nicht geht!) wohl eine Menge Vorbereitungsarbeiten für den Wiederaufbau des Turms gemacht worden: es sind Anker und Bohrungen für die Befestigung des Gerüstes und des Turms angebracht worden, so daß bei entsprechendem Stand der Spendensammlung und einer Zustimmung des Pfarrers alles baulich vorbereitet ist. Der Architekt hat das im Verein vorgestellt und die Präsentation kurzzeitig zur Verfügung gestellt: https://lukaskirchturm-in-dres…bschnitt1turmbereiche.pdf (12 Megabyte)


    Hier noch Text aus der letzten Rundmail des Vereins:


    einen kleinen, aber schönen Erfolg konnte unser Verein heute verzeichnen: Über 73 Jahre nach der Zerstörung kehrte die erste Hälfte des ersten Zifferblatts an seinen angestammten Platz zurück - organisiert und finanziert durch unseren Förderverein. Dankenswerterweise haben wir auch ein sehr positives Presseecho bekommen und damit unser Vereinsanliegen sogar deutschlandweit bekanntmachen können.
    Bis jetzt habe ich folgende Quellen im Internet gefunden, Gedrucktes wird in den nächsten Tagen (Freitag/Sonnabend) und ggf. später erscheinen:
    - Sächsische Zeitung (ausführlich): http://www.sz-online.de/nachri…-uhr-zurueck-4025803.html
    - Süddeutsche: https://www.sueddeutsche.de/ne…20090101-181004-99-231172
    - Welt: https://www.welt.de/regionales…-Lukaskirche-zurueck.html


    Getreu dem Prinzip "Radio Jerewan" möchten wir zu den Artikeln vor allem zwei Dinge klarstellen:
    - Es wird bewußt heuer nur ein einziges Zifferblatt auf dem Turm montiert, das andere Zifferblatt bleibt als Spendenaufruf vor der Kirche stehen. Ziel ist natürlich ein wiederaufgebauter Kirchturm mit allen vier Zifferblättern; die beiden fehlenden Zifferblätter werden dafür später gefertigt.
    - Der Förderverein zahlt keinesfalls sein gesamtes bisher gesammeltes Spendenvolumen von momentan 213.747,21 € als Anteil an den Sanierungskosten des Kirch-Turm-Stumpfes (sowie Archiv und Glockenstuhl) von ca. 1,4 Mio., die gegenwärtige Baumaßnahme wird fast ausschließlich aus Fördermitteln des Landes Sachsen und der Landeskirche sowie Eigenmitteln der Gemeinde finanziert. Der Förderverein finanziert das Zifferblatt sowie einige Vorbereitungsarbeiten am Turm für den späteren Wiederaufbau.


    Den bereits auf den Herbst verschobenen 2. Turmputz möchten wegen der momentan noch nicht fertig gestellten Bauarbeiten auf das Frühjahr 2019 verschieben.


    Bleiben Sie uns gewogen und werben Sie für den Wiederaufbau der Kirchturms!

    Dem kann ich nichts hinzufügen!

  • Ist nun eigentlich auch eine Aufstockung des kleinen Seitenturmes ebenfalls geplant? Man könnte ja mit diesem sicherlich kostengünstigeren Türmchen anfangen, um schon einmal ein sichtbares Ergebnis von Veränderung zu zeigen.

  • Ist nun eigentlich auch eine Aufstockung des kleinen Seitenturmes ebenfalls geplant? Man könnte ja mit diesem sicherlich kostengünstigeren Türmchen anfangen, um schon einmal ein sichtbares Ergebnis von Veränderung zu zeigen.

    ;( Bloß nicht! Damit wäre die Kirche wieder so "schön symmetrisch" (O-Ton beim Tag des offenen Denkmals) und dann könne es ja auch so bleiben.
    Das fände ich genauso schade wie die Idee eines SPD-Stadtrates vor einigen Jahren, die Lukaskirche als "Mahnmal gegen Militarismus und Krieg" so zu belassen, weil ja die Frauenkirche wiederaufgebaut sei. Das in nicht einem Kilometer Entfernung noch eine passende Ruine (Zion an der Nürnberger Straße) steht, weiß er vielleicht nicht.


    Ich denke, daß das Osttürmchen ohnehin mit dem Hauptturm (hat der eigentlich einen Namen oder fachliche Bezeichnung?) ohnehin kommt, aber vorher alleine sollte man das nicht machen.

  • Ich würde unverzüglich mit der Haupteingangspforte beginnen:
    Entfernung der Verschmutzungen und Ablagerungen und Vollsanierung der gesamten Wand, damit wieder sichtbar wird, wie schön die Kirche einst war.


    Dann der Glockenturm - wie bei der Parochialkirche in Berlin - mit Neukonstruktion des Turmhelms.


    Dann sukzessive der ganze Rest.