• Baller ist mir zu sehr von Zick-Zack und nervigem Gestänge geprägt. Da fehlt mir die Organizität Gaudis. Die Bauten sind ja wohl auch auf praktischer Ebene schadensanfällig.

    Schlagt mich, aber ich hab mich in den Kreuzberger Brutalismus verliebt.

    Da musst Du vorsichtig sein. Wer den Brutalismus liebt, kann mit der Brutalität konfrontiert werden. :lachen:

    Schau Dir mal den Film "Berlin Syndrom" an. Da ist eine junge Frau auch vom Berliner Modernismus angetan. Und dann passiert´s... floet:)

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  • Eine sehr erfreuliche Nachricht aus dem Bergmannkiez in Kreuzberg:

    Dieses Eckgebäude erhält seinen Stuck zurück. Während der Vorgang an der linken Fassade des Eckgebäudes bereits abgeschlossen ist, wird auf der anderen Seite noch fleißig gearbeitet.

    Meines Erachtens wird hiermit die architektonische Wirkung (obwohl der Stuck vereinfacht ist) sehr stark verbessert.

    Noch weitere Eindrücke aus dem Kiez:

  • Bei den letzten beiden Bildern vermisse ich Bäume. Aber diese Ecke war aufgrund ihrer geschlossenen Bebauung schon oft in Filmen zu sehen (ich glaube auch in einem der Loriot-Filme).

    In dubio pro reko

  • Bei den letzten beiden Bildern vermisse ich Bäume. Aber diese Ecke war aufgrund ihrer geschlossenen Bebauung schon oft in Filmen zu sehen (ich glaube auch in einem der Loriot-Filme).

    "Pappa ante portas"... Meine Frau und ich wechseln nur die Plätze. Es gab eine Unstimmigkeit wegen der Fahrweise.

  • Und...

    "Ein Mann will nach oben"

    Filmadaption des Romans nach Fallada in mehreren Teilen - in der Zeit zwischen 1909 und 1925.

    Hervorragende Milieudarstellungen.

    Drehorte u.A.:

    Bergmannkiez (Chamissoplatz)

    Wrangelkiez (Sorauer Str.)

  • Ich finde die Wiederbestuckung des Eckgebäudes ist minimal, man sieht ja kaum einen Unterschied zwischen der rechten und linken Seite. Allerdings wurde das zweite Gebäude links davon tatsächlich originalgetreu wiederbestuckt (Vergleich von l'architecture's Foto mit Streetview):

  • Allerdings wurde das zweite Gebäude links davon tatsächlich originalgetreu wiederbestuckt

    Sehr schön gemacht. Jedoch erscheinen mir die Balkone wesentlich großzüger als jene welche mutmaßlich vor der Entstuckung dran gewesen sind.

  • Sehr schön gemacht. Jedoch erscheinen mir die Balkone wesentlich großzüger als jene welche mutmaßlich vor der Entstuckung dran gewesen sind.

    Ich war nochmal dort und ich finde die Balkone sehr gelungen für eine Neuschöpfung (wie auch die ganze Fassade).

    Ich wäre froh wenn alle Fassaden so wiederhergestellt werden würden, gerade wenn man sich den Ursprungszustand anschaut:

  • Ich war nochmal dort und ich finde die Balkone sehr gelungen für eine Neuschöpfung (wie auch die ganze Fassade).

    Das es nicht gelungen sei, habe ich ja auch garnicht behauptet - nur original ist s nicht. Wer die Altberliner Balkone der Gründederzeitbauten kennt, weiß daß die plaltzmäßig eher bescheiden ausfallen. Daher bemerkte ich, daß die Neubalkonierung hier eher sehr großzügig gestaltet wurde.

  • Das es nicht gelungen sei, habe ich ja auch gar nicht behauptet - nur original ist s nicht. Wer die Altberliner Balkone der Gründerzeitbauten kennt, weiss , dass die platzmäßig eher bescheiden ausfallen. Daher bemerkte ich, dass die Neubalkonierung hier eher sehr großzügig gestaltet wurde.

    Ich glaube, da unterliegst Du einem Irrtum. Schau Dir mal mein Foto aus der Fidicinstraße an. Die Häuser dort rund um den Chamissoplatz stammen ja aus der gleichen Zeit. So extrem großzügiger finde ich diese Neubalkonierung nicht. Ist auch sicherlich eine Frage der Pespektive aus der ein Foto gemacht wird.

  • Wunderbare Sanierung!! Weiter so. Links steht noch ein armselige Nachkriegsbau. Könnte ersetzt werden von einer Reko!!

    Soviel Geld, wie man brauchen würde, um jede unzähligen Deiner Forderungen umzusetzen, einen 50er Jahre Bau durch eine Gründerzeitreko zu ersetzen, gibt es nicht. In Zeiten knapper Wohnungen ohnehin nicht angebracht.

    Auch wenn der damalige Zeitgeschmack in den Zeiten des Wiederaufbaus "modernes Bauen" forderte, fügen sich gerade solche Häuser, die in den letzten Jahren ebenfalls einer Verjüngungskur unterzogen wurden mit frischer Farbe z.B., relativ harmonisch in das Stadtbild ein. Viel besser als das, was ab Mitte der 60er von Pop-Art über die klobigen Betonmonster frühen 70er bis hin zu den pseudo-Historismen der 80er entstanden ist. Ich erinnere nur an das Bild von Wohnhäusern am Paul-Lincke-Ufer (oder war es Fraenkelufer?), das vor einiger Zeit hier im Forum zu sehen war. Formen, die völlig aus dem Ruder laufen.

  • Ich glaube, da unterliegst Du einem Irrtum. Schau Dir mal mein Foto aus der Fidicinstraße an. Die Häuser dort rund um den Chamissoplatz stammen ja aus der gleichen Zeit. So extrem großzügiger finde ich diese Neubalkonierung nicht.

    Es kann natürlich auch durchaus eine optische Täuschung sein - wenn man direkt vor dem Haus steht, könnte der Eindruck ein durchaus anderer sein als das was man auf dem Foto wahrnimmt.

  • In der Regel sind die Berliner Balkone in Gründerzeitvierteln ca 1,20m tief.

    Der Grund ist statischer Natur - stecken doch die Querträger aus Kostengründen nur in der Außenwand des Gebäudes.

    Nur in den obersten Etagen, wo die Außenwand ja dünner ist (pro Etage minus 13cm = 1 Stein und 1 Fuge), hat man die Querträger noch an den Deckenbalken befestigt.

    Die Reko-Balkone sind tatsächlich tiefer.

  • An der etwas größeren Tiefe der Balkone mag ich mich nicht stören. Aber, ist denn die Fassade der Rekonstruktion halbwegs haltbar konstruiert? Oder ist das nur angeklebter Schaumstoff?

  • Aber, ist denn die Fassade der Rekonstruktion halbwegs haltbar konstruiert? Oder ist das nur angeklebter Schaumstoff?

    Interessante Frage - haltbarer Stuck aus Gestein läßt sich heute ja mittels CNC Verfahren recht gut herstellen. Sollte hier Plastik rangeklebt worden sein, wäre das schlichtweg nur billiger Kitsch.

  • Ich bezweifle nicht, dass das ein Originalzitat der taz ist. Dennoch seien mir zwei Fragen gestattet:

    - Warum gibst Du nicht die Quelle an? Also die Ausgabe, das Datum und die Seite sowie den Namen des Artikels und des Autors...

    - Hast Du das Zitat per Hand von der Papierausgabe abgetippt? Soweit ich weiß, hat die taz ihr gesamtes Archiv ohne "firewall" online gestellt. Ein Link zum Original wäre hilfreich, ein per "copy and paste" eingestelltes Originalzitat mit Umlauten ebenfalls.

  • 1. Ich will weder mit Dir streiten, noch will ich Deine politische Ausrichtung in irgendeine Richtung verändern. Ich habe in, wie ich meine, höflichem Ton zwei Verständnisfragen gestellt. Warum echauffierst Du Dich so - habe ich Dir Unrecht getan?

    2. Ich habe versucht, den Artikel zu finden, es ist mir nicht gelungen. Wahrscheinlich stelle ich mich zu blöd an. Wärst Du so freundlich, den Link anzugeben?

    EDIT: Ich habe inzwischen Deine Quelle gefunden. Das Zitat stammt aus einem PDF über den Neubau des taz-Redaktionsgebäudes, das unter diesem Link heruntergeladen werden kann: https://www.google.com/url?q=http://t…nkWKAORUnBF1Mgr

    Das vollständige Zitat lautet:

    Die Anführungszeichen sind im Originalzitat enthalten und kennzeichnen dieses wiederum als Zitat, nämlich aus dem Buch "Einführung in das Entwerfen" von 2011. Hieraus wird weiterhin deutlich, dass der Neubau mitnichten eine Kopie des Redaktionsgebäudes der Leningrader Pravda in Moskau von 1924 ist - dieses ist vielmehr als Beispiel für einen Neubau einer Zeitungsredaktion angeführt worden, und wie schön diese Aufgabe sein kann. Ein kurzer Vergleich der beiden Fassaden hätte hier übrigens ebenfalls Klarheit schaffen können.