Berlin-Kreuzberg

  • @'Exilwiener


    Tut mir leid, aber den Abriss dieser herausragenden Ikone der Moderne werden wohl leider selbst unsere Kinder nicht mehr erleben.

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • @Armin


    Sag niemals nie - ist mein Motto!


    Wer von uns hätte als Kind jemals Gedacht, dass die Dresdner Frauenkirche, geschweige denn der Neumarkt, das Potsdamer und das Berliner Stadtschloss wiederaufgebaut werden würden? Da ist diese hässliche Betonsynagoge als billigster Abklatsch der ehemaligen Semper-Synagoge in Relation gesehen sogar viel wahrscheinlicher, dass diese einmal wieder kommt.


    Die Hoffnung werde ich nach allen diesen anderen Erfolgen nicht verlieren ;-).

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Einige bildliche Ergänzungen aus der Deutschen Bauzeitung von 1916 zur Synagoge am damaligen Kottbuser Ufer vom Architekten Alexander Beer:




    Der kleine Anbau links steht noch!


    Synagoge Fraenkelufer bei Wiki



    Trauzimmer und Kastellanwohnung:




    Diese Fotos gehörten zwar zu 'Berlin in historischen Bildern', hier aber stehen sie in unmittelbarem Zusammenhang zur Meldung s.o.

  • Wow, das wäre wirklich ein schönes Rekonstruktionsprojekt, würde mich sehr freuen wenn es realisiert werden würde.


    Die Ehre der ersten originalgetreuen Rekonstruktion einer Synagoge in Deutschland würde ich jedoch trotz einiger Veränderungen der Herforder Synagoge zukommen lassen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Streit um das Hotel Orania in Berlin...


    Hotel Orania
    Betreiber spricht von Hetze der linken Szene und kritisiert Politiker
    https://www.berliner-zeitung.d…isiert-politiker-28874298


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    Vorgeschichte...


    Proteste gegen Hotel Orania
    „Wie ein Messer, das ins Herz von Kreuzberg sticht“
    https://www.berliner-zeitung.d…reuzberg-sticht--28191258


    Dieser Kommentar einer linksliberal-mainstreamig sozialisierten Journalistin, eine typische Wohlstandstochter, ist bezeichnend für die Mentalität in einigen Berliner "Szenevierteln". Zwar soll jeder nach Deutschland kommen können, zwar soll ich das Land möglichst verändern, zwar ist jeder, der sich gegen Masseinwanderung sperrt, ein dunkeldeutscher Nazi, aber ihr eigener Kiez soll natürlich möglichst unverändert bleiben. Dort soll niemand einwandern, der nicht genehm ist. Schon gar nicht am Ende noch Schwaben. Das wäre ja Überfremdung, äh Gentrifizierung. Und dagegen ist irgendwie sogar moralisch erlaubt, mit Psychoterror und Gewalt vorzugehen. Das liebenswerte Kreuzberg ist doch nicht mit Rostock-Lichtenhagen vergleichbar. :whistling:


    Kommentar
    Ein Luxushotel in Kreuzberg kann mir nicht egal sein
    https://www.berliner-zeitung.d…-nicht-egal-sein-28740964

  • Luxushotel > Kapitalistenschweine. Da springt der linksautonome Spießer im Viereck.
    Kreuzberg kannste doch sowieso vergessen. Genauso wie Neukölln.

    In dubio pro reko

  • In 'Riehmers Hofgarten' tut sich was. Schutzdächer werden montiert und über einige der Häuser gestülpt. Wahrscheinlich, um Dachgeschosse raufzubekommen.




    Das Yorck-Kino steht aber immer noch:


  • Bei meinem gestrigen Spaziergang durch die Kreuzbergstraße 27/28 bin ich auf eine interessantes Sanierungsprojekt gestoßen. Es handelt sich um eine ehemalige Milchkuranstalt am Viktoriapark, mir bis dato völlig unbekannt.


    1888 von Emil Johann Gottlieb Streichert erbaut, Milchkuranstalt Viktoriapark, Seitenflügel, Trinkhalle, Kuhstall, Pferdestall mit Wohnungen, eingetragenes Denkmal,


    Der Kuhstall wurde gerade saniert und innen zu einem Bürokomplex umgestaltet.


    Seht selbst:


    Das Bauschild:





    Ansicht von der Kreuzbergstraße, nicht sonderlich aufregend:






    Hofansichten:











    Der ehemalige Kuhstall:













    Der ehemalige Kuhstall innen, einer der noch in Ausbau befindlichen Räume:




    leider leicht verwackelt:




    In einem Teil des Gebäudes wurde schon fleissig gearbeitet, eine Menge Computer standen herum und jede Menge Mitarbeiter wuselten durch den großen Raum. Hier traute ich mich nicht zu fotografieren, obwohl das Ergebnis der Umwandlung sehr interessant ist.



    Hier gibt es mehr Informationen zu der Geschichte:


    Kreuzberger Chronik

  • Der Axel-Springer-Neubau in der östlichen Friedrichstadt geht es voran. Das wird ein ziemlich schlimmes, geradezu monströs anmutendes Biest von Gebäude!


    Lindenstraße, Blick in die (blockierte) Schützenstraße


    ZImmerstraße/Jerusalemer Straße.


    Beim Haus Enckestraße N°4 ist der Altbau nahezu unverändert gegenüber dem letzten Jahr während der rechts anschließende Neubau so langsam aus dem Boden wächst.


    Friedrichstraße, taz-Neubau mit 3,7 Mio.€ Steuermitteln. Der "Kinder-Stürmer"(Zitat Broder) hat halt die Regierenden auf seiner Seite und bedankt sich schon jetzt mit willfährig-oppositionskritischen Plakatierungen am Bau.


    Ansicht aus der Hedemannstraße - es wird auch in dieser Perspektive nicht ansehnlicher.


    Am anderen Ende der Hedemannstraße ist in der Stresemannstraße N°57-59 der Neubau des DBwV schon weit vorangeschritten. Ein m. E. leidlich gut geratenes Verwaltungsgebäude.


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Schon weil es von Rem Kolhaas entworfen wurde, und der gilt als Inbegriff architektonischer Avantgarde und damit als Inbegriff zeitgeistig-linker Gesinnung. Wer das kritisiert, ist a priori verdächtig, auf der falschen Seite zu stehen. (sorrry, für den politischen Ausrutscher!)

  • Stresemannstraße N°57-59 ist aber mehr als leidlich gelungen. Ich finde das Gebäude sehr gediegen und städtisch-elegant. In diesem Stil hätte der Leipziger Platz auch besser ausgesehen. Scheint wohl von meinem Lieblingsarchitekt Nöfer zu sein.

    In dubio pro reko

    Edited 2 times, last by typo2708 ().

  • DBwV sieht sehr gut aus, ist aber auch nix Neues.
    Siehe Gesundheitszentrum Bergmannstr., Palais Holler am Kudamm etc.


    Ist aber immer wieder schön anzusehen, angenehm unaufgeregt.

  • Es muss auch nicht ständig was Neues geben, das Rad neu erfunden werden. Dieser Trugschluss hat die Architektur doch erst in eine Sackgasse geführt.


    Das ist doch gerade das erfreulich Angenehme, das Werthaltige an klassischer Architektur: das immerwiederkehrende, verlässliche, qualitätvolle. So wie eine schöne Frau immer eine schöne Frau sein wird, egal wie sich die Ideale auch mal leicht verschieben.


    Insofern finde ich hat Tobias Nöfer einen tollen eigenen Architekturcharakter entwickelt, den er immer wieder neu zusammenstellt und anpasst, auch weiterentwickelt. Originalität, Vertrautes, Neukomposition von Klassik und Moderne oft meisterlich vereint. Einer der großen Architekten unserer Zeit mE - weltweit. Ich sehe in ihm einen ganz heißen Kandidaten für den Driehaus-Architekturpreis!

  • Franz-Klühs-Straße außerhalb des Mehringplatzes.


    Tja...


    'Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz' and the pursuit of ugliness.



    Man beachte die schönen Kandelaber und Leuchten...


    ...die wohl wegen des Gegenübers (=spannender Kontrastbau) dort aufgestellt wurden.


    Das alte Victoria-Gebäude ist vollständig eingerüstet.


    Links anschließend, Lindenstraße N°27, wohl eingerahmt von IBA1987-Bauten (zumindest das linke).

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Neubauten in der Anhalter Straße ('Metronom')



    Stresemannstraße N°57 (DBwV)


    Rechts anschließend


    Im Vordergrund links das wiederaufgebaute Stück Akzisemauer.


    Und das im Bau befindliche Eckgrundstück zur Möckernstraße, das wohl hier visualisiert ist.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Tut mir leid, aber trotz allen (berechtigten) Gemeckers über Berlin wird derzeit nirgends in Deutschland so qualitätsvoll neuklassisch gebaut wie dort. Allein schon der Vergleich dieser Häuserzeile mit der hier sogar positiv bewerteten in Dresden an der Schweriner Straße offenbart himmelweite Unterschiede. Das Problem, dass das Dresdner Beispiel im gesamten Rest des Landes bis auf ganz wenige hochpreisige Ausnahmen so etwa den oberen Rand dessen abbildet, was wir erwarten dürfen- nur in Berlin und vielleicht Leipzig (?) ist das anders.

  • Der Axel-Springer-Neubau in Kreuzberg-Nord, neben dem bekannten goldfarbenen Verlagshochhaus gelegen, hat sein Richtfest bereits hinter sich:


    Baustellenschild:



    Bei der speziellen Verglasung darf man auf die Wirkung bei Innenbeleuchtung gespannt sein... bei Tageslicht wirkt der Bau doch etwas klobig...





    ... und erweckte bei mir seltsame Erinnerungen an einen Haifisch-Film von Steven Spielberg... :augenkrummblau:


    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir