Halle (Saale)

  • Händel-Haus


    Hier nochmal ein aktuelles Foto vom Händel-Haus mit dem neuen Eingang (Bildrechte: Thomas Ziegler / Händel-Haus)


    Zum Vergleich eine ältere Ansicht:


    Händel-Haus (Foto: DerHallenser, 27. April 2009, CC-BY-SA-4.0)


    Das eigentliche Händel-Haus ist das Eckhaus Große Nikolaistraße 5 (rechts) / Kleine Ulrichstraße (links). 1985 wurde das Nachbarhaus in der Großen Nikolaistraße 6 mit einbezogen. Das dortige Tor diente fortan als Haupteingang zum Museum und zum Konzertsaal. Das hat man aber später wieder geändert. Durch das Tor gelangt man in einen ganz netten Innenhof.


    Im Hof des Händel-Hauses, Blick zurück zum Tor Große Nikolaistraße 6 (Foto: Catatine, 10. Oktober 2016, CC-BY-SA-4.0)


    Die Tür in der Tordurchfahrt rechts (auf das Foto oben bezogen) war früher der Museumseingang. Im Zuge eines späteren Umbaus mit Erweiterung wurde das wieder geändert. Durch Verlegung des Eingangs zur Haustür Große Nikolaistraße 5 entstand dann die als unbefriedigend empfundene Eingangssituation. Sie war nicht barrierefrei und wirkte verschlossen. So jedenfalls die Meinung der Museumsleute. Zur Lösung des Eingangsproblems wurde im Haus Große Nikolaistraße 5 das historisch belegte Tor wieder geöffnet und mit einer holzgerahmten Glastür versehen (vgl. meine früheren Beiträge dazu).


    Im Hof des Händel-Hauses (Foto: Catatine, 10. Oktober 2016, CC-BY-SA-4.0)


    Im Hof des Händel-Hauses (Foto: Catatine, 10. Oktober 2016, CC-BY-SA-4.0)


    Der Hof wird von drei historischen Flügeln begrenzt und wirkt trotz der nördlich angrenzenden modernen Bebauung angenehm und lauschig. Er wird gastronomisch genutzt.


    Im Hof des Händel-Hauses (Foto: Catatine, 10. Oktober 2016, CC-BY-SA-4.0)

  • Insbesondere das Händel-Haus ist mir bei meinem bisher einzigen Halle-Besuch in Erinnerung geblieben. Aber weniger wegen der Architektur, als wegen der sehr schön musikalisch eingebetteten Ausstellung über das Leben von Händel. Gleich um die Ecke gibt es übrigens eine Wirtschaft mit Böhmischer Küche in einem herrlich erhaltenen alten Speisesaal.

    Die böhmische Wirtschaft ist eine Filiale der Kette "Wenzel Prager Bierstuben". Weitere "Wenzel" gibt es unter anderem in Leipzig, Dresden, Chemnitz. Hier gibt es authentische böhmische Küche.


    Große Nikolaistraße 9, Gaststätte "Wenzel Prager Bierstuben" (Foto: Jwaller, 7. Februar 2015, CC-BY-SA-3.0)


    Auf dem Foto lungern zwei Automobile herum. Wie ich bereits berichtete, soll es so etwas bald nicht mehr geben. Der Stadtrat hat am 25. November 2020 beschlossen, den Autoverkehr weitgehend aus der Altstadt zu verbannen (siehe hier). Dagegen regte sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative, die vor allem von Händlern und Gastronomen getragen wird, bekam - trotz der Behinderung durch die Coronakrise - die erforderlichen Unterschriften zusammen, um einen Bürgerentscheid in der Sache zu erzwingen. Die Abstimmung soll gleichzeitig mit der Landtagswahl am 6. Juni stattfinden. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.


    Die Innenstadt ist ja bereits zum großen Teil verkehrsberuhigt. Der Wirtschaftsverkehr und die Zufahrt zu den Parkhäusern wird weiterhin möglich sein. Ich kann deshalb schlecht abschätzen, wie viel sich durch die geplanten Maßnahmen der Stadt überhaupt ändern würde.


    Blick von der Großen Ulrichstraße in die Große Nikolaistraße. Das dritte Haus auf der rechten Seite ist die Gaststätte "Wenzel". Das Gebäude ist teilweise von der Straße zurückgesetzt. Zu sehen ist der Freisitz davor. In dem roten Neubau auf der linken Seite befindet sich das "Hallesche Brauhaus", eine ebenfalls gut besuchte Gaststätte (Foto: paul muster, 9. September 2012, CC-BY-3.0)


    Gehen wir wieder in die Große Nikolaistraße hinein! Hier zeigt sich das besondere Flair der Halleschen Altstadt.


    Große Nikolaistraße 2, Gaststätte "Hallesches Brauhaus". Das Schild rechts gehört zum "Wenzel". Das Fachwerkhaus im Hintergrund ist Große Nikolaistraße 6, also das (zweite) Händel-Haus (Foto: Catatine, 18. April 2016, CC-BY-SA-3.0)


    Große Nikolaistraße 3. Das ist praktisch gegenüber vom "Wenzel". Ein verfallenes Wirtschaftsgebäude aus dem 16. Jahrhundert, das zum Baudenkmal Kleine Klausstraße 16 gehört (Foto: Catatine, 18. April 2016, CC-BY-SA-3.0)


    Kleine Klausstraße 16 (Foto: Tilman2007, 23. Juli 2017, CC-BY-SA-4.0)


    Zu DDR-Zeiten war hier eine Poliklinik drin. Mir macht der Zustand dieses und weiterer alter Gebäude in der Innenstadt mehr Sorgen als das Vorhandensein von Automobilen. Die Plattenbaumoderne hatte sich bis 1989 bereits in die unmittelbare Nachbarschaft vorgefressen.

  • Das Hallesche Brauhaus ist eine glatte Zumutung. So einen Ramsch mitten in so eine Stadt...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Könnte das eine Aufnahme der Sanierungsarbeiten sein?


    https://www.aerialphotosearch.…nhalt-germany-477363.html


    Hast Du Quellen, was dort geplant ist?

    Das hat uns Gregor hier vorgestellt. Wohnraum ist geplant. https://www.mz-web.de/halle-sa…wohnungen-werden-36667998


    Das Hallesche Brauhaus ist eine glatte Zumutung. So einen Ramsch mitten in so eine Stadt...

    Und das auch noch direkt am kühlen Brunnen, einem der bedeutendsten halleschen Profanbauten.

  • Könnte das eine Aufnahme der Sanierungsarbeiten sein?

    Ja. Ganz tolles Luftbild! Oben der "Wenzel" (Neorenaissancebau mit rotem Dach), unten die Plattenbauten und dazwischen das Sanierungsprojekt Kleine Klausstraße 16 (ehemals Poliklinik Mitte).


    Ich habe nochmal zurückgeblättert. Gregor hatte das im Februar 2019 gemeldet. Danach hatte sich aber noch längere Zeit nichts äußerlich Sichtbares an dem Haus getan. Ich war ja im Verlauf des Jahres 2019 noch mehrfach dort. Der Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung, der die Freude darüber zum Ausdruck bringt, dass die Bauarbeiten nun endlich (!) angelaufen seien, ist vom 11. Mai 2020, das Luftbild aus dem September 2020. Die Coronakrise scheint dem Bauwesen gut zu bekommen. Das ist ja auch in der Leipziger City so. Beide Innenstädte sind im Lockdown mausetot, aber die Bauprojekte machen Fortschritte.


    In den Zentren von Halle und Leipzig ballen sich Gastronomie, Einzelhandel, Kultur und Tourismus. Wenn das alles verboten ist, dann ist die Atmosphäre gespenstisch und bedrückend. Die wirtschaftlichen Schäden durch die Coronakrise machen mir große Sorgen. Wie wird sich das noch weiter entwickeln?


    Das Hallesche Brauhaus ist eine glatte Zumutung. So einen Ramsch mitten in so eine Stadt

    Ich finde das Haus noch vergleichsweise angenehm. Es ist relativ klein, spielt sich nicht in den Vordergrund, und der warme rote Farbton gefällt mir. Es hat dadurch noch einen gewissen Wiedererkennungswert. Die meisten Neubauten in der Nachbarschaft sind weiß oder grau und wirken - auch in einem übertragenen Sinne - farblos.


    Das Restaurant ist gut frequentiert. Ich war noch nicht drin. Weder das Äußere des Hauses noch die Gestaltung des Gastraumes locken mich dort hinein. Halle bietet genug gastronomische Alternativen.

  • Die Schäden sind so viel größer als nur die wirtschaftlichen.


    Nur die Angst wächst.


    Solange wir diesen Prozess nicht umkehren, werden die Schäden schlimmer.

  • Solltest Du aber mal machen. Das Gasthaus ist nämlich nicht nur in dem gezeigten Gebäude sondern in dem angrenzenden "Kühlen Brunnen",

    ...


    insbesondere im Sommer auch in dessen (Renaissance-)Innenhof.

    Die Infos unter dem Link klingen aber nicht danach, dass hier mit einer baldigen Rettung zu rechnen ist.


    Denkmalpflege / künftige Nutzung

    Schon vor der Räumung der Wohnungen wurde der Saalbau von Studenten auf Anregung des damaligen Stadtarchitekten mit dem Ziel vermessen, wieder eine Gaststätte einzurichten. Gleichzeitig entstand im damaligen Institut für Denkmalpflege eine Studie zur Erhaltung des Gebäudes. Für die Nutzung wurden die Varianten Gaststätte, Museum oder Angliederung an die benachbarte Poliklinik vorgeschlagen. Um dem drohenden Verfall nach der Wohnungsräumung und eventuellen Abriss zu entgehen, wurden seit 1977 Sicherungsmaßnahmen durchgeführt sowie Bauforschung betrieben. ...Der wirtschaftliche Niedergang Ende der 1980er Jahre brachte die Bautätigkeit jedoch zum Erliegen. Auch die politische Wende konnte die immer noch andauernde Stagnation am Kühlen Brunnen nicht durchbrechen.

    Aufgenommen in die Liste gefährdeter Baudenkmale steht das bedeutendste Patrizieranwesen der Stadt Halle derzeit weitgehend leer. Das Forschungsprojekt „Das Renaissancepalais Kühler Brunnen des Hans von Schenitz“ des Instituts für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Jahren 2007/2008 setzte sich eine umfassende kunsthistorische Würdigung von Architektur und Ausstattung des patrizischen Anwesens zum Ziel. Beabsichtigt sind eine erstmalige Zusammenstellung und Auswertung sämtlicher Schrift- und Bildquellen sowie historische Forschungen zur Besitzer- und Nutzungsgeschichte. Die Studie soll eine Grundlage für den künftigen Umgang mit der künstlerisch hochwertigen, aber gefährdeten Bausubstanz und dessen Interieur schaffen.


    Der Kühle Brunnen ist 1999 von einem Firmenverbund gekauft worden. Derzeitige Eigentümer des Komplexes (Stand Anfang 2018) sind drei verschiedene Immobilienunternehmen. Das Haus Markt 16 mit dem östlichen Galerieanbau ist im Sommer 2017 von der Immobilienfirma Bauart GmbH erworben worden...Konkrete Pläne zur weiteren Sanierung und Nutzung sind nicht bekannt.

    Hervorhebungen von mir.


    Seit 1977 wird gerettet.




    HAL-KühlerbrunnenHof

    Jwaller, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons




    Besonders im Vergleich mit Dresden zeigt sich,...



    14-06-27-Halle-Saale-RalfR-DSC 0011-06

    Ralf Roletschek

    , FAL, via Wikimedia Commons



    .... dass hier doch noch erheblicher Handlungsbedarf besteht.



    HAL-KühlerBrunnen0

    Catatine, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons


  • Denkmalpflegerische Sanierung vierseitiger Hofanlage aus der Frühzeit der Renaissance (1532). Bekannt unter dem Namen "Poliklinik Mitte", vorher "Stry'ksche Hof" und davor "Gasthof zum Kronprinzen ". Die 1920er Umbauten werden zugunsten der Stilelemente der alten Renaissanceformen ausdrucksstark wiederhergestellt. Halle als bedeutende Stadt der Renaissance nördlich der Alpen wird damit wieder ein deutliches bauliches Zeugnis zurückerhalten und dieses Profil seiner Altstadt stärken.

  • Roland

    Wähle doch bitte für die Bilder nach dem Hochladen noch "Original einfügen" aus. Dann kann man sie im richtigen Format gleichzeitig mit dem begleitenden Text sehen. Du kannst deinen Beitrag auch noch nachträglich ändern. Danke!



    Da wird ja jetzt wirklich richtig gearbeitet. Toll!

  • Hier noch ein Blick von den Hausmannstürmen (Osttürmen) der Marktkirche auf das Gelände, mit dem wir uns in den letzten Beiträgen beschäftigt haben:


    Blick von den Hausmannstürmen der Marktkirche in nördliche Richtung. Gut zu sehen das Dach von Kleine Klausstraße 16 (ehemals Poliklinik Mitte). Rechts davon ein Renaisssancegiebel, der zum Kühlen Brunnen gehört. Dahinter das Gasthaus "Wenzel Prager Bierstuben" in der Großen Nikolaistraße 9. Im Hintergrund kann man am linken Bildrand die Moritzburg, am rechten Bildrand die Universität erkennen

    (Foto: H. Helmlechner, 29. Dezember 2017, CC-BY-SA-4.0)


    Die Renaissancekomplexe sind ziemlich versteckt. Den Kühlen Brunnen erlebt der Fußgänger als eine Art Passage zwischen Marktplatz und Großer Nikolaistraße. Die Altstadtbebauung ist sehr heterogen. DDR-Plattenbauten und jüngere Neubauten der belanglosen Art sind eingestreut. Aus dem Potenzial der Halleschen Altstadt hätte man sicher mehr machen können.

  • So heterogen finde ich die Altstadt von Halle im gesamtdeutschen Kontext nicht, vielmehr herausragend und es gibt viele wunderbare Ensembles und kleine Schätze.


    Wie seht ihr die Perspektiven für Halle insgesamt? Entwickelt es sich gut? Die Stadt fasziniert mich irgendwie schon immer.

    Halle hat eine verhältnismäßig gute Entwicklung genommen. Der Hype auf dem Immobilienmarkt hat selbst schwierigste Lagen in Altstadt und Gründerzeit noch rechtzeitig erfasst (insbesondere seit 2009), sodass das baulich-denkmalpflegerische Erbe - Entgegen so mancher Erwartung - noch flächenhaft gerettet werden konnte. Selbst der noch vorhandene kleine Ruinenrest von Gründerzeitlern an Hauptverkehrsstraßen - vor zehn Jahren noch wie Sauerbier im Laden liegend - werden heute für horrende Summen aufgerufen. Halles bauliches Erscheinungsbild ist bemerkenswert geschlossen für eine Stadt über 200T Einwohner in Deutschland. Als alte unzerstörte Renaissance-, Universitäts- und Industriestadt haben sich herausragende Ensembles erhalten können. Unmengen von altstädtischen und gründerzeitlichen Platzanlagen haben sich unfragmentiert erhalten. Nicht jedes Objekt ist hochklassik aber alt und authentisch. Auch ihre massenhaften kaiserlichen Kirchen, Kaufhäuser und Kasernen stammen aus einer Zeit, die es in Deutschland nicht mehr gibt und längst städtebaulich ausgelöscht ist. Aber auch mit dem Gelände der NS-Heeresluftnachrichtenschule (heute Campus Heide-Süd) und der experiementellen sozialistischen Planstadt Halle-Neustadt haben sich faszinierende Gegenpole zu Alt-Halle östlich der Saale gebildet. Das Gesamtbild dieser Stadt ist beeindruckend.


    NS-Stararchtikt Ernst Sagebiel (Flughafen Tempelhof, Reichsluftfahrtministerium/heute BMF, Olympiastadion Berlin) hat auch die noch vollständig erhaltene Heeresluftnachrichtenschule Halle entworfen:


    https://de.m.wikipedia.org/wik…ftwaffennachrichtenschule


    https://images.app.goo.gl/EzHubUQxk6oSs7fR7

  • Ein schönes Sanierungsprojekt im Vorher-Nachher-Vergleich, das hier noch nicht vorgestellt wurde:


    Reilstraße 133


    Das klassizistische Gebäude befindet sich am Reileck, einer Kreuzung und wichtigen Straßenbahnhaltestelle im Norden Halles. Am Reileck beginnt die Reilstraße, die nach Norden (im folgenden Bild links) zum Zoo führt. Die Sanierung mit Wiederbestuckung wurde fachlich vom Ingenieurbüro Honsa aus Gröbzig (Südliches Anhalt) betreut. Sie erfolgte irgendwann zwischen 2004 und 2014.


    Reilstraße 133, im Vordergrund der Anfang der Richard-Wagner-Straße (Foto: Ingenieurbüro Honsa in Gröbzig, 22. Januar 2004, CC-BY-NC)


    Reilstraße 133 (Foto: Catatine, 4. Dezember 2019, CC0)


    Reilstraße 133 (Foto: Ingenieurbüro Honsa in Gröbzig, 21. Mai 2014, CC-BY-NC)


    Auf dem letzten Foto ist am rechten Bildrand die Einmündung der Ludwig-Wucherer-Straße in das Reileck zu sehen. In dieser Straße habe ich eine weitere Sanierung entdeckt, die hier noch nicht gemeldet wurde:


    Ludwig-Wucherer-Straße 28


    Diese Sanierung wurde offenbar 2017 abgeschlossen.


    Ludwig-Wucherer-Straße 28 (Foto: Einsamer Schütze, 3. Dezember 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Ludwig-Wucherer-Straße 28, im Vordergrund die Straßenbahnhaltestelle Willy-Lohmann-Straße (Foto: Catatine, 9. Juli 2017, CC-BY-SA-4.0)

  • (...) Das Gesamtbild dieser Stadt ist beeindruckend. (...)

    Deshalb sollte auch unbedingt mal das Alte Rathaus rekonstruiert werden, um dieses Bild im Zentrum noch entscheidend zu bereichern und abzurunden.


    Gibt es eigentlich Neuigkeiten zum Haus Brüderstraße Nr. 7? Sanierungs- und Bauarbeiten sollten ja in diesem Frühjahr beginnen.

    (...) Beim "Arbeitskreis Innenstadt" ist man skeptisch. Jürgen Engelhardt sagt: "Die große Hoffnung, die da die Stadt hat, die teilen wir nicht unbedingt. Weil bis jetzt hat uns der Besitzer sehr enttäuscht, mit allen seinen Plänen, die er hatte. Und alles scheint auch immer wieder verschoben zu werden. (...)

    Es ist wohl zu befürchten, daß hier tatsächlich auch im Jahre 2021 nichts passiert, um das Haus zu retten.

  • Deshalb sollte auch unbedingt mal das Alte Rathaus rekonstruiert werden, um dieses Bild im Zentrum noch entscheidend zu bereichern und abzurunden.

    Ja,ja das Alte Rathaus von Halle .Ich bin Gespannt wann und ob es überhaupt einmal rekonstruiert wird.Wie lange wird eigentlich schon über nur diese eine einzige Reko und das in der großen Stadt Halle Diskutiert und geplant?:opa:Schaut man mal nach DD wieviele Gebäudefassaden wurden da in den Letzten 20 Jahren schon Rekonstruiert.Der Standort des Alten Rathauses von Halle kann Zentraler gar nicht sein.Vielleicht kann der OB sogar aus seinem Bürofenster(Neues Rathaus) auf die leere Fläche drauf schauen,und müsste doch ständig daran erinnert werden das dort etwas wichtiges am Zentralsten Platz der Stadt fehlt.Und dadurch dieses Projekt etwas stärker mit unterstützt.

  • Genau weil in Halle so viel erhalten ist, besteht auch kein Leidensdruck. "Erstmal erhalten und renovieren, was da ist", sagen viele, und sie haben nicht unrecht. Zudem ist Halle auch nicht unbedingt die reichste Stadt in einem ohnehin nicht so prosperierenden Bundesland.

  • Ja... aber … das Rathaus, am zentralsten Platz der Stadt, wo heute eine ziemlich unbefriedigende Lücke klafft... das ist auch im unzerstörten Halle ein gewisser "Leidensdruck". Finde ich.

    Erhalten und renovieren und alte Kapazitäten retten bzw nutzen statt neu bauen ist gut und wichtig. Aber hat man sich das auch gesagt, als man den Kaufhof hingeklotzt hat?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.