Halle (Saale)

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    Für eine ganze Reihe an Projekten wurden Gelder beantragt.


    Mehrere Millionen Euro Fördermittel musste die Stadt Halle (Saale) im vergangenen Jahr verfallen lassen, weil durch den beanstandeten Haushalt die Eigenmittel vom Landesverwaltungsamt nicht freigegeben wurden. Umso wichtiger ist nun ein schneller Beschluss zum Haushalt 2012. Denn auch in diesem Jahr bemüht sich die Stadt wieder um Fördermittel, hat für zahlreiche Projekte Gelder beantragt und hofft nun auf die Zuschlag.


    Die meisten Projekte sollen im kommenden Jahr realisiert werden, erläuterte die Stadtverwaltung im Planungsausschuss. So ist die Sanierung der Burggrabenbrücke an der Moritzburg vorgesehen. Mittel hat die Stadt auch für einen Gebäudekomplex an der Ulrichskirche, sowie für die Sanierung der Poliklinik Mitte in der Kleinen Klausstraße und dem denkmalgeschützten Gebäude in der Großen Märkerstraße 5 beantragt. Für das Haus in der Märkerstraße, das die Stadt vor dreieinhalb Jahren erworben hatte, gibt es einen Kaufinteressenten. Und auch für die Poli Mitte interessiert sich ein potentieller Investor. In der Ulrichskirche selbst sollen Standsicherheitsmängel behoben werden.

    Stdtebau: Halle hofft wieder auf Millionen | HalleForum.de | Online-Zeitung aus Halle (Saale)

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Ein Abriss von Brüderstraße 7 wäre ein Skandal. Ich halte es aber für eher unwahrscheinlich, dass das Gebäude abgebrochen wird, zumal der Stadtrat fest hinter einem Erhalt des Hauses zu stehen scheint.


    http://www.halleforum.de/go/35936



    Das kommunale Wohnungsunternehmen HWG konnte als Besitzer das Gebäude bisher angeblich deshalb nicht sanieren, da noch vermögensrechtliche Ansprüche der Alteigentümer bestünden und dem Unternehmen somit die Hände gebunden seien.


    http://www.halleforum.de/Halle…schaft-nicht-retten/35992

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • Hallo,


    ich habe mal wieder ein paar Bilder zusammengestell.


    Angefangen in den Franckeschen Stiftungen. Die Waisenhausbuchhandlung:




    Das sanierte Brauhaus, hab leider kein richtiges Vorher-Foto gefunden...




    Daneben im Steinweg:



    Dann das neue Hauptgebäude der Leopoldina.




    Und mal ein paar Details:
















    Dann mal rund ums Mafa-Gelände, da wurde einmal ein Edeka eingebaut, aber auch ringsrum passiert viel...
















    Dort in der Ecke ist auch die Dryanderstraße, leider nicht so vielversprechend, es wurde mal eine Fassadenrekonstruktion angekündigt.






    In der Thomasiusstraße wird saniert:




    In der Innenstadt wird dieses Jahr saniert: Große Steinstraße





    Das Intecta: hat jetzt auch schon im Erdgeschoss neue Fenster:




    Das Diesterweghaus in der Ludwig-Wucherer-Straße:




    Nochmal Ludwig-Wucherer-Straße: Sanierung



    Neubau:



    Daneben in der Emil-Abderhalden-Straße: der Uni-Neubau:




    Und daneben das Eckhaus, das jetzt saniert wird:



    Am August-Bebel-Platz, hat jetzt schon schöne neue Fenster:



    Am Markt im Graseweg bzw. Kleine Klausstraße: Das Fachwerk-Eckhaus wird fast vollständig abgetragen, die Balken in Quedlinburg aufgearbeitet und dann wieder aufgestapelt. Der linke Teil mit der Einfahrt wird vor Ort saniert.





    Pfälzer Straße



    Am Neuwerk:



    Dann in der Reilstraße:





    Besonders liebreizend die "alten" Fenster:



    Und in Kröllwitz: Schleifweg






    Und in der Trifftstraße wird saniert:



    Und in der Großen Brunnenstraße ist saniert.



    Burgstraße, oben sind schon neue Fenster:



    Dagegen über der Volkspark: neue Fenster:



    Und nochmal in Richtung Bahnhof, da hätte ich auch nicht mehr gedacht, dass das saniert wird:




    Sophienhafen: es geht langsam vorwärts






    Soo das wars vorerst, hoffe, es waren nicht zu viele Fotos :).

  • Ich war noch nie in Halle aber es scheint viele Altbauten zu geben.
    Komisch dass Halle nicht beruhmter ist.

  • Vielen Dank -Gregor-, eindrucksvolle Dokumentation, die auch dem Laien verdeutlicht, dass die alten 'Bruchbuden' nach erfolgter Sanierung ein augenscheinlicher Gewinn für das Stadtbild sein können, mit denen kein modernistischer Neubau konkurrieren kann.


  • Am Markt im Graseweg bzw. Kleine Klausstraße: Das Fachwerk-Eckhaus wird fast vollständig abgetragen, die Balken in Quedlinburg aufgearbeitet und dann wieder aufgestapelt. Der linke Teil mit der Einfahrt wird vor Ort saniert.


    Hier ein diesbezüglicher Zeitungsartikel:

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    HALLE (SAALE)/MZ. Das "Spukhaus" ist beinahe verschwunden. So wird die Fachwerkhaus-Ruine in der Großen Klausstraße 3, direkt am Markt, genannt. Nach mindestens 20 Jahren Verfall wird das Haus bis Jahresende saniert. Viele Hallenser bleiben an dieser ungewöhnlichsten Baustelle der Stadt stehen - und glauben an einen Abriss: Fast das gesamte Gebäude ist abgetragen, samt des markanten, mehreckigen Fachwerk-Erkers und den Mauern. Nur ein Balkengerippe und ein Teil des Dachgebälks stehen noch. Ist das noch eine Sanierung oder wird es eher ein Neubau? [...]


    Fachwerkbau wird saniert und dafür fast komplett abgebaut - mz-web.de

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Viele schöne Lichtblicke aus Halle. Die Vorher-/Nachheraufnahmen sind immer wieder toll. Vielen Dank für die Eindrücke! :applaus:

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Schöne Bilder. Ich kann gar nicht sagen, wie es mich freut, dass die vielen hoffnungslosen Fälle an denen das Herz vieler Hallenser hing, und für die jahr(zehnte)lang gegen lokale Ignoranz und die eigenen Selbstzweifel gekämpft wurde, nun gerettet werden. Unsere geliebt-gehasste graue Diva entpuppt sich immer mehr als rassige Schönheit. Die wirklichen Liebhaber wußten natürlich schon immer, was sich hinter dem grauen Schleier für eine tolle Braut verbirgt. Inflationsängsten und Steuerabschreibungen sei es gedankt, dass sie ihn jetzt liften darf.

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    Das Peißnitzhaus in Halle (Saale) soll wieder in neuem Glanz erstrahlen. Seit Jahren kümmert sich ein Verein um das Gebäude. Seit 2 Jahren noch auch offiziell. Und einiges muss gemacht werden. Als wichtigste Aufgabe steht die Sanierung des Daches an. Danach sollen schrittweise die Etagen folgen.

    Peinitzhaus: 100 Euro für jedes neue Mitglied | HalleForum.de | Online-Zeitung aus Halle (Saale)

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Die Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften - bezieht heute ihren neuen Sitz im einstigen Haus der "Loge zu den drei Degen". Nachfolgende Nutzer des Gebäudes waren der NS-Staat, kurzzeitig die Amerikaner für eine Militärkommandantur, dann die Sowjets (Haus der Offiziere) und schließlich ab 1952 bis 2001 die Universität Halle ("Tschernischewski-Haus"). Nach Restitution an die "Weltkugel-Stiftung" und Leerstand erwarb es schließlich die Leopoldina-Stiftung im Jahr 2009. Die Glanzpunkte des Gebäudes dürften das Treppenhaus, der mit Säulen aus Scagliola-Marmor geschmückte Festsaal, ein holzvertäfelter Sitzungsraum sowie ein wiederentdeckter symbolisch ausgemalter Ritualraum der Freimaurer sein.



    Bildquelle:Wikipedia, Benutzer Gunther Tschuch PaulT


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    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina weiht am Freitag offiziell ihren neuen Hauptsitz in Halle ein. Das Gebäude wurde in den vergangenen zwei Jahren umfassend instand gesetzt und umgestaltet. Aus Fördermitteln des Bundes flossen 15 Millionen Euro in die Sanierung des früheren Tschernyschewski-Hauses. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützte mit knapp einer Million Euro den Kauf der Immobilie.

    Ein Zuhause für die Wissenschaft - mz-web.de


    Virtueller Rundgang unter:
    http://www.mz-web.de/leopoldina


    Der neu gestaltete Internetauftritt:
    http://www.leopoldina.org/de/home


    Groß(form)a(r)tige Bilder:
    Hauptsitz
    Festsaal
    Treppenhaus
    Sitzungsraum

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Hallo,


    mal wieder gibts eine Aktualisierung.


    Fangen wir an in der Karl-Meseberg-Straße:








    dann in die Streiberstraße. Saniert werden soll:



    und



    und saniert ist:




    Magdeburger Straße, ist schon ein wenig fertig, ist aber ein imposantes Gebäude:




    Im Neumarktviertel in der Franz-Andres-Straße (guuuter Bäcker ;) )




    Daneben in der Emil-Abderhalden-Straße...




    und die Lücke wird gleich mitbebaut:



    neues Gästehaus mit kleinem Pavillonauch in der Abderhalden-Straße:



    Martha-Brautzsch-Straße Ecke Ludwig-Wucherer-Straße:



    Neubau der Opernhauswerkstatt in einer Baulücke der August-Bebel-Straße:



    August-Bebel-Platz: gleich zwei Häuser.



    In der Ludwig-Wucherer-Straße: der LuWinkel. Das linke Haus ist auf dem neuen Foto nur angeschnitten:




    gegenüber in der Carl-von-Ossietzky-Straße:



    und weiter im Palusviertel wird saniert:


    Goethestraße:





    Schillerstraße:




    Lessingstraße (wie bei Monopoly ...): immer Abschnitte



    Herderstraße:




    Brandenburger Straße: unspektakulär




    Berliner Straße:



    Kurz nach Glauche: St. Cyriacii et Antonii (Altersheim), rechts der Neubau




    Dann in die Innenstadt: Domplatz



    Friedemann-Bach-Haus mit Musikmuseum:





    bei der Moritzburg: sehr ungewöhnlich, weil komisches Haus. Wird saniert und aufgestockt.



    dann am Graseweg. Dort wird seit vorgestern das Fachwerk-Eckhaus wieder aufgestapelt.



    Und das Beste zum Schluss: das Intecta.







    Viel Spaß :).

  • Und das Beste zum Schluss


    Allerdings. Das ist ja wundervoll!


    Die Farben der austauschbaren Neubauten sind auch erwähnenswert: Weiß. Rot. Grau. :rolleyes:

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ich schließe mich dem Dank an. Viele erfreuliche Entwicklungen, die du da dokumentierst hast. Ausgenommen: der rote Kasten in der Ludwig-Wucherer-Straße. Das ist wohl das brachialste und klotzigste, was ich seit langer Zeit an Neubauten gesehen habe. Hat da irgendjemand die Pläne für einen 70er-Jahre-Sozialbau aus einer Schublade gezogen, die besser hätte verschlossen bleiben sollen?

    Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis

  • Das Hallenser Paulusviertel ist traditionell ein Stadtteil für etwas besser verdienende Bürger. Leerstand und Baulücken gibt es kaum, der Sanierungsgrad dementsprechen recht hoch.


    Geplant ist die Sanierung des ehemaligen Regierungspräsidiums und der nebenstehenden Villa Schleiermacherstraße 11 Bild: http://s.cafe-kronprinz.de/files/2010/08/019.jpg


    Außerdem sollen zwischen Robert Blum Str und Schleiermacherstraße diverse Neubauten entstehen. Dort ist haupsächtlich Wohnnutzung angedacht, 78 an der Zahl. Die Villa soll ein Ärztehaus werden und in das Präsidium sollen nach an und Umbau wohl ein Kindergarten, Wohnungen und eine Apotheke einziehen. Des Weiteren entstehen 136 neue Tiefgaragen Stellplätze (60 unterm Präsidium, 76 unter den Neubauten.) Baustart ist voraussichtlich im Frühjahr 2013.
    Artikel der Mitteldeutschen Zeitung Bauplne: Neue Wohnungen für das Paulusviertel - mz-web.de
    Artikel auf HalleSpektrum mit weitergehenden Informationen Regierungspräsidum: Baustart im Frühjahr 2013 | HalleSpektrum
    Projektseite http://www.fuchshuberarchitekt…t.php?prj=1343049986.6702
    Die neuen Gebäude sind nicht spektakulär aber solide und garantieren insgesamt eine kleinteilige Gestaltung der Straßenfront.


    Ich denke das ist ein sehr ambitioniertes Projekt mit ordentlicher Sozialmischung. Die Mietpreise muss man abwarten. Allerdings sind auch kritische Töne zu hören wie schon im MZ Artikel anklingt. Die Parkplatz Situation ist äußerst angespannt. Dennoch musste kürzlich ein erst 5 Jahre altes in den Blockrand integriertes Parkhaus in der Andresstraße mangels Wirtschaftlichkeit schließen. Halle: Parkplatz-Chaos ohne Ende - mz-web.de


    Anmerkungen zu diesem und weiteren Projekten auch hier Dickes Programm für Gestaltungsbeirat nach zwei Jahren Pause | HalleSpektrum

  • Einfach herrlich. Komplettrekonstruktion eines quasi abrissreifen Gebäudes - vielen Dank für diese schönen Nachrichten!

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Eine wirklich erfreuliche, da absolut nicht selbstverständliche Sanierung! So etwas ist einfach toll und ein Geschenk für die Stadt Halle, die sich dem Beitrag nach ja auch finanziell beteiligt hat. :applaus: