Halle (Saale)

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Ich glaube auf die feierliche Einweihung des Brühmann-Brunnens auf dem Hallenser Domplatz wurde hier noch nicht hingewiesen. Das Kunstwerk nennt sich "Lebenskreis" und soll den Triumph des Lebens über den Tod symbolisieren. Die Planungen stammen noch aus der DDR-Zeit, scheiterten bisher aber an der Finanzierung. Halle: Brunnen sprudelt am Domplatz - mz-web.de

      Neben dem Göbelbrunnen auf dem Markt ist das meiner Ansicht nach der 2. gelungene Brunnen nach der Wende. Halle hat wie ich finde insgesamt recht viele schöne Kunstwerke jüngeren Datums im öffentlichen Raum zu bieten. Nicht wenige noch aus der DDR Zeit, wie bspw. den Drachenbrunnen.
      de.wikipedia.org/wiki/Kunst_im…Raum_in_Halle_%28Saale%29
    • Und noch mal ich, diesmal mit einem neuen Schwung Bilder...

      Los gehts am August-Bebel-Platz, das linke Haus ist jetzt fertig und das rechts in Arbeit:









      Puschkin-Straße, unspektakulär, aber besser als DDR-grau



      "nebenan" in der Herrmannstraße, auch schon fertig mit neuer Einfahrt:




      Emil-Abderhalden-Straße die Baustelle des Geisteswissenschaftlichen Zentrums




      Ludwig-Stur-Straße







      Landgericht, ein Bild der Front gibts schon weiter oben, denn jetzt wurde der Innenraum und die Seitenflügel saniert














      Domplatz: Sanierung des Speichers




      und der neue Brunnen:



      Bärgasse: dort ist die Sanierung beendet, leider finde ich kein Vorher-Bild





      Graseweg, jetzt mit rekonstriertem Eckturm



      Mittelstraße, dort wurden jetzt die ruinösen Hinterhäuser abgerissen, dort und in den Lücken soll neu gebaut werden (nicht grade feinfühlige Architektur, aber besser als Lücke, siehe WWW.QUARTIER-M17.DE)





      in der Breiten Straße wird neu gebaut in einer voll schmalen Lücke zwischen Platte und Altbau



      Pfälzer Straße: das Eckhaus mit eingefallener Fassade hat einen neuen Besitzer. Das Bau- und das Denkmalschutzamt haben ihm einen Abriss nahegelegt, aber er will sanieren!!!






      Robert-Franz-Ring




      Franz-Schubert-Straße, quasi zwischen den beiden vorhergehenden...







      neben der Moritzburg




      Fischer-von-Erlach-Straße (ISI-home), gut gelöst mit den Dachterrassen




      Schillerstraße




      Berliner Straße




      Sophienhafen: die Sanierung des Speichers ist abgeschlossen, ringsrum entstehen Einfamilienhäuser und größere Gebäude










      Hochstraße







      und auch von hinten gut:




      Thomasiusstraße




      Wegscheider-Straße: leider nicht perfekt, aber akzeptabel...




      und mein persönlicher Favorit dieses Mal: Zwingerstraße




      Falls noch mehr Fotos gewünscht sind, bitte sagen. Hab auch noch teilweise Innenansichten.

      Viele Grüße, Gregor!
    • Fantastische Vergleiche wieder, vielen Dank!

      Wie bekommst du das hin, die selben Perspektiven zu erwischen, von Ruine und Sanierung? Prägst du dir vorher ein oder rennst du mit Abzügen bzw. Tablet o.ä. durch die Straßen? ;)

      Ich versuche das auch hin und wieder. Leider ist der Datenwust bei mir so gigantisch, dass Vergleichsbilder nur sehr zeitaufwändig aufzufinden sind und zudem sind es oft doch recht abweichende Perspektiven.
    • Besten Dank Gregor! Solche Bilder machen gute Laune.

      Pfälzer Straße: das Eckhaus mit eingefallener Fassade hat einen neuen
      Besitzer. Das Bau- und das Denkmalschutzamt haben ihm einen Abriss
      nahegelegt, aber er will sanieren!!!

      Da bin ich aber sehr gespannt. Du musst uns unbedingt auf dem Laufenden halten. Danke im Voraus. :blumen:
    • Auch von mir herzlichen Dank für diese schönen Bilder!

      Paar Worte noch zum Neubau Nachbar des sanierten Gebäudes in der Ludwig-Stur-Straße. Welcher Witzbold kam denn da auf die Idee mit den blauen Balkonverkleidungen? Das passt mal überhaupt nicht. Man könnte meinen, der kleine Transporter mit der Abdeckplane stand bei der Farbgebung Pate. Das Gebäude an sich scheint ansonsten ganz passabel.
    • (...) Welcher Witzbold kam denn da auf die Idee mit den blauen Balkonverkleidungen? Das passt mal überhaupt nicht. Man könnte meinen der kleine Transporter mit der Abdeckplane stand bei der Farbgebung Pate. (...)
      :lachen: Ha ha. Genau den gleichen Gedanken hatte ich auch. Auf dem Bild davor, ohne diese dämlichen Planen, gefällt mir das Haus deutlich besser. Eine unnötige Verschandelung.
    • Auch von mir vielen Dank für die erfreulichen Nachrichten aus Halle. Sehr schön, dass das Haus Talamtstraße Ecke Bärgasse restauriert wurde, obwohl mir die Anbauten nicht gefallen, man hätte sie wenigstens etwas abwechslungsreicher gestalten können.

      Ich hatte 2009 einige Bilder von dem Haus gemacht, aber in sehr schlechter Qualität, damals hätte ich genauso wie am Graseweg nicht mehr an eine Sanierung geglaubt.









      Damals hatte ich auch diese Häuser am Schlossberg fotografiert, es wurde glaube ich schon mit der Sanierung begonnen, weißt Du vielleicht etwas darüber und gibt es schon Pläne für die beiden Ruinen in der Brüderstraße? Ansonsten ist fast alles, was ich damals fotografiert hatte, heute saniert.

    • Dieser Styropor-Anbau war so unnötig wie ein Kropf. Nachdem das Original-Fachwerk nicht mehr zu erhalten war, hätte man darauf gänzlich verzichten und das Haus in seiner ursprünglichen Kubatur rekonstruieren sollen. Ansonsten ist das Objekt gut saniert worden.

      Zur Neumühle gibt es leider nichts Neues. Dieser wertvolle Renaissancebau gammelt immer noch vor sich hin. Man soll die Hoffnung zwar nicht aufgeben, aber es wird zunehmend schwieriger, eine substanzerhaltende Lösung zu finden.

      Es wäre allerdings eine Schande, dieses Kleinod am Ufer der Mühlgrabensaale, unmittelbar zwischen Moritzburg, Dom und Neuer Residenz gelegen, einfach eingehen zu lassen. Dieses Kulturverbrechen sollte öffentlich angeprangert und die Verantwortlichen der Stadt und der in Halle nicht unerheblich alimentierte Kunst- und Kulturdünkel beim Gewissen gepackt werden (sofern sie eins haben). Sonst bewegt sich hier nix.

      Aber hier auf journalistisches Verantwortungsgefühl des SPD-nahen Dumont-Pressemonopols zu Halle a.d. Saale - genannt Mitteldeutsche Zeitung - zu setzen, ist wohl ebenso vergebliche Liebesmüh.
    • Bei dem Gebäude an der Emil-Abderhalden-Straße hätte man das Graffiti an der Straßenmauer auch noch entfernen können. Nun, vielleicht folgt das ja noch. Ansonsten recht aufmunternde Bilder. Vor allem deshalb, vielen Dank, "Gregor".

      Dieses Filmchen habe ich zur Neumühle gefunden:
      youtube.com/watch?v=tr0VcOawz38

      Und hier ein paar Fotografien:
      leerstehende-baudenkmale.de/ba…mplatz/startneumuehle.htm

      Da sollte wirklich dringend etwas passieren. Kann die Stadt nicht vorstellig werden und Fördermittel beantragen?
    • (...) Ein Gebaeude des Komplexes
      wurde 1999 komplett saniert, steht aber seit dem leer. (...)
      Zitatquelle: Halle Neumühle Mühlpforte Neumühle
      Sehr schade, daß damals nicht gleich der gesamte Komplex saniert wurde. Nach 13 Jahren Leerstand, ist es fast wieder Zeit für die nächste Instandsetzung. Immerhin gab es ein neues Dach. Das ist schon mal wichtig.

      Diese pdf-Datei zur Neumühle fand ich gerade. Ein Zitat daraus:

      (...) Bei der Neumühle handelt es sich um ein prioritäres Denkmal, das im Beschluss des
      Stadtrates zur Sicherung städtebaulicher und denkmalpflegerisch bedeutsamer Gebäude
      „Rote Liste bedrohter Denkmale“ vom 23.02.2011 aufgelistet ist. Insofern ist eine Förderung
      im Rahmen der Altstadtsanierung mit Vorrang grundsätzlich möglich, wenn die Vorgaben der
      Städtebauförderrichtlinie erfüllt werden und die Stadt Halle bewilligte Mittel zur Unterstützung
      privater Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung hat. (...)
    • Mal angenommen, Halle würde Anstrengungen in Richtung Unesco-Weltkulturerbe für seine Altstadt unternehmen.

      Seht ihr da halbwegs realistische Chancen? Immerhin ist es, allen Sanierungsstaus zum Trotze, eine der wohl größten in weiten Teilen erhaltenen deutschen Altstädte - und das auch noch in einer Großstadt.

      Das würde der Stadt sicher einen enormen Schub geben. Ich habe das an Stralsund beobachtet (Bildbericht folgt), wie sehr das die gesamte Stadt über die letzten Jahre beflügelt hat. Auch Erfurt könnte man erwägen. Aber wie wär's mit Halle?
    • Nein, da seh ich wenig Chancen. Zumindest nicht für eine komplette Unterschutzstellung. Oder sagen wir mal es wäre für mich unverständlich warum Halle diesen Status bekäme und das in mittelalterlichen bzw. früh-neuzeitlichen Jahren weitaus größere Erfurt nicht. Ein Ansatzpunkt für einen Welterbetitel in Halle könnten die Franckeschen Stiftungen oder insgesamt die Zeugnisse der Aufklärung in Halle sein. Aber ob so ein Titel immer Sinn macht weiß ich auch nicht wirklich.

      Heißt jetzt aber nicht, dass ich die herausragende Stellung von Halle als größte von Flächenbombardements verschonte Stadt runterspielen möchte. Deutschlandweit sicher etwas außergewöhnliches und unbedingt fördernd und erhaltenswert aber weltweit? Dafür war die Stadt in den Jahren auf die dieses Bauerbe zurückgeht mAn nicht bedeutend genug.

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    • Zur Abderhaden-Straße: das Foto ist nur ein Zwischenstand der Bauarbeiten, hinter diesem Haus läuft die Baustelle richtig. Daher nehme ich an, dass das Grafitti auch noch verschwindet.

      Hier noch mal eine Chronologie (auch hier gibts mehr Fotos ;) )

      Sommer 2011: die bekannte Ecke mit den ehemaligen Stallgebäuden im Anschluss



      andere Richtung (die bekannte Ecke ist dort am Ende)



      das ist drin, quasi hinter den Gebäuden auf dem vorhergehenden Foto



      Im Winter 2011 erfolgte der Abriss (Blick wie Foto 2)



      Hier die Baustelle der neuen Bibliothek (ist jetzt schon im 2. Obergeschoss angekommen)



      die neuen Seitengebäude



      durch die Haupteinfahrt (Sommer 2012)



      und ein Foto auf dem November 2012 (wie im anderen Beitrag), das Hörsaalgebäude

    • @-Gregor-: Auch von mir besten Dank für deine tollen Bildvergleiche. Bei all den schlechten Nachrichten für Freunde traditioneller Architektur, die hier leider oft vermeldet werden müssen, sind solche Bildserie über meist gelungene Restaurierungen doch immer wieder ein Glück.

      @Michael: kurz zum Haus Talamtstraße Ecke Bärgasse: auch wenn die Anbauten nur langweilige Standardware sind, so ist die Sanierung in Anbetracht des desolaten vorherigen Zustandes des Hauses doch ein sehr löblicher Glücksfall. Gerade wenn man bedenkt, wie viele im Vergleich hierzu noch deutlich besser erhaltene Gebäude in Deutschland immer wieder als "nicht mehr erhaltbar" abgerissen werden. Da sind wir uns sicherlich einig.

      @erbse: ich sehe auch keinen Bedarf oder eine überzeugende Rechtfertigung für einen Welterbestatus von Halle. Dieser Ehrentitel wird in den letzten Jahren ja eh viel zu inflationär (negativer Höhepunkt: Fagus-Werk) vergeben.
    • Warum sollte denn das Fagus-Werk von 1911 ein Negativbeispiel sein? Bloß weil es modern ist?

      Es ist eines der ersten Beispiele seiner Gattung und war prägend für Industrie- und Gewerbearchitektur eines ganzen Jahrhunderts, ebenso für den Stil der Moderne. Zudem ist der Bau auch einfach sehr ästhetisch. Die Werke erfüllen alle Relevanzkriterien für den Welterbestatus.

      Bei aller Liebe, aber nicht alles, was modern ist, ist gleich schlecht oder negierbar in seiner Bedeutung.
      Da finde ich die ganzen Bestrebungen zum Schutz sämtlicher Werke von Le Corbusier schon bedenklicher.

      Was Halle angeht: Tatsächlich gibt es ja Bestrebungen, die Franckeschen Stiftungen ins Welterbe aufzunehmen.

      Sicher wäre auch Görlitz ein lohnenswerter Kandidat. Schon wegen des reichhaltigen und in Mitteleuropa recht einzigartigen Renaissanceerbes.

      Ja, vielleicht wird das Welterbe zu inflationär vergeben. Womöglich sollten wir etwas wie einen Bundeserbetitel vergeben?
      Damit könnte man der bundesweiten Bedeutung regionaler Ensembles und Altstädte viel besser gerecht werden. Oder gibt es derlei in einer Form? Mir fielen nur die zahlreichen Fachwerkstraßen, Denkmalstiftungsprojekte o.ä. ein, aber keine institutionalisierte Vereinigung. Gerade in Deutschland, wo so viele Regionen durch Krieg und Nachkriegswirtschaft derart viele Federn lassen mussten, wäre die Anerkennung und Pflege der wahren Perlen wirklich wichtig.

      Bundeskulturerbe Altstadt Dinkelsbühl, Landshut, Güstrow, Lüneburg oder Bautzen - das wär doch was. :)