• ... für Halle ist die neue Moritzburg-Galerie sicher ein Image-Gewinn (die Feuilletonisten überschlagen sich jedenfalls). und wenn dadurch den Freunden der Moderne mal eine schöne alte Stadt gezeigt wird, kann man eigentlich nichts dagegen haben.


    http://www.faz.net/s/RubEBED639C4…n~Scontent.html

    http://www.nzz.ch/nachrichten/ku…_1.1406612.html

    http://www.sueddeutsche.de/454385/223/267…em-Strande.html

  • Die auf dem Bild gezeigte Stelle am Graseweg ist mit den geschwungenen Häuserfluchten ein seltenes Beispiel mittelälterlichen Städtebaus. Es kann doch nicht wahr sein, dass sowas heute noch plattgemacht würde?

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Wahnsinn. Genauso sah unsere Hochstraße mitten in Hannover auch aus. Auch damals gab es etlich Befürchtungen, der Verkehr werde zusmmenbrechen, blablabla...

    Heute wundern sich alle, wie schön es ohne aussieht und dass sich die Verkehrssituation sogar verbessert hat. :!:

    Also weg mit den "autogrechten" Dingern!

  • Quote

    Also weg mit den "autogerechten" Dingern!


    ...hat man 2002 auch in Wiesbaden gesagt, und seitdem ist diese Ansicht Geschichte:

    ...und niemand vermißt diesen Beton-Python.

    Ich drücke Halle die Daumen, daß die Proteste erfolglos bleiben. :)

    Diese gruseligen Hochhäuser im Hintergrund sind allerdings fast noch schlimmer. Besteht da auch Hoffnung auf Abriß?

  • Steg

    Quote from "Schloßgespenst"

    Diese gruseligen Hochhäuser im Hintergrund sind allerdings fast noch schlimmer. Besteht da auch Hoffnung auf Abriß?


    Du meinst die Steg-Hochhäuser?
    Nein, da besteht keine Hoffnung mehr auf Abriss. Die sind schon weg bzw. aktuell auf dem Weg dorthin! :zwinkern:
    Such mal im Netz nach "Steg Hochhaus Abbruch" oder sinnverwandten Begriffen. "Steg" ist der Straßenname dort.

  • Die Plattenbauten am Schülershof sollen bonbonfarben und papageienbunt saniert werden. Meines Erachtens wäre es sinnvoller, die Bauten abzureißen und das Viertel ansprechend neu zu gestalten. Immerhin befinden sie sich in Sichtweite zwischen Marktplatz und Altem Markt.

    http://www.halleforum.de/Halle-Nachrich…uelershof/18493

    Hier das Hochhaus:
    http://img526.imageshack.us/img526/8760/img5342yk2.jpg

    Lage siehe hier (Google Maps):
    http://tinyurl.com/c48dhe

  • Auch hier schwant mir Böses:

    Zwei verfallende Fachwerkhäuser in der Mittelstraße 17/18 sind verkauft worden. Der Besitzer plant einen Architektenwettbewerb zur Findung von Lösungen (!). Das hört sich nicht unbedingt gut an:

    Quote

    "Doch wie steht es nun um die Häuser in der Mittelstraße? HalleForum.de hat dazu mit Michael Schunke vom Bauverein gesprochen. Vor allem für die Hinterhäuser sieht er kaum noch eine Chance auf Rettung. Die Häuser seien zu stark vom Schwamm befallen, die Mauern von Nässe durchzogen. Doch in Sack und Tüten ist auch eine Sicherung der beiden Vorderhäuser noch nicht. Zumindest die Fassade solle aber erhalten bleiben, dahinter könnte sich einmal ein moderner Neubau verbergen. Denn eine Investition in den Komplex müsse unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen."

    http://www.halleforum.de/article.php?sid=17378

    Lage hier (GoogleMaps):
    http://tinyurl.com/c4azwo

  • Quote

    Nach Eigentümerwechsel Chance auf baldige Sanierung
    Große Märkerstraße: Haus Nummer 5 gehört nicht mehr der Hypovereinsbank, sondern wieder der Stadt

    HALLE/MZ. Man kann die einstige Pracht und Schönheit des Hauses in der Großen Märkerstraße 5 gerade noch erahnen. Fast scheint es, als ob es nur noch durch die Sicherungsnetze, die über Fassade und Mauern gespannt sind, zusammengehalten wird. Seit Jahren verfällt das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das ganz in der Nähe des Marktes steht.
    Doch nun kann der Verfall in absehbarer Zeit gestoppt werden - die Stadt hat das Haus im Januar wieder in Besitz genommen; seit 1991 hatte es der Bayerischen Hypovereinsbank gehört. Angesichts des "hochkarätigen Baudenkmals", wie Stadtplaner Jochem Lunebach sagt, sei dieser Schritt unumgänglich gewesen, um es nicht vollends zur Ruine werden zu lassen. Auch der Stadtrat stimmte zu. In die Sanierung sollen Gelder aus dem Konjunkturprogramm fließen. [...]

    Quelle mit Bild: http://www.mz-web.de/servlet/Conten…d=1016799959889

    Hoffentlich klappt das teure Unterfangen und hoffentlich gab's keine Bonuszahlungen bei der HypoVereinsbank.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Darauf eine Halloren-Kugel! :)

    Quote

    Ostfassade der Oper wird rekonstruiert
    Auch der Neubau der 1945 zerstörten Kuppel auf dem Bühnenhaus bis 2014 wird derzeit geplant

    Schon neun Jahre ist es her, dass die beiden Sandsteinfiguren "Poesie" und "Wahrheit" in die frisch rekonstruierte neoklassizistische Fassade des Opernhaus-Hauptportals gehoben wurden. Erst jetzt gehen die Außenarbeiten an Halles Hochkultur-Haus weiter: Ende nächsten Jahres soll auch die marode Ostfassade an der August-Bebel-Straße ihr Aussehen von 1886 zurück haben.

    Für 2011 geplant ist auch der Rekonstruktionsbeginn der ebenfalls maroden Westseite. "Der Wiederaufbau der beim Bombeneinschlag 1945 zerstörten Kuppel über dem Bühnenhaus soll bis 2014 folgen", blickt Rolf Rabitz optimistisch voraus. Denn für diese beiden Projekte sei die Finanzierung noch nicht gesichert, so der Technische Direktor der halleschen Kultur GmbH. [...]

    Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

    Könnte vielleicht jemand mal bei Gelegenheit Fotos einstellen?

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Erstmal: :applaus:


    Quote from "Palantir"

    Könnte vielleicht jemand mal bei Gelegenheit Fotos einstellen?


    Bitteschön:


    Quelle: ZENO.org (anklicken für volle Auflösung)


    Was Koloriertes (Photochromprint um 1900):


    Quelle: Wiki (anklicken für volle Auflösung)


    1951:


    Quelle: Wiki


    2003:


    Quelle: Wiki


    Da bleibt mir nur zu sagen: :daumenoben: für Halle!

  • Halle (Saale), Große Klausstraße 3, Graseweg 1, 6

    Bing Maps - Wegbeschreibungen, Routen, Verkehr

    Quote from "Palantir"
    Quote from "Brandmauer"

    Die auf dem Bild gezeigte Stelle am Graseweg


    Links das Haus Große Klausstraße 3, rechts Graseweg 1 (Blickrichtung ist Süd).
    http://www.aki-halle.de/blaetter/18/09/plangras.gif

    Die beiden Häuser werden hier auch besprochen: Halle Grashof
    Darunter Bilder:
    Große Klausstraße 3: http://www.aki-halle.de/blaetter/18/09/grashof5.jpg (um 1900)
    Graseweg 1: http://www.aki-halle.de/blaetter/18/09/grashof2.jpg (in den 80er-Jahren)

    Das im Artikel angesprochenen Graseweghaus, Graseweg 6, ist das hier: http://www.ich-will-wissen.de/fileadmin/Bild…raseweghaus.jpg

    Auch mir als Süddeutschem sind diese Häuser bekannt.

  • @Erbsenzähler: Danke für das Heraussuchen der Bilder.
    Anfangen könnte man ja mit der kleinen türmchenartigen Kuppel, von wo sich der Aufbau der großen Kuppel über der Bühne gut beobachten ließe.

    Zeno: Vielen Dank für die weiterführenden Bilder und Informationen.
    Hoffentlich ist am Graseweg das bedeutende Ensemble noch zu retten.

    HalleLuja: Bist Du noch hier mitlesend und könntest Du mal berichten/fotografieren?

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • uiuiuiui ..... meine Fresse ist Halle geil. Das wusste ich gar nicht. Allerdings hätte die Wende 10 Jahre früher kommen müssen. Dann hätten wir mehr retten können. :?

  • Halle steht ein regelrechter Terroranschlag der Moderne bevor:
    die 'Bundeskulturstiftung' plant in der Lücke südlich des Hauptgebäudes der Franckeschen Stiftungen zwischen den altehrwürdigen Barockhäusern einen völlig unangemessenen Neubau, der alle Schrecklichkeiten in sich vereint, die nur denkbar sind - Kulka heißt der Herr, der Halle um das angestrebte Weltkulturerbe bringen wird.

  • Dannheimer & Joos haben den Wettbewerb gewonnen. http://www.baunetz.de/meldungen/Meld…den_831127.html
    Die Begründung des Preisgerichtes, immer wieder dieselben Argumente: "Der Entwurf verfolgt die Strategie des bewussten Kontrastes des Neuen gegenüber der Umgebung: in der Massenverteilung, der Konstruktionsweise, der Materialität, der Oberflächengliederung, der Art der Belichtung und Zugänglichkeit. Der Bau zeigt seine Zeitgenossenschaft authentisch und konsequenter als jeder andere Entwurf im Wettbewerb. Die Fugen zur Nachbarbebauung unterstreichen, dass hier funktional und architektonisch bewusst ein neues Kapitel begonnen wird. Das neue Gebäude repariert mit seinem Volumen die Fehlstelle in der Stadtstruktur, ohne dass Zweifel aufkommen, dass es hier um einen Neuanfang nach einer Zerstörung geht. Die Eigenständigkeit, die Modernität und die Offenheit zur Stadt spiegeln das Bild der Kulturstiftung des Bundes in einer überzeugenden Weise."

    ...

  • ^ Es wird eine kleine Lücke bebaut, auf der sich momentan ein unansehlicher Parkplatz befindet - der Franckeplatz befindet sich zudem direkt gegenüber der Stadtautobahn und direkt um die Ecke bzw. in Sichweite befinden sich diverse Plattenbauten und unahnsehliche 90er-Architektur. Von einem "Terroranschlag der Moderne" zu sprechen und zu suggerieren, es handle sich um ein astreines Barockensemble, zeugt da von einem mangelnden Realitätsbezug. Das Gebäude selber finde ich nicht besonders, allerdings wird sich an die Trauf- und Firsthöhe der simplen Häuserzeile gehalten, etwas, dass die Gründerzeitbauten direkt nebenan nicht taten.

  • Die Frankeschen Stiftungen sind durchaus ein bedeutendes Ensemble (auch wenn die Bauten im Einzelnen eher unspektakulär sind). Es geht einfach um die Frage, warum nicht endlich auch die öffentliche Hand in der Materialität angepasste Neubauten bauen kann. Durch dieses besondere moderne Gebäude wird das Ensemble unnötig zerfleddert. Kulka und Kollegen sollten sich besser auf der grünen Wiese austoben, da hat keiner was gegen.

  • Quote from "Leipziger"

    da hat keiner was gegen.

    Was ist denn das für eine beschissene Sprachverhunzung?
    Da hat keiner was dagegen, heißt es, oder schlicht: dagegen hat keiner was. Deutsche Sprache schwere Sprache!

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.