Tübingen (Galerie)

  • Wie kommts denn eigentlich, dass in Tübingen so viel Fachwerk verputzt ist?


    Und ist das Sichtfachwerk, das es gibt, so auch historisch gegeben gewesen, hat sich beides stets abgewechselt?
    Eine gute Portion mehr Sichtfachwerk würde das Tübinger Stadtbild mE deutlich interessanter und pittoresker machen. Die ganzen aneinandergereihten Putzfassaden finde ich etwas langweilig.

  • Wie kommts denn eigentlich, dass in Tübingen so viel Fachwerk verputzt ist?


    Und ist das Sichtfachwerk, das es gibt, so auch historisch gegeben gewesen, hat sich beides stets abgewechselt?
    Eine gute Portion mehr Sichtfachwerk würde das Tübinger Stadtbild mE deutlich interessanter und pittoresker machen. Die ganzen aneinandergereihten Putzfassaden finde ich etwas langweilig.

    Meine Familie vom Vater her kommt aus der Oberfalz. Dort gab es seit dem 12ten Jahrhundert das Gesetz des Verputzens.
    Jeder muss Verputzen. Wegen der Feuergefahr. Vieleicht gab es das Gesetz in Tuebigen fuer eine kurze Zeit und danach wurde wider freigelegt?

  • Meine Familie vom Vater her kommt aus der Oberfalz. Dort gab es seit dem 12ten Jahrhundert das Gesetz des Verputzens.
    Jeder muss Verputzen. Wegen der Feuergefahr. Vieleicht gab es das Gesetz in Tuebigen fuer eine kurze Zeit und danach wurde wider freigelegt?

    Siehe den Beitrag von Riegel und hier eine kurze Zusammenfassung meinerseits:


    Zur Situation in Württemberg, respektive Tübingen lässt sich ab der Mitte des 18. bis Ende des 19.Jh. sagen:


    Sofern es sich nicht ohnehin um rein konstruktives/ schlichtes Fachwerk handelte, das unter Putz lag, wurde durch Brandschutzverordnungen ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Verputzen der Fachwerkgebäude
    gefordert.
    Hinzu kam ein gewandelter ästhetischer Anspruch (ärmlicher, "bäuerlicher" Charakter des Fachwerks wurde abgelehnt, Steinhaus-Charakter wurde favorisierst), der auf auf flächig ruhige Fassaden mit regelmäßig angeordneten
    großen Fenstern zielte.

  • Ich möchte heute mit Euch ein paar aktuelle Bilder von meinem gestrigen Ausflug nach Tübingen teilen. Vorher war ich noch im Kloster Bebenhausen, das werde ich aber in einer separaten Galerie zeigen.


    Tübingen ist eine ausnehmend schöne Stadt, die im Altstadtbereich praktisch komplett erhalten ist: https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCbingen


    Von beinah 90.000 Einwohnern sind gut 30.000 Studenten! Vielleicht mit ein Grund für die recht häufig zu sehenden Schmierereien von Sprayern an einigen Gebäuden . . . leider ein unschönes Merkmal in einer sonst sehr schönen Stadt.


    Habe hier mal meinen Laufweg dokumentiert:



    Los gehts über die Eberhardsbrücke und kurz auf die Platanenallee mit dem bekannten Blick auf die Silhouette am Neckar mit dem bekannten Hölderlinturm und der Stiftskirche im Hintergrund





    Und dann über der Brücke die Neckargasse hinauf Richtung Stiftskirche



    Am oberen Ende mit Blick Richtung Schulberg



    Häuserzeile gegenüber der Stiftskirche




    Die Alte Aula, der erste Universitätsbau in Tübingen von 1547 und ältere Teile sogar von 1477



    Über die Kirchgasse gehts zum Marktplatz



    Blick zurück




    Der Marktplatz mit dem Rathaus und dem charakteristischen Neptunbrunnen










    Marktplatz, Blick in die Haaggasse



    Über das Wenergäßle gehts zur Burgsteige





    Man ist anschmiegsam in Tübingen :D




    Rechts Wenergäßle, Links Burgsteige






    Das untere Schloßtor



    Schloß Hohentübingen



    Schloßhof





    Durch den Schloßhof hindurch und den Grünanlagen gehts über den sogenannten Kapitänsweg wieder hinunter in die Stadt




    Der Kapitänsweg trifft auf die Haaggasse, offen gesagt, gefielen mir die oft zu sehenden pastellfarbigen Häuser ganz gut



    Über Haaggasse und Neugäßle zur Ammergasse, aufgrund des offenen Bächleins waren früher hier die Gerber angesiedelt





    Stadtmuseum in der Kornhausgasse




    Blick die Hirschgasse hinauf



    und hinein in die Collegiumsgasse, das weiße Gebäuder Links ist das Wilhelmsstift, ein Theologenkonvikt der Diözese Rottenburg-Stuttgart



    Das Wilhelmsstift



    Über die Lange Gasse gehts in die Gasse "Beim Nonnenhaus"





    Blick zurück, im Hintergrund die Kirche St. Johannes Evangelist



    Über die Neue Straße kommen wir wieder zur Neckargasse



    Und zurück über die Eberhardsbrücke, ein letzter Blick zur Neckarpartie und Platanenallee


    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Man sieht deutlich, dass man in den 80ern und noch in den 90ern im historischen Kontext bauen konnte. Dachform, Materialwahl etc. Aber jetzt muss man auf Kontrast setzen, siehe Bebauung am rechten Bildrand...

  • Die Bauten sind auch schon 20 Jahre alt.
    Fehlgeschlagener Versuch, an die ehemalige Stadtmauer zu erinnern.
    Wenn heutzutage in der Altstadt ein Neubau entsteht, dann ausschließlich in traditionellen Formen,
    wie hier:
    Tübingen
    im Beitrag 66

    Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. - Friedrich Schiller -

  • Luftaufnahmen von Tübingen haben es mir angetan. Ein kommerzieller Anbieter von "stock footage", Framepool, zeigt kostenlos Samples von Drohnenaufnahmen. Die sind trotz reduzierter Auflösung und nervigem Wasserzeichen sehenswert (zumal private Drohnenvideos wegen der verschärften Gesetzeslage anscheinend nicht mehr nachkommen):


    http://footage.framepool.com/d…n/?keywords=T%C3%BCbingen


    Insbesondere die Aufnahmen der mittleren Neckarfront zwischen Stift und Stiftskirche gefallen mir:


    http://footage.framepool.com/d…dach-architektur-altstadt


    http://footage.framepool.com/d…ttemberg-dach-architektur


    http://footage.framepool.com/d…dach-architektur-altstadt