Tübingen (Galerie)

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    • Tübingen und kein Ende. Nachdem wir den Marktplatz verlassen haben, besuchen wir das Faule Eck und die Neckarhalde. Der Weg ist auf dem Plan in Rot markiert.



      Am Faulen Eck treffen sich sechs Gassen. In Nordwesten sind dies auf dem Bild links die Burgsteige, die zum Schloß führt und rechts das Wienergässle, ein Durchgang zum Marktplatz (Den Giebel des Rathauses kann man im Hintergrund noch erkennen). Das Häuschen in der Mitte stammt noch im Kern tief aus dem 15. Jahrhundert.



      Nach Nordosten geht die Kronenstraße ab.



      Von Osten kommt die Münzgasse, hier vom Anfang der Burgsteige aus gesehen.

    • Zwischen der Münzgasse und der Stiege zum Klosterberg steht dieses stattliche Haus, dessen ältester Teil noch aus dem 14. Jahrhundert stammt. Ein besonders bedauernwertes Opfer liebloser Fassadengestaltung. Davor stand bis ins 19. Jahrhundert noch ein weiteres Haus.



      Die Stiege zum Klosterberg und zur Bursagasse. Rechts angeschnitten das Stift.



      Der Alte Bau des Stiftes, welches wir bei anderer Gelegenheit besuchen werden. Dies ist die Südseite der Neckarhalde.



      Die Neckarhalde, die sich durch eine Fülle besonders großer Fachwerkhäuser auszeichnet. Das Haus vorne rechts ist das "Hospiz". Es besteht im Kern aus drei Häusern des 16. Jahrhunderts.

    • Munter aufgestockt. Links daneben ein Haus aus dem 16. Jahrhundert (?).



      Es geht stattlich weiter. Das große rosa Haus stammt im Kern aus der Zeit um 1600, das Haus links daneben noch aus dem 15. Jahrhundert.



      Ein Blick zurück zum Faulen Eck.



      Weiter die Neckarhalde herab. Vorne ein Haus des 18. Jahrhundert (mit älterem Kern?), der Nachbar entstammt dem 16. Jahrhundert.

    • Links vorne ein Nebengebäude des Stiftes.



      Zwei besonders altertümliche Häuser, links vor 1400, rechts 15. Jahrhundert. In der Gesamtschau mit den Nachbargebäuden ist dies ein eklatantes Beispiel wie unterschiedlich Geschoßhöhen ausfallen können. Das lila Haus links daneben im Kern ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert.



      Die beiden Häuser von der anderen Seite. Rechts der Alte Bau des Stiftes.



      Wir gehen in der ursprünglichen Richtung weiter. Hier beginnt die Bebauung mit Wohnhäusern auf der südlichen Seite (links), während die Bebauung auf der nördlich Seite weiter unten aufhört. Das Haus links aus dem 16. Jahrhundert.

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    • Das Geburtshaus von Ludwig Uhland. Der steinerne Sockel aus dem 16. Jahrhundert hat überlebt, das Fachwerk darüber wurde 1772 neu errichtet.



      Die Häuser auf der Südseite der Neckarhalde. Die beiden vorderen Bauten aus dem 16. Jahrhundert, daneben ein Haus von 1830.



      Ein Blick zurück. Links ein Haus aus dem 16. Jahrhundert.



      Weiter. Häuser des 16. und 17. Jahrhunderts. Hier gibt es ein Nest von Häusern des 17. Jahrhunderts. Das mag mit der Beschießung von Schloß Hohentübingen (rechts ober- und außerhalb des Bildes) im Jahre 1647 zusammenhängen.

    • Voran gehts. Das Ende der Altstadt ist in Sicht.



      Ein Blick zurück. Vorne ein Beispiel exzessiver Aufstockerei. Wie wohl das Treppenhaus aussieht?



      Oberhalb der Südostturm des Schloßes.



      Weiter stadtauswärts stehen überwiegend Häuser, die nach dem Abbruch des Hirschauer Tores im Jahre 1830 erbaut wurden.



      Eine Ausnahme ist die im 16. Jahrhundert errichtete "Münze"; in diesen Bau zog die Münzprägestätte ein, die zuvor in der Münzgasse angesiedelt war. Später diente das Gebäude als Gerichtshof.



      Ein letzter Blick zurück. Wir stehen schon außerhalb der Altstadt. Rechts neben der Münze befand sich das Hirschauer Tor.



      In einigen Tagen kehren wir in die Altstadt durch die Haaggasse zurück.
    • Blick nach Westen über die Münzgasse. Dahinter die Neckarhalde.



      In der Mitte das Rathaus. Rechts davor das Calwer-Haus an der Kirchgasse. Mein Lieblingsblick über Tübingen. SO sollte eine deutsche Stadt aussehen!



      Der Nordwesten mit dem Ammertal.



      Blick zur Unterstadt. Am rechten Rand das ehem. Collegium illustre, das heutige Wilhelmsstift. Vorne die Kirchgasse.

    • Weiter geht es durch die Haaggasse, die vom Haagtorplatz zum Marktplatz führt. Der Weg ist in Rot markiert.



      Der Haagtorplatz, der seinen Namen dem 1831 abgebrochenen Tor verdankt. Der Platz als solcher ist aber erst in den 1960er Jahren entstanden, als man eine große Mühle abriß. Die Haaggasse geht rechts hinter den Bäumen ab.



      Blick in die Haaggasse



      Die vier Häuser links vorne wurden nach einem kleineren Stadtbrand 1771 errichtet.



      Gegenüber Häuser des 16. und 17. Jahrhunderts.



      Die Bebauung wird stattlicher, je näher der Marktplatz liegt. Hinter dem weißen Haus rechts mündet der Kapitänsweg ein.

    • Ein Blick zurück. Das traufständige Haus und sein linker Nachbar stammen aus dem 15. Jahrhundert.



      Links die Einmündung des Kapitänsweges, der zum Schloß führt.



      Am Kapitänsweg stehen zwei stattliche Bürgerhäuser. Das rosafarbene Haus (erbaut ca. 1527) wurde unlängst saniert und ist als kleine Fußnote in die deutsche Geistesgeschichte eingegangen. Es ist nämlich das Geburtshaus der "Schwäbischen Geistesmutter" Regina Bardili (1599-1669), geborene Burckhardt; sie ist die gemeinsame Vorfahrin von Friedrich Hölderlin, Ludwig Uhland, Ottilie Wildermuth, Karl Gerok und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling.



      Der Kapitänsweg weiter oberhalb.



      Die Rückseite der Häuser am Kapitänsweg von einer Privatwohnung aus gesehen.



      Fortsetzung folgt...

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    • Wie immer tolle Fortsetzung. Einfach eine traumhafte Stadt :)

      Ein kleines Detail am Rande, das mir aufgefallen ist: Am zweiten weißen Haus rechts hat man eine Gaupe zu einer kleinen Trasse umfunktioniert. Das ist doch eine tolle Idee. Damit ließe sich so manche fürchterlichen Dachterrasse oder Aufstockung verhindern, gleichzeitig würde man Geld sparen.

    • Blick nach Norden aus dem Dachgeschoss eines Hauses an der Haaggasse. Vorne links ein Haus aus dem 15. Jahrhundert. Darüber das Spital (mit dem Giebeltürmchen) und der Fruchtkasten.



      Weiter durch die Haaggasse zum Marktplatz.



      Von Norden mündet die Judengasse ein. Das Haus in der Bildmitte stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert.



      16. Jahrhundert; das angeschnittene Haus links daneben teilweise aus dem 14. Jahrhundert.



      Weiter in Richtung zum Marktplatz.



      Ein Blick zurück

    • Der Marktplatz ist nicht mehr fern. Links das älteste bisher datierte Haus Tübingens von 1359(d). Die Fassade wurde im 17. Jahrhundert verändert. Das stattliche Haus gegenüber ist aus dem 15. Jahrhundert.



      Neben dem ältesten Haus ein Neubau, angepaßt, trotzdem zum Kotzen.



      Ein Beispiel, daß stark verändertes Fachwerk nicht unbedingt freigelegt werden muß.



      Im Eck ein Haus des 14. Jahrhunderts.



      Kurz vorm Marktplatz. Links hinten die Rückseite des Rathauses.



      Das rosa Haus vorne rechts im Kern 14. Jahrhundert.



      Der Ratskeller besteht im Kern aus zwei Häusern, beide aus dem 15. Jahrhundert.



      Ein letzter Blick zurück.



      In den nächsten Tagen geht es weiter mit der Burgsteige und dem Schloß.

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    • Tobias Lindorfer wrote:

      Wie immer tolle Fortsetzung. Einfach eine traumhafte Stadt :)

      Ein kleines Detail am Rande, das mir aufgefallen ist: Am zweiten weißen Haus rechts hat man eine Gaupe zu einer kleinen Trasse umfunktioniert. Damit ließe sich so manche fürchterlichen Dachterrasse oder Aufstockung verhindern, gleichzeitig würde man Geld sparen.



      Gut gesehen! Beide Gauben sind übrigens erst bei der Sanierung des Hauses vor ca. 10 Jahren hinzugefügt worden; die Gaube bei dem niedrigeren Gebäudeteil links ist alt.
      So sieht der Dachausbau von der Seite aus. Der durchbrochene Giebel gefällt mir nicht so recht, aber es gibt schlimmeres.

    • Der Weg von der Haaggasse zum Schloß ist rot markiert.



      Noch ein allerletzter Blick in die Haaggasse.



      Nun auf zum Schloß! Zuerst durchs Wiener Gässle zum Faulen Eck.



      Am Faulen Eck beginnt die Burgsteige.



      Das Haus vorne rechts ist von 1574.



      Bei dieser Scheußlichkeit frage ich mich seit Jahren, ob es ein Neubau oder ein brutal modernisiertes Fachwerkhaus ist. Der Balkenkopf und einige nicht auf dem Photo sichtbare Details lassen mich vermuten, daß es ein Fachwerkbau ist.



      Noch ein Ärgernis. Ein gut angepaßter Neubau, für den aber 1999 ein Haus von 1412 abgerissen wurde (Infos hier.) Immerhin wurde das steinerne Erdgeschoss in etwas veränderter Form beibehalten.

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    • Ein Blick zurück auf die Südseite der Burgsteige. Zwischen den beiden Häusern in der Bildmitte rechts...



      ...öffnet sich ein unscheinbarer Durchgang zur Neckarhalde. Ich bin jahrelang an ihm vorbeigegangen ohne zu merken, daß das ein öffentlicher Weg ist! Das weiße Haus links ist aus dem 15. Jahrhundert.



      Die Häuser stehen so dicht beieinander, daß die Dächer zusammengewachsen sind.



      Einmal um die Ecke...



      ...und eine hübsche Kleinigkeit erscheint: Ein gotischer Türrahmen aus Holz.



      Ein idyllischer Steig führt weiter zur Neckarhalde.



      Wir kehren aber zur Burgsteige zurück.
    • Das obere Ende der Burgsteige ist erreicht. Das rote Haus in der Mitte entstammt dem 15. Jahrhundert.



      Gegenüber steht dieses stattliche Haus des 16. Jahrhunderts. Kurioserweise wurde hier 1550 das erste Buch in slowenischer Sprache gedruckt, nämlich Primus Trubers "Catechismus in der windischen Sprach". Der Reformator Truber (Primož Trubar) kam als Flüchtling nach Tübingen und wurde später Pfarrer im heutigen Ortsteil Derendingen, wo er auch begraben liegt. In dem Haus wohnte später Michael Mästlin, der Lehrer Johannes Kepplers.



      Auf der äußeren Grabenmauer des Schlosses steht seit 1904 das Haus der Königsgesellschaft Roigel (eine Studentenverbindung).



      Ein feines Haus mit hübschen Details. Auch die Innenausstattung ist gut erhalten.







      Noch zwei Blicke aus dem Schloßtor.



    • Schloß Hohentübingen ist erreicht. 1078 erstmals erwähnt. Sitz der Pfalzgrafen von Tübingen. 1342 zusammen mit der Stadt an Württemberg. Ab 1507 Ausbau zur neuzeitlichen Landesfestung, zugleich als Residenz genutzt. 1647 durch die Franzosen belagert und beschädigt. Ab dem 19. Jahrhundert von der Universität genutzt.
      Das untere Schloßtor von 1607, erbaut unter Herzog Friedrich I.



      Der untere Graben.



      Eine Brücke führt zum Tor, unter der sich jemand ein kleines, privates Strandbad angelegt hat.



      Das Portal von 1607, geschaffen von Christoph Jelin. Ein bedeutendes Beispiel des Manierismus in der deutschen Architektur.



      Wie der englische Hosenbandorden auf ein württembergisches Portal kommt, ist eine lange Geschichte...





      Zwei Landsknechte mit eisernen Waffen.







      Neptun und Diana








      Die stark verwitterten Säulenbasen wurden vor kurzem ausgetauscht. Die Qualität ist leider nicht so gut wie bei den Originalen (die im Stadtmuseum magaziniert sind).



      Die Tore sind noch original.



      Graffiti sind bekanntermaßen keine Erfindung unserer Zeit.



      Fortsetzung an einem anderen Tag.