Tübingen (Galerie)

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    • @johan
      Es ist wichtig dass wir nicht dogmatisch werden.

      wer wird hier dogmatisch?
      dogmatisch motiviert war vielleicht allenfalls
      der eingriff der 60er/70er jahre, wo ohne rücksicht
      auf die gesamtfassade eine vermeintlich mittelalterliche
      situation mit modernistischen mittel in form von
      sichtbetonpfeiler ausgeführt wurde.

      riegel hat ausführlich auf eine
      problematik aufmerksam gemacht
      und daraus hat sich dann die diskussion
      ergeben, die ich als sehr fruchtbar empfinde,
      weil sie analysiert und lösungen aufzeigt,
      wie man die situation verbessern könnte.

      von einer zwangsläufigen rekonstruktion
      wurde doch gegen ende sogar abstand ge-
      nommen.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • @Stefan

      Ich meinte nur dass vielleicht teilen nicht alle unsere Ästhetik. Bisher hat diese Ding mich nicht gestört.
      Ich bin dreimal in Tübingen, und keine von diese Mal habe ich daüber einmal gedacht. Keine von meine mitbesucher haben über diese Konstruktion nachgedacht.
      Ich meine, in diese Forum gehen wir manchmal so in Details, weil es for uns ein grosse Hobby ist. Für die meisten menchen ist es nich so. Die finden alle Hannover hat eine tolle Innenstadt. Naja, dann macht ja ein weniger gelungene veränderung nicht so viel aus.
      Da wurde ich mich viel mehr energie für Stuttgart einsetzten....

      Übrigens für alle in diese Forum: mein schwedische Name ist Johan mit ein N. Johann ist ein Deutsche Name.
    • "Johan" wrote:

      Es ist wichtig dass wir nicht dogmatisch werden. Wenn wir dogmatischer wird, dann werden genau so wie der neo-modernisten....

      und

      ...Ich meine, in diese Forum gehen wir manchmal so in Details, weil es for uns ein grosse Hobby ist. Für die meisten menchen ist es nich so.

      Meine Beschäftigung mit diesem prächtigen Rathaus hat sich zu einer fachlichen Diskussion zwischen Stefan und mir gemausert. Es macht mir einfach Spass, über die Baugeschichte eines Gebäudes zu recherchieren; diesbezüglich ist das effektiv mein liebstes Hobby. Über dieses habe ich den Weg zu meinem Beruf als Architekt gefunden (mein Kindheitstraum!), und ich nutze hier lediglich die Gelegenheit, Alltagsaufgaben eines im Restaurationsbereich tätigen Architekten zu schildern. Deswegen ja meine Aussage in meinem letzten Beitrag: "Diese Ausführungen mögen jetzt für den einen oder andern APH-Leser als spitzfindig erscheinen, aber ich möchte damit lediglich mal ein Problembeispiel darstellen, wie es sich oft bei Teilrekonstruktionen von historischen Bauwerken bietet.". Ich hoffe damit, dem einen oder andern Leser hier das Auge schärfen zu können.

      Die Frage nach tatsächlichen Rekonstruktionen stellt sich in Tübingen glücklicherweise nicht, auch nicht diejenige des Sockelgeschosses des Rathauses. Aber bei jeder Renovation eines historischen Bauwerkes muss man sich mit dessen Rekonstruktion bzw. Baugeschichte befassen, auch wenn sie nur gedanklich oder auf dem Papier formuliert wird.

      Schon mit meinem ersten Beirag in diesem Faden war ich mir bewusst, dass man sich in kriegsverschonten Ortschaften glücklich schätzen kann, überhaupt über kleinste Details diskutieren zu können, im Gegensatz zu den meisten Themen hier im Forum, wo es um den Verlust ganzer Stadtteile und damit Urbanität geht!
    • Naja, ich habe auch nicht böses gemeint. Ich habe auch Verständnis für diese kleine Hobby von euch. Anders wäre ich auch nicht hier in diesem Forum.

      Auf die gegenteil besitzt ihr beides viel Wissen. Punkt.

      Ich sehe eher als kleine allgemeiner Disclaimer auf folgende Äussering von Stefan

      "wer wird hier dogmatisch?
      dogmatisch motiviert war vielleicht allenfalls
      der eingriff der 60er/70er jahre, wo ohne rücksicht
      auf die gesamtfassade eine vermeintlich mittelalterliche
      situation mit modernistischen mittel in form von
      sichtbetonpfeiler ausgeführt wurde. "
    • Diese Ausführungen mögen jetzt für den einen oder andern APH-Leser als spitzfindig erscheinen


      Vielleicht, aber dafür ist das Forum da. Es kann gar nicht spitzfindig genug sein. ;)
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Ich wäre gegen eine Fachwerkfreilegung... sieht zwar schöner aus aber war nicht so gedacht... und sowas ist doch die Verkitschung, die wir eigentlich nicht wollen, oder?
      Außerdem haben helle Fassaden mit Fensterläden auch ihren Reiz... da braucht es kein Fachwerk mehr.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Nachdem ich selbst 3 1/2 Jahre in Tübingen gelebt habe, muß ich ganz ehrlich sagen, daß die Stadt m.E. viel von ihren Charakter verlieren würde, wenn man das ganze Fachwerk freilegen würde.
      Gerade die engen Gassen mit ihren verputzten, oft etwas schrundigen, aber immer in angenehmen Farben gehaltenen Fassaden (vorherrschend sind ocker, ein gedecktes gelb und blaßrosa) haben ihren ganz eigenen Reiz. Und die oft anzutreffende Abwechslung von verputzten Fassaden und Fachwerkfassaden verleiht ihnen eine große Lebendigkeit, die sie sicher nicht hätten, wenn es jeweils nur einen der beiden Fassadentypen gäbe.
    • Stimmt, Abwechslung ist schön. Ich würde auf der Montage von Riegel gerne das große rechts oben und das Haus links oben mit Fachwerk sehen und die anderen dazwischen verputzt lassen. Das empfände ich als Verbesserung.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Servus Leuts, wollte Euch nur von meinem Job als Rikscha-Stadtführer in Tübingen berichten. Im Gegensatz zu ebenen Städten in dieser hügeligigen Altstadt ein echt sportives Erlebnis. Falls Ihr also mal vorbei kommt, ich werde dem architektonisch Interessierten gerne einen Sonderpreis gewähren. Sich 100 min. durch Tübinger Ober- und Unterstadt kutschieren zu lassen ist halt mal was anderes. Das Rathaus wurde meines Wissens deshalb so verschandelt, weil durch sämtliches Verwaltungsgerät und die jahrhunderte lange Nutzung das Haus einzusacken drohte. Deshalb hat man das ganze angehoben und mit den Betonsockeln stabilisiert. Ursprünglich waren bis ins 19. Jahrhundert unter dem Rathaus noch Marktstände untergebracht, daran soll noch die Arkadenform der Betonsäulen erinnern. Man könnte allerdings auch fragen, wie manch Torurist: "Das Rathaus ist ja wunderschön, aber was soll die Tiefgarage darunter?"
    • @Hansefan

      Falls Ihr also mal vorbei kommt, ich werde dem architektonisch Interessierten gerne einen Sonderpreis gewähren.


      Hätt´ich das gewußt, ich wäre nicht bereits im letzten Frühjahr nach Tübingen gefahren... :zwinkern:

      Also Tübingen ist eine traumhafte Stadt! Meiner Freundin und mir hat es dort sehr gefallen. Sicher eine der schönsten Städte Baden-Württembergs. Der Rathausplatz und der Weg zum Schloß (mit dem Rikscha...) hinauf ist einfach wunderschön.
      "Gott schütze uns vor Dreck und Schmutz, vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!" (Hausinschrift aus Heidelberg)








    • "Exilwiener" wrote:

      @Hansefan
      ...lso Tübingen ist eine traumhafte Stadt! Meiner Freundin und mir hat es dort sehr gefallen. Sicher eine der schönsten Städte Baden-Württembergs. Der Rathausplatz und der Weg zum Schloß (mit dem Rikscha...) hinauf ist einfach wunderschön.


      Also, auch ich finde Tübingen wunderschön, doch wohnen möchte ich dort nicht! Obwohl ich gar nicht weit davon weg wohne, besuche ich die Stadt selten. Die Bebauung ist, auch wenn es durchweg Altbauten sind, zu "einseitig"! Mir fehlen einfach ein paar gründerzeitl. Prachtbauten, auch Jugendstil etc. ist kaum vorhanden. Auch das dortige "Publikum" ist nicht so mein Fall: Studenten, Ökos etc., die Atmosphäre ist zu "provinziell".
      Mein Favorit in Baden-Württemberg ist Baden Baden mit seinen Prachtbauten und dem "internationalen" Publikum...Auch Esslingen und Ludwigsburg mag ich mehr...
      Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...
    • Hehe...

      @Memet
      Lustig. Was du sagt über Tübingen sage ich über Baden-baden. Zu viel Gründerzeit und Jugendstil-gebäude. Die Öko-menchen sind ja oft auch sehr nett und offen.

      Favoritstadt bleibt trotzdem Heidelberg. Baden-wurtembergs richtig grosse renner. Ich habe ja in Freiburg gewohnt, aber eigentlich wollte ich eher in Heidelberg wohnen.

      @Matthias
      Wenn kommt ein Fotoserie von Heidelberg?
    • Hehe...

      @Memet
      Lustig. Was du sagt über Tübingen sage ich über Baden-baden. Zu viel Gründerzeit und Jugendstil-gebäude. Die Öko-menchen sind ja oft auch sehr nett und offen.

      Favoritstadt bleibt trotzdem Heidelberg. Baden-wurtembergs richtig grosse renner. Ich habe ja in Freiburg gewohnt, aber eigentlich wollte ich eher in Heidelberg wohnen.

      @Matthias
      Wenn kommt ein Fotoserie von Heidelberg?
    • @memet

      Witzig, gerade das bunte Treiben auf den Tübinger Straßen hat uns gefallen. Naja, ich war in den Osterferien dort, da haben die von Dir erwähnten Leute wohl gerade woanders Urlaub gemacht.

      Apropo Baden-Baden, die Stadt würde mich schon sehr interessieren. Also, wenn schon Bilder bestellt werden, dann auch von dort bitte!
      "Gott schütze uns vor Dreck und Schmutz, vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!" (Hausinschrift aus Heidelberg)








    • @Johan

      Ja, wenn man in Heidelberg lebt, wird man sehr verwöhnt... :zwinkern:
      Besonders interessant sind hier oft Häuser, die nicht öffentlich zugänglich sind. Letzte Woche war ich z. B. in der Villa Bosch, wo vor kurzem eine wunderschöne riesige Gartenanlage aus den zwanziger Jahren aufwendig nach Fotos rekonstruiert wurde. Auch die Innenräume wurden zum Teil wiederhergestellt, nachdem sie völlig verbaut waren. Klaus Tschira, einer der SAP-Gründer, hat dort ein Vermögen in diese vorbildliche Rekonstruktion hineingesteckt. Fotos gibt´s hier (unbedingt nach unten scrollen!):

      http://www.villa-bosch.de/villa-bosch/geschichte-history.htm\r
      www.villa-bosch.de/villa-bosch/g ... istory.htm

      http://www.villa-bosch.de\r
      www.villa-bosch.de

      Hier noch eine Menge "klassischer" Heidelberg-Bilder, leider mit schlechter Auflösung:

      http://www.oldheidelberg.com\r
      www.oldheidelberg.com

      Irgendwann mach ich auch mal Fotos, Du kannst aber auch gern vorbeikommen und ich zeige Dir eine paar schöne Ecken. :zwinkern:
    • Sommer in Tübingen

      Mein Rundgang beginnt in der Unterstadt, dem ehemaligen Viertel der Handwerker und der Weinbauern, den Gogen. Hier fließt der Ammerkanal, der im Mittelalter als Brauch- und Abwasserkanal angelegt wurde. Heute gibt es hier nette Kneipen und Geschäfte. Zu jedem Haus führt ein kleiner Steg.

      [Tote Bilderlinks wurden entfernt.]
    • "Riegel" wrote:

      Danke für die Photos! Sie beweisen einmal mehr, dass Tübingen ein äusserst intaktes Stadtbild besitzt, und auch die Platz- und Gassenräume entsprechend pflegt. Für mich einer der Favoriten einer Altstadt in Deutschland.

      Aber es gibt bereits eine Galerie über Tübingen, siehe hier. Vielleicht kann einer der Moderatoren das an den richtigen Ort bewegen?


      Danke für den Hinweis, Riegel. Und danke an Hansefan für die schönen Bilder.
    • Re: Sommer in Tübingen

      @Hansefan: Vielen Dank für deine umfangreiche Bildergalerie über das schöne Tübingen. Tübingen ist wirklich eine wunderbare urgemütliche Stadt mit unzähligen Studenten.
      Ganz amüsant und charakteristisch für die Stadt fand ich z.B. das "Hier kotzte Goethe" Schild direkt gegenüber der Stifskirche, das wohl in persiflierender Manier an einen Goethebesuch erinnern soll. Mich interessiert, seit wann und von wem das Schild dort angebracht worden ist. Weißt du näheres?
      Möchtest du übrigens auch noch Photos vom Kloster Bebenhausen vorstellen? Wenn nicht würde ich endlich mal meine Bilder hierzu hochladen um deine Serie zu ergänzen.