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Neues Museum

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    • Hat sich eigentlich inzwischen was getan? Kann man die Ruinnensicherung noch verhindern und für eine Reko kämpfen?

      Mein Konzept für die Museumsinsel wäre übrigens:

      - Bodemuseum so wie es jetzt restauriert und rekonstruiert wurde lassen, höchstens noch Kleinigkeiten ändern

      - Pergamonmuseum nach Messels Plänen vollenden (Quadrigas, Eingangsgebäude, Verbindungstrakt zwischen den Flügeln), Sanieren und mit modernen Feuer- und Personenschutzmaßnahmen versehen (das gilt aber auch für alle anderen Bauten), Verbindungstrakt zum Bodemuseum evtl nach Messels Plänen bauen

      - Alte Nationalgalerie so lassen, die Kollonnaden von ihrer Vermauerung befreien

      - Neues Museum äußerlich und in allen wichtigen Räumen auch innerlich rekonstruieren, Verbindungstrakt zum Alten Museum rekonstruieren

      - Altes Museum im Eingangsbereich rekonstruieren, ebenso die Südseite hinter den Säulen

      - zentrales Eingangsgebäude weglassen, wenn dann höchstens in der Form des Schinkel'schen Packhofes.
    • "ZDF.de" wrote:

      Das heißt, der Geist von Stülers Architektur soll erkennbar sein, aber nicht in der damaligen Üppigkeit. Die Wunden, die die Zeit - vor allem die beiden Weltkriege - schlug, sollen in Erinnerung bleiben.


      Der Autor sollte einen Basiskurs zur Geschichte des 20.Jahrhunderts besuchen. Äußerungen dieser Art sind mehr als peinlich.
    • die ghb setzt sich sehr wohl für eine reko ein. sie sammeln (noch?) unterschriften gegen den chipperfieldbau (mitglieder erhalten eine liste, in die so viele leute wie möglich sich eintragen können) um eine petition beim bundestag einzulegen.
    • dir ghb legt wert darauf, dass ursprünglich eine rekonstruktion des äußeren und wichtiger räume im innern beschlossen wurde, man sich aber heute über diesen beschluss hinwegsetzt.

      rein äußerlich sieht man am neuen museum nicht viel - ist halt eingerüstet...
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • "Prokovjev" wrote:

      "ZDF.de" wrote:

      Das heißt, der Geist von Stülers Architektur soll erkennbar sein, aber nicht in der damaligen Üppigkeit. Die Wunden, die die Zeit - vor allem die beiden Weltkriege - schlug, sollen in Erinnerung bleiben.


      Der Autor sollte einen Basiskurs zur Geschichte des 20.Jahrhunderts besuchen. Äußerungen dieser Art sind mehr als peinlich.


      Da stimme ich Dir voll zu, Prokovjev. Als ob wir nicht schon genug "Erinnerungen" haetten! :boese:
    • Dieser Film über "Stararchitekt Johannes Schlüter" ist wirklich köstlich.
      Er trägt sogar das modernistische schwarzgraue Uniform was man bei Fessi auch bewundern kann.
      Ich habe auch mal eine englische Comedy gesehen wo man noch etwas weiter ging, ein supermodernistisches Restaurant wo die Kellner ganz in schwarz gekleidet gingen und ein riesiges Porträt von Mussolini an der Wand hing.Geht vielleicht etwas zu weit für den deutschen Geschmack aber in Großbrittanien karikaturisiert man eben Gnadenlos. 8)
    • Ich habe mir das NM noch mal live angeschaut. Also, den oberen Teil, mit den Figuren finde ich ok. Aber der untere, mit dem abgebrochenen Sims und so ist wirklich daneben. Ich denke mir, Leute, die sich nicht mit dem Thema "Reko des NM" auskennen werden sich dabei weniger denken "Wow, Berlin konserviert die Zeichen der Zeit:schockiert:", was ja hier das Ziel ist, sondern eher "Oh Mann, Berlin aht nicht mal genug Geld, um seine Museen auf Vordermann zu bringen... :augenrollen:".



    • Ich habe mir das NM noch mal live angeschaut. Also, den oberen Teil, mit den Figuren finde ich ok. Aber der untere, mit dem abgebrochenen Sims und so ist wirklich daneben. Ich denke mir, Leute, die sich nicht mit dem Thema "Reko des NM" auskennen werden sich dabei weniger denken "Wow, Berlin konserviert die Zeichen der Zeit:schockiert:", was ja hier das Ziel ist, sondern eher "Oh Mann, Berlin aht nicht mal genug Geld, um seine Museen auf Vordermann zu bringen... ".


      Außerdem finde ich, dass es eine Fehlentscheidung war die Sandsteinfassade an einigen Stellen durch Putz :?: zu ersetzen.

      Jetzt mag der fabliche Unterschied nicht so groß sein und diese Bereiche nicht sonderlich auffallen, aber wie es in einigen Jahren aussieht, das möchte ich mir gar nicht vorstellen.
      Die unterschiedlichen Materialien werden bestimmt verschieden stark durch die Witterungseinflüsse etc. nachdunkeln.
      Das ergäbe dann sicher ein unschönes Bild und lässt den Touristen und auch den Neuberlinern den Eindruck erwecken das Museum sei nur notdürftig saniert worden. :kopfschuetteln:
      In den Innenräumen mag dieses Konzept vielleicht aufgehen: Durch farblich leicht abweichende Ergänzungen zu gezeigen welche Teile des z.B. Wandanstriches original sind, aber im Außenbereich ist davon abzuraten.
      Die Museumsinsel ist schließlich das Schaufenster der Stadt und da sollte man zumindest bei der Außenfassade der Museen auf solche Experimente verzichten.
    • Ja, man mag zu dem intellektuellen Hintergrund stehen wie man will. Fakt ist: Es sieht einfach schäbig aus.
      Für jemanden wie mich, für den die Ästhetik eines Gebäudes mit an erster Stelle steht, ist das unakzeptabel.

      Ich gebe Benni völlig Recht: Mind. 9 von 10 werden denken, es sei einfach Pfusch.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • BerlinFan schrieb:
      Außerdem finde ich, dass es eine Fehlentscheidung war die Sandsteinfassade an einigen Stellen durch Putz zu ersetzen.


      Das Neue Museum hat keine Sandsteinfassade sondern eine verputzte
      Klinkerfassade mit Scheinfügen.

      Hier sieht man genau das Fassadeteil vor der Restaurierung.
      wiederaufbauneuesmuseumberlin.…ild2_E0_4_VE3_23_51.html#

      Weshalb man die neue Putzstellen viel zu leicht und ohne Scheinfügen angebracht hat ist nur aus dogmatische Gründe zu erklären. :boese:

      So erklärt man es:

      Neu und Alt bleiben dabei authentisch, sind jedoch einander verständlich und nicht exotisch. Das architektonische Thema ist hier weniger der Kontrast als die Kontinuität. Die Sorge gilt nicht so sehr der Grenze als dem Übergang. Der Wiederaufbau des Neuen Museums soll einer enthistorisierenden Rekonstruktion ebenso entgehen wie einer romantisierenden Alt-Neu-Rhetorik oder der Monumentalisierung seiner Zerstörung.
      Quelle wiederaufbauneuesmuseumberlin.de/de/nm_wa_1.html#

      Ganz klar, oder? :gg: