Museumsinsel Berlin - Neues Museum

  • Was der da fabriziert hat, hat schon etwas, wie die Skulpturen da so eingebaut sind und so...Aber es passt einfach nicht und ist diesem Gebäude nicht würdig. Es sieht aus, wie ein RohbauUnd das auch noch für diesen Preis. Was man für einen geringeren Preis in Dresden bekommen hat...:augenrollen: Bin mal gespannt, wie die andere Seite aussieht. Da fehlt ja noch mehr vom Originalgebäude.

  • Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! :daumenoben:

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • 1 Chipperfield für 230.000.000,- oder:


    - Die komplette Berliner Dom inklusive Taufkapelle, Laternen, neuen Kuppel für etwa 50.000.000,-


    und:


    Ein zweites Nikolaiviertel am Spittalmarkt für 150.000.000,-


    und:


    Die Bauakademie für 30.000.000,-



    Wenn ich der Nachfolger von Stimmann wäre, dann hätte ich dieses Geld bestimmt nicht weggeschmissen. Sehe so etwas auch als ein Verbrechen.
    Besonders weil die Kosten um das Schloss so mühsam gesammelt werden. 230.000.000,- wäre für das Schloss schon eine ganze Menge in der guten Richtung.


    Der Vergleich mit der Frauenkirche (welch ein Wunder!) macht mich fast ratlos vor Wut. Die Behörden sollen sich dafür verantworten müssen oder gleich gegen die Wand gestellt........

  • Chipperfield ist nicht in der Lage sich den örtlichen Verhältnissen anzupassen! Das Chipperfield gewonnen hat, zeigt mir, dass Denkmäler keinen Stellenwert haben. Ein Denkmal lebt von seiner Umgebung! Chipperfield hat das Neue Museum ruiniert!
    Hier der Zustand von 1984:

    Hier der Zustand 1987:

  • Ich kann mich nur wiederholen und sagen, dass mir die Ruine des Neuen Museums lieber war, als der jetzige Zustand.
    Damals hatte ich wenigstens noch die Hoffnung, dass man, wenn endlich Geld vorhanden ist, alles daran setzen würde das Museum in seiner alten Pracht wiederaufzubauen.


    Ich fasse es nicht, dass Chipperfield freie Hand gelassen wird gleich drei Gebäude in direkter Nachbarschaft nach seinen Vorstellungen zu bauen.


    Und deshalb bin ich absolut dagegen, dass dieser Architekt auch seinen Plan vom zentralen Eingangsgebäude umsetzt.
    Wie verblendet müssen die Verantwortlichen sein Chipperfield gewähren zu lassen und in den höchsten Tönen für seine Arbeit zu loben.:boese:
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    Ich würde mir wünschen, dass der Packhof wieder aufgebaut wird, und dass das Neue Museum zumindest von außen rekonstruiert wird.


    In den Packhof könnte ein kleines unabhängiges Museum entstehen und vielleicht auch Gastronomie mit einem Biergarten einziehen, denn es gäbe jetzt genügend Platz zwischen dem Packhof, dem Neuen Museum und dem Pergamon Museum.


    Ich sehe ein, dass man ein zentrales Gebäude braucht in dem man seinen Rundgang durch die Museen starten kann und deshalb bin ich auch dafür, dass ein solcher Ort geschaffen wird.
    Mein Vorschlag ist, den Hof des Pergamonmuseums komplett zu überdachen und dort das Eingangsgebäude zu errichten.
    Dieser Gedanke mag euch vielleicht widerstreben, aber angesichts dieses Vorhabens, spielt es optisch keine Rolle ob der Hof des Museums nun komplett überdacht ist oder nur ein vierter Flügel geschaffen wird.

  • Ich schliesse mich Deinen Gedanken an, BerlinFan. Was Chipperfield aus dem Neuen Museum gemacht hat ist ein Trauerspiel! :(


    Ich fuerchte, sein Entwurf fuer den neuen Eingangsbau (wie auch immer er veraendert werden mag, ich kann mir nicht vorstellen, dass mir das Endprodukt gefaellt) wird auch Wirklichket. Der Mann hat offenbar inzwischen ein Bureau in Berlin! :schockiert:

  • Quote

    Mein Vorschlag ist, den Hof des Pergamonmuseums komplett zu überdachen und dort das Eingangsgebäude zu errichten.


    An sich gar keine schlecht Idee, finde ich. Gegen überdachte Höfe habe ich nicht unbedingt war und das Pergamon finde ich eh nicht SO toll. Den die Eingänge zur Promenade kann man dann einfach durch Treppenzugänge im Hof unterbringen. Was dagegen spräche ist eben die Idee, dass man ein Cafe und Kino usw. dort unterbringen will...


    Aber wieso man den 4ten Flügel in soner LEGO-Optik errichten muss, kann ich mal wieder nicht nachvollziehen. Man könnte wenigstens runde Bögen machen, statt der eckigen. Und auch runde Säulen, statt dieser Pfeiler...

  • Nachts sitzt Chipperfield lachend im Keller: "Die doofen Deutschen, nachdem wir sie schon '45 zur Hölle gejagt haben, bezahlen sie mich jetzt noch dafür, dass ich ihnen wissentlich das Stadtbild verschandle. So eine Nation gibt es auf der Welt nicht zweimal." :kopfwand:


    Wirklich schwer zu fassen, was sich hier abspielt. Wäre mir ja noch relativ egal, wenn das Ganze sich im privaten Baubereich abspielen würde, aber das Steuergelder für diesen Stararchitekten-Schwachsinn herausgeblasen werden, das regt mich auf. Der zumal genauso städtebaulicher Autist ist wie die übrigen 99 % seines Berufsstandes. Ich hoffe, der Welterbe-Titel wird aberkannt, auch wenn das nichts bringt, zündet man damit doch zumindest eine Nebelkerze gegen diese Selbstbemitleidungs-Architektur, wie wir sie hier wieder einmal sehen.

  • Was mich auch ärgert, ist, dass es häufig nur darum geht einen namhaften, internationalen Architekten (Foster, Chipperfield, Libeskind) zu finden und dass das eigentliche Ergebnis seiner Arbeit zweitrangig ist.


    Hätte ein wenig bekannter, regionaler Architekt die gleiche Arbeit abgeliefert wie Chipperfield, wäre er von den selben Leuten zerrissen worden, die heute Chipperfield für seinen genialen Umgang mit der Ruine des Neuen Museums loben. :kopfschuetteln:

  • Rainer Haubrich rechtnet in der BERLINER MORGENPOST mit Cheapy Chipperfield ab:


    http://www.morgenpost.de/conte…09/feuilleton/930897.html


    Entlarvend ist auch das von Chippy selbst in Auftrag gegebene Rendering:


    http://www.morgenpost.de/image…lleton/143409_scaleUp.jpg


    Dazu schreibt Rainer Haubrich:
    "Linker Hand ragt hinter Bäumen stolz sein Galeriegebäude empor, zur Rechten sieht man das ebenfalls von ihm projektierte neue Eingangsgebäude zur Museumsinsel.
    Hätte man nicht den Eindruck vermeiden müssen, dass man das Privathaus eines Sammlers genauso wichtig nimmt wie das Hauptportal zum Tempelbezirk der Künste
    ?"


    EDIT Antiquitus: Bitte keine urheberrechtlich geschützten Bilder direkt einbinden.

    Der Wind gedreht
    Albtraum verweht
    Zum Schluss jetzt das Glück
    Das Schloss kommt zurück!

  • Ein Hoch auf Haubrich! :prosit:


    Warum hoert keiner auf diesen Mann, warum hoeren die Entscheidungsmacher alle auf Chipperfield? :boese:

  • Wirklich guter Artikel...Um sich in die Umgebung einzufügen, gehört etwas mehr, als sich an Traufhöhe und Fassadenmaterial (wobei das auch nicht so ganz passt) der Nachbargebäude zu halten. In dieser Hinsicht gibt es an dem Gebäude nicht wirklich was auszusetzen. Aber diese Fenster machen das alles wieder zu nichte...
    Und zu behaupten, dieses Literaturmuseum würde alte Formen aufnehmen und so...

  • In der Stuttgarter Zeitung wird der Bau von Amber Sayah über den grünen Klee gelobt. Aber sie ist auch eine langjährige Modernisten-Jüngerin und entdeckt in jedem Klotz soviel Baukunst, daß es für eine halbe Zeitungsseite reicht. :augenrollen:

  • Berlin hat endlich Recht auf etwas wirklich Prachtvolles!!! Es soll endlich ein Ende geben der Kuben oder Bunker-fetischisten, wie die Chippies oder Glas-schwärmer wie die Grüntuchs & Ernsts. Weg vom kalten, "ehrlichen", "durchschaubaren", kubistischen Modernismus zu etwas: gemütliches, warmes, heimisches, formenreiches (!), würdiges.


    Möchte am liebsten die totalen Rekonstruktion der ehemalige dicht bebauten Insel-Innenstadt von Berlin sehen!!! Das bedeutet zurück nach die mehr traditionelle Formen und Details. Eine neuen Variant von Historismus. Mit traditionellen Formen.


    Ich hoffe das dieses Einsicht auch die Achitektenwelt berührt. Es soll dort auch wieder etwas anderes geben. Können meinetwege allen Kursen folgen bei der Patschkes, Stuhlmemmers oder Hummels. Ihren Formenpracht und Phantasie ist schon so viel grösser dann die modernisten wie Grüntuch & Ernst und noch gar zu schweigen von den millionen Verschwender wie Anglo-sachsiche Architekten: Libeskind, Foster und Chipperfield. Die haben nur beigetragen um noch mehr Mist zu bauen. Schuld tragen hier die Behörden (Stadtentwicklung), die meistens auf "Avantgarde" setzen oder rein "anti-traditionel" sein.


    Ein neues Ära soll heute endlich anfangen, wo die mittelmässige Nachkriegsarchitektur und Brachen (Berlin Mitte) von eine neuen mehr würdige und wertvolle Architektur ersetzt wird. Reko's gehören zu Wiederherstellung von Deutschlands verloren gegangen reichen Kulturlandschaft. Da braucht mann nicht unbedingt nur alle verloren gegangen Bauten zu rekonstruieren (das ist auch zu teuer), aber etwas "ähnliches mit moderen Materialen" und Methoden könnten doch sehr gut angewendet werden.
    Sogar "neue Wohnbauten im alten Still" bieten hier Lösungen. Die Wiederherrstellung der Blockrandbebauung (Stimmann hatte also recht!) ist also eine Lösung. Weniger Flachdachbauten und mehr bauten mit Steildächer (wie am Neumarkt in Dresden) ist noch eine Lösung.


    Und dann: das Geld nicht von Chippies verschwenden lassen, aber nützen zum Wiederaufbau der Garnisonkirche & Heiliggeistkirche (Potsdam), Dom & Petrikirche (Berlin), Stadsschlösser in Berlin und Potsdam, Börse in Berlin und last-but-not least einige 10-tausende verstümelte Gründerzeitler in Berlin im alten Pracht zurückversetzen!!!
    (Vorbild: die heute demütliche Gründerzeitler am Hohenstauffenplatz in Kreuzberg).

  • @uaoj36
    Was Du über den Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland denkst und was Deine Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft sind, brauchst Du nicht zum x-ten mal aufzulisten, wir haben es zur Kenntnis genommen!

  • @uaoj36


    Die Gesellschaft Historisches Berlin setzt sich entsprechend ihrem jüngsten Schreiben vehement gegen die Entwicklung auf der Museumsinsel ein.

  • Kindvon2dresdnern. Ja Sie haben hier vollkommen recht, entschuldige.


    Bin vehement für die Wiederherrstellung der ganze ehemalige Innenstadt Berlins (500 Bauten?). Das "Herz" Berlins darf kein Brache bleiben. Die Plänen für den Molkenmarkt sind also doch ein kleiner Anfang dieser Plan.
    So etwas ähnliches kann aber auch für das Hansa-viertel oder das ehemalige Regierungsviertel (Wilhelmstrasse) geplannt werden. Auch hier soll sich vieles ändern zur Günste einer grössere "Urbanität"! Ich meine damit nicht die Lösung die am Potsdamerplatz gewählt wurde, aber mehr einen Lösung wie heute am Neumarkt in Dresden entsteht.

  • Ein Paar neure Ansichten vom Neuen Museum...




    Diese Dame (sorry, wegen den Qualität) stand bis vor einer Weile ewig am Spreeufer...