Dessau-Roßlau - Wiederaufbau der Wallwitzburg

  • Dessau - Wiederaufbau der Wallwitzburg

    Hallo liebe Forumsteilnehmer!

    Unser Verein ist jetzt als gemeinützig eingetragen und kann seine aktive Vereinsarbeit beginnen.
    Momentan überlegen wir nach Möglichkeiten möglichst schnell Leben in das alte Gemäuer zu bekommen und Spenden zum Wiederaufbau einzuwerben.

    Aktuelles immer auf:

    http://www.wallwitzburg.de

    Es lohnt sich wirklich mal auf die Seite zu schauen!

    Fotos, CAD-Reko ohne Texturen, sowie Fotomontage, vor der Zerstörung auf der HP :)

    Es grüßen lieb

    Martin Förster, Thomas Hartmann


    Moderationshinweis (Zeno, 09.04.2010):
    Ursprünglichen Titel des Stranges als Überschrift des Beitrages übernommen

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  • Schönes Projekt, gut dass ihr euch dafür einsetzt! Wenn ich es richtig verstanden habe, wollt ihr den Zustand bis zur Zerstörung rekonstruieren, in meinen Augen die beste Variante. Wäre aber schön, wenn du Bilder verlinken würdest, die auch funktionieren.

    Danke auf jeden Fall für die Vorstellung und viel Erfolg!!

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • das mit dem bild hab ich in ordnung gebracht :)
    :P

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  • Quote from "vego"

    ...Es sollen am Wochenende Turmbegehungen möglich werden und Getränke ausgegeben werden. Außerdem soll das Umfeld der Burg wieder hergestellt werden.
    Es sollen noch 2005/2006 umfangreiche Sicherungsmaßnahmen am Gebäude geleistet werden. Ein Stahlturm soll vorübergehend die Begehbarkeit der Ruine ermöglichen. ...
    Doch wäre es bestimmt zweckmäßiger mit dem vorhandenen Geld den Wiederaufbau der Wallwitzburg voranzutreiben, anstatt einen kostenintensiven Stahlturm errichten zu lassen, der Vandalismus fördern könnte.
    ...

    Nun, wenn die Burg als eine Ruine geplant wurde, so sollte sie auch in
    Zukunft eine Ruine bleiben. Das ganze Umfeld wurde sicher so geplant,
    daß man Sichtachsen zur Ruine hat bzw. hatte (wie bei Schloß Sanssouci).
    Hier wäre ich für eine Rekonstruktion der Landschaft - aber ich bin
    gegen eine Umwidmung der Ruine zu einem Ausschautürmchen.

  • Soweit ich weiß, war die Ruine immer schon Aussichtstürmchen. Daher ist eine Rekonstruktion auch legitim. Außerdem muss man ja irgendwie die Kosten decken.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Ja Bonie, die Ruine war schon immer ein Aussichtsturm, nur der Turm wurde in den Kriegswirren oder kurz danach abgetragen...
    :)

    Und das Gebäude war am turm und in den Innenseiten verputzt, sonst nur wenig..
    :)
    Also ne Ruinenarchitektur mit unterstand und 2 kleinen räumen :P und Turm:P
    Gruß

    Martin

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  • Wallwitzburg Dessau e.V. (i.V.)
    http://www.wallwitzburg.de
    06846 Dessau

    Liebe Forumsteilnehmer,
    liebe Wallwitzburgfreunde!


    In diesen besinnlichen Tagen kurz vor dem Weihnachtsfest haben wir den Willen den Verein „Wallwitzburg Dessau e.V.“ zu gründen.
    Vereinsziel soll die Rekonstruktion und Nutzung der Wallwitzburg im hinteren Georgengarten in Dessau sein.
    Es ist geplant für den Verein die Gemeinnützigkeit zu erlangen, um auf diese Weise Spenden für dieses Vorhaben zu sammeln.

    Wir sind mit der derzeitigen Situation im Bezug auf die Wallwitzburg unzufrieden und der Ansicht, dass eine Rekonstruktion der Burg nur im Wege der privaten Initiative möglich ist.

    Wir würden uns über Ihre Unterstützung und Ihre Beteiligung an dem Vorhaben sehr freuen und bitten bei weiterem Interesse schnellstmöglich um Rückmeldung Ihrerseits per email an info@wallwitzburg.de oder per Telefon (0340/6501734).

    Sollten Sie Bekannte oder Freunde für dieses Projekt begeistern können, wären wir ihnen sehr dankbar.
    Wir wünschen Ihnen natürlich auch eine besinnliche Adventszeit und Frohe Weihnachten.

    Mit besten Grüßen

    Wallwitzburg Dessau e.V. (i.V.)
    gez. Martin Förster

    Anhang
    Die Wallwitzburg nach erfolgter Rekonstruktion (Fotomontage):

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  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    anbei die Pressemitteilung zur Gründung des Vereins „Wallwitzburg Dessau“.

    Zusätzlich ist Bildmaterial (JPG-Dateien)erhältlich, dafür bitte ich sich bei mir zu melden.
    Für weitere Rücksprache oder Gesprächstermine wenden sie sich gerne an uns.

    Mit freundlichen Grüßen

    --------------------------------------------------------------------------------


    Wallwitzburg Dessau e.V. i.G.
    Kornhausstr. 95
    06846 Dessau

    Internet: http://www.wallwitzburg.de\r
    http://www.wallwitzburg.de [in Arbeit]
    Email: mailto:info@wallwitzburg.de">info@wallwitzburg.de
    Tel: 0340/6501734
    Mobil: 0179/8199909

    --------------------------------------------------------------------------------

    Gliederung

    1. Pressemitteilung zur Gründung des Vereins
    2. Hintergrund – Planungen der Stadt Dessau
    3. Hintergrund – Geschichte der Wallwitzburg

    Pressemitteilung zur Gründung des Vereins „Wallwitzburg Dessau“

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Dessauer!

    Am 8. Januar dieses Jahres hat sich der Verein „Wallwitzburg Dessau“ aus der ehemaligen Arbeitsgruppe „Wiederaufbau Wallwitzburg“ konstituiert.
    Das Ziel des ist die Rekonstruktion und Nutzung der Wallwitzburg im hinteren Georgengarten. [vgl. §2, Vereinssatzung Verein Wallwitzburg Dessau]

    Es wurde die Eintragung in das Vereinsregister, sowie die zu erlangende Gemeinnützigkeit veranlasst.
    Der Verein, der vorrangig aus jungen Mitgliedern besteht, hat vor die Wallwitzburg in den nächsten Jahren mit Hilfe von Spendengeldern wieder entstehen zu lassen. Es werden noch interessierte Mitglieder, sowie Sponsoren gesucht. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Die Rekonstruktion soll sich möglichst originalgetreu sein und soweit möglich mit historischen Baumaterialien erfolgen.

    Die Initiatoren des Vereins stellt die derzeitige Situation im Bezug auf die Wallwitzburg nicht zufrieden. Sie sind der Ansicht, dass eine Rekonstruktion der Burg in naher Zukunft nur im Wege einer privaten Initiative möglich ist. Die derzeit geplante Ruinensicherung seitens der Stadt Dessau kann daher nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.

    Der Wiederaufbau der Wallwitzburg soll in Zusammenarbeit mit der Stadt Dessau vollzogen werden, da auch die Bürger der Stadt ein reges Interesse am Erhalt ihres kulturellen Erbes haben.

    Weitere Informationen in Kürze unter http://www.wallwitzburg.de\r
    http://www.wallwitzburg.de

    Wallwitzburg Dessau e.V. i.G.
    Kornhausstr. 95
    06846 Dessau

    Internet: http://www.wallwitzburg.de\r
    http://www.wallwitzburg.de [in Arbeit]
    Email: mailto:info@wallwitzburg.de">info@wallwitzburg.de
    Tel: 0340/6501734
    Mobil: 0179/8199909

    Hintergrund – Planungen der Stadt Dessau/Stellungnahme der Vereinsmitglieder

    Im Zuge des Projekts „Gartenträume“ sollen 40 Parks in Sachsen-Anhalt wieder aufgewertet werden. Für die Wallwitzburg sind daher Gelder für eine „Wiederbegehbarmachung“ vorgesehen.

    Da die finanziellen Mittel für eine Rekonstruktion anscheinend nicht ausreichten oder weil der Wille dazu nicht vorhanden war, wurde seitens der Stadt Dessau abgewogen, noch im Kalenderjahr 2006 die Ruine lediglich zu sichern und fehlendes Mauerwerk zu ergänzen. Auch Zinnen sollen wieder aufgemauert werden. Eine Stahlbetondecke soll das Gebäude gegen Witterung schützen und die Plattform darstellen. Diese wird wie beschlossen durch eine Spindeltreppe aus verzinktem Stahl an Stelle des nicht mehr existierenden, ebenfalls zwei Meter breiten Turmes, begehbar sein. Damit wird eine „mittelfristige“ Lösung erreicht, die wohl aber als eher endgültig angesehen werden kann. Dabei fragt sich jedoch, ob die finanziellen Mittel für eine solche Treppe nicht auch zur Wiedererrichtung des historischen Turms genügen würden.
    Der Verein Wallwitzburg befürchtet, dass nach der Sicherung der Ruine eine gewisse Zufriedenheit über den Zustand der Burg eintritt und weitere Wiederaufbaupläne endgültig schwer durchzusetzen sind.

    Aus diesem Grunde ist es der Meinung der Vereinsmitglieder nach unzweckmäßig, den teuren Stahlturm überhaupt zu errichten, da ein Interesse am Wiederaufbau der Wallwitzburg besteht.
    Die Mittel könnten für eine Rekonstruktion nach alten Plänen genutzt werden. Leider ist der Bau des modernen Turmes bereits beschlossen worden. Fördermittel gibt es scheinbar nur bei der entstehenden „Begehbarkeit“ der Ruine.
    Also wird der Bau des Stahlturmes seitens des Vereins geduldet werden, um keinen Keil zwischen die Interessen desselben und die der Stadt Dessau zu treiben.

    Der Verein will erreichen, dass besagter verzinkter Turm unbedingt nicht am historischen Standort des Treppenturmes platziert wird, sondern der entgegen gesetzter Seite statt einer Zinne neben dem Strebepfeiler. Dann wäre es möglich den Stahlturm zu besteigen und dem Wiederaufbaugedanken mit dem nach historischen Plänen neu entstehenden Treppenturm gerecht zu werden. Weitere Kosten würden bis auf ein eventuelles neues Baugrundgutachten, welches notfalls auch einer der Sponsoren übernehmen würde, nicht entstehen. Das Vereinsziel wird dadurch beeinträchtigt, wenn der Stahlturm samt Fundament wiederum aufwendig entfernt werden müsste, bevor der Wiederaufbau beginnen kann. Des Weiteren wird auf das Schärfste kritisiert, dass das historische Fundament eventuell beim Bau des Stahlturmes zerstört wird. Vereinsziel ist es, das die Bauarbeiten für Rekonstruktion des Turms nach historischem Vorbild bis zur 111-Jahrfeier der Wallwitzburg im Jahre 2010 begonnen werden oder sogar schon abgeschlossen sind.


    Die Vereinsmitglieder freuten sich sehr über Unterstützung und Beteiligung an dem bevorstehenden Vorhaben und sind bemüht, neue Mitglieder sowie Spender und Sponsoren zu finden.
    Auf der Internetseite http://www.wallwitzburg\r
    http://www.wallwitzburg entsteht das Vereinsportal.

    Hintergrund – Geschichte der Wallwitzburg
    Die Ruine der Wallwitzburg befindet sich am Stadtrand der kreisfreien Stadt Dessau im süd-östlichen Sachsen-Anhalt, bis 1918 Hauptstadt des kleinen Fürstentums Anhalt.
    Sie gehört mit dem Gartenreich Dessau-Wörlitz und dem Biosphärenreservat Mittlere Elbe zum UNESCO-Weltkulturerbe.
    Die Burg wurde als Ruinenarchitektur in Form eines mittelalterlichen Burgrests aus Ziegelmauerwerk erbaut, etwa zwischen 1796 und 1800. Das neugotische Bauwerk befindet sich in exponierter Lage auf dem ca. 30 Meter hohen Wallwitzberg (75 NN) inmitten einer parkartig verschönerten Landschaft, dem Beckerbruch und Streitwerder. Die stark zerstörte Gebäude war in zahlreiche Sichtachsen eingebunden und ist es teilweise im heute noch. Die Burg sollte als Aussichtspunkt dienen und mit ihrem weithin sichtbaren Turm der Umgebung einen festen Blickpunkt geben.
    Der Name „Wallwitz“ geht auf das gleichnamige Adelsgeschlecht zurück, welches schon im Mittelalter, im 16 Jahrhundert in diesem Gebiet Ländereien besaß.
    Ende des 18. Jahrhunderts legte der aufgeklärt-absolutistische Fürst Leopold III. Friedrich Franz (genannt "Vater Franz", 1740-1817) den englischen Landschaftsgarten Wörlitz an und schuf den ersten klassizistischen Schlossbau in Deutschland. Der Architekt war kein geringerer als Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff (1736-1800). Dieser war von 1758 bis zu seinem Tode im Dienste des Fürsten. Er schuf 1786-88 unter anderem auch einzigartige Innenarchitekturen im leider zerstörten [lexicon='Berliner Schloss'][/lexicon], sowie in Sanssouci in Potsdam. Doch nicht nur der genannte prachtvolle nach ganz neuen Idealen der Aufklärung gestaltete Landschaftsgarten zählt zum Werk des „Friedensfürsten“. Denn über Anhalt-Dessau verzweigt sich ein weites Netz von Kleinarchitekturen, Wallwachhäusern, Alleen und anderen Elementen, genannt Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Leider sind viele der Sichtachsen, Architekturen und Alleen aus dieser Zeit heute zerstört oder müssen erst wieder entdeckt oder hergestellt werden. Oft mangelt es an Wille und Geld hierzu.

    Der Bruder des Fürsten Franz wollte einen ebenso schönen Landschaftsgarten gestalten lassen und ließ den Georgengarten mit dem Beckerbruch anlegen. Das Georgium, sowie der Beckerbruch liegen seit der Abdankung der Fürsten 1918 im Verantwortungsbereich der Stadt Dessau. Zahleiche Veränderungen, angefangen Ende der 20-iger Jahre durch Gewässerumgestaltungen, durch Trümmerschüttungen, mangelnde Pflege in den letzten Jahrzehnten und zuletzt durch Deichbaumaßnahmen fügten dem Park Wunden zu, die nur all zu schwer wieder zu heilen sind. Derzeit ist das Gelände weiterhin dem Vandalismus ausgesetzt. Die Wallwitzberge werden sogar illegal als Motor- und Bikersportgelände genutzt. Aufgrund der genannten Probleme muss dem kleinen Teil dieses schönen Parks, den so genannten Wallwitzbergen Beachtung geschenkt werden. Es handelt sich um einen zirka 500 m langen für diese Umgebung recht hohen Höhenzug mit mehreren Hügeln.
    Auf dem höchsten, dem namensgebenden Wallwitzberg befindet sich die Burg. Die anderen Erhebungen sind der ''Raumers Hügel'', der ''Rodes Hügel'', der ''de le Roys Hügel'' und der ''Agneshügel''. Ruhesitze, Vasen und ein Steinaltar zierten die Hügelgruppe. Heute sind davon nur noch eine Vase und ein paar Findlinge erhalten. Das Tal innerhalb der Wallwitzberge war ursprünglich mit einem dichten Kiefernwald bepflanzt und wurde daher Wolfsschlucht genannt. Heute befinden sich hohe Laubbäume in den Bergen.
    Die Wallwitzberge haben eiszeitlichen Ursprung und heben sich von der weitestgehend ebenen Umgebung zwischen der ehemaligen großen Planwiese, dem heutigen Wallwitzsee und dem Streitwerder erst wenig, dann doch recht klar ab.
    Das Gebiet liegt im Nordosten des Georgengartens und grenzt im Westen und Norden an den Streitwerder (bzw. Streitheger), der Aue als Übergang zum Mäander der Elbe. Der Mäander(„Flussbogen“) liegt im Bereich des Zusammenflusses von Mulde und Elbe. Im Osten werden die Berge durch den Peisker, dem heutigen, im 19. Jahrhundert entstandenen neuen Wallwitzhafen begrenzt.
    In Folge eines Deichdurchbruches bei dem großen Hochwasser 1786 wurden die Wallwitzberge im Zuge der Parkgestaltung erhöht. Das sandhaltige angeschwemmte Erdreich stammte vom Peisker und aus dem unweit gelegenen so genannten Roten Loch, welches heute verschüttet ist. Ursprünglich war statt der mittelalterlichen Burgruine ein kleiner Vestatempel geplant.
    Südlich der Berge tangieren der Elbe-Radwanderweg, der internationale R1, sowie der Fürst-Franz-Weg die Wallwitzberge. Weiter schließt sich der Beckerbruch mit dem in den 70er Jahren zu Kiesgewinnung entstandenen Wallwitzsee an.

    Die Wallwitzburg war vor dem 2. Weltkrieg an Wochenenden geöffnet und konnte gegen ein geringes Entgelt über den Turm bestiegen werden. Das Erdgeschoß diente als Unterstand und war demzufolge kein geschlossener Raum. Das erste OG besaß eine Spitzbogen-Öffnung. Teilweise war das Gebäude außen verputzt. Eine Wendeltreppe im Turm führte bis in das 2. OG. Dort ging man über einen Erker aus südlicher Richtung in das Gebäude. Hier konnte man durch das neugotische Fenster den Ausblick bei schlechtem Wetter genießen. Nun war es wiederum möglich auf die Zinnenbekrönte Dachplattform in 8 m (insgesamt 83 NN) Höhe zu gelangen, von der man einen guten Ausblick über das Unterluch, dem Land innerhalb des Elbbogens, hatte. Außerdem gab es zahlreiche Sichtachsen zu anderen Architekturen des Parks oder des Gartenreichs.
    Gegen Ende des Krieges, am 22. April 1945 verschanzte sich eine kleine verbliebene Gruppe der Wehrmacht in den Wallwitzbergen. Die Wallwitzburg diente als Ausguck. Amerikanische Geschütze entdeckten die Wehrmacht auf der Wallwitzburg und schossen auf das kleine Gebäude. Damit war das Schicksal der Burg besiegelt. Sie wurde stark beschädigt. 1954 erfolgten Ausbesserungen am Rundtempel der Wallwitzburg, hauptsächlich Sicherungsarbeiten. Trotzdem verfiel das Gebäude im Laufe der DDR-Zeit immer mehr, wurde gar für Bergsteiger als Trainingsobjekt genutzt. Zerstörungswut und der Zahn der Zeit taten ihr übriges. Der Baukörper ist stark ruinös, die Stahlbetondecke besitzt Löcher und es fehlen an mehreren Seiten Backsteine und Sandsteinelemente. Vom überhöhten Turm existieren nur noch Teile des Fundamentes. Heute ist der Vandalismus ein Problem, größer denn je.

    Gezeichnet: Peter York, Martin Förster, Andreas Völker

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  • Hallo liebe Forumsteilnehmer!

    Unser Verein ist jetzt als gemeinützig eingetragen und kann seine aktive Vereinsarbeit beginnen.
    Momentan überlegen wir nach Möglichkeiten möglichst schnell Leben in das alte Gemäuer zu bekommen und Spenden zum Wiederaufbau einzuwerben.

    Aktuelles immer auf:

    http://www.wallwitzburg.de

    Es lohnt sich wirklich mal auf die Seite zu schauen!

    Die Burg

    Heute & Fotomontage der Rekonstruktion:

    CAD-Reko ohne Texturen:

    Es grüßt lieb

    Martin Förster, Thomas Hartmann

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  • Ein weiteres hallo,

    kürzlich sind wir darauf aufmerksam geworden, dass wir eine archäologische Entrümmerung der Schuttkegel unterhalb des Wallwitzberges als unabdingbare Vorarbeit leisten müssen.

    Dahr frage ich die erfahrenen Forenschreiber, ob sie Ideen oder Anstöße geben können, mit was für einer Firma wir eine solche Sache durchziehen können.

    Wir meinen damit nicht die Genehmigungen der unteren Denkmalbehörde und der Stadt, sondern den praktischen Teil, der kostengünstig aus Vereinsmitteln realisiert werden soll. Ein Problem gibt auch noch, dass nicht bekannt ist ob es in diesem Gebiet eventuell von Reste von Munition aus dem Krieg gibt.

    Ich hoffe auf eure Antworten, stehe jederzeit auch telefonisch zur Verfügung (siehe Impressum Homepage)

    LG

    M. Förster

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  • Sie leuchtet wieder vom Berg bei der Einfahrt ins Gartenreich und in das Stadtgebiet von Dessau aus Richtung Norden. Jetzt fehlen nur noch die Sichtachsen...

  • Hallo,
    unter http://www.wallwitzburg.de">http://www.wallwitzburg.de gibt es ein umfangreiches Pressearchiv!
    Daran lässt es sich stöbern!

    Der Wiederaufbau ist keinesfalls abgeschlossen, wie auch Herr Kleinschmidt vom Landesamt für Denkmalamt und mehrere andere Redner zur Einweihungsfeier am Freitag betonten.

    Die regelmäßige Unterhaltung durch Arbeitseinsätze und der weitere Wiederaufbau des Erkers, des Turmes mit historischen Stufen, dem neugotischen Fenster und den Kleinarchitekturen ist fortzuführen.

    Schon im Frühjahr wird der Verein eine Sandsteinvase wieder aufstellen, wir benötigen dazu noch weiter Spenden.

    Der Verein wird im nächsten Jahr viele Veranstaltungen durchführen. Aktuell ist immer die Homepage http://www.wallwitzburg.de">http://www.wallwitzburg.de


    MfG

    M. Förster

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  • Die Wallwitzburg in Dessau scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Ihre vollständige Wiederherstellung kostet offenbar gar nicht besonders viel, ist also im realistischen Bereich. Mir wurden mal um die 50.000 Euro mitgeteilt - für die Wiederherstellung des Turms mit Treppe, des Erkerzimmers, inklusive spätere Unterhaltung.
    Das ist ja kein unerreichbares Fernziel, wenn ein paar Geldgeber mitziehen. Und dafür sollten sich also bundesweit wirklich ein paar Spender finden lassen (zumal die Gelder vor Ort in Sachsen-Anhalt sicher nicht auf der Straße liegen).

    Außerdem ist rührig zu sehen, mit wieviel Engagement sich der junge Verein darum bemüht, den Turm zum Laufen zu bringen. Dazu gehören Sammelaktionen bei Veranstaltungen, Vorträge, Arbeitseinsätze. Es sind Jungs, gerade erst um die 20 Jahre alt. Vereinsvorsitzender Martin Förster ist Jahrgang 1985. Respekt vor so viel historischem Interesse! Das ist heute nicht selbstverständlich und verdient wirklich Unterstützung.

    Also, die Vase sollte 2007 gehoben und restauriert sein. Dann geht es mit großen Schritten an den Turm...

  • Hi,
    Genau unsere Rede!
    :)

    Unsere Veranstaltung am Donnerstag war überwältigend.

    Die über 100 Besucher waren begeistert und spendeten 154 EUR.

    LG

    Martin

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  • Es gibt Fortschritte beim Wiederaufbau der Wallwitzburg in Dessau. Nachdem im Dezember 2006 die aus städtischen Geldern finanzierte Teilrekonstruktion vollzogen wurde (Mauerlücken geschlossen, eine Metalltreppe zur neuen Aussichtsplattform gebaut und Zinnen wieder aufgemauert), hat der Verein Wallwitzburg Dessau e.V. nun einen ehrgeizigen Zeitplan vorgelegt.

    Das Geld für die Wiederaufstellung der großen historischen Sandsteinvase vor der Burg ist anscheinend gesammelt. Hier ein Zitat von der Seite http://www.wallwitzburg.de

    Quote

    Noch im ersten Halbjahr 2008 wird diese Vase dank Ihrer Spende wieder das Bild der Wallwitzberge prägen!
    Der Verein dankt allen Unterstützern die geholfen haben das Vorhaben zu finanzieren.
    Bis Ende 2007 sammelte der Verein für die Wiederaufstellung der schönen Sandsteinvase durch Spenden. Diese soll geborgen und wiederaufgestellt werden. Dazu müssen Ober- und Unterteil des Sockels und der Urnenfuss ergänzt werden.
    Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe zur Wiederaufstellung der historischen Vase!
    Der Verein hat 4000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 5000 Euro gesammelt. 1000 Euro werden in Eigenleistung durch den Verein erbracht. Lotto Toto fördert das Projekt mit weiteren 2100 Euro. Dass heißt, dass dem Verein noch 2100 Euro verbleiben. Diese werden für die Rekonstruktion des Erkers eingesetzt.
    Nochmals danke für Ihre Spenden!

    So sieht laut Vereinshomepage der Zeitplan für die nächsten 10 Jahre aus:

    Quote

    Bis 2011 soll die Zwischendecke und der Erker der Wallwitzburg wieder enstehen. Dadurch kann man das Zimmer in der Wallwitzburg wieder nutzen.
    Bis 2013 möchten wir das historische neugotische Fenster wieder enstehen lassen.
    Bis 2015 soll der 15 Meter hohe Fahnenmast mit Beflaggung wieder zu sehen sein.
    Bis 2018 möchten wir den Treppenturm rekonstruieren.
    Später kann die Burg noch eine Waschgelegenheit und eine Saisonheizung erhalten.
    Als letzter Schritt zur Rekonstruktion ist das Höherlegen der Plattform, nach historischen Plänen um ca. 60 cm geplant.

    Hier Links zur bereits vollzogenen Teilrekonstruktion:

    http://www.wallwitzburg.de/presse/MZ-06-12-16-Seite9.jpg
    http://www.wallwitzburg.de/presse/SS-06-11-19-Seite8DE.jpg
    http://www.wallwitzburg.de/presse/MZ-06-11-13-Seite7.jpg

    Ein ganz engagiertes Projekt, für das man schon mal ein paar Euro spenden sollte.

    Edited once, last by Heimdall (March 6, 2011 at 8:24 PM).

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    ich will mal wieder aktuelles zur Wallwitzburg berichten.

    Wir konnten im Juni 2008 eine Urne am Fuße der Wallwitzburg wieder aufstellen (Investiotion v. ca. 6000 Euro, inkl Fördergelder)
    http://www.wallwitzburg.de/57urne.htm

    Bei unseren Veranstaltungen haben wir derzeit (pro Veranstaltung) Erlöse zwischen 300 und 600 Euro.

    Aktuell sammeln wir für Erker und Zwischengeschoss.http://www.wallwitzburg.de/pdf/08-03-01-Spendenaufruf.pdf
    Wir haben entgegen dem PDF bereits ca. 8000 Euro gesammelt.

    Hier eine aktuelle Auktion bei Ebay. Helft mit den Link an Interessierte zu verteilen! Nur gemeinsam können wir es schaffen! Danke!
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.d…:MESE:IT&ih=002

    Wir haben bereits 3 Postkarten herausgebracht und beginnen momentan Werbe-Artikel anzubieten.

    http://www.wallwitzburg.de/14postkarten.htm

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.d…:MESE:IT&ih=002


    Liebe Grüße!

    Martin

    Leisten sie Ihren Beitrag zum Wiederaufbau der Wallwitzburg!

  • Tolles Projekt! Wahnsinn, was ihr alles leistet und schon geleistet habt. Wie seid ihr eigentlich auf die Idee gekommen? Auf eurer Homepage steht, dass es ursprünglich einen Arbeitskreis oder ein Projekt gab oder etwas in der Art. Kannst du das mal näher erläutern?
    Schade, dass es insgesamt so wenig Reaktionen auf euer Engagement hier in diesem Forum gibt :!:
    Macht weiter so :zwinkern: