Berlin-Mitte - Schinkelplatz und Umfeld

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Im Vergleich zu den Vorgängerbauten sind diese Bauten einfach nur Schrott. Stuhlemmer hat noch versucht etwas vom Unheil wetzumachen, vergebens.
    Es war in ganz Berlin eine herrliche Reihe an schöne und ansprechende Architektur, die vom DDR abgebaggert wurde und nun hier abgewechselt wurde mit drittrangiger und langweilige Fassaden (ohne trad. Dächer). Würfer nach Würfel.... nach Würfel..........usw :gutenacht:

  • Viele Architekten von heute sollten sich ein Beispiel an den Architekten von früher nehmen, heute wird alles nur quadratisch, praktisch und gut gebaut. Die alten Architekten wie z.B. Schlüter, Schinkel usw haben auch alte Bauelemente aus der Antike mit eingebaut. Wäre schön wenn heutzutage etwas mehr Schnörkel mit in die Fassade mit eingebaut würde.

  • Diese Architektur ist steingewordenes "Nie wieder Deutschland". Nie wieder repräsentativ, feierlich und selbstbewusst. Emotionslos, unbestimmt und neutral hat es zu sein, ganz dem politisch korrekten Zeitgeist in diesem Land entsprechend. Die Gäste aus aller Welt werden diese sonderliche Atmosphäre vermutlich eher registrieren als die Einheimischen.

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

    Edited 2 times, last by typo2708 ().

  • Ein Update zum 'Grottenhaus' von heute:

























    Wirkt alles ein wenig, als ob ein Altbau gerade entstuckt wurde und die erste Kratzputzschicht aufgetragen wurde



    Und was uns in Zukunft zwangsläufig erwartet:










    Am südlichen Nachbarhaus sind bereits an der Niederlagstraße die 'englischen' Fenster drin:







    Verputzarbeiten an der westlichen Seite:


    Edited once, last by Spreetunnel: Ergänzung ().

  • Das Gebäude westliche der Friedrichswerderschen Kirche wird warscheinlich im Lüscher-Stil verkleidet, also weder Russen-Barock noch Shipperfield-Romanik. Die Fester zur Falkoniergasse werden gerade eingebaut und lassen auf eine ziemlich belanglose Fassade an einem reinen Zweckbau (Botschaft) schließen:













    An der Oberwallstraße sieht man schon das große Bogenfenster, das zum Bogen von Paulick Bezug nimmt:




    Bogen an der Barenboim-Said-Akademie / dem Funkionsgebäude der Staatsoper:


  • Das Gebäude westliche der Friedrichswerderschen Kirche wird warscheinlich im Lüscher-Stil verkleidet, also weder Russen-Barock noch Shipperfield-Romanik. Die Fester zur Falkoniergasse werden gerade eingebaut und lassen auf eine ziemlich belanglose Fassade an einem reinen Zweckbau (Botschaft) schließen...


    Ohje...sowas habe ich befürchtet... Ausgerechnet so dicht an der Friedrichswerderchen und wo der Rest des Quartiers doch eigentlich recht ansprechend und traditionell gestaltet wurde. :kopfschuetteln: Es hat wohl gute Gründe, warum man uns all die Jahre diese Fassade vorenthalten hat...

  • Nicht so prickelnd... :augenrollengruen:



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Bei diesem Kontrast kommt mir ja das Abendessen wieder hoch. Die arme Kirche...

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Ist das deren Ernst? Von allen Visualisierungen, die wir bisher von dem Gebäude neben der Kirche gesehen haben, ist ausgerechnet der nun ausgeführte Entwurf der mit Abstand monotonste und empfindlich störendste. :kopfwand:

  • Bei diesem Kontrast kommt mir ja das Abendessen wieder hoch. Die arme Kirche...


    Und so würd´s bei der Marienkirche aussehen, wenn man das dortige Areal in absehbarer Zeit bebauen würde. Da wäre warten vielleicht doch die bessere Alternative?

  • Beruhigt Euch, das ist doch erst der Rohbau, mei, da werden gerad die Fenster eingebaut, die Fassade fehlt doch noch.

  • Du hast natürlich recht, "aldilette". Allerdings fragt man sich schon, welche Fassade denn da noch kommen kann, denn bislang erscheint die Verfensterung derart extrem, dass eigentlich kaum noch Platz für Strukturelemente aus Stein und Putz zu bestehen scheint. Offizielle Bilder der überarbeiteten Erscheinung sind ja bislang nicht auf der Webseite der Kronprinzengärten zu finden. Nun, lassen wir uns mal überraschen.

  • Ist es nicht ungeheuerlich, dass der Bauherr hier frei schalten und walten darf und die Öffentlcihkeit ungestraft mit irreführenden Visualisierungen über seine wahren Pläne hinwegtäuschen darf?
    Es gab schon Wettbewerbe für Bauten an weniger empfindlichen Stellen. Besucher und vor Alle Schinkel-Fans aus aller Welt werden noch den Kopf schütteln über dieses Projekt....


    Und ich bin auch der Meinung: So lange Lüscher noch am Ruder ist, möglichst keine weiteren Bauvorhaben in der Innenstadt forcieren. Mir scheint, sie ist die Rache der Schweiz für die Sache mit den Steuerdaten-CDs ;-) . Und wir müssens ausbaden und täglich eine verschandelte Berliner Innenstadt ertragen.

    Dem bald wieder aufgebauten Berlin stehen goldene Zeiten bevor .....

  • Ist das "Grottenhaus" mit seiner Fassade nicht eigentlich ein Plagiat der letzten DDR-Platte, des DDR-Justizministeriums (welch euphemistischer Begriff)?


    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Einfach scheusslich wie dort billig und unwürdig gebaut wird. In Washington USA findet man solche bauten vielleicht im Aussenviertel, aber nicht in der Mitte. Was tut man doch in Berlin doch eine Mühe diese einst so schöne Weltstadt zu verprügelen zum 3.rangigen Hauptstadt. In der Niederlanden wird so schlecht nicht mehr gebaut und auch nicht geduldet :kopfschuetteln: Dasselbe gilt zum Beispiel auch wenn man am Mehring Platz oder ehemalige Prachtstrasse in der Stresemann Strasse steht. Überall Bau-Schrott, Verengung der Strassen, Brachland. Trist wie man Berlin so unwürdig behandelt.
    Das Schloss soll unbedingt gefangen werden in einer misserabelen Umgebung!!! Es ist fast kaum zu glauben wie verbrecherisch mit Berlin umgegangen wird. Und ausserhalb dass Schloss nirgendwo etwas wirklich Schönes.......was da entsteht.....nur Würfel. :kopfwand:

  • Warum hat man denn nicht gleich eine sanierungsbedürftige 70er-Jahre-Kiste dorthin transloziert. Dann hätte das Haus wenigstens eine interessante Geschichte, wenn es schon hässlich sein muss.



    Im Ernst, so einen schlechten Neubau habe ich schon lange nicht mehr gesehen - nicht einmal in einem Gewerbepark am Stadtrand - und das an dieser für das historische Berlin so wichtigen Stelle.

  • Am Werderschen Markt



    Werderscher Markt/ Ecke Falkoniergasse – kein Gerüst mehr, noch keine Fassadenverkleidung….?



    Offenbar hat man begonnen, die Setzungsschäden an der Kirche zu behandeln



    Ansicht Oberwallstrasse



    Blick von Norden in die Falkoniergasse




    Ansicht Werdersche Rosenstrasse (Nordseite)




    Eckhaus Werdersche Rosenstrasse/ Oberwallstrasse




    Schadensbehandlung auch am Chor



    Alle Bilder von mir.

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

    Edited once, last by Ein_Hannoveraner ().

  • Ziemlich erschreckend diese Bilder.
    Ich weiß selbstverständlich, daß die Friedrichswerdersche Kirche ursprünglich auch von dichter Bebauung umgeben war, und natürlich sind die jetzt entstehenden Bauten noch im Rohbaustadium, so daß man noch keinen definitiven Eindruck gewinnen kann, aber schon jetzt finde ich die optische Beeinträchtigung des Architekturdenkmals so gravierend, daß es in meinen Augen ein wirklich schwerer Fehler ist, hier den historischen Stadtgrundriß wieder herstellen zu wollen.
    Nichts grundsätzlich gegen eine Umgebungsbebauung, die die Kirche wieder in die Statdt einbettet und nicht isoliert auf dem Präsentierteller beläßt, aber man hätte einen deutlich größeren Abstand wahren sollen. Nur weil eine Bausituation historisch belegt ist, heißt das noch lange nicht, daß der frühere Zustand auch der bestmögliche war. Hier hätte man korrigieren dürfen, anstatt die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

  • Sehe ich genauso. Zu diesem Schluß muß man kommen, wenn man diese Bilder sieht!
    Der entrüstete Bau am Werderschen Markt/Falkoniergasse dürfte nicht einmal so schlecht werden. Ohne Gerüste läßt sich eine Proportionierung erkennen. Das turmartige will mir auch gefallen. Allerdings scheinen mir die Fenster zu groß.
    Mal abwarten, welch Fassade da drauf kommt!