Berlin-Mitte - Schinkelplatz und Umfeld

  • @ Palantir, wirklich!?
    Schau mal genau hin! Auf dem historischen Foto liegt der Brunnenboden unterhalb der Ebene des Pflanzbeetes. In der Neufassung oberhalb. Scheint mir ein Unterscheid von fast 30 cm zu sein!
    (Herje, um was wir uns hier kümmern!? Gibt's nix wichtigeres :augenrollen: ?)

  • Schinkelplatz aktuell!



    Fehlende Reliefs wurden angebracht:




    Im Detail sehr schöne Arbeit:



    Fotos sind von mir...

  • Woahey, das freut mich total, dass endlich die Reliefs ergänzt wurden! :D Wie war das noch mit den Statuen um Schinkels Sockel? Sollten diese Platzhaltersäulen auch baldmöglichst ausgetauscht werden? Oder war das als längeres Provisorium geplant? Und wenn doch endlich mal einer die Bauakademie bauen würde. :weinen:


    Jedenfalls, vielen Dank für die Fotos!

  • Quote

    Bauschild verrät neuen Namen: An der historischen Falkoniergasse entstehen die „Kronprinzengärten“
    Berlin, 23. August 2010
    Mit der heutigen Aufstellung des Bauschildes um 13.00 Uhr wird es offiziell: Das Bauvorhaben auf dem Eckgrundstück Oberwallstraße/Werderscher Markt gleich neben der Friedrichswerderschen Kirche wird unter dem Namen „Kronprinzengärten“ dem Berliner Bezirk Mitte ein kleines Stück Geschichte zurückgeben. Denn mit dem Wohn- und Büroensemble wird nicht nur die historische Falkoniergasse wieder hergestellt sondern auch ein Standort wiedergeschaffen, der seit Jahrhunderten zu den vornehmsten und schönsten Lagen Berlins zählt. „Statt eines Parkplatzes wird im nördlichen Friedrichswerder wieder ein lebendiges Quartier mit individuellen Gärten und großzügigen Stadtpalais entstehen. Wir freuen uns, mit den Kronprinzengärten dazu ein großes Stück beitragen zu können“, so Henning Hausmann, Sprecher der Bauwert, die Berlin bereits seit 27 Jahren mit markanten Bauvorhaben gestaltet.
    Mit den Kronprinzengärten entstehen westlich der Friedrichswerderschen Kirche 11.500 Quadratmeter Wohn-, Atelier- und Geschäftsfläche, verteilt auf sechs Townhäuser und drei Gebäude mit insgesamt 12 Eigentumswohnungen sowie zwei Galerie- und Geschäftsgebäude. Eine großzügige Tiefgarage und die Anlage individueller Gärten runden das Projekt ab.
    „Mit seiner unvergleichlichen Lage zwischen dem Kronprinzenpalais und der Intendanz der Berliner Oper wird das Projekt nach Fertigstellung im Jahre 2013 ein grünes Refugium in schönster historischer Lage sein. Im Zusammenspiel mit ihrer individuellen Architektur und erstklassigen Wohnstandards heben wir uns deutlich von anderen Neubauprojekten in Berlin-Mitte ab. Wir rechnen daher mit einem schnellen Verkauf der Wohnungen und Häuser. Entsprechende Anfragen liegen uns bereits jetzt, acht Wochen vor dem offiziellen Vermarktungsstart im Herbst, vor.“ so Hausmann.
    Einen ersten visuellen Eindruck der Kronprinzengärten wird es Ende September geben: Dann werden die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs, an dem sich 16 namhafte Architekturbüros beteiligt haben, ausgewertet sein.

    Quelle: Pressemitteilung von bauwert.de


    So sieht es dort also heute aus:


    Die Morgenpost weiß wohl mehr:
    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1374974/Friedrichswerder-wird-nach-altem-Plan-umgebaut.html\r
    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell ... ebaut.html

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Jetzt bin ich etwas verwirrt, geht es dabei um das Projekt Falkoniergasse? Ich dachte, das wäre komplett vom Büro Nöfer entworfen worden.
    Siehe: http://www.falkonier.de/


    Im Text steht aber:
    "Dann werden die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs, an dem sich 16 namhafte Architekturbüros beteiligt haben, ausgewertet sein."

    In dubio pro reko

  • ^ Das Projekt Falkoniergasse ist tot, es gibt einen neuen Investor und damit auch neue Entwürfe.

  • Ohje, dabei war das so ein tolles Projekt.
    Hoffentlich werden die „Kronprinzengärten“ auch in klassischer Architektur ausgeführt.

    In dubio pro reko

  • ^ Der von Palantir verlinkte Artikel könnte dir da eventuell weiterhelfen...

  • Nicht wirklich, die Grafik stammt noch von Nöfer, ansonsten lese ich, daß die Höhe der Gebäude den Maßen der Vergangenheit entspricht, sowie die Aussage "Man habe sich bei den Entwürfen der Gebäude an historischen Aufnahmen der Falkoniergasse orientiert". Das sagt noch nicht viel über architektonische Details aus.
    Aber bei Bauwert bin ich eigentlich zuversichtlich, daß es nicht schlechter wird als der Nöfer-Entwurf.

    In dubio pro reko

  • Quote from "Dirk"

    die Aussage "Man habe sich bei den Entwürfen der Gebäude an historischen Aufnahmen der Falkoniergasse orientiert". Das sagt noch nicht viel über architektonische Details aus.
    Aber bei Bauwert bin ich eigentlich zuversichtlich, daß es nicht schlechter wird als der Nöfer-Entwurf.


    ...hoffentlich! Das dachte ich auch bei dem Bauwertprojekt Oberwallstraße, wo ursprünglich zwei wirklich wunderbare Patzschke Palais geplant wurden und dann doch umdisponiert wurde und der grauenhafte Teherani-Kasteln-auf-Stelzen-Obelixhosenbunker verwirklicht wurde :boese:


    Allerdings bin ich bei der Falkoniergasse auch geneigt der Bauwert zu vertrauen. In ein paar Tagen wissen wir mehr!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Niederlagstraße neben der Friedrichswerdersche Kirche wird neu angelegt und leicht begradigt.


    Der alte Strassenverlauf mit Bogen:



    Der neue grade Strassenverlauf (rot eingezeichnet):



    Hier noch Fotos der Bauarbeiten stand 11.09.2010:





    (Eigene Fotos)

  • Diese Nachricht sollte in diesem Forum durchaus Erwähnung finden, meine ich.
    Es gibt ein Angebot einer Erwerbergemeinschaft zur Rekonstruktion der Bauakademie - unter der Voraussetzung des Zuschlags für den Kauf und die Bebauung der Grundstücke zwischen Werderschem Markt und Kommandantur, zwischen Niederlagstraße und Unterwasserstraße am Schinkelplatz (das betreffende Areal ist in obigen Bildern von SevenUp schön dargestellt).


    Bericht der Berliner Mottenpost mit Visualisierungen. (ggf. über Googlesuche den Volltext aufrufen).

    Quote

    Bernd Albers, Jan Kleihues, Petra und Paul Kahlfeldt sowie das Büro von Antje Freiesleben und Johannes Modersohn haben vier Stadthäuser entworfen, deren Gestaltung sich in Form und Größe an die klassischen Berliner Wohnbauten anlehnt.


    Zwar nicht so schlecht - m. E. dennoch in der Staffelgeschossigkeit zu sehr an das Projekt Diplomatenpark angelehnt, und erst recht unbefriedigend, wenn man diese seinerzeitigen Entwürfe dagegenhält:
    http://www.stadtbild-berlin.de/Stadtbild/schinkelplatz.htm



    Ein weiterer Bericht in der Immobilienzeitung, die peinlicherweise mit der Schreibung Niederschlagstraße glänzen. :schockiert:


    Ich bin da irgendwie skeptisch - dann sollten die lieber mehr Geld in die Gestaltung der Neubauten stecken, anstatt großzügig die Bauakademie über einen fantastisch günstigen Kaufpreis der Nachbargrundstücke und eine recht einfache Gestaltung der vier geplanten Häuser querzusubventionieren.
    Die 15 Mio. € für die Reko der Bauakademie sollten in diesem Land doch auch auf andere Weise aufzutreiben sein, auch wenn man das aufgrund der diesbezüglichen Geschichte der letzten Jahre vielleicht nicht glauben mag...

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    (Immanuel Kant)

  • Danke Palantir für die Info - ich habe darüber schon im DAF gelesen, dort war man eher der Meinung, dass diese "Schenker" nicht zum Zuge kommen. Was ich wirklich schade finde, ist die Thematik "Falkoniergasse". Ist dieses Projekt jetzt definitiv tot ? Ich frage, weil die Homepage(http://www.falkonier.de) immer noch aktiv ist bzw. dort mit 2012 aufgewartet wird.


    Danke, XFlipX

  • Das Projekt "Falkoniergasse" wurde doch schon vor längerer Zeit abgelöst vom Projekt "Kronprinzengärten".


    Ich denke, die Bauwert Investment Group GmbH & Co.KG, welche die Kronprinzengärten errichten will, lässt die alte Internetseite zunächst einfach weiterlaufen - die dortigen Visualisierungen sind ja auch nicht mehr der letzte Stand der Dinge.


    Allerdings war die Präsentation der neuen Entwürfe auch schon im letzten Jahr angekündigt - wer weiß schon, was da im Hintergrund schon wieder läuft :?:
    Im Dezember wurde allerdings bereits das Buch zum Projekt vorgestellt, d. h., dass es bald losgeht, scheint wohl festzustehen.


    http://www.bauwert.de/index.ph…t-kronprinzengaerten.html


    Den Buchdeckel ziert übrigens jener schöne Blick auf den Werderschen Markt aus dem Jahr 1904:

    Bildquelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin

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    (Immanuel Kant)

  • Quote from "Palantir"

    Zwar nicht so schlecht - m. E. dennoch in der Staffelgeschossigkeit zu sehr an das Projekt Diplomatenpark angelehnt, und erst recht unbefriedigend, wenn man diese seinerzeitigen Entwürfe dagegenhält:
    http://www.stadtbild-berlin.de/Stadtbild/schinkelplatz.htm

    Genauso sehe ich das auch. Geht's nicht ein klein wenig klassischer? Ein Kompromiss zwischen beiden wäre vielleicht schon akzeptabel. Aber Staffelgeschosse und recht eintönige Fassaden an dieser exponierten Stelle - in Sichtweite von Zeughaus, Kommandantur, Schloßbrücke (und dann irgendwann ja auch) Bauakademie und Stadtschloss - halte ich für deplaziert. Obwohl das Staffelgeschoß in Berlin seit knapp zwei Jahrzehnten so massenhaft Verwendung findet, daß man es schon fast als "Berlin-typisch" bezeichnen kann bzw. muß. In ein paar Jahrzehnten wird man sowas womöglich als "klassisch" bezeichnen. :?

  • Zeig doch (noch) mal der erstrangige Entwurf Stuhlemmers......... mit wirklich schöne klassische und auch noch originelle Bauten!!!!
    Der Umgebung fördert nun (ein)mal kein un-Berlinerische Fremdkörper wie "Townhäuser" oder das 10.000. mittlerweilen langweilig geworden Staffelgeschoss-Bau.
    oder Aussenviertel Villen, oder wenig harmoniöse Büro-bunker.


    Einen Mix aus Reko's und angepassten originellen würdigen Neubauten ist doch dass Mindestensgebot für Friedrichhswerder........sonst wird Berlin mich etwas zu Zweitrangig als Metropole (weit?) hinter Moskow oder Dubai oder Rabat oder Cassablanca........


    Berlin hat imdessen zu wenig Altbauten zwischen die Flut von modern gestallteten Bauten zurückgebaut und verliert dadurch an Anziehungskraft und Bedeutung.


    Die empfindliche Mix Alt/Neu droht verloren zu gehen .........

  • ^ Entschuldige bitte, dass ich das so einwerfe, aber die Anziehungskraft Berlins hat seit geraumer Zeit nur wenig mit "Reko's und angepassten originellen würdigen Neubauten" zu tun und leidet entsprechend auch nicht an einem wie auch immer gearteten Mangel derselben.


    Unabhängig davon halte ich die geplanten Neubauten an solch einer exponierten Stelle für viel zu belanglos. Wenn ich das richtig sehe, entspricht das Ganze aber sowieso nicht den Ausschreibungskriterien.

  • Und wie ich "gehofft" :boese: habe: wieder TOWNHOUSES!!!!! Berlin soll bestimmt wie London aussehen, wie schön!!!!! Ein eigenes Berlinerisches Gesicht darf bestimmt nicht sein.
    Lass mal raten: Flachdächer oder Staffelgeschosse?????? :x