Wuppertal

  • Danke für die tollen Bilder!!!
    Ich als Gründerzeitfreak freu mich darüber besonders....
    Steele ist nicht wirklich weit entfernt von Wuppertal...aber ich hab nicht gewußt, das es dort sowas zu sehen gibt. Kannte nur die Wuppertaler Innenstadt, in der es, bis auf einige echte Highlights nicht wiklich viel zu sehen gibt... werde mal in nächster Zeit dorthin fahren....kann mir vorstellen, dass man in diesen Vierteln sogar relativ günstig wohnen kann...Ich kann mir absout nicht mehr vorstellen anders zu wohnen, als in einem Gründerzeitviertel...ich liebe die Atmosphäre auf den Straßen und in den Häusern...habe das Glück eine schöne Altbauwohnung in einem kleinen schnuckligen Viertel hier in Steele gefunden zu haben...will hier auch nicht mehr weg; wenn es auch vieles zu verbessern gäbe...also Essener - wollt ihr ´ne nette Altbauwohnung in einem halbwegs geschlossenen Viertel innerhalb von Essen, dann kommt nach Steele!
    Wer sich sofort überzeugen will, kann ja mal in der Galerie suchen, da hab ich vor einiger Zeit einige Bilder (nicht ganz optimal) eingestellt, die einen Eindruck vermitteln können...

  • Hallo,


    ich hab mal eine Frage zum Neugestaltungsprojekt Döppersberg in Wuppertal (ich meine, das wurde hier im Forum schon einmal thematisiert, kann es aber beim besten Willen nicht finden):


    Wenn man sich auf http://www.doeppersberg.de/ einmal die Pläne für den Bahnhof anguckt, fällt auf, dass das klassizistische Bahnhofsgebäude völlig frei auf dem Bahnhofsvorplatz steht. Momentan befinden sich rechts davon jedoch noch Gründerzeitbauten und auch der Vorbau ist aus dem frühen 20. Jh. und sieht nur momentan so übel aus, weil er in der Nachkriegszeit umgebaut wurde.
    Wäre es nicht besser, man würde sämtliche historischen Gebäude ebenfalls erhalten und einer Nutzung unterziehen? Zwar stand der Bahnhof vor 150 Jahren auch frei, allerdings dann auf weiter Flur und war nicht in ein Stadtgefüge eingebunden. Irgendwie kommt mir das ein wenig vor wie das Denkmalschutzdogma der 50er Jahre, als Historismus keinerlei Wert hatte.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Interessantes Thema, die Öffentlichkeit ist an dieser Stelle m.E. nicht genau genug informiert.
    Mir scheint nur das eingeschossige, linke (von der Stadt aus gesehen) Nebengebäude überplant zu sein. M.E. stammt dies aus der Bauzeit des Hauptgebäudes um 1850, und ist daher sehr erhaltenswert. Ich kenne es persönlich, habe aber leider keine eigenen Fotos, da es im derzeitigen Zustand ja auch ziemlich verbaut und unansehnlich ist.


    Damit die unbeteiligten ein wenig besser wissen, worüber wir sprechen:


    Hauptbahnhof im Zustand der Erbauung (Fertigstellung 1849)
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03275f03b.jpg
    Es geht insbesondere um das kleine linke Gebäude, von dem man nur den Giebelansatz sieht.


    Nach der ersten Erweiterung
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03275f04b.jpg


    heute
    http://commons.wikimedia.org/w…le:Wuppertal_HBF_0001.jpg


    Im Zuge des Umbau ist nach meiner Kenntnis die Wiederherstellung des Erdgeschosses im Zustand 1850 vorgesehen, was ist sehr begrüße. Detaillierte Darstellungen, aus denen die Qualität der Wiederherstellung genau hervor geht, kenne ich jedoch nicht, ich fürchte, es kommt zu einer vereinfachten Wiederherstellung.


    Wenn jemand vor Ort aktuelle Fotos machen könnte, würde mich sehr freuen.

  • Was ist denn mit den Gebäuden rechts des Bahnhofes? So wie ich das sehe, steht auf dem alten, von dir verlinkten, Foto dort auch schon ein Gebäude.


    Warum wird eigentlich nicht der Zustand von um 1910 hergestellt? Die Vorbauten würden doch erheblichen Platz für Ladengeschäfte bieten, wie sie es heute auch tun. Und wenn man die Sandsteinverkleidungen wieder freilegt wäre das doch perfekt.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Das Gebäude rechts des Bahnhofes ist wahrscheinlich auch vorgründerzeitlich, die ursprüngliche klassizistische Fassade wurde um 1930-60 komplett "geglättet", so dass man dem Gebäude das Alter nicht mehr ansieht. Und tatsächlich: auch dieser Bau scheint nach den aktuellen Plänen (von 2004) überplant worden zu sein!
    Müsste man mal nachfragen, wie die aktuelle Planung ist...

  • Was heißt denn überplant? Dass das Gebäude nicht im Neubauvorhaben berücksichtigt ist und deswegen abgerissen wird oder dass nochmal darüber nachgedacht werden muss?

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Zufallsfund. Nach unten scrollen - Thalia-Theater in Wuppertal - dieser grandiose Belle Époque-Bau von 1906 überstand die Bombardierungen relativ unversehrt
    http://www.theaterverzeichnis.…yname=annodazumal1&lid=11
    Das Hauptportal zeigte zur Wupper hin - nach langer Diskussion wurde es für einen Sparkassen-Bau 1967 (?) platt gemacht.
    http://www.forumromanum.de/mem…ldaufnahme_elberfeld.html
    http://www.forumromanum.de/mem…rmen_kurz_vor_seinem.html

  • Ich wohne in Wuppertal und muss wirklich sagen, dass mich die Hässlichkeit der Innenstadt jeden Tag aufs Neue abschreckt.


    Weiß jemand, ob es so etwas wie eine Bürgerinitiative für Wuppertal gibt ?

  • Man darf gespannt sein...
    Drei-Kaiser-Denkmal: Keine rechtlichen Hürden - Elberfeld Mitte & West - Stadtteile - Wuppertal - Lokales - Westdeutsche Zeitung


    Quote

    „Denkmalschutzrechtlich ist das machbar“, sagt Andrea Murauer von der städtischen Abteilung Baurecht und Denkmalpflege – und stößt so ins gleiche Horn wie ihr Vorgesetzter Frank Meyer.


    Sehr gnädig :rolleyes:


    Quote

    Der betont aber auch: „Man kann die Frage stellen, ob es inhaltlich richtig ist, ein Denkmal zu rekonstruieren, das an ein Bündnis dreier autoritärer Herrscher erinnert.“ Das sei jedoch keine Frage des Denkmalschutzes – sondern eine politische Entscheidung. Und die müsse letztlich der Stadtrat fällen.


    Holladijo, man kann das ganze aber auch so stehen lassen. Das sieht dann halt so aus als ob man sich nicht traut es wieder aufzubauen, weil geschichtlich belastet, und als ob man es auch nicht wegreißen darf wegen denkmalschutzrechtlichen Hürden.


    Willkommen in Deutschland :zeitung:

  • Ist es nicht interessant, dass in Leipzig genau das Gegenteil geschieht? Die dortige "Blechbüchse" wird gerade rekonstruiert, während die dahinter versteckte Altbaufassade abgerissen wurde.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Wie krank muss man sein, eine so tolle Fassade mit Blechplatten zu verhüllen?! In einem Nachbarort entpuppte sich letzes Jahr ein unansehnliches Haus, nach Entfernung gelber Kunststoffplatten, als wahres Schmuckstück. Man kann nur erahnen, wieviele schöne Häuser in Deutschland hinter schäbigen Verkleidungen gefangen sind.

  • Bis ich gestern während eines Regenschauers beinah davorgelaufen wäre, ist die Rekonstruktion und Wiedererrichtung des Armenpflege-Denkmals in der Elberfelder City im Sommer 2011 völlig an mir vorbei gegangen. Kaum zu glauben, wie eine einzelene schöne Skulptur das gesamte Umfeld aufwertet!


    Denkmal-Wuppertal.de: Armenpflegedenkmal (2011)


    Initiator des Projektes war wieder Hans-Joachim Camphausen, der schon kurz zuvor für die Rückkehr der seit dem Krieg fehlenden Bronzeskulptur des Ritters Arnold ans Elberfelder Rathaus gesorgt hatte.


    Ritter Arnold ist zurück


    Solcher Persönlichkeiten und Initiativen bedarf es mehr!!! :applaus:

  • Super Engagement! Hoffentlich ist es auch in Chemnitz bald soweit, dass ich mein Profilbild erneuern kann.
    Als mangelhaft kann man hingegen die Kommentare bei der dazugehörigen Umfrage im Artikel bezeichnen.



    Wie man dieses Brunnenrudiment als für den großen Platz angemessen bezeichnen kann ist mir ein absolutes Rätsel :gehtsnoch:

  • Diese Art Kommentare etc. gibt es immer... Dabei geht es häufig gar nicht um die eigentliche Sache, viel mehr um die Lust seinen Senf zu allen möglichen Dingen dazuzugeben. Ob qualifiziert oder unqualifiziert... Hauptsache man hat was dazu gesagt!


    In Elberfeld wird z. B. derzeit der Döppersberg (Zugang zum Hbf - werde die Tage mal darüber berichten) in einem auffwändigen Projekt saniert. Die Reaktion der Leute, die sonst immer so enttäuscht sagen: "In Wuppertal tut sich nie etwas..." sagen nun: "Dat braucht doch keiner..."

  • Wie hier zu lesen ist:


    Gerechtigkeitsbrunnen: Wiedersehen mit einer alten Dame - Elberfeld Mitte & West - Stadtteile - Wuppertal - Lokales - Westdeutsche Zeitung


    ist die Bronzeplastik des Gerechtigkeitsbrunnens auf dem Platz der Republik nun aufgestellt worden! :daumenoben:


    Die Geschichte eines ehemaligen Anwohners, der als Kind die Zerstörung der Figur erlebte und nun zufällig bei deren Rückkehr anwesend war, ist anrührend.


    Am Sonntag, 24.06. um 11 Uhr, wird die Skulptur offiziell übergeben.


    Tolle Sache! Weiter so Herr Camphausen - es gäbe da noch manches Schätzchen zu rekonstruieren... :applaus: