Leipzig - Innenstadt

  • Da verkürzt du aber so einiges Reik. In Leipzig wurden etliche sehr ruinöse Altbauten teilrekonstruiert und mustergültig saniert. So hochwertig wie sonst nirgendwo in Deutschland, gar Europa. Hier z.B. gibt es etliche Beispiele dafür.

    Während in der Landeshauptstadt Dresden das barocke Zentrum mustergültig original aufgebaut wird, wird in Leipzig geklotzt.

    Auch das ist gerade sehr irreführend. So freistehend war das Museum der Bildenden Künste nur eine kurze Zeit. Es war von Beginn an als Bestandteil des Hofbereichs eines neuen urbanen Blocks geplant. Die umgebenden Bauten die das Museum als Museumswinkel einschließen sind überwiegend sehr viel klassischer und schöner, das Museum fällt im Stadtraum nun weit weniger auf. Auch wenn das wahrlich ein unrühmlicher Glasklotz ist. Hier diverse Bilder dazu.

    Zumal die Neubautätigkeit Dresdens auch praktisch nur am Neumarkt bislang vorbildlich ist, was einzig und allein massivem Bürgerengagement über Jahrzehnte zu verdanken ist.

  • Man muss nicht lange suchen. Es regt sich doch Widerstand gegen die Klotzbauweise in Leipzig:


    Mein stärkstes Argument ist ohnehin dieses: Häuser werden von Architekten gebaut, aber meistens nicht für Architekten. Und das scheint mir zu oft vergessen zu werden. Mich beeindruckt, dass viele Rekonstruktionsprojekte bürgerschaftlich angestoßen und begleitet wurden und ich bin erschrocken, mit wie viel bösem Blut dagegen Widerstand geleistet wird - von einer Minderheit, die sich mit ihren Vorstellungen von Architektur ohnehin schon bei 99% der Neubauten durchsetzt. Am Ende ist z. B. das Paradebeispiel, der Dresdner Neumarkt, ein Riesenerfolg, egal welches nachprüfbare Kriterium man anlegt. Das kann man doch auch mal anerkennen.

    Es könnte doch noch besser werden.

  • In diesem Forum geht es um Rekonstruktionen historisch wertvoller Gebäude.

    Da es die in Leipzig nicht gibt, muss man mit der Gründerzeitmassenware und den Plattenbauten leben.


    Dieses von Reik zitierte Buch steht bei mir im Regal und ist sehr zu empfehlen. Rastrelli und ich hatten hier vor einiger Zeit schon mal eine Übersicht gegeben welche Gebäude in der flächenmäßig überschaubaren Leipziger Innenstadt vor 1860 errichtet wurden - man könnte also sagen "vorgründerzeitlich" sind.


    Zitat Rastrelli:

    "...

    Neben den beiden Kirchen gibt es noch einige bedeutende Bauwerke aus der Zeit vor 1860. Das Alte Rathaus ist ein wichtiges Werk der deutschen Renaissance mit historischen Räumen im Hauptgeschoss und einem barocken Turmhelm. Die Alte Handelsbörse ist eines der frühesten Werke des Barock in Sachsen. Die Innnegestaltung stammt jedoch aus der Nachkriegszeit. Einzelne Renaissancebauten finden sich noch in der Hainstraße. Auch die Alte Nikolaischule am Nikolaikirchhof heißt nicht nur "alt", sondern ist es auch. Barocke Bürgerhäuser gibt es in der Katharinenstraße und in der Hainstraße, außerdem noch das Bosehaus am Thomaskirchhof und das Königshaus am Markt (hier nur die Fassade). So wenig ist das gar nicht. Aufgrund der vielen hochkarätigen Bauten aus den letzten 150 Jahren fallen die älteren Gebäude in Leipzig jedoch nicht so auf, wie dies in manch anderer Stadt der Fall wäre.


    Nachtrag: Die Aufzählung ist nicht vollständig. Das hatte ich vergessen, dazuzuschreiben."



    Zitat LEonline:


    "^ Ein paar mehr gibts zum oben genannten dann doch - ich mach die Liste mal voll: Großer Blumenberg (1832), Barthels Hof (1749), Zum Arabischen Coffe Baum (1556/1703), Baarmanns Hof (16 Jhdt. Reko 1922), Zum Rebstock (1580/1820), Alte Waage (1555 Reko 1964), Zinshäuser (1511), Kaufhalle (1846), Altes Kloster (1755), Central-Apotheke (1682/1843), Grönländer (1751), Moritzbastei (1551), Nordflügel Städtisches Kaufhaus (ehem. Ratsbibliothek 1746 Reko 1996), Grimmaische Straße 28 (um 1850), Strohsack (17. Jhdt. Reko 1997), Goldene Hand (1855), Heuwaage (1855), Universitätsstraße 4 (um 1850)."


    Bei der obigen Aufzählung hatte ich damals das Kleine Kolleg von 1817 vergessen.


    Insgesamt komme ich nach schnellem Nachzählen auf mind. 39 Gebäude, die vor 1860 entstanden sind (evtl. wie gesagt mehr).

  • ... wird in Leipzig geklotzt.

    Genau! Geklotzt und nicht gekleckert - so wie hier und hier und hier ... ach ja, und hier und hier auch. Wo noch? Da z.B. Oder hier Oder dort... oder...ach lassen wir das ^^ (mir scheint wir kommen dank dem trollwütigen Reik irgendwie vom Thema ab - ich werde evtl. morgen noch weitere Bilder vom Pinguin-Block hier einstellen, die ich heute in der Stadt gemacht habe).

  • So freistehend war das Museum der Bildenden Künste nur eine kurze Zeit. Es war von Beginn an als Bestandteil des Hofbereichs eines neuen urbanen Blocks geplant. Die umgebenden Bauten die das Museum als Museumswinkel einschließen sind überwiegend sehr viel klassischer und schöner,


    Von den vier umgebenden Blockbebauungen ist das "Katharinum" (s. von LEonline verlinktes Bild: hier) , das mit Abstand gelungenste. Das bereits hier thematisierte Stadtgeschichtliche Museum stellt eine Bausünde dar und auch die anderen Blöcke fallen mE im Vergleich zum Katharinum deutlich ab: hier, hier, hier. Oder folgende "Ensemble-Wirkung" mit den Höfen am Brühl und dem Messe-Hochhaus: hier.


    Hier noch eine "markante Ansicht" durch zwei Blockbebauungen hindurch, mit dem Museum zur Rechten: hier . Wohlgemerkt, wir befinden uns im unmittelbaren Zentrum der Stadt.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Hier nun die weiteren Bilder (Handy) vom Pinguin-Block:

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    Einmal übers Böttchergäßchen geschaut - ich war erstaunt wie hoch die Bäume am Museum der Bildenden Künste geworden sind.

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    Beim MdbK muss man anmerken, dass der urspr. geplante Entwurf mit der "kristallinen Fassade" nicht wie geplant umgesetzt werden konnte da das benötigte Glas nicht zu beschaffen war - man musste auf einfaches Industrieglas zurückgreifen was die Anmutung spürbar schmälert.


    Ein weiterer Kritikpunkt, der hier schon geäußert wurde sind die Gebäude, die die "Fassung" des Komplexes darstellen. Hier sehen wir die unschöne Rückseite des Hauses Böttchergäßchen des Stadtgeschichtlichen Museums (Wechselausstellungen). Auf den Vorsprüngen sollten eigentlich Skulpturen stehen...sollten.

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    Der Nachbar kommt etwas gefälliger daher.

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    Blick zur Reichsstraße mit dem hier ebenfalls schon angesprochen DDR-Riegel. Für mich der schlimmste Bau innerhalb des Rings. Wenn die DDR eine bauliche Verlegenheitslösung par excellence geschaffen hat dann mit dem ehem. Sachsenplatz und diesem Gebäude als quasi letztem Rest. Dass der Riegel irgendwann fallen wird ist unbestritten - die Frage ist nur wie schnell kann dies geschehen.

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    Zurück zu unserem Block. Im gesamten EG-Bereich finden sich bei den Läden und teilweise auch Hauseingängen gold eloxierte Fassungen was zusätzlich Wertigkeit verleiht.

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    Gedenktafel für das ehem. Griechenhaus.

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    Wir nähern uns der Katharinenstraße (das Barockgebäude ist die Katharinenstr. 3 errichtet von Johann Christian Schmidt im Jahr 1709).

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    Die bereits erwähnte Milchbar Pinguin.

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    Die unter Schutz stehende Leuchtwerbung.

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    Unter dieser befindet sich an der Ecke dieses Sgraffito.

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    Blick Richtung Markt mit dem Alten Rathaus. Vor Ort ist der DDR-Baukörper gegenüber der histor. Bauflucht noch weiter zurückgesetzt. Auf dem Bild kommt das nicht so rüber. Die Läden mit den Freisitzen stört das wohl aber relativ wenig - im Gegenteil.

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    Eigene Bilder

  • Harmelin-Haus

    Das Bauprojekt um das Harmelin-Haus hatten wir etwas aus den Augen verloren.


    Zur Erinnerung. Das Haus soll sein ursprüngliches Dach zurückbekommen. Dazu ist als Nachbar ein Hotel-Neubau von Amano vorgesehen.


    Ich war sehr erfreut, als ich folgende Photos beim DAF fand:


    https://www.deutsches-architek…?postID=711417#post711417


    https://www.deutsches-architek…?postID=719142#post719142


    Das Dach hat jetzt zwar eine Stufe, ist aber auf jeden Fall schöner als das bisherige Flachdach.

  • Gedenktafel für das ehem. Griechenhaus.

    Eine schöne Zusammenstellung von Fotos aus der Plattenbaustadt Leipzig. Das Griechenhaus wäre doch ein schöner Kandidat für den Beginn des Rekozeitalters und der Stadtverschönerung.

  • Das Bauprojekt um das Harmelin-Haus hatten wir etwas aus den Augen verloren.

    Ich hatte das schon immer mal wieder im Blick - es ist ja vom Hauptbahnhof aus zu sehen -, fand aber nichts Berichtenswertes. So ein Umbau braucht eben seine Zeit. Dass das Dach wiederkommt, war ja klar. Städtebaulich wirksam wird es aber erst, wenn die Fassaden ganz abgerüstet sind. Mit dem Hotelneubau in der Lücke nebenan hat man noch nicht angefangen.


    Wer am Baugeschehen in Leipzig interessiert ist, sollte im DAF vorbeischauen. Zu den übrigen Projekten in der Innenstadt, die wir hier schon angesprochen haben:

    deutsches-architekturforum.de/thread/7031-leipzig-kleinere-projekte-in-der-innenstadt/?pageNo=49


    Dort und auf der folgenden Seite Nr. 50 Bilder und Kommentare dazu. Ich ergänze:


    Lückenschluss Ritterstraße 15, neben der Polizei, ist ganz ordentlich geworden (für den Standort). Leider gibt es keine Passage zur Nikolaistraße, wie ich anfangs erhofft hatte.


    Lückenschluss Klostergasse 14, neben der Handwerkerpassage. Der hohe Sockel mit seinen Sandsteinvertikalen zerschießt die Proportionen der Fassade. So fügt sich der Neubau leider doch nicht gut in die Umgebung ein. Schade.


    Reichsstraße 14, zwischen LWB-Riegel und Deutrichs Hof. Da tut sich wohl nichts hinter dem Bauzaun. Noch kein Hochbau zu sehen. Und Deutrichs Hof ist sowieso weiterhin ein Parkplatz.


    Grimmaische Straße 19, Ecke zur Nikolaistraße. Schön sanierter Klassiker der Ostmoderne, aber leider wuchtet man zuguterletzt noch einen monströsen Technik-oder-sonstwas-Aufbau aufs ostmoderne Flachdach, was der Gesamtwirkung keinesfalls gut tut. Zumal dahinter die sehenswerte Nikolaikirche aufragt.


    Westlich daneben, Grimmaische Straße 17 mit dem Fürstenhauserker, ist nicht schön geworden. Wer hat nur die Farbe für den Sockelbereich ausgewählt? Man hatte Farbproben an der Fassade gemacht und dann die hässlichste genommen. Dazu der sinnlose Balkon zur Grimmaischen Straße, der die Wirkung des Renaissance-Erkers stört.


    Schräg gegenüber am Kaufhaus sind die Fischernetze gefallen. Ich dachte, die bleiben bis in alle Ewigkeit, um uns vor dem Herabfallen der Fassadenplatten zu beschützen.


    Am ehemaligen Karstadt-Haus in der Petersstraße stehen Gerüste und es wird gewerkelt. Der Eigentümer will das Ex-Kaufhaus mit einer Mischung aus Office, Retail und Gastronomie wiederbeleben.


    Bereits wiederbelebt wurde der Petershof in der Petersstraße. Mittels Modekettenfiliale. Nachdem sich dort lange nichts getan hatte, könnte die Petersstraße eine Renaissance als Shoppingmeile erleben.


    Dittrichring 8 neben der Thomaskirche ist absolut edel geworden. Im Hauseingang hat man ergänzende Restaurierungen vorgenommen. Es gibt in dem Haus Räume mit Stuckdecken und ein Weinlokal. Alles innen und außen top!


    An der Thomaskirche sind die Buntglasfenster des Westportals aus der Restaurierungswerkstatt zurück. Der Wiedereinbau im Portal erfolgte vermutlich im Juni vergangenen Jahres.

  • (...) Dass das Dach wiederkommt, war ja klar. Städtebaulich wirksam wird es aber erst, wenn die Fassaden ganz abgerüstet sind. (...)

    Korrekt. Doch die Erfahrung hat uns gelehrt, daß man sich bei Bauprojekten nicht zu früh freuen sollte. Schon des Öfteren ist einer vielversprechenden Ankündigung nichts mehr gefolgt.


    Beispielsweise bewilligte der Bundestag im Jahre 2016 satte 62 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Berliner Bauakademie. - Gebaut wurde bis heute nichts.

    Die SIGNA möchte einen Nachbau des Karstadt am Hermannplatz errichten.


    Die Stadt Leipzig plant die Rekonstruktion der Kuppel auf der Polizeidirektion. Der Wiederaufbau von Deutrichs Hof ist von der Stadt Leipzig ebenfalls fest eingeplant.


    In Dresden sollen das Hotel Stadt Rom und das Narrenhäusel wiedererrichtet werden.


    Doch das alles sind bisher nur Ankündigungen und Pläne, die jederzeit über den Haufen geworfen werden können. Ich kann mich erst richtig freuen, wenn ich den tatsächlichen Baubeginn und Baufortschritt sehe. Und ich denke, daß es auch anderen Freunden aus dem APH ganz ähnlich geht.


    Also, lieber Rastrelli , wenn Du zufällig mal eine interessante Bautätigkeit beobachten solltest, und auch noch ein Mobiltelefon mit Photofunktion dabei hast, wäre es doch toll, einfach ein Bild davon zu machen. Es gibt hier sicher Leute, die sich darüber freuen würden. :wink:

  • Grimmaische Straße 19, Ecke zur Nikolaistraße. Schön sanierter Klassiker der Ostmoderne, aber leider wuchtet man zuguterletzt noch einen monströsen Technik-oder-sonstwas-Aufbau aufs ostmoderne Flachdach, was der Gesamtwirkung keinesfalls gut tut. Zumal dahinter die sehenswerte Nikolaikirche aufragt.

    Dort entsteht eine Dachterrasse für das Hotel im Haus - zumindest hatte ich das letztens irgendwo gelesen.

  • Neußer

    Wir hatten den Beginn der Bauarbeiten am Harmelinhaus hier bereits gemeldet.


    Beim Harmelinhaus, Nikolaistraße 57-59, wurde die Fassade zur Nikolaistraße inzwischen eingerüstet. An der Stinrseite zur Richard-Wagner-Straße ist noch eine Filiale von Backwerk in Betrieb. In der Baugrube nebenan wurde mit den eigentlichen Bauarbeiten noch nicht begonnen.

    Durch das neue Dach gewinnt der Investor Nutzfläche. Außerdem wird es für den Anschluss des benachbarten Hotelneubaus gebraucht (hier nochmal die Visualisierung). Die Rekonstruktion des Daches entspricht also der ökonomischen Vernunft. Deshalb war nicht damit zu rechnen, dass sie wieder aus dem Projekt gestrichen wird.

  • (...) Die Rekonstruktion des Daches entspricht also der ökonomischen Vernunft. Deshalb war nicht damit zu rechnen, dass sie wieder aus dem Projekt gestrichen wird.

    Visualisierungen werden aber nicht immer 1:1 umgesetzt. - Die Baustellenbilder des Schlosshotels Altfranken in Dresden lassen erahnen, daß man deutlich vom veröffentlichten Entwurf abweicht.


    Die Planung am Harmelin-Haus hätte zu Gunsten eines Flachdaches, in Anlehnung an den benachbarten Hotel-Neubau, geändert werden können. :tongue: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.


    Erst durch diese Bilder kann man wirklich sicher sein, was gebaut wird. Nun lass mir doch die Freude über die Gewissheit, daß tatsächlich dieses Dach rekonstruiert wird.

  • Einfach wunderbar! Großartig, wie positiv sich so eine Wiederherstellung im Stadtbild macht!


    Leipzig macht hier wirklich alles richtig und hängt durch seine ständige Wiederherstellung seines Bauerbes die restlichen Großstädte Deutschlands immer mehr ab - zurecht! Das wird auch belohnt mit immer mehr Firmenansiedlungen und höheren Studentenzahlen.


    Zahlt Leipzig den anderen Städten etwas, damit sie das nicht kopieren? Oder sind die Leipziger Stadtväter einfach viel schlauer?

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Habe es schon hundertmal gesagt: Dächer schaffen die Schönheit eines Gebäudes. So endlich mal weg mit allen verstümelten Dächer.

  • Wenn ich mich recht erinnere, wollte Leipzig rabiat um das Jahr 2000 hunderte von Gruenderzeitlern abreissen.

    Darauf gab es massen Proteste, worauf die Stadt nachgab. alles von vor 1918 wurde unter Schutz gestellt,

    wodurch Bautraeger Ihre Ausgaben absetzen koennen. Weiter gab es in Leipzig Lehrstand.

    Dadurch gab es ein Wettbewerb und die Eigentuemer mussten sich ja was einfallen lassen.

    Dadurch gab es weitere durchgehende Wiederbestuckungen.

    Danach wurden so viele Unternehmen die z.B. Fenster nach alten Bedarf herstellen

    in den leehrstehenden Fabrickhallen gegruendet, dass die Preise fuer die Sanierungen ensthaft

    sanken. All dies und die Oertliche Mentalitaet dass man die Haeuser Jahrzehnte lang nicht

    Sanieren konnte, aber nun endlich kann, gepaart mit DDR Lehre der "Material Sparsamkeit"

    die ja ein staendiges neubauen als Verschwendung ablehnte. (nicht ohne Eigenintresse)

    All das sind Gruende, dass Leipzig heute besser dasteht. Mitlerweille kommen noch

    die "weichen Stadtortfacktoren" dazu. Die breite Menge hat den Wert erkannt.