Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Leipzig - Innenstadt

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    • Wenn Ihr mal sehen wollt, welch städtebaulichen Fortschritte die Innenstadt außerdem noch macht:


      Dittrichring 11: 7 Jahre hat man vergeblich nach Investoren für dieses Gebäude gesucht. Nachdem der erste Investor Pleite ging, haben auch alle nachfolgenden die Finger von gelassen. Zu hoch waren die Sanierungskosten für diesen einst prächtigen (auch wenn man's am Schluss nicht mehr erkennen konnte) Spätklassizisten.
      Zustand bis April 2006

      Quelle: http://www.lipsikon.de">www.lipsikon.de



      Und hier während der Fußball-WM. Die neuentstandene Brache wird derzeit als Beachclub genutzt. Spätestens wenn es wieder wintert, werden dann Einheimische und Touristen vom Markt und von der Thomaskirche aus den ruinenhaften Ausblick in vollen Zügen genießen können.



      noch einmal im Kontext:

      Quelle: http://www.lipsikon.de">www.lipsikon.de

    • Nein nein, der ist garnicht erschreckend. Die Perspektive erlaubt nur kein besseres Urteil. Im Kontext mit den wunderschönen Altbauten drumherum ist er sogar ein gelungener innerstädtischer Neubau. Frankfurt kopieren zu wollen, liegt Leipzig ganz bestimmt nicht am Herzen, da müsste es ja schon in die Höhe gehen ^^ Auch wenn beide Städte eine ähnliche Vergangenheit haben (Bankenmetropole diesseits und jenseits; Partnerstädte) kann man die Leipziger schlecht mit der Frankfurter vergleichen. Dieses Gebäude ist übrigens ein Bankgebäude und wurde schon vor vielen vielen Jahren gebaut.


      Hier noch einmal der Blick frontal (aufgenommen im letzten Winter). Die Situation wird erst begreifbar, wenn man dort langläuft. Zwischen beiden Häusern fliesst ein fluss hindurch der sich herrlich einfügt. Viel Glas dominiert dieses Gebäude. Der Betonvorbau fällt live fast garnicht auf. Da sieht man eigentlich nur Glas...mit Fotos schlecht zu belegen, da der dreidimensionale Raum halt völlig missachtet wird.

    • Löcher statt Sanierung????

      Schade und nochmals Schade.

      Im Endeffekt ist der gläserne Klotz noch mehr auffallend im Bild, denn die einstige abgedeckte Seite ist nun sichtbar.

      Das Traditionelle Gebäude fügte sich schön in die Strassenwand ein, jetzt ein Loch dazu!!!

      Was am Schlimmsten ist das die häsliche Brandmauer des Nachbargebäuded an der rechten Seite nun auch sichtbar ist!!!!

      Armselige Lösung UND solch ein herrlich gegliedertes klass. Gebäude kommt bestimmt niemals zurück, dafür weht schon ein langer ein Abbruch zur günsten moderne Gebäuden Wind in ganz Deutschland.

      Rob
    • Postet doch mal einer neue Karstadt Bilder der sanierten Gründerzeitler mitten in der Innenstadt! Am Schillerpark hat auch die Uni ihr barockes Haus fertig!

      Sonst denken doch wieder alle, dass nur abgerissen wird....ICH HABE KEINE CAM! Also Leute bewegt eure Ärsche in die Stadt und knipst was das Zeug hält. Gibt doch genug Leipziger hier, Mensch....

      EDIT Antiquitus: Leider kann ich diese Riesenschriften nicht so einfach global deaktivieren, ich bitte aber, sie nicht zu verwenden. Dieses kindische Aufmerksamkeitserheischen mit riesigen Schriften (ebenso wie bunte Farben und Unmengen an Ausrufezeichen) ist dem Forum nicht angemessen.
    • @Booni und Madmellow,

      dürfte ich euch bitten, das Thema um die Brühl-Bebauung in diesem Thread weiter zu diskutieren?!
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      Ja, so langsam nimmt eine Neubebauung des Brühl-Areals Konturen an. Ich warne davor, diese ohne Rücksicht auf die städtebaulich-historischen Gegebenheiten der Innenstadt zu realisieren, wie es beispielsweise schon bei der Neugestaltung des Sachsenplatzes (Bildermuseum) der Fall war. Konkret heißt das, kleinteilige Bebauung statt protzige Investoren-Architektur, Rückbesinnung auf eines der prächtigsten Geschäftsstraßen der Stadt statt pseudomutiger Tatendrang, Verweildauer statt Ungemütlichkeit.

      Meiner Meinung nach wird die Alu-Fassade der „Blechbüchse“ fallen. Sicher, es wird Protest dagegen geben, aber eine ähnlich breite ideologische Front, wie wir sie beim PdR erlebt haben, halte ich für völlig ausgeschlossen. Ich schätze, spätestens nächstes Jahr steht der Siegerentwurf fest und allerspätestens Anfang 2008 werden endlich die hässlichen Brühl-Platten der Abrissbirne zum Opfer fallen.

      Es wird allerdings schwierig für Investoren werden, das riesige Gelände zwischen Richard-Wagner-Platz und der „Goldenen Kugel“ kommerziell zu vermarkten, denn der innerstädtische Büro- und Kaufhausbedarf sind erschöpft. Diese Tatsache halte ich jedoch mitnichten für schlecht, denn um so mehr müssen sich Architekten nun bei der Realisierung anstrengen, damit auch dieser letzte, seit der Wende noch unveränderte Teil der Innenstadt wiederbelebt werden kann.

      Dazu wieder einmal sehr treffend der Artikel von Ralf Julke in der „lizzy“: Link
    • na ja, es ist schon eigenartig, dass in dem artikel diesmal der "volkszorn" als "kleiner dickbäuchiger mann in shorts" lächerlich gemacht wird, der für ein haus kämpft, das "in leipzig niemand braucht".
      indirekt sagt das einiges darüber aus, was man von ganz normalen bürgern hält. das geht ja auch soweit in ordnung. nur sollte dann dieselbe merkwürdige zeitung in anderen fällen genauso kleine dickbäuchige männer, die sich über irgendwelche abrisse mokieren, nicht als eine art bürgerrechtler stilisieren, deren wort unbedingt gewicht haben sollte.

      zum projekt selbst:
      wunder sind sicher nicht zu erwarten. aber da es dafür sechs interessenten gibt, ist immerhin ein gewisser verhandlungsspielraum gegeben. da sollte dann schon etwas anständiges dabei herauskommen. was in diesem zusammenhang mit der blechbüchse geschieht, hängt natürlich von der künftigen nutzung ab. (und nicht davon, ob mehr dickbäuche die alu-waben, die alte fassade oder einen neubau wollen.)
    • LVZ vom 4. August 2006
      Brühl – Stadt will Bebauung aus einem Guss
      Stadtplanungschef Martin zur Nedden hat sich gestern zur Neubebauung des Brühls geäußert. Aus der Presseerklärung geht hervor, dass die Stadt zwischen Karstadt Kaufhaus und Hallischem Tor eine Projektentwicklung aus einem Guss wünscht…..
      Von besonderer Bedeutung sei, wie mit der denkmalgeschützten Warenhaus-Fassade umgegangen wird…..


      und der zweite Artikel

      LVZ vom 4. August 2006
      Leipzig braucht Geist und Gefühl
      Architekt Bernd Sikora äußert sich im LVZ-Gespräch zur geplanten Neugestaltung am Brühl
      B. Sikora, Architekt in Leipzig und Bundesvorsitzender des Deutschen Werkbunds
      …..
      Wie architektonisch wertvoll ist eigentlich für Sie die Blechbüchse?
      Das einstige und im Krieg zerstörte Brühl-Kaufhaus, das hinter der Fassade steckt, kann man sicher nicht wieder auferstehen lassen. Das wäre nicht ehrlich. Die Aluminium-Fassade des Leipzigers Harry Müller halte ich aber für eine künstlerische Leistung der 1960er Jahre, die in Deutschland keinen Vergleich zu scheuen braucht. Sie ist ein hochrangiges Denkmal angewandter Kunst und darf nicht der Schrottpresse übereignet werden. Da muss man sich eben einen Kopf machen und sich fragen, wie man damit auch künftig umgehen kann. Müllers Fassade hat ja auch nichts mit Sozialismus zu tun, sondern war ein Aufbegehren von jungen Architekten und Künstlern unter dem Motto „Wir können das auch, was im Westen gebaut wird. In Dresden stand übrigens mit dem Kaufhaus dasselbe Problem. Peter Kulka hatte den Wettbewerb gewonnen und behielt einen großen Teil der Alu-Fassade bei....


      Ich kann leider nicht glauben, dass die Reko-Varinate Chancen hat - nicht in Leipzig.
    • "rakete" wrote:

      na ja, es ist schon eigenartig, dass in dem artikel diesmal der "volkszorn" als "kleiner dickbäuchiger mann in shorts" lächerlich gemacht wird, der für ein haus kämpft, das "in leipzig niemand braucht".
      indirekt sagt das einiges darüber aus, was man von ganz normalen bürgern hält.


      Sieh an, unsere Rakete ist also ein kleiner dickbäuchiger Mann in Shorts, der sich vom Autor mächtig auf den Schlips getreten fühlt :zwinkern:. Spaß beiseite, ich schätze, jeder kann sich denken, auf wen die Kritik von R. Julke abzielt. Oder?
    • @spacecowboy: wenn mir jemand auf den schlips treten könnte, wäre ich doch längst nicht mehr hier im forum... aber im ernst: wenn man sich schon auf einen "bürgerwillen" oder "volkszorn" beruft, kann man es meines erachtens nur tun, wenn man das konsequent durchhält. und das ergebnis will ich mir in anbetracht der vielen kleinen dickbäuche, denen gerade irgend etwas nicht passt, lieber nicht ausmalen.
    • Das war zu erwarten

      LVZ, 8. August 2006
      Brühlbebauung: Blechbüchse für Linkspartei tabu

      Gegen einen Abriss der Blechbüchse hat sich die Linkspartei im Stadtrat ausgesprochen. Ein Entscheidungskriterium bei der Abstimmung über eine Neubebauung des Brühls werde für seine Partei die Einbeziehung des Kaufhauses „bei Erhalt der Gebäudeform zum Goerdelerring und der Alu-Fassade“ sein, sagte Siegfried Schlegel, Fraktionssprecher für Stadtentwicklung. Außerdem forderte er die Schaffung von Wohnraum und Autostellflächen, eine Verlängerung der Katharinenstraße zum Ring sowie „ein Minimum an neuen Passagen und die nur unwesentliche Einengung des Brühl“.
      Wie berichtet, buhlen sechs Investoren um den Zuschlag der kommunalen Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft für die Neugestaltung des zentralen Areals.
    • Die PDS nehme ich dahingehend schon lange nicht mehr ernst. Sie war auch immer gegen den Abriss der "Brühlschen Platten". Jeder der die Platten kennt, als sie noch bewohnt waren, weiß, dass sich dort eine kriminelle Energie formiert hatte, die in Leipzig seinesgleichen suchte. Seitdem dort keiner mehr wohnt (seit ungefähr 2 Jahren), sind die Straftaten rund um die Platten (in den 1990er-Jahren hauptsächlich am Sachsenplatz, wo eine offene Drogenszene drohte) auf ein Minimum geschrumpft. Nein, solche Wohnplatten scheinen irgendwie immer Kriminelle anzuziehen, ob saniert oder nicht. Also weg damit, lieber gestern als heute.
    • Vielleicht sollte man mal groß bekanntmachen, was hinter der Blechfassade schlummert. Ich denke, ein gewisses Identifikationspotential ist durchaus da, vor allem für viele, die der DDR noch hinterhertrauern. Aber eventuell werden einige einem Abriß eher zustimmen, wenn dorthin was schönes kommt.... und nicht irgendeine 08/15-Neubebauung, gegen die die Blechbüchse noch kreativ ist.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Die "lizzy" veröffentlichte heute einen offenen Brief von besorgten Leipziger Architekten an den OBM, das ausgeschriebene Areal um die "Blechbüchse" nicht ausschließlich der Wirtschaft zu überlassen, sondern die Öffentlichkeit mit einzubeziehen (jawoll, mehr Transparenz, schließlich wird die kommunale LWB, die das Areal vergibt, von uns Steuerzahlern mitfinanziert): Link


      @Booni,

      man kann den Bürgern auch einreden, dass die Aluwaben-Haut, die jahrzehntelang das ehemalige Consument-Warenhaus umhüllte, identitätsstiftend sei. In diesen Tagen wird beispielsweise das riesige Marx Relief an der Uni, das fast genauso lang existiert wie die Alu-Haut, demontiert - und keinen juckt's. Sicherlich gibt es einige, die die Haut bestehen lassen wollen, und die sollen natürlich auch zu Wort kommen. Die Mehrheit sieht aber gewiss ein, dass eine städtebaulich und architektonisch akzeptable Lösung, die an dieser Stelle seit 1943 auf sich wartet, nur ohne Alu-Haut (und ohne Plattenbauten) realisiert werden kann.
    • @spacecowboy:
      dass die plattenbauten am brühl wegkommen sollen, hat doch nicht mal der pds-typ bestritten.

      anders sieht es mit der blechbüchse aus. im unterschied zu den meisten städten (in ost und west) gibt es im leipziger zentrum kaum (noch) 60er-jahre architektur. vieles (hotel "stadt leipzig", messeamt, "leipzig-information", ...) wurde bereits abgerissen. anderes wie die brühlbauten, uni-gebäude und der stasi-anbau werden demnächst verschwinden. wenn man sich diese aufzählung vor augen führt, wird deutlich, dass die blechbüchse zum besten unter den genannten gehört und bald so ziemlich das einzige architektonische zeugnis aus dieser epoche sein wird.
      für mich sind das zwei gute gründe, durchaus die alu-waben zu erhalten - wenn sich für ein fensterloses gebäude eine nutzung finden lässt. jedenfalls hat dass nichts mit ostalgie zu tun, sondern damit, dass es den reiz der leipziger innenstadt ausmacht, dass sich dort auf engstem raum gebäude aus allen epochen seit der romanik finden lassen - mit allen möglichen dachformen und fassadenmaterialien. da kann ein haus mit alu-haut nicht schaden, im gegenteil.