Kulturforum Berlin

  • Am Kulturforum gibt es zur Zeit im Foyer des Kammermusiksaals der Philharmonie eine sehr sehenswerte Ausstellung über Organische Architektur zu sehen. Für Berliner & Brandenburger auf jeden Fall einen Besuch wert.
    Die Ausstellung würde auch gut zum Motto dieses Forums "Architektur für Meschen" passen:, denn der Untertitel der Ausstellung heißt: "Mensch und Natur als Inspirationsquelle".


    Noch bis zum 08.12.04 ist sie von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Das eigenwillige schöne Ensemble von Philharmonie und Kl. Philharmonie von Hans Scharoun ist ja eines der berühmtesten Beispiele für Organisches Bauen.


    Unter http://www.organische-architektur.org/de/frameset.html gibt es weiterführende Informationen.


    Unter anderen gibts da zu lesen:


    Frank Lloyd Wright, Antoni Gaudi und Hans Scharoun gehören zu den Architekten mit Weltruhm, die „organisch“ bauten. Ihre Entwürfe entstanden im Dialog mit der Natur. Diese ganz besondere Architektursprache präsentiert jetzt die Fördergesellschaft Internationales Forum Mensch und Architektur Deutschland e.V.(IFMA) in einer Ausstellung vom 13. September bis zum 8. Dezember in der Berliner Philharmonie.


    Organische Architektur bezieht ihre Inspirationen aus der lebendigen Natur. Sie hält in ihren äußeren Formen und inneren Bauplänen eine unendliche Fülle an Ideen und Lösungen bereit. Ein Gebäude kann durch spezifische Materialwahl mit seiner Umgebung verbunden sein oder durch Oberflächengestaltung und konstruktive Glieder wie zum Leben erweckt erscheinen. Eine Solarzelle auf dem Dach oder eine krumme Wand machen jedoch noch lange kein organisches Gebäude. Was also ist organische Architektur?


    Zum ersten Mal in Deutschland bietet nun eine Ausstellung einen umfassenden Überblick über Entwicklung und Hintergründe einer weltweiten, rund 100 Jahre alten Architektur-Idee, die nach wie vor hochaktuell ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts half sie mit, die Fesseln des Historismus zu sprengen. Pioniere wie Frank Lloyd Wright, Antoni Gaudi, Rudolf Steiner oder Hans Scharoun schufen Gebäude, die schon bei ihrer Entstehung für Aufsehen sorgten und heute zu den Prototypen der Moderne gehören. Als Architekturströmung überlebte sie die Tendenzen und Moden der Zeit und erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit.


    Der Hauptteil der Ausstellung zeigt Früchte dieser Aufbauarbeit: Organische Architektur der vergangenen 10 bis 20 Jahre aus aller Welt: Vom Kindergarten unter Palmen über Siedlungsprojekte in Deutschland bis zur Bankzentrale in den Niederlanden ist in über 50 Projekten wohl kaum eine Bauaufgabe ausgelassen. Die Sammlung präsentiert Modelle, Fotos und Plänen.


    In einer Zeit, in der »fraktale Geometrien« in der Natur entdeckt werden, in der dynamisch-bewegte Formen nicht nur im Retro-Design der 50er Jahre, sondern auch in der Architektur Konjunktur haben und »biomorphe« Architekturen wie das Guggenheim-Museum von Frank O. Gehry in Bilbao ganze Pilgerströme auslösen, gleichzeitig aber auch das Bewusstsein für Umwelt und Gesundheit steigt, ist es an der Zeit, den vielfältigen Erscheinungsformen organischen Bauens nachzugehen.

  • Ein aktueller Artikel über einen Menschen, der sich für Scharouns Kulturforum einsetzt, wie kann man nur?



    Der lange Kampf ums Kulturforum


    "Seit Jahrzehnten setzt sich Architekt Edgar Wisniewski hartnäckig für die Vollendung des Ensembles im Sinne Scharouns ein



    Nein, sein Alter möchte er "lieber nicht" nennen. "Als Freiberufler meiner Generation ist es besser, das nicht zu sagen, man gehört da schnell zum alten Eisen", glaubt Edgar Wisniewski und streicht sich durch sein weißes Haar. Lieber spricht der Architekt und langjährige Partner von Hans Scharoun über das, was seit nunmehr 48 Jahren sein Leben bestimmt: die Planungen und Realisierungen von Philharmonie, Kammermusiksaal sowie Neuer Staatsbibliothek und nicht zuletzt der jahrzehntelange Kampf um die Vollendung des Kulturforums im Sinne Scharouns.



    Ein Kampf, den Wisniewski auch gegen Senatsbaudirektor Hans Stimmann führt. Denn Berlins mächtiger Baudirektor plant massive Veränderungen und Eingriffe auf dem etwa 20 Hektar großen Gelände, daß im Schatten des Potsdamer Platzes ein bislang eher unbelebtes Dasein fristet. Wie dieser laut Stimmann "Elefantenfriedhof berühmter Architekten" belebt werden könnte, wird auch bald wieder Thema im Senat sein. Wann Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) allerdings die überarbeitete Senatsvorlage zur Gestaltung des Kulturforums im Abgeordnetenhaus einbringt, steht noch nicht fest. Klar ist bislang nur, daß Stimmann Scharouns Nachkriegs-Vision für überholt hält. Dieser wollte das Kulturforum zwischen Philharmonie und Neuer Nationalgalerie mit dem bereits 1963 geplanten Künstlergästehaus als Kommunikationszentrum vollenden. "Stimmann will statt dessen wieder seine Blockbebauung durchsetzen. Genau das Gegenteil von Scharouns Stadtlandschaft Kulturforum, das nur als Ensemble von Dominanten und Freiräumen funktionieren kann, so daß jedes der herausragenden Gebäude wie die Philharmonie, die St. Matthäus-Kirche oder die Neue Nationalgalerie in seiner Individualität erkennbar ist" sagt Wisniewski und rollt einen riesigen Plan aus. Der Weggefährte Scharouns hat offenbar im Laufe der Jahrzehnte gelernt, mit Widerständen zu leben. Wenn Wisniewski über das Kulturforum spricht, läßt er kaum durchblicken, wie sehr ihn sein bislang erfolgloses Engagement für den Bau des Künstlergästehauses anficht. Sätze wie "der ewige Kampf geht schon an die Substanz" oder "ich werde totgeschwiegen" bleiben Ausnahmen im Fluß der Ausführungen. Auch Scharoun sei als Vertreter des organischen Bauens sein ganzes Leben bekämpft worden, sagt Wisniewski und fast scheint es, als helfe ihm dies, damit umzugehen, daß der bereits 1964 prämierte Entwurf für die Neue Staatsbibliothek und das Gästehaus in 31 Jahren nicht vollends realisiert wurde.


    "Philharmonie nie - diesen Slogan der Scharoun-Gegner" höre er noch heute, sagt Wisniewski und erinnert, daß "wir es Karajan zu verdanken haben, daß die Philharmonie allen Widerständen zum Trotz realisiert werden konnte." Karajan drohte, Berlin zu verlassen. Scharoun und Wisniewski bauten die Philharmonie. "Das war der Anfang des Kulturforums". Nach Scharouns Tod im Jahr 1972 realisierte Wisniewski die Neue Staatsbibliothek (1978), den Kammermusiksaal (1988) und das Musikinstrumentenmuseum (1984).


    1957 holte Hans Scharoun, der bereits nach dem Ersten Weltkrieg als renommierter Vertreter des "Neuen Bauens" galt und nach dem Zweiten Weltkrieg als TU-Professor Städtebau lehrte, den jungen Architekten Wisniewski für die Planungen der Philharmonie in sein Büro.


    [...]


    Der Musik soll neben Kunst, Kultur und Kommunikation in dem seit 1964 geplanten Künstlergästehaus Mitte dann auch wesentliche Bedeutung eingeräumt werden. "Wir wollen dort jetzt unter anderem in Zusammenarbeit mit Sir Simon Rattle ein Education-Center integrieren, wo die Philharmoniker mit Schulkindern und Jugendlichen arbeiten können", erläutert Wisniewski. Neben einem Multifunktionssaal, der auch als Probe- und Aufnahmestudio genutzt werden könne, seien Maisonettes für Musiker, ein Musikcafé und Galerien vorgesehen.


    Glaubt Wisniewski noch an die Realisierung des Künstlergästehauses? "Ja", sagt er, "das Haus mit seiner Piazza wird als Kommunikationszentrum das gesamte Forum beleben" und außerdem sei die private Finanzierung durch eine Investorengruppe gesichert."


    Quelle: http://morgenpost.berlin1.de/c…01/31/bezirke/731984.html



    Schade, dass es noch nichts Neues über Stimmanns Pläne gibt, aber Wisniewski, dieser Vertreter der "Greisenmoderne", hat sowieso keine Chance sich durchzusetzen.

  • folgende nachricht versendet das neue forum http://www.plattformnachwuchsarchitekten.de
    für die berliner hier im forum sicher von interesse:


    (das forum arbeitet mit der üblichen modernistischen polemik gegen traditionelle architektur, wie man unschwer an der wortwahl und den vergleichen feststellen kann.




    "Kulturforum V - Zunehmende Mussolinisierung Stimmann ¹scher Planungsphilosophie



    "Das gestrige 72. Architekturgespräch der Architekturwerkstatt in der
    Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zum Kulturforum V, Thema:
    “Kolonnaden - ein zeitgemäßes Gestaltungselement?³ übertraf unsere
    pessimistischsten Vorstellungen. Zum Glück hat das ZDF diese Vorstellung
    aufgenommen, als Zeitdokument für die zunehmende Mussolinisierung
    Stimmann¹scher Planungsphilosophie.


    Senatsbaudirektor Stimmann erklärte einleitend, wir säßen heute Abend in
    einem der schönsten Räume Berlins: in der Säulen- (oder Stützen-?)halle der
    Gemäldegalerie von Hilmer & Sattler. Er zeigte dann bewundernd eine Skizze
    von Christoph Sattler, die einen Kolonnadenentwurf für das Kulturforum
    zeigt.


    “Heute abend³, meinte Herr Stimmann, dürfe es aber bitte schön nicht darum
    gehen wie die “Verschönerung³ des Kulturforums zu finanzieren sei, sondern
    allein um die Frage, WIE die Kolonnade zur Einfassung der heterogenen
    Museumsbauten auf dem Kulturforum auszusehen habe. Diese Kolonnade sei
    nämlich bereits Konsens innerhalb der Senatsverwaltung. Alles jenseits der
    sog. “Piazetta³, die zum Abriß freigegeben sei, dürfe er heute Abend nicht
    zeigen, da es noch nicht innerhalb der Senatsverwaltung abgestimmt sei. Er
    meinte damit die Scharoun¹sche Stadtlandschaft und wie sie einzubinden sei.
    Also blendete das eingeladene Podium diesen Teil des Kulturforums in den
    Überlegungen an diesem Abend aus.


    Herr Stimmann ließ Prof. Augusto Burelli als Ersten über die Kolonnade
    referieren, die dieser anhand monumentaler Beispiele von der Antike bis zur
    Jetztzeit als DAS Gestaltungselement zur “Erhöhung³ öffentlicher Bauten
    feierte. Dabei konnte sich der Italiener, der sich Berlin-Liebhaber nennt,
    nicht verkneifen zu sagen, daß die Faschisten durchaus anständige
    Architektur zu Wege gebracht hätten und die Deutschen leider ein Problem im
    natürlichen Umgang mit Monumentalität hätten.


    Prof. Klaus Theo Brenner stellte das Entwurfskonzept vor, das sich die
    Planungsgruppe um Dr. Hans Stimmann “unter Schweißtropfen³ (Zitat Stimmann)
    erarbeitet hat. Dieses sieht neben dem Abriß der “Piazetta³ einen riesigen
    quadratischen Platz vor, der von einer ca. 9 m hohen Kolonnade umfaßt wird.


    Nach einem Vortrag von Frau Dr. Eva-Maria Barkhofen u.a. über den
    Unterschied zwischen Säule und Stütze und wie nur das eine und nicht das
    andere eine wirkliche Kolonnade formt, forderte diese später mehr Mut für
    eine monumentale Kolonnade, denn nur diese könne die heterogenen
    Museumsbauten am Kulturforum aufwerten.


    Prof. Hans Kollhoff durfte dann der Veranstaltung noch einen intellektuellen
    Überbau geben und darauf verweisen, daß die Deutschen eventuell zu Recht
    Angst vor Kolonnaden und Monumentalität hätten. Dann verlor er sich jedoch
    in einem Zwiegespräch mit seinem ehemaligen Büronachbarn und
    Architektenkollegen Prof. Klaus Theo Brenner über die Ausführung dessen
    Entwurfs. “Theo³, ein bißchen mehr Mut täte Deiner Kolonnade gut, an den
    Ecken ein wenig kräftiger und dort bitte ein bißchen mehr Fleisch!


    Nach 1 1/2 Stunden solcher Ausführungen durfte das Publikum sprechen. Alle
    gut gemeinten und fundierten Einwände wurden niedergebügelt - wie immer im
    Stimmann¹schen Architekturgespräch.


    Die mehrfache Wortmeldung von Theresa Keilhacker wurde geflissentlich
    übergangen (wahrscheinlich hatte sie an den falschen Stellen geklatscht),
    das Mikrofon gab man nach Möglichkeit den Anhängern Stimmann¹scher
    Planungsphilosophie. So durfte dann Gerwin Zohlen “stellvertretend³ für das
    Publikum das Schlußwort sprechen und Hans Stimmann und seinen Mitstreitern
    in allen Punkten Recht geben.


    Wir fragen uns: wie lange müssen wir diese ideologisch verbohrten Männer in
    Berlin noch ertragen?



    http://www.plattformnachwuchsarchitekten.de">http://www.plattformnachwuchsarchitekten.de
    Ansprechpartner: Theresa Keilhacker
    Wilsnacker Str. 43
    D-10559 Berlin
    fon: +49 / 30 / 390 308 29
    fax: +49 / 30 / 397 54 24
    Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
    email: mailto:info@plattformnachwuchsarchitekten.de">info@plattformnachwuchsarchitekten.de


    weitere Informationen unter:



    Crumbling Metropolis
    Vortrag und Diskussion zur Ostmoderne in Berlin
    http://www.BauNetz.de/db/news/?news_id=78628


    Kein Exportschlager für Baukultur
    Bauakademie-Attrappe in Berlin fertig
    http://www.BauNetz.de/db/news/?news_id=79012


    Kontra Rekonstruktion
    http://www.db.bauzeitung.de/sixcms/detail.php?id=159701


    Nachwuchsarchitekten
    Diskussion im Palast der Republik in Berlin
    http://www.BauNetz.de/db/news/?news_id=79342


    Metropole der Mobilität
    Diskussionsveranstaltung in Berlin
    http://www.BauNetz.de/db/news/?news_id=79760

  • Tja... typischer Hilfeschrei.
    Hoffentlich gehen sie bald unter. Auch wenn mir die obige Diskussion ziemlich egal ist.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • ich bin immer wieder traurig, wen nich so etwas lesen muss. was sind das für völlig fehlerzogene kreaturen? ist denn an denen alles schiefgegangen?


    auch wenn stimmann urheber vielen schlechtes ist - sein planwerk innenstadt hat berlin mitt eost vor der völligen zerstörung bewahrt.


    "zunehmende Mussolinisierung "


    hier ganz am anfang mekr man schon: von ästhetik keine ahnung, sondern reine dumm-pseudo-antifaschistische politik.


    "daß die Faschisten"


    klar, wie ich sagte, linke idioten, ein bisschen formale bildung, wenig hirn und gar nicht schlau, versuchen in allem, was ihnen gerade mal nicht gefällt, irgendetwas verschwommen "faschistoides" zu entdecken. die enzige anti-faschistische und moderne architektur ist der schmodder von denen...
    herr, wirf hirn vom himmel!...


    "Die mehrfache Wortmeldung von Theresa Keilhacker wurde geflissentlich
    übergangen (wahrscheinlich hatte sie an den falschen Stellen geklatscht)"


    noch ein wenig verschwörungstheorie, dabei bauen diese nachwuchs-banausen ohnehin schon halb berlin in schutt und asche.


    "wie lange müssen wir diese ideologisch verbohrten Männer in
    Berlin noch ertragen? "


    oh ja. da merkt man es bei der alten antifa-kampf-lesbe.
    im grunde gilt nur eine formel: männer=nazis=gegner_von_ihr.
    mann o mann, wie dämlich kann ein einziges lebeween eigentlich sein...

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • howdy anti,


    das waren ja ganz fiese politisch total unkorrekte beschimpfungen der armen theresa (alias antifa-kampf-lesbe :ba: ).

    geht mir aber genau wie dir, eine mischung aus durchschnittsintelligenz und hoher schwachsinns-sendungsaktivität weckt auch bei mir die groesste agressivität.


    die sprechende 80er jahre klischeeschublade sozusagen.
    mach die lade zu und ruhe ist, sollte man meinen.


    aber tröste dich, der zeitgeist hat es lange den links-mainstreamlern sehr leicht gemacht, da wurden selbst geborene profi-wg-küchenpflanzengiesser auf einmal zu stararchitekten.


    das ist aber jetzt vorbei, und den seich hört sich tatsächlich selbst in der öff. verwaltung kaum jemand mehr an, so., weniger und weniger.


    leider ist aber die stoiber-spiesser-rechte auch nicht intelligenter, die bauen vielleicht mit viel glück etwas ästhetischer, aber nicht weil sie's blicken, sondern weil sie sich anderer klischees bedienen um ihre umwelt verstehen zu können.


    und da hat die gute theresa vermutlich gar nicht mal so unrecht.


    das projekt auf der plattformnachwuchsblinder beim friedrichswerder ist aber auch wieder so schlecht... ob es da vielleicht wirklich eine krankhafte visuelle-intelligenz-insuffizienz bei diesen kisten-klötze bauern gibt??

  • @ Marc: "Stoiber-Spiesser-Rechte": Du weisst aber nicht wirklich wovon Du sprichst: Stoiber ist der faehigste Politiker, den Deutschland derzeit hat, das von ihm regierte Bayern, steht wirtschaftlich, bildungspolitisch, sowie im Hinblich auf die (regionale) Kulturpflege am Besten in Deutschland dar, & man sollte Politiker nach Ihrer Leistung & nichts anderem beurteilen. Was Stoiber Deiner Meinung nach mit Rechts zu tun hat weiss ich nicht, der man tritt fuer sein Land ein - so wie es jeder Politiker tun sollte & es die deutschen leider allzu wenig tun (soll Rot-Gruen doch demnaechst in Polen kandidieren: deren Interessen scheinen sie weitaus besser zu vertreten).


    PS: Ich bin nicht aus Bayern, aber wenn ich in Deutschland leben wuerde, wuerd ich doert leben wollen.

    „Ein Volk, das von seiner Geschichte sich trennt, und wenn ihm Schmach auf der Stirne brennt, wird von Gott von der Tafel gelöscht.“ - Otto von Bismarck

  • Stoiber ein fähiger Politiker? Selten so gut gelacht. Da du die Bildungspolitik ansprichst möchte ich mal auf die überstürtzte Einführung des achtjährigen Gymnasiums verweisen. Die Festellung von marc!, dass Stoiber in der rechten Ecke anzusiedeln ist, möchte ich mit folgendem Zitat unterstreichen: "Die durchrasste und durchmischte Gesellschaft ist eine Gefahr für Deutschland". Ich stell mir gerade vor, dass die Wahl02 anders ausgegagen wäre, ein Schreckensszenario. Nun zur Wirtschaft. Schau mal in die Oberpfalz oder den Bayrischen Wald, dort siehst du die Wirtschaftspoltik von Edi "Amigo" Stoiber. Jetzt beurteil ihn mal nach seiner Leistung. Hällst du ihn immer noch für den fähigsten Poltiker Deutschlands?


    P. S. Die eventuell im Beitrag befindlichen Rechtschreibfehler sind das Produkt der "besten" Bildungspolitik Deutschlands (K12, Gymnasium in Oberbayern). :zwinkern:


    Aber eigentlich geht es hier ums Berliner Kulturforum. Mein Vorschlag dazu wäre, den historischen Strassenverlauf so weit wei möglich wieder herzustellen. ich weiß natürlich, dass das ohne den Abriss einiger Gebäude (Philharmonie, Nationalgalerie, etc.) nicht vollständig möglich ist, aber es könnte ja wie folgt gehen: Erhalt der architektonisch wertvollen Gebäude (z. B. Philharmonie, neue Nationalgallerie) und Rekonstruktion bzw. traditioneller Neubau der übrigen Flächen unter wiederherstellung der Straßenführung, außer natürlich bei den schon mehrmals genannten Gebäuden.

  • Ich würde euch als lokaler Moderator für die Berlin-Themen doch bitten, beim Thema Kulturforum zu bleiben.
    Falls ihr eine Diskussion über Stoiber, die bayrische Bildungs- und Wirtschaftspolitik oder ähnliches führen möchtet, tut das doch bitte in Auerbachs Keller.

  • So hässlich die Gebäude auch sind, die Akustik sowohl des Kammermusiksaals als auch der Philharmonie ist grandios.


    ---


    Es ist natürlich unnötig zu erwähnen, dass West Berlin seine Philharmonie in den 50ern in die Luft jagte. Und dieses obwohl sie den Krieg eigentlich gut überstanden hatte. Die Aussenmauern waren komplett erhalten. Lange Rede kurzer Sinn, wir sind ja hier im roten, sozialen und fortschrittlichen West-Berlin und nicht etwa in diesen reaktionären Städten wie Wien, Bayreuth, Salzburg oder München, dort wo Rechtsradikale so bescheuert waren und Opernhäuser und Konzertsääle zu rekonstruieren, um sie heute Millionen von Touristen vorzuführen.


    Hier ein paar Impressionen von dem was wir heute verpassen:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658c06b.jpg
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658c08b.jpg
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658c12b.jpg


    Bild direkt nach dem Krieg:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658c13b.jpg
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658d03b.jpg


    Und das haben die West Berliner dafür bekommen:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI00124a12b.jpg


    Auch immer Sehenswert das Haus der sozialen Arbeit samt Schaubühne:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI03658f01b.jpg


    Oder das schöne Theater Scala:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI09241d05b.jpg


  • Quelle: http://www.welt.de/data/2005/04/25/709719.html


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    Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/04/25/a0231.nf/text.ges,1

  • Ich sehe die baulichen Veränderungen in Bezug auf den neuen Strassenverlauf auch als Bereicherung gegenüber der jetzigen Situation an, allerdings entsteht zwischen Kunstgewerbemuseum und St. Matthäikirche ein als Museumsturm bezeichnetes Hochhaus. Die Braunfels-Seite stilisiert diesen gar als Gegenpol zu den "Kommerztürmen" des Potsdamer Platzes hoch und es wird wieder die vielbeschworene Skyline als so gern gesehenes Schlagwort und Attribut des Fortschritts eingebracht.


    Die Riegelneubauten rechts neben der Kirche lassen Blockrandorientierung vermissen und nehmen der Kirche durch diese Blockade mittels Riegel dessen Sichtbeziehungen, vor allem zu den neu zu enstehenden Torbauten.
    Da auch die erwähnten Kolonnaden nirgends zu sehen sind, denke ich, daß es sich bei der Visualisierung nicht um den Stimmannschen Entwurf handelt

  • straßen und platz sind in ordnung, auch die zwei torbauten, aber alles andere ist müll. und ein hochhaus neben der kirche geht schon gar nicht.


    wirklich lachen musste ich, dass die sozis die kolonnaden als "rückwärtsgewannt" bezeichene und scharoun wollen, wo doch der ein ebenso uralter hut ist und damit mindestens so rückwärtsgewandt.


    wobei kolonnaden den vorteil haben, dass sie klassisch, d.h. ewig sind, im gegensatz zu scharoun, der eine bloße nachkriegsmode verkörpert.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Ein augezeichneter Beitrag im "Kulturform Dialog":


    Scharoun als statisches Modell

    Noch ist die Zeit nicht gekommen, die sechziger und siebziger Jahre jenseits pauschaler Vorurteile zu betrachten. Am Beispiel des Kulturforums erfährt man ja auch gegenwärtig, wie belastet die Auseinandersetzung ist. Noch immer gibt es eine streitbare Gruppe, die mit geradezu ideologischer Militanz auf die Vollendung der damals geträumten Sehnsüchte pocht.

    Natürlich steht dahinter ein quasireligiöses Sendungsbewusstsein, das sich nur mühsam mit der Würdigung des Großmeisters Scharoun bemäntelt. Eigentlich ist es die sture Uneinsichtigkeit, nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, dass sich die Erde bewegt. Die Wisnewskis von Berlin beharren auf einem statischen Modell, das für sie zugleich ein finales ist: Die letztgültige Wahrheit, dies ist der Kern der Lehre, hatte Scharoun gefunden. Deshalb müssen sich seine Jünger bis zum jüngsten Tag berufen fühlen, die Mission zu erfüllen. Ein gespenstisches Denken!


    Respekt wird mit Dogma verwechselt. Das Fortschreiten in der Zeit muß ignoriert werden, damit die ursprünglichen Ideen rein bleiben. Problematisch ist, dass sowohl Scharoun als auch dessen Planungen noch immer von einer Aura umweht werden. Dieser Heiligenschein erschwert, nein, er verhindert eine nüchterne Auseinandersetzung. Doch ist die Verschränkung von Scharoun und der Mythenbildung zugleich der Nährboden für das fortwährende Problem. Zugespitzt: Selbst mit den besten Argumenten lässt sich mit den Wisnewskis keine Debatte führen, weil es sich um ein hermetisches Glaubenssystem handelt. Jeder Einwurf wird folgerichtig als Häresie abgetan.


    Scharoun hatte als Präsident der Akademie der Künste zu einer Aktion aufgerufen, um endlich der verhassten Stadt des 19. Jahrhunderts den Garaus zu machen: "Schlagt den Stuck von den Fassaden, wo ihr ihn trefft, denn der Stuck an den Häusern entspricht dem Stuck in den Köpfen!" Solche Radikalität zielte auf entschlossene Umerziehung auch derjenigen, die dazu nicht willens waren. Heute reklamieren die Wisnewskis eine Art Musealisierung ihrer damaligen Intentionen. Wenngleich es aussichtslos sein dürfte, diesen Sendboten ihre Vergeblichkeit zu erläutern, sollte in der öffentlichen Diskussion das jeweils Zeitgebundene des gestalteten Raums nicht verschwiegen werden. Insofern ist es völlig absurd, vierzig Jahre alte Handskizzen im vergangenen Geist auferstehen zu lassen.


    Duewel


    http://www.stadtentwicklung.be…8&view=detail&id_item=211

  • lol, was für'n Schrott.
    Insbesondere die neuen Gebäude wider die Blockrandbebauung schmerzen.


    Seitenzitat:
    "Der nun vom Senat beschlossene Masterplan bestätigt das bisherige Konzept im Grundsatz, folgt jedoch stärker dem Scharounschen Leitbild, aus Solitären eine moderne Stadtlandschaft zu formulieren."


    Gute Nacht

  • gut am neuen entwurf ist die achse, die auf die mathäikirche zuführt. das wertet auf.


    aber der rest...


    und das instrumentenmuseum sollte man dringend mal abreißen.



    ____



    man möge mir verzeihen, wenn dieser artikel noch an anderer stelle ztitiert wird:
    Wo einmal nichts war

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.