Dresden - die Friedrichstadt

  • Endlich gibt es einen gewissen Lichtblick für diesen vernachlässigten Stadtteil, der nach einigen Abrissen wertvoller Bausubstanz und der zweifelhaften Aufwertung durch verschiedene Neubauten (B&B Hotel usw.) etwas mehr Zuwendung durchaus vertragen dürfte.


    Quote

    Barocke Ruine in Friedrichstadt wird saniert
    Noch in diesem Jahr soll mit der Restaurierungdes Hauses an der Friedrichstraße 26 begonnen werden.


    An der Friedrichstraße 26 steht das einzige erhaltene Manufakturarbeiterhaus aus dem 18.Jahrhundert. 15 Jahre dauerten die Debatten darüber, was mit diesem geschichtsträchtigen Gebäude passieren soll. Investoren kamen und gingen angesichts der ruinösen Sanierungskosten wieder. Seit letzter Woche ist jedoch klar, dass das Haus gerettet wird.


    Quelle: SZ


    Leider steht der Bau zwichen einem überdimensionierten Gründerzeitler und einem ebensolchen postmodernen Nachwendependant etwas eingekeilt, wodurch er in seiner Wirkung stark eingeschränkt ist. Nichtsdestotrotz ist die angekündigte Sanierung nach den Abrissen der letzten Jahren vis a vis und dem geplanten "Rückbau" in der Roßthaler Straße sicher ein Hoffnungsschimmer.

  • Hier Bilder von mir dazu


    das besagte Manufakturgebäude




    In der Schäferstraße saniert die Ventar-AG dieses Gebäude



    Zu den Abrissplänen in der Roßthaler/Schweriner Straße ist zu sagen, dass dem Eilantrag der Grünen gegen den Abriss stattgegeben wurde und die Investorensuche weitergeht. Wenn bis November keiner gefunden ist, droht erneut die Abrissbirne. Es stehen aber, wenn man der SZ glauben kann, bereits welche bereit. Drücken wir die Daumen, dass die Häuser gerettet werden.


    Hier ein Bild von Miwori



    Gruß DV

  • Quote

    Abrisshäuser sollen verkauft werden
    Friedrichstadt


    Die Stadt will die vom Abriss bedrohten Gründerzeithäuser an der Roßthaler Straße 1 und 2 und an der Schweriner Straße 63 verkaufen. Bis zum 10. September können Kaufgebote abgegeben werden. Erste Interessenten für die Häuser gibt es schon. Deren Ideen sehen Proberäume für die Studenten der Musikhochschule vor oder eine Mischung aus Kreativbüros, Ateliers, Appartements und Proberäumen. Der Verkauf soll jetzt schnellstmöglich erfolgen.


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    :applaus:

  • Quote from "DarkVision"

    das besagte Manufakturgebäude



    Auf dem Bild kann man sehr gut die fatale städtebauliche Situation dieses Gebäudes sehen. Es scheint zwischen zwei Riesen eingekeilt, die es fast zu zerdrücken scheinen. Schade, da man hier in den 90'er Jahren auch die Weichen hätte anders stellen können.
    Der Rest der Straßenflucht ist auf diesem Bildausschnitt natürlich ein Graus. Es gibt noch viele Ruinen, einen anständigen postmodernen Neubau und die furchtbaren Hotelbaracken an der Kreuzung. Man sieht also, dass die Friedrichstadt nicht umsonst als Brennpunkt jeglicher Art gilt, was in Anbetracht der vielen auch barocken Bausubstanz wiederum schade ist.

  • Das könnte eigentlich ein perfekter (Halb-)Studentenstadtteil werden, dann müssten diese nicht mehr in den DDR-Platten und Quaderhochhäusern wohnen … Ein furchtbarer Fehler, Wohnhäuser höher zu bauen als die Kirchen- und Schlosstürme.


    Das Hotel (und das Parkhaus) sind einfach ein Graus. Wer sowas abnickt, hat keinerlei Feingefühl und Weitsicht.

  • Quote from "heiji"

    Ein furchtbarer Fehler, Wohnhäuser höher zu bauen als die Kirchen- und Schlosstürme.


    Hierin kann ich Dir nur zustimmen, heiji.

  • Beim Namen Nettekoven schwillt mir mittlerweile derart der Kamm


    Neues aus dem Gruselkabinett Dresden: Quelle: Sz-online...der komplette Artikel ist für mich nicht einsehbar.


    Quote

    Florana will altes Haus abreißen


    Friedrichstadt


    Für die Errichtung des geplanten Stadtteilzentrums will der Investor Florana KG das leer stehende Haus auf der Weißeritzstraße 26 abreißen. An dieser Stelle soll die Einfahrt für die Warenanlieferung entstehen. Das Grundstück soll jedoch wieder mit einem Haus bebaut werden, wie Florana-Chef Heinz Nettekoven mitteilt.


    Hier nochmal der "tolle" Ersatz dafür, dass wieder ein Stück von der alten Friedrichstadt weg soll.


    Florana - Grundstcksverwaltungs- und Immobilienverwertungs KG


    Bing Maps - Wegbeschreibungen, Routen, Verkehr


    Es ist vielleicht kein besonders herausragendes Gebäude, aber allemal besser als das, was profitorientierte Billigarchitektur von der Stange als Ersatz zu bieten hat. An beiden Seiten grenzt nutzloses Brachland an. Für die Warenanlieferung wäre also genug Platz, wenn man wöllte.


    Gruß DV

  • Quote from "DarkVision"

    Es ist vielleicht kein besonders herausragendes Gebäude, aber allemal besser als das, was profitorientierte Billigarchitektur von der Stange als Ersatz zu bieten hat. An beiden Seiten grenzt nutzloses Brachland an. Für die Warenanlieferung wäre also genug Platz, wenn man wöllte.


    Gruß DV


    Das fiel mir auch beim Betrachten der Luftbilder auf. Massig Platz überall für eine Einfahrt, ausgerechnet wo noch Substanz steht, wird sowas hingeplant und damit die Substanz zerstört. Echt nachhaltig sowas … Wieso kann man nicht den ganzen Blockrand mit solchen historischen Bauten zubasteln (ala Schlossstrasse momentan)? Wieso muss es immer so ein oller Riesenklotz sein?

  • Quote

    Privater Investor saniert Gründerzeithäuser


    Die Grünen hatten den Abriss der Gebäude in der Friedrichstadt in letzter Minute verhindert.
    Die Gründerzeithäuser in der Schweriner Straße 63 und der Roßthaler Straße 1 in der Friedrichstadt sollen verkauft werden. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt im Bauausschuss mit. Für Grünen-Stadtrat Thomas Löser ist das ein schöner Teilerfolg. „Die Häuser werden verkauft und saniert, es ist eine Wohnnutzung vorgesehen. Die Sanierung wird im Kaufvertrag festgeschrieben, sodass ein spekulativer Grundstückserwerb ausgeschlossen werden kann“, sagt er...


    Schsische Zeitung [online] - Nachrichten Dresden: Lokale News, Politik, Veranstaltungen, Wirtschaft


    Die Grünen. Einmal hui - dann wieder pfui.

  • Quote

    Dresden. Bis Frühjahr 2012 will die Firma „Florana" die „Friedrichstadt-Passage" mit 250 Parkplätzen an der Weißeritzstraße, gegenüber dem Bahnhof Mitte, bauen. Auf knapp 7000 Quadratmetern und vier Etagen Platz bieten für Arztpraxen, Büros, Geschäfte und Restaurants. Für die lichtdurchflutete Architektur zeichnet das Büro „sgp" aus Meckenheim bei Bonn verantwortlich. Deren Pläne setzten sich im Februar bei einem Projektwettbewerb durch



    http://www.dnn-online.de/dresd…-/r-citynews-a-11002.html


    Visualisierung:


    http://www.dnn-online.de/dresd…r-citynews-a-11002-0.html


    Na ja. Immer noch besser als diese Löbtaupassage mit 2 Sichtfassaden und dahinter parkende Autos und Lüftungsrohren. :augenrollen:

  • Trotzdem, ein weiteres, absolutes Armutszeugnis heutiger Architektur :daumenunten: .

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Quote from "bilderbuch"

    Auf dem Bild kann man sehr gut die fatale städtebauliche Situation dieses Gebäudes sehen. Es scheint zwischen zwei Riesen eingekeilt, die es fast zu zerdrücken scheinen. Schade, da man hier in den 90'er Jahren auch die Weichen hätte anders stellen können.

    Stimmt. Aber der Nachwendebau ist für sich genommen ein Lichtblick. Man stelle sich vor, in der Wilsdruffer Straße würde so gebaut - anstelle der grauenhaften Altmarktgalerieerweiterung.

  • im doch etwas trostlosen Gebiet zwischen Löbtau und Friedrichstadt tut sich was


    Bing Maps - Wegbeschreibungen, Routen, Verkehr


    Das sozialistische Quaderhäuschen oben links wird abgerissen


    und hier finden nun auch zunehmend Sanierungen statt:


    Wölfnitzstraße 4,


    Wölfnitzstraße 4 dresden - Google Maps


    Bauhofstraße 15


    Bauhofstraße 15 dresden - Google Maps


    Floßhofstraße 6


    Floßhofstraße 6 dresden - Google Maps


    Wollen wir hoffen, dass für


    Wölfnitzstraße 4 dresden - Google Maps


    Wölfnitzstraße 4 dresden - Google Maps


    Wölfnitzstraße 4 dresden - Google Maps
    maps.google.de/maps?q=W%C3%B6lfn ... G3fG0QqABw


    Wölfnitzstraße 4 dresden - Google Maps


    ...sich auch noch solvente Investoren finden :)


    Gruß DV


  • Quelle: Bild von Miwori


    http://www.sz-online.de/nachri…fotos.asp?artikel=2721511


    Würde mich nicht wundern, wenn das ne Auftragsbrandstiftung war um jetzt wieder mit dem Abrissargument um die Ecke zu kommen.


    Vielleicht erinnert ihr euch. Die Häuser wollte die Stadt letztes Jahr bereits mit Fördergeldern abreißen lassen und dieser Abriss konnte nur durch einen Eilantrag des Stadtrats der Grünen Lösers verhindert werden. Die Häuser wurden gar für eine recht hohe Geldsumme verkauft und sollten in diesem Jahr saniert werden. Mir schwant übles... :kopfschuetteln:


    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2721511


    Gruß DV


    P.S. Avatar angepasst...es zeigt den Eckerker Schweriner Str. 63

  • Wer hier an Zufall glaubt, ist mit dem Klammersack gepudert.

    "Wer das Weinen verlernt hat,
    der lernt es wieder beim Untergang Dresdens."


    Gerhart Hauptmann (1862-1946)

  • Wem nützt eine Brandstiftung in diesem Fall? Ich finde es echt schade, wenn schöne alte Häuser von irgendwelchen Vandalen angezündet werden...noch dazu in Dresden, wo heutzutage ohnedies nicht mehr allzuviel Schönes leider mehr steht. Dabei gäbe es wirklich geeignetere Buden in dieser Stadt, bei welchen so ein kleines Kabelbrändchen ungeahnte Verbesserungen fürs Dresdner Stadtbild ergäben täten...Kulturpalast, Advanta-Riegel, Coselpalaisanbau,... :pfeifengelb: :pfeifengelb: :pfeifengelb:

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)