Wiederaufbau der Bauakademie

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Ehrlich gesagt agiert der Förderverein Bauakademie bei facebook recht unbeholfen. Statt ellenlanger Texte müssten da z.B. Einleitungstexte und Links stehen. Auch mit Bildern, Videos, Anzeigen, Veranstaltungen und Verlinkungen müsste mehr gemacht werden und es müsste interaktiver sein, u.a. in Gruppen geteilt werden und vieles mehr.
      Da müsste ggf. von Stadtbild mal unter die Arme gegriffen werden @Schinkel. Ein Seminar könnte da Wunder wirken...

      facebook.com/Schinkelsche-Bauakademie-1172451309446593/
    • Danke für den Hinweis. Ich habe meinen einen Stern abgegeben und folgendes dazu geschrieben:

      Nachdem der zweite Weltkrieg das alte Zentrum von Berlin schwer getroffen hat, wüteten die SED-Barbaren. Nicht nur Schloß, sondern auch Schinkels Bauakademie musste weichen. Aber anstatt nach dem Mauerfall Berlin soviel wie möglich von seinem alten Antlitz wiederzugeben, will hier wieder mal die Architektenmafia einen seelenlosen Allerweltsklotz hinstellen. Anstatt einen der größten ihrer Zunft zu ehren, indem sie sein richtungsweisendes Meisterwerk so original wie möglich neu errichten, soll es quasi ein zweites Mal zerstört werden.
    • Bitte diesen Termin beachten. Vielleicht schaffen es Forumsmitglieder an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

      Um sowohl die Arbeiten des Programmwettbewerbs als auch weitere Optionen zu diskutieren, laden die Zeitschrift ARCH+ und die Akademie der Künste am Dienstag, 12. Juni 2018 zu einem offenen Forum ein. Im Ergebnis soll ein Papier mit konkreten Wünschen und Forderungen verabschiedet werden: der Bauakademie-Code.

      Die Einladung möchte all jene ansprechen, die in der Diskussion bisher unterrepräsentiert oder gar nicht beteiligt waren. Außerdem sind alle Teilnehmer des Wettbewerbs eingeladen und herzlich dazu aufgefordert, ihren Beitrag mit maximal zehn Bildern (jeweils 20 Sekunden) vorzustellen, eine Forderung zu formulieren und danach gemeinsam mit dem Plenum aller Anwesenden die weitere Zukunft der Bauakademie – als Idee, Plattform, Institution und als Gebäude – zu diskutieren. Die Veranstaltung moderieren Doris Kleilein (jovis Verlag) und Friederike Meyer (BauNetz).

      Termin:
      Dienstag, 12. Juni 2018, 18–22 Uhr
      Ort:[/b] Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
    • Ganz merkwürdig ist auch, dass da ständig andere Namen drunter stehen, der Schreibstil aber immer der selbe eigenwillige ist. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass dies verschiedene Personen im Förderverein seien, aber irgendwie kommt mir das spanisch vor. Es sollte mal ein Treffen zwischen GHB, Stadtbild, Bürgerforum und Förderverein Bauakademie zustande kommen.
    • Ein sehr interessanter (weil sehr detaillierter) Artikel über das Nachkriegsschicksal der Bauakademie (darunter mit ausführlicher Darlegung der Geschehnisse, die - trotz begonnener Wiederaufbaumaßnahmen - zum Abriss führten. Hier ein Auszug:

      Alexander Glintschert schrieb:

      Und es bleibt nicht nur bei den Plänen. Zunächst bewilligt der Magistrat die für den Wiederaufbau notwendigen Gelder. Mehrere hunderttausend bis drei Millionen Mark sollen investiert werden – die verschiedenen Quellen sind sich hier leider nicht ganz einig. Und am 1. Juli 1952 übergibt der Magistrat das Grundstück an die Deutsche Bauakademie. Kurz darauf beginnen die Bauarbeiten. Das Gebäude wird enttrümmert, der Kellerfußboden tiefergelegt, und mit den Vorarbeiten für neue Decken wird begonnen. Für die Fassaden werden Formsteine nachgebrannt, man gibt Eichenfenster für alle Etagen in Auftrag, Kronleuchter werden nachgebaut.
      Am 21. November 1953 feiern die Bauarbeiter bereits das Richtfest. Bis auf die Dachdeckung und die Reparatur der Fassade sind nun alle Rohbauarbeiten abgeschlossen. Alle Decken und Wände wurden eingezogen. Neunzig Prozent des Rohbaus sind damit fertiggestellt. Insgesamt 192 Fenster warten nur noch auf ihren Einbau, ebenso wie die mehr als 12.000 Keramikteile.
      Quelle: https://anderes-berlin.de/die-bauakademie-das-ende-und-ein-neubeginn/


      Schinkel schrieb:

      Hat jemand von Euch Bilder der Bauakademie nach dem Krieg, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit nutzen können?
      Bei Wikipedia finden sich etliche Fotos (die sind ja wohl kostenfrei verwendbar):
      commons.wikimedia.org/wiki/Cat…demie_(Berlin)?uselang=de

      Das folgende Foto ist sicherlich nicht kostenfrei - schade, sehr gute Auflösung (kann stark vergrößert werden):
      deutschefotothek.de/documents/…8/df_hauptkatalog_0139361


      Und noch ein sehr interessanter Artikel: Spur der Steine - was geschah mit der Fassade der Bauakademie? Hier ein Auszug:

      Stiftung Preußischer Kulturbesitz schrieb:

      In den Fünfzigerjahren lagerten im Keller der Bauakademieruine noch ein Großteil der Originalformen für die Terrakotten. Diese wurden bis 1957 für die Neuanfertigung der im Zweiten Weltkrieg beschädigte Teile verwendet, so dass die bis 1957 hergestellten Kopien ebenfalls besonders wertvoll sind und für eine Rekonstruktion der Fassade verwendet werden könnten. Noch um 1979 erteilte der Senat für Berlin den Ziegeleien die Auflage, die Formen dauerhaftaufzuheben. Nach der Wende verschwanden allerdings die Ziegeleien und mit ihnen die Originalformen.
      […]
      Es tauchen immer wieder einzelne Originalteile der Fassade auf, die teilweise mit Einkaufsbeuteln von der Abrissstelle des Hauses wegetragen wurden. Köpfe der Fensterhermen eigneten sich anscheinend auch gut als Beetumrandungen. Die Dunkelziffer der in Privatbesitz befindlichen Teile dürfte daher hoch sein. Beim Abtransport des Abbruchmaterials gab es offensichtlich große „Transportverluste“. Es ist zu hoffen, dass bei einem Wiederaufbau des Hauses viele Teile aufgespürt und zur Verfügung gestellt werden. Kopien wurden auch an „verdienstvolle Bürger“ verschenkt.
      Quelle: preussischer-kulturbesitz.de/n…chah-spur-der-steine.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BautzenFan ()

    • Wenn ich sehe wie die Bauakademie aussehen könnte, dann muss ich ehrlich sagen ist das weit von einer Rekonstruktion des Bauwerkes entfernt.

      Es wäre schön wenn jemand die Ausstellung im Ernst- Reuter- Haus besuchen würde. Im Zeitraum vom 21.06.2018 - 06. Juli 2018 werden dort sämtliche "preisgekrönten" Arbeiten ausgestellt.

      pressebox.de/pressemitteilung/…ie-in-Berlin/boxid/910879
      (Quelle: Pressebox.de)
    • Ich weiss ehrlich gesagt nicht, warum hier immer über die Gestaltfindung einer neuen Bauakademie diskutiert wird. Der bisherige Wettbewerb war ein NUTZUNGSweittbewerb, der mit diversen Gewinnen ohne jede klare Entscheidung ausging. Es gibt also durch den Nutzungswettbewerb keinerlei verbidnliche Vorgaben, wie eine neue Bauakademie - in welcher Form auch immer genutz werden soll.

      Deshalb wird der nächste Schritt sein, dass der Bund als Bauherr die Nutzungs bestimmt. Erst hernach soll ein Architekturwettbewerb die Gestaltfindung klären unter dem Motto "soviel Schinkel wie möglich".

      Alles andere ist Säbelrasseln und Zeitgeistgequatsche. Ohne Nutzungsbestimmung wird niemand einen Wettbewerb ausloben oder einen Bauantrag erarbeiten. Hier sind wohl der BM Bau, die BStM Kultur, die SPK und das AA die Beteiligten. Eine überzeugende Nutzungsidee habe ich bis dato nicht gehört.

      Am nächsten an der ursprünglichen Nutzung wäre eine Verlegung des Architekturstudiengangs der Traditionsnachfolgerin der Schinkelschen Baugewerkschule, der Beuth-Hochschule. Alles andere läuft auf irgendeinen multifunktionalen Tagungshybriden wie die Kommandantur heraus, der stets die Entkernung des Inneren bedeuten würde.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • erbse schrieb:

      Ehrlich gesagt agiert der Förderverein Bauakademie bei facebook recht unbeholfen. Statt ellenlanger Texte müssten da z.B. Einleitungstexte und Links stehen. Auch mit Bildern, Videos, Anzeigen, Veranstaltungen und Verlinkungen müsste mehr gemacht werden und es müsste interaktiver sein, u.a. in Gruppen geteilt werden und vieles mehr.
      Das geht mir ganz ähnlich.
      Bis auf eben diese ellenlangen, oftmals keinen Zusammenhang erkennen lassenden und mit Rechtschreibfehlern nur so gespickten Kommentare von völlig unbekannten Personen, scheint dieser Facebookauftritt nichts zu bieten.
      Ich denke tatsächlich drüber nach, mein Like wieder zurückzunehmen, denn ich bin etwas genervt.

      Jüngster Post von heute:

      Zitat:
      Nicht nachlassen bei den Informationen
      Obwohl jetzt in den Ferien und bei der Hitze vielleicht eine gewisses Bauakademiemüdigkeit auftritt, so sollte keine Informnationsruhe auftreten zumal in den Behörden nach de Regierungsbildung es neue Zuständigkeiten gibt.
      Rosa Kleinmüller


      HÄ?! ?(
    • Diese Modernisten sind doch längst verstorben, wenn die Bauakademie fertig ist, jedenfalls wenn es in dem Tempo weitergeht. Nachfolgende Generationen werden dann nur noch den Kopf schütteln und die Leute posthum für verrückt erklären.

      Das Nationaldenkmal wird kommen, weil es Teil des Berliner Schlosses ist.

      Die Bauakademie wird kommen, weil sie ein Gegengewicht zum Königlichen Hof bildet und damit den geschichtlich würdigen Rahmen an dieser Stelle setzt. Fast alles in unmittelbarer Umgebung ist von Schinkel! (Friedrichswerdersche Kirche, Schlossbrücke, Neue Wache, Altes Museum, Bauakademie, einige Bilder in der Nationalgalerie, Bühnenbilder der Staatsoper usw.). Er ist wesentlicher Mitgestalter des Klassizismus in Berlin.

      Jede Moderne hat deshalb dort nichts verloren, denn aus diesem Grund wurde schon das DDR-Außenministerium abgerissen.
    • Philip,

      sagen wir es mal so: jeder hat das Recht auf eine Meinung auch bezueglich der Bauakademie:
      wir bevorzuegen natuerlich eine Wiederaufbau im Sinne des Entwuerfes von Schinkel ich , wie vielen, warten schon seit Anfang der Neunziger Jahren darauf: als der Kommandantur im Auftrag von BMG ,von Van den Valentyn , wiederaufgebaut wurde, hatte ich gehofft: jetzt geht es mit dem Wiederaufbau schnell Los, leider ging das nicht .Dann kam diese wiederaufgebaute Ecke und danach kam nichts mehr, leider.

      Jedenfalls, anderen bevorzuegen etwas anderes, jeder is frei seine Meinung dazu zu aeussern, auch wenn dies gerade nicht unsere Meinung ist, so ist nun eben das Leben...der eine Mag ein BMW der andere ein Audi oder so aehnlich...unsere Gesellschaft ist voll von unterschiedlichen Meinungen und das macht es ja interessant, jedenfalls das ist meine Ueberzeugung
    • "van Dyk", aber was soll uns jetzt dieser Relativismus sagen? Alles ist gleich gut, alles ist egal? Leben und leben lassen?

      Mich erinnert das an einen Freund, der sich nicht sonderlich für Architektur interessiert. Einmal gingen wir an einer denkmalgeschützten Siedlung aus dem 19. Jahrhundert vorbei. Ich bemerkte, dass an zwei Häusern Veränderungen durchgeführt worden waren (Aufstockungen, Verbreiterungen), die die ganze Proportionalitiät der Häuser (in meinem Sinne massiv negativ) verändert hatten. Mein Kumpel zuckte mit den Schultern und sagte: "Jetzt sieht es eben anders aus."

      Mein Kumpel ist ein Cineast. Und ich nahm ihn dann auf diese Weise hoch, dass ich ein Szenario entwarf, in dem für Neuverfilmungen seiner Lieblingsstreifen irgendwelche Action-Regisseure beauftragt worden wären. Aus den zweiten Teilen oder Neuverfilmungen von "Die Frau, die singt", "Blau ist eine warme Farbe" oder "Lost in Translation" würden Roland Emmerich ("Independence Day", "Godzilla"), Michael Bay ("Transformers") oder Uwe Boll wüste Baller-Streifen machen. Er würde sich aufregen, und ich würde achselzuckend antworten: "Jetzt sehen die Filme eben anders aus."