Berlin - Wiederaufbau der Bauakademie

  • Es ist eigentlich langsam ein Trauerspiel nach 30 jahren Diskussion um die Bauakademie, das noch immer nicht endgültig ihre äußere Architektur geklärt ist. :kopfschuetteln:

    Und das ein orginaler äußerer Aufbau noch nicht einmal sicher ist und das seit gut 30 Jahren Endlosdiskussionen.

    Unbegreiflich!

    Zuviele unterschiedliche Meinungen zu etwas, bringen es am Ende auch nicht weiter.

  • Das liegt daran, dass einige ihr eigenes Süppchen kochen wollen, aus welchen Gründen auch immer. Man schaue sich nur die Umgebung an.

  • Das unfassliche daran ist, dass diese Leute tatsächlich glauben, sie könnten es besser machen als Schinkel.

    Soviel Dünkel muss man erstmal haben....

  • Wie gesagt wurde, handelt es sich um ein kleines Areal einer Millionenstadt. Die Verbissenheit, mit der diese Rekonstruktion, die seit Jahrzehnten feststand, verhindert werden soll, hat m.E. pathologische Züge. Es geht offensichtlich nicht um das Gebäude selbst, sondern um eine tiefergehende Zerrissenheit des politischen Deutschlands. Das sagte ich oft und auch hier sehe ich diesen krankhaften Zug am Werk. Die Debatte hat sich schon lange vom Gegenstand losgelöst, der Widerstand steht in keinem Verhältnis zur Ursache. Es geht also um Grundsätzliches, nicht um dieses oder jenes Gebäude. Eine derartige Umfrage bestätigt dieses Klientel umso mehr, als dass es zu erkennen glaubt, dass hier ein erzieherischer Auftrag besteht. Umfragen zählen nicht, wenn man dem Volk, das sich in diesen Umfragen äußerte, misstraut. Hinzukommt, dass die Verantwortlichen genau wissen, dass niemand für ein Gebäude auf die Straße geht, ja noch nicht einmal seine Wahlpräferenz davon abhängig macht. Ich bin da also sehr skeptisch, ob das tatsächlich die gewünschte Wirkung entfaltet. Aber lasse mich natürlich gerne positiv überraschen.

  • Es ist die Hass aus Alles was der Vervangenheit angeht, und dazu gehoert ;leider auch Schinkel und seine schoene Architektur weil es fuer eine Zeit steht wo die Arbeiter und Baueren usw unterdruckt wurden usw.

    Dabei komt noch die selbst hass der Deutschen auf der juengeren Geschicht auch wenn das schon fast 80 Jahren her ist.

    Alles was an der Zeit von vor 1945 errinnert ist in den Gedanken dieser Leute, schlecht.

    Heute kann man auch sagen: Schinkel und all die anderen grosse Baumeister/Artchitekten sind einfach ""gecanceld.

    Ich denke Dresden hat mit seinem Neumarkt wirklich noch ""gerade"" Glueck gehabt.

    Man sieht es auch mit den Attacken im Bereich der Spender des Stadtschlosses, es ist ueberal das Gleiche

    Und die Medien machen da gerne mit

  • Ich denke, es ist der Wunsch an zentraler Stelle seine Marke zu setzen.

    Nur die beste Marke würde setzen, wer in herausragender Weise diese Rekonstruktion plant, durchführt, koordiniert und schließlich mit Kosten und Zeitplan eine Punktlandung erzielt.

  • BauNetz berichtet über die in den nächsten Monaten anstehenden Sitzungen der Expertenkommission zur Vorbereitung des Realisierungswettbewerbs für die Bauakademie: Link

    Auch die Frage der Wettbewerbsvorgaben wird behandelt werden.

    Quote

    Denn die „Wiedererrichtung“ der Schinkel’schen Bauakademie, wie sie laut Stiftungssatzung eines der vordringlichsten Ziele der neuen Bundesstiftung ist, beginnt natürlich nicht erst bei der Grundsteinlegung, sondern bei den Formulierungen des Wettbewerbs: Wird dort eine vollständig originalgetreue Rekonstruktion der historischen Fassade fest vorgeschrieben oder werden auch größere geistige und gestalterische Freiheiten möglich sein?

    Und:

    Quote

    In den Handlungsempfehlungen, die am Ende des Thinktanks stehen werden, sollen explizit auch „Zielmarken des nachhaltigen Bauens, z.B. zur Lebenszykluskostenbetrachtung, zum ressourcenschonenden Materialeinsatz, zu digitalisierten Planungs-, Bau- und Nutzungsprozessen sowie zur Rekonstruktion enthalten“ sein, so die Bundesstiftung.

    Den längsten Lebenszyklus und damit die größte Nachhaltigkeit dürfte doch wohl ein Gebäude mit originalgetreu rekonstruierten Fassaden unter Verwendung der noch vorhandenen bzw. wiederaufgefundenen Spolien haben.


    Interessant auch die Ausführungen zur Zusammensetzung der 17-köpfigen Kommission.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Zitat aus dem Knoblauchhaus, zur Errichtung der Bauakademie !



    Das 1962 abgerissen Gebäude wird in nächster Zeit wiedererrichtet. sleep:)


    Wie alt ist wohl der Text, 20 Jahre oder noch länger ? Dieses Drama um den Wiederaufbau der Bauakademie will nicht enden. :kopfwand:

  • Eiserner Pirat


    Ja, das ist schon traurig! Aber bitte nicht vergessen, dass diejenigen, die auch die Bauakademie demoliert haben heute wieder in Berlin in der Stadtregierung sitzen! Mehr schreibe ich lieber nicht dazu.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Bin um jeden froh, der sich für einen Wiederaufbau einsetzt! Es muss ja irgendeinen Gegenpol geben, sonst wäre heute der Neumarkt in Dresden nicht so schön!

  • Bis auf weiteres passiert wahrscheinlich weiterhin nichts. Dampfplaudereien, Thinktanks, Kommissionen ... und eine sich anbahnende gigantische Wirtschaftkrise, die die Politikerkaste dazu bringen wird ein "Moratorium" für die Bauakademie zu fordern. Wetten dass??

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Neulich sagte der BER stolz zu mir: "Ich war relativ schnell fertig - im Vergleich zur Bauakademie..."

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    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Bis auf weiteres passiert wahrscheinlich weiterhin nichts. Dampfplaudereien, Thinktanks, Kommissionen ... und eine sich anbahnende gigantische Wirtschaftkrise, die die Politikerkaste dazu bringen wird ein "Moratorium" für die Bauakademie zu fordern. Wetten dass??

    Vielleicht wäre es überhaupt besser, auf das öffentliche Geld zu verzichten und die Bauakademie, wie die Schlossfassaden, ausschließlich durch private Spenden zu finanzieren? Da könnte man, soweit das baurechtlich möglich ist, eine echte, auch bautechnische Vollrekonstruktion umsetzen und sich den zu befürchtenden Modernemurks ersparen. Vielleicht wären sogar Freiwilligenleistungen beim Bauvorgang möglich? Oder bin ich da naiv?

  • Ich erwarte bei einer Mehrheit der Steuerzahler für Vollrekonstruktionen auch einen erheblichen Anteil öffentlicher Mittel.

  • Schön zu sehen, dass auf der Seite der Bundesstiftung die Forsa-Umfrage, die eine originalgetreue Hülle bevorzugt, eine herausgehobene Erwähnung findet. Ein gutes Zeichen, dass die Umfrage nicht einfach totgeschwiegen wird.