Hamburg - Altona

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    • Hamburg - Altona

      Brutalismusarchitektur wird abgerissen

      In Hamburg-Altona wird demnächst das Frappant-Gebäude an der Großen Bergstraße abgerissen. Nachdem Karstadt das Gebäude verlassen hatte, steht es seit Jahren leer. Neben dem Abriß des Gebäudes, soll außerdem der Goetheplatz "verschönert" werden.

      Bald weg ! :D



      Bildquelle: Wikipedia, Benutzer "San Andreas"

      Moderationshinweis (Palantir): Der Veranschaulichung halber ein neues Bild verlinkt, da das eingestellte nicht mehr abrufbar ist.
    • Da kann ich nur sagen: Und tschüß!!! :D

      Man könnte das Gebäude doch auch als Manifest des schlechten Geschmacks für die Nachwelt erhalten und es Studenten im ersten Semester zeigen, in der Hoffnung, dass so etwas nie wieder geplant wird.


      Laß mal stecken - in Deutschland gibt es noch tausende von Gebäuden, die für diesen Zweck geeignet wären, dafür wird dieses nicht gebraucht.... :zwinkern:
    • In der Tat: Eine gute Nachricht aus Hamburg! :)

      Ich fuerchte, der Nachfolgerbau wird auch keine Schönheit, aber gut, dass dieses Ding wegkommt.

      Ueber die Verschönerung des Goetheplatzes --kenne ihn nicht -- mache ich mir Sorgen. Das kann naemlich entweder (und wollen wir's mal hoffen) tatsächlich ein Werk der Verschönerung werden oder in Gräßlichkeit ausarten.

      "Wissmut" wrote:

      Was ist mit den Corbusierverschnitten zwischen Hauptbahnhof und Chilehaus ? Die waren noch um einiges übler als das gezeigte, wie ich mich erinnern kann.


      Ich meine, die Dinger sollten weg.
    • "Wissmut" wrote:

      Was ist mit den Corbusierverschnitten zwischen Hauptbahnhof und Chilehaus ? Die waren noch um einiges übler als das gezeigte, wie ich mich erinnern kann.


      Die sind wirklich schlimm, und Von Beust wollte sich ja für einen Abriß einsetzen.
      Habe davon aber weiter nichts mehr gehört. Sie dürfen meiner Ansicht nach ausnahmsweise auch nicht abgerissen werden, weil einer der Mieter der einzige mir bekannte Chinese in Hamburg ist, bei dem man nicht die angepaßte Kantonsküche kriegt. Dazu ein leckeres Sambal, was man so ebenfalls nicht kaufen kann. :D
    • Richtig, aber der Laden ist eher günstig (so nach Art dieser "Diners" in USA).. eine Mietung in einem weniger häßlichen Haus oder gar einem Neubau wäre sicherlich teurer. :D

      Aber es ist interessant; paar Meter weiter ist ein zweiter Chinese und direkt daneben ein Asia-Laden (in der Umgebung laufen immer eine Menge Chinesen, Vietnamesen usw. herum). Auf der anderen Seite u.a. eine Buchhandlung. Im Innenhof (die Dinger haben tatsächlich eine Art Passage in der Mitte) sind noch einige ungewöhnliche Läden, die sicher nur wegen der geringen Mieten überleben können.
      Damit ist doch genau das passiert, was sonst den Altbauten den entscheidenden Schuß Urbanität verliehen hat in den Jahrzehnten, in denen sie keiner wollte: durch die geringen Mietpreise Leben in der Bude.
      Selbst das übelste Gebäude hat eben für die Stadtatmospähre einen vielfach höheren Wert, wenn es eine Ladenzeile hat.

      Und nun laßt euch verzaubern von dem wunderschönen Entwurf für die Neubebauung.. :gg:
      traegerverbund-innenstadt.de/w…1_preis_klosterwall_2.jpg
    • O Gott! Das ist ja erschuetternd. :übelkeit:

      Schade, da kippst Du mir doch mit dem teurere Miete Argument einen Kuebel eiskalten Wassers ueber den Kopf. :(

      "haussmann" wrote:


      Selbst das übelste Gebäude hat eben für die Stadtatmospähre einen vielfach höheren Wert, wenn es eine Ladenzeile hat.


      Andererseits sind es ja oft die uebelsten Gebaeude deren Ladenflaechen leer stehen. ;)
    • Naja also mal im Ernst, natürlich bin ich auch dafür, daß diese wirklich einmalig häßlichen Dinger abgerissen werden.
      Aber wenn ich diesen Neuentwurf sehe.. blinder 60er-Jahre-Modernismus weicht der heutigen Version. Das einzig Positive ist, daß der letzte Block links auf einer momentan leeren und nur als Parkplatz genutzten Fläche steht.

      Ich hatte übrigens mal nach historischen Bildern dieser Stelle geschaut.. man konnte bei dem, was ich gefunden hatte, nicht viel erkennen, aber hohe Gebäude standen da scheinbar nicht. Es kann sein, daß da ein inzwischen zugeschütteter Kanal verlief und dort eine Schleuse o.ä. war.

      Wer selbst suchen will, die Straße heißt Klosterwall.
    • Vielleicht findet man bei abendblatt.de noch was.. soweit ich mich erinnere, war es irgendein Privateigentümer, und einige Mietverträge laufen noch eine gewisse Zeit.
      Von Beust hat sich deutlich für den Abriß ausgesprochen ("die Dinger sind einfach häßlich"), aber wie immer bei solchen Dingen kann man sich erst sicher sein, wenn der Krempel in sich zusammenfällt.
    • Eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune aus dem Jahr 1814 in Groß Flottbek (Stadtteil Altona), welche seit Jahren verfällt, könnte schon bald in neuem Glanz erstrahlen.

      Laut Aussage aus dem Denkmalschutzamt hat der Eigentümer glaubhaft versichert, sich um sein Gebäude kümmern zu wollen. Es seien Umbauabsichten in Aussicht gestellt worden, konkrete Termine gebe es allerdings nicht, heißt es aus dem Denkmalschutzamt.

      Dr. Jörg Seifert vom Denkmalschutzamt ist aber zuversichtlich. Es habe konstruktive Gespräche mit dem Eigentümer gegeben, die zu baldigen Sanierungsmaßnahmen führen sollen: „Das Denkmalschutzamt hat die Problemlage erkannt und wird gemeinsam mit dem Eigentümer die Sicherung des Denkmals erwirken.“
      Viele Nienstedtener hoffen, dass das historische Bauwerk bald gesichert und saniert und im nächsten Schritt aus seinem langen Dornröschenschlaf geweckt wird.


      elbe-wochenblatt.de/bahrenfeld…ieser-scheune-d36617.html
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • In der breiten Straße in Altona werden in den nächsten zwei Wochen wohl zwei schöne Gründerzeitler weggerissen - s. auch Artikel abendblatt.de/hamburg/altona/a…-zwei-Wochen-geplant.html

      Ein beschämend kreatives Argument die Bauten NICHT unter Denkmalschutz zu stellen lieferte das Denkmalschutzamt. Zitat "...Denkmalschutz gab es aber nicht. Begründung: Die Nachkriegsarchitektur sei in der Straße "stilbildend"."


      Ohne Worte.
    • wikos wrote:

      Denkmalschutz gab es aber nicht. Begründung: Die Nachkriegsarchitektur sei in der Straße "stilbildend"."
      Allerdings ein interessantes Argument, das gegen "moderne Kontraste" innerhalb alter Ensembles verwendet werden könne. Allerdings richtet es sich diese Klientel wohl immer so, wie sie es grad braucht.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)