Chemnitz

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Weiter gehts mit dem Paradoxum. Der Platz, der direkt an die neue Parkanlage anschließt - hier standen entweder mehrere Gründerzeitler oder ein größeres Objekt aus den Zeiten der Grürnderzeit - abgerissen. Das schlecht erhaltenste Gebäude auf diesem Areal hat diesen Abriss aber überlebt :?


      Das Paradoxum


      Wie geschrieben - Dach nicht mehr vorhanden - Decken teilweise eingestürzt.


      An dieser Ecke standen die Objekte oder das größere Objekt - viell. hat ein eingefleischter Chemnitzer Vergleichsbilder.

    • Aber ich meine, ohne die Qualität von xFlipxens Bilder herabwürdigen zu wollen - denn dazu besteht wahrhaft kein Anlass, zeigen sie ja ganz offensichtlich, was sie zeigen wollen, und genau hier liegt der Punkt - dass diese Photos eben aus der Intention gemacht wurden, eine als Hässlichkeit empfundene Realität wiederzugeben, und dass man diese negative Intention bemerkt.
      Tatsächlich weist, gemäß xFlipxens Vorankündigungen, die Stadtmitte auf diesen Bildern zumindest für einen die Stadt nicht kennenden Beschauer kaum liebenswürdige Züge auf.
      Das ist natürlich xFlipxens gutes Recht, und wir sind ihm trotzdem für diese Bilder dankbar.
    • "youngwoerth" schrieb:

      Naja, wie ursus schon anmerkte, etwas einseitige Fotos. Ich kann mich da jedenfalls auch an andere, urban-städtisch-interessant-freundliche Ansichten erinnern. :zwinkern:


      Mir ging es auch nur vordergründig darum, die Parkanlage am Schlossteich + das was abgerissen wurde + das Parkhaus mit Grünfläche im Zentrum zu fotografieren. Alles andere, war rein aus dem Gefühl heraus noch mitfotografiert - ich wollte hier keine Gesamtdokumentation vom ch. Zentrum abliefern. Beim nächsten Bilderpost werde ich mich dahingehend absichern, nicht das sich wieder jemand auf dem Schlips getreten fühlt.

      Adios
    • Klar doch. Da gibt s nichts zu meckern. Hätte ja selber bessere machen können, wenn mir diese nicht passten.
      Und wie Baukunst richtig sagte: Real waren sie allemal.
      Sie waren eben auf einzelne Aspekte beschränkt und zeigten daher nicht das, was für mich an C am interessantesten ist: Das ungebremste Aufeinanderprallen von 4 verschiedenen Schichten
      a) alte Baustile (got. ren. bar.)
      b) Historismus und Jugendstil
      c) sozialistischen Aufbau (stalinistische ="volksverbundene" Epoche sowie spätere modernistischere Formen, monumental wie sonst kaum wo: Interhotel, Marx-Kopf)
      d) neueste Zeit (bewusst heterogen gehalten, dennoch leicht erkennbar und von allen anderen unterscheidbar).
      Vor allem am Markt kommt alles zusammen (leider in von a) nach d) kontinuierlich ansteigender Häufigkeit!)
      Daneben bestehen intakte Ensembles aus b) (Theaterplatz) und c) (nicht zu knapp ausgeprägt).
    • Re: Chemnitz - Stadt der Moderne

      Großer Bahnhof am Chemnitzer Hauptbahnhof

      Umbau des Verkehrsknotens gestartet - Bis 2013 gravierende Einschränkungen im Reiseverkehr

      Chemnitz. Einen "morbiden Charme" bescheinigte Dietmar Lippert am Donnerstag dem Chemnitzer Hauptbahnhof. Als Chef von 125 Bahnhöfen kennt der Leiter des Bahnhofsmanagements Chemnitz die Misere. Nachdem der Leipziger Hauptbahnhof längst modernisiert und zu einem Einkaufstempel erweitert wurde, in den Dresdener Hauptbahnhof nach der Flut 2002 Millionen gepumpt wurden, ist nun auch Chemnitz an der Reihe.

      Bahnverkehr in Chemnitzer Region profitiert vom Umbau

      Am Donnerstag begann offiziell der bis 2013 geplante Umbau des Eisenbahnknotens samt Gleisen, Oberleitungen, Weichen, Bahnsteigen sowie Neubau eines elektronischen Stellwerks.

      Laut Klaus-Dieter Martini, Chef der DB Regio Sachsen, handelt es sich um den größten Bahnknoten an der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Dresden und Hof. Der Umbau sei längst überfällig, räumte er ein. 92 Züge mehr pro Tag könnten künftig hier durchfahren. Die Anzahl der Störungen werde erheblich sinken. Das zurzeit noch geltende Tempo 30 wegen diverser baulicher Mängel sei dann Geschichte.

      "Chemnitz hat 2013 das, was in Dresden S-Bahn und in Leipzig City-Tunnel-Anbindung heißt, nur anders gelöst", so der Beauftragte der Bahn-Konzernleitung. Zugleich kündigte er an, dass es während der Bauzeit teils zu starken Einschränkungen im Reise- und Nahverkehr kommen wird.

      "Möglicherweise springt uns dadurch mancher Bahnkunde wieder ab, den wir mühevoll gewonnen haben", so Harald Neuhaus, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen, der ebenfalls von der Investitionsmaßnahme profitiert. Doch Neuhaus ist auch überzeugt, dass Bahnfahren vor allem zwischen Chemnitz und dem Stadtumland dann so attraktiv wird, dass viele freiwillig von der Straße auf die Schiene umschwenken. Bis zu 70.000 Menschen pendeln täglich zwischen dem Umland und Chemnitz, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu gelangen - die meisten mit dem Auto.

      150 Millionen Euro sind für die gesamte Umgestaltung geplant

      Schließlich geht die Modernisierung des Schienenknotens mit einschneidenden Veränderungen fürs so genannte Chemnitzer Modell einher. An dessen Umsetzung nach dem Beispiel der Stadt Karlsruhe wird seit Anfang der 1990er Jahre gearbeitet. Ziel ist, dass zunächst die Stadtbahnen aus Burgstädt, Mittweida, Hainichen und später auch die Züge aus dem Erzgebirge, also Olbernhau und Annaberg, auf dem Netz der Straßenbahn bis in die Chemnitzer City fahren. Entsprechende Fahrzeuge sollen angeschafft werden. Dazu werden vier Kopfbahnsteige aufgebrochen und die Gleise bis an die der Straßenbahn vor dem Bahnhof geführt. Auf der Pilotstrecke des Chemnitzer Modells, Chemnitz-Stollberg, nutzen bereits rund 5000 Reisende täglich die Vorzüge eines komfortablen Schienennahverkehrs.

      106 Millionen Euro sollen bis 2013 in den Schienenknoten investiert werden, 90 Millionen stellt der Bund, 16 Millionen die Deutsche Bahn AG als Eigenanteil bereit. Zusammen mit weiteren Investitionen, etwa für eine neue Fahrzeughalle des Verkehrsverbundes und für die Erneuerung der Straßenbrücke als Teil der B 173 über das Bahngelände werden etwa 150 Millionen Euro verbaut.

      Von Gabi Thieme


      Quelle: freiepresse.de

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    • Re: Chemnitz - Stadt der Moderne

      Besonders tragisch - aber für Chemnitz nichts neues - der Abriss des ab 1884 errichteten / ausgebauten / erweiterten "Hotels Carola" am Bahnhofsvorplatz.

      Das Hotel
      Der Bau des späteren "Hotel Carola" verlief in zwei Phasen. Als erstes entstand von 1865 bis 1867 an der Ecke Carola-/Bahnhofstraße die Stadtvilla des Chemnitzer Großindustriellen Johann von Zimmermann. Dieses Anwesen bekam 1884 einen neuen Besitzer, der es zum "Hotel Carola" umbaute. Sechs Jahre später wechselte erneut der Eigentümer und dieser, ein Hotelier, ließ rechts neben der Villa den Hauptbau des "Hotel Carola" errichten. Eben jenes Gebäude, welches in diesen Tagen abgerissen wird. In der DDR wurde das Hotel im Jahre 1958 als HO-Hotel neu eröffnet und im Kellergeschoß der Villa Zimmermann die stadtbekannte Gaststätte "Zum Goldbroiler" eröffnet. In den sechziger und siebziger Jahren fungierte die Hotelgaststätte als Treffpunkt des FCK. Zur Wendezeit fiel das Hotel in die Hände der Treuhand, wurde zum Spekulationsobjekt, wechselte mehrfach den Besitzer - und die Bausubstanz verfiel zusehends. Letzter Besitzer war die Volksbank Mittweida, die im Jahr 2006 von der Stadt Chemnitz mit Sicherungsmaßnahmen beauflagt wurde. Seit diesem Jahr gehört der Komplex nun einem Chemnitzer Investor, der die Villa Zimmermann sanieren und gastronomisch nutzbar machen möchte. Keine Rettung gab es leider für das "Hotel Carola", zu dessen Abriß die Stadt im Mai 2007 zähneknirschend eine 'denkmalschutzrechtliche Genehmigung' erteilte. Seit Juni verschwindet der himmelblaue Zeitzeuge nun Stück für Stück aus dem Stadtbild.


      Quelle mit Bildern: cfc-fanpage.de/archiv/template…_detail.php?nid=2575&cp=0

      Adios, xFlipx
    • Re: Chemnitz - Stadt der Moderne

      Ich hab mal vor einiger Zeit über Chemnitz einen Strang eröffnet. Der Zulauf war nicht übermäßig, auch stand ich mit meiner eher positiven Meinung über die Stadt zwar nicht ganz allein da, jedoch grausam in der Minderheit.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Chemnitz - Stadt der Moderne

      @brandmauer
      Das kann man höchstens auf die unmittelbare Umgebung beziehen, keineswegs auf die ganze Stadt, blieben doch in C. ganze Viertel mit ansprechender Histroismusbebauung erhalten. Die Zerstörung war hier viel kleinflächiger als in DD.
      Insgesamt sehe ich, wie schon erwähnt, dieses Stadt nicht so pessimistisch und kann ise eigentlich nur empfehlen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)