Meldungen aus Polen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • @Armin

      Was brauchst´ dann noch eine Frau, wenn Du die schönste Dresdensia auf ihrem (architektonischen) Höhepunkt 3D mäßig erleben könntest ;)

      Diese 3D Brille müsste man allen am DD Hauptbahnhof ankommenden Touristen zur Verfügung stellen, damit sie beim Weg über die Prager Strasse in Richtung Neumarkt nicht gleich vor lauter Hässlichkeit in Ohnmacht fallen...zumindest diese Trauma würde ich - nach meiner allerersten DD Erfahrung - den Touristen ersparen.
      Weniger EU ist mehr Europa!








    • In Schlesien, besonders im Hirschberger Tal, werden immer mehr Schlösser und Burgen aus deutscher Zeit saniert und als stilvolle Hotels wiedereröffnet.

      Auf die Kombination eines perfekt restaurierten historischen Schlosses mit zeitgemäßem Fünf-Sterne-Komfort setzt dagegen das Zamek Karpniki, das frühere Schloss Fischbach. Hier stieg schon König Friedrich Wilhelm III. immer wieder ab; ab 1822 gehörte es seinem Bruder Prinz Wilhelm und dessen Frau Marianne.

      Zwar hatte Fischbach den Weltkrieg einigermaßen überstanden, wurde danach aber geplündert und verfiel. Erst 2009 kaufte ein Investor das Schloss und sanierte es mustergültig. Der Hof im Neorenaissancestil ist seit der Eröffnung als Luxushotel ein wahres Schmuckstück, das hauseigene Spa wird mit Thermalwasser aus der eigenen, 2000 Meter tiefen Quelle versorgt.

      Noch immer gibt es eine Reihe weiterer Residenzen, die aus dem Koma erweckt werden wollen. Etwa Gut Buchwald, einst das kulturelle Zentrum des Hirschberger Tals. Von seinem Teehaus hat man durch die wiederhergestellte Sichtachse einen wunderschönen Blick auf die Schneekoppe, den höchsten Gipfel des Riesengebirges.


      welt.de/reise/nah/article14514…ie-Preussens-Prinzen.html
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Dieses Possessivpronomen ist in diesem Fall natürlich schon sehr heftig.
      Im Übrigen ließen sich, gerade, was Schlesien anbelangt, auch andere Beispiele finden.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ein ausführlicher Artikel in der NZZ über Stettin und die Suche nach einer neuen Identität.

      Die historische Bausubstanz wird mittlerweile liebevoll restauriert, so auch die alten Schlachthofgebäude im preussisch-berlinerischen Stil auf der Oder-Insel Lastadie, die in Restaurants, Buchhandlungen und Veranstaltungsräume für Diskussionen über die Geschichte der Stadt umgewandelt werden. Zur Verdichtung der Altstadt werden Barockgebäude wiedererrichtet.

      Darüber hinaus blickt Stettin mit seinem Projekt «Szczecin Floating Gardens 2050» weit in die Zukunft hinein. Die einmalige Lage der Stadt an der Oder mit ihren vielen Armen, Seen und Inseln wird entdeckt. Im Rahmen dieses Projekts sollen Brücken und Promenaden gebaut, alte ins Wasser ragende Industrieanlagen als Venedig restauriert und Wasserstrassen in Richtung Ostseeküste schiffbar gemacht werden, die sich durch die amphibische Landschaft zwischen Wasser und Land schlängeln.

      nzz.ch/feuilleton/aktuell/stet…r-vorlaeufigkeit-ld.13567
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Naja, in Polen war es auch schonmal anders. Nichtsdestotrotz bin ich froh, wie dort das kulturelle Erbe bewahrt wird. Da ich nie eine persönliche Bindung in das ehemalige Schlesien und Westpreußen hatte, bin ich über den aktuellen Zustand eigentlich ganz froh und freue mich, diese Region einmal zu bereisen.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Die beiden Artikel erscheinen mir doch etwas sehr einseitig, abgesehen davon erinnert Stettin mit seinen Brachen im Bereich der ehemaligen Altststadt und einer halbwegs erhaltenen gründerzeitlichen Neustadt doch eher an Chemnitz oder Dresden, allerdings mit einem deutlich schlechteren Allgemeinzustand. Aber immerhin scheint man jetzt die Weichen richtig zu stellen, vielleicht entsteht ja noch etwas Sehenswertes, der Ist-Zustand ist aber nicht so toll.
    • Die "Fassadenrekonstruktion“ des goldenen Lamms in Breslau ist zwar gut gemeint und sieht im ersten Moment gegenüber dem Vorzustand ganz annehm aus, erfüllt jedoch nicht die Mindeststandards an einem Barockgebäude.
      Das Kordongesims ist im Bereich der Kartusche einfach abgeschnitten, die unteren Voluten der Agraffe müssten über das Profil der Torbiogenrahmung greifen, das Hauptgesims ist ein belangloses Aneinadergestaffel von Profilen in Baumarktoptik. Gerade Barockfassaden zeichnen sich durch ein Ineinander- und Übereinandergreifen von Elementen aus, sämtliche Profile sind an einem solchen Bau zu ziehen (Das Profil des Korbbogens des Eingangs hat sogar Ecken!). Die Nullflächen sind nicht so perfekt wie an Historismusbauten auszuführen – am besten Kalkmörtel der mit der Kelle möglchst glattgestrichen wird und die Oberflächen sind nach derm ersten Anziehen mit Hölzeln abzurappen. Damit wird die Sinterschicht aufgerissen und eine unreglmäßige leicht unebene Nullfläche entsteht. Das Einschneiden der Pilasterbasis ist wohl durch ein mechanisches Darüberlegen von genormten (vordefinierten) Elementen passiert. Das historische Gebäude weist eben noch Unregelmäßigkeiten auf, die nur durch ein Reagieren im Antragen vor Ort in ein schlüssiges System zu integrieren sind. Ursprünglich war der Pilasterschaft wohl über mehrere Geschoße verzogen und schief – das macht eben handwerklich ausgeführte Fassaden aus. Die willkürlich rot herausgehobenen Putzschnittflächen zeugen ebenfalls vom nicht vorhandenen Feingefühl die diese „Disney-Land“ Fassade erzeugt hat.
      Diese Missgriffe sind an einem drittklassigen Gründerzeitbau der nicht im Ensemble steht gerade noch tolerabel aber an einem Barockbau eine Unmöglichkeit, und das Ergebnis ist ein großer Dreck. :kotz:
    • Der Turm der Marienkirche in Gorzów Wielkopolski (Landsberg/Warthe) hat vor kurzem gebrannt.
      Ich habe nicht herausfinden können, wie groß die Schäden sind.
      @Gardone: Kannst du vielleicht Näheres dazu sagen?

      Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'Train 01', CC BY-SA 4.0 international



      Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'Train 01', CC BY-SA 4.0 international

      Bebilderter Bericht auf polnisch

      Frankfurter Spendenaktion unterstützt Wiederaufbau des Doms St. Marien in Gorzów - Focus
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Polen erwägen ernsthaft den Abriss des im Zuckerbäckerstil gehaltenen Kutlurpalasts in Warschau!
      Meine Meinung: natürlich war die bolchewistsiche Sowjetunion eine furchtbare Diktatur, aber mir gefällt einfach dieses neuklassizistische Bauwerk, denn es gibt auch der Stadt Warschau ein markantes Wahrzeichen, welches über die Grenzen hinaus bekannt ist. Und man bedenke, wieviel Bildhauer, Steinmetze, etc... dafür gearbeitet haben damals, es wäre auch eine Respektlosikeit gegnüber ihrer Werke sowie eine unendliche Rohstoffverschwendung, der Abriss bzw. die Sprengung!

      Quellen:


      blick.ch/news/ausland/polen-po…-abreissen-id7604890.html

      deutsch.rt.com/europa/61176-un…s-des-kulturpalasts-nach/

      deutschlandfunk.de/polen-warsc…ml?dram:article_id=400772
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
    • Den Abriss fände ich sehr gut, dieses stalinistische Monstrum wurde Warschau aufgezwungen und zurecht von den Polen immer als "vergiftetes Geschenk" angesehen. Zuckerbäckerstil hin oder her, dieses Bauwerk darf gern verschwinden weil es allenfalls ein Mahnmal der Demütigung ist. Die stolze Stadt Warschau sollte sich davon freimachen.
      In dubio pro reko

      The post was edited 2 times, last by Stuegert ().

    • Wäre ganz schön blöd. Das ist ein Wahrzeichen Warschaus, ohne Zweifel. Für die Silhouette mit ihren vielen Hochhäusern, derer sich die Polen ja rühmen, ist dieser Stalin-Bau ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal.
      Diese Vorgehensweise der Polen irritiert mich etwas. Fast die Hälfte des Landes und ihre Baudenkmäler gehörten seit dem Hochmittelalter nicht mehr zu Polen und konnten irgendwie in einen nationalen Narrativ gestellt werden. Aber bei einem einzigen Hochhaus gelingt das nicht? Warschau hat übrigens auch ähnlich wie Berlin oder Magdeburg ganze Straßenzüge im Stalinstil. Krakau mit Nowa Huta einen ganzen Stadtteil, alles abreißen?
    • Müssen muss man gar nichts. Ich würde mir nur etwas mehr Gelassenheit wünschen. Der Kulturpalast war nie ein Ort, von dem reale politische Unterdrückung ausgegangen ist. Kein Ort, an dem Verbrechen verübt worden. Er steht der Um- und Neunutzung völlig offen. So ein Bauwerk aus rein symbolischen Gründen abzureißen, erscheint mir einfach unsinnig.