• Es gibt, wenn ich nicht etwas übersehen habe, noch zwei Sanierungskandidaten am Obermarkt.


    Obermarkt, Nordseite


    Zum Einen das Haus N°26.


    Und zum Anderen das Haus Obermarkt N°6/Steinstraße N°1


    Die SächsZ berichtete bereits im Jahr 2018 von der bevorstehenden Sanierung der ganzen Ecke.

    Das in der Aufnahme links anschließende Haus Obermarkt N°5 (das ich leider nicht separat aufgenommen habe) ist bereits fertig.


    Zum Eckhaus (Baujahr 1844) noch diese vielversprechende Visualisierung des offenbar mit dem Gebäude betrauten Architektenbüro Sandro Kühn aus Görlitz.


    Die weiteren Häuser in der Steinstraße habe ich auch nicht separat aufgenommen; ich kann aus der Erinnerung nicht sagen, ob sich dort bereits etwas getan hat.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Nochmal zurück zu meinem obigen Beitrag mit neuen Bildern.


    Das sanierte Haus Obermarkt N°5


    Eckhaus Obermarkt N°6/Steinstraße N°1


    Steinstraße N°2-4 - bei diesem Geschäftshaus gibt's noch keine Aktivitäten.

    img_1959fwkhj.jpg

    Hierzu gibt es einen halbwegs aktuellen Artikel bei "Wirtschaft in Sachsen".



    Blick vom Reichenbacher Turm auf den Obermarkt.

    img_1964p7ji1.jpg


    Die Missgriffe der Bebauung auf polnischer Seite sind zum Glück nur von oben derart penetrant ins Bild springend.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Der erste Neubau in der Görlitzer Altstadt seit dem Mauerfall wurde vor Kurzem vollendet. Ich finde es einen recht gelungenen Bau (Fassadengliederung, ziegelgedecktes Walmdach, Sproßenfenster), dafür das es keine Rekonstruktion ist und auch noch den Eingang und Auto-Fahrstuhl zu einem Parkhaus beinhaltet (daher die breite Einfahrt und das eine breite "Fenster" im 1.OG).



  • Wow, ist echt super geworden. In der Görlitzer Altstadt gibt es viele schlichte Altbauten die so aussehen, da fügt sich der Neubau hervorragend ein. Wäre für mich auch ein Gebäude des Jahres Kandidat. Die Auszeichnung würde den Görlitzern zeigen, das die behutsame Neubebauung der Görlitzer Altstadt von jemandem auch gewertschätzt wird und ermuntert vielleicht beiden weiter so vor zu gehen.

  • Als ich anfangs nur das leere Grundstück sah, da bekam ich Angst, aber als ich "herunterscrollte", da war ich richtig erleichtert! Es ist ein ganz wunderbarer Neubau geworden, der sich perfekt in seine Umgebung einfügt, diese respektiert und nicht mutwillig hervorstechen möchte, wie wir das anderorts leider gewohnt sind!


    Es nimmt tatsächlich den Fensterrythmus der benachbarten Liegenschaften auf , ja sogar die "Altbaugeschoßhöhen" und vervollständigt somit die Perlenkette als Perle unter gleichen. Diese Art von Fassaden hätte ich mir auch für den Dresdner Neumarkt durchgehend gewünscht. In Görlitz, wo nicht alle fokkusiert auf "Füllbauten" schauen, da ist so ein Gebäude ganz selbstverständlich. Da Görlitz (neben Stolberg im Harz) meine deklarierte Lieblingsstadt in Deutschland ist, freut mich dieses Ergebnis einfach immens! Gratulation und Elnser83, vielen Dank für dieses Geschenk zum 3. Advent!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • wirklich schön geworden, schlicht und doch Wertigkeit vermittelnd. Allein schon die abgerundete Ecke macht viel aus. Zuerst dachte ich, Mensch die Traufhöhe hätten sie ja anpassen können, aber wenn ich das richtig sehe wird die tatsächlich bei allen Häusern in der Zeile in Richtung des Neubaus geringer.

  • Vor allem wäre das ein Beispiel für Herrn Stöcker, der den Postplatz nach dem Villenabriss mit dieser grauenhaften Parkhauserweiterungskiste verschandeln möchte...

  • Ich erinnere mich noch gut an die Debatte um das Gebäude, einen sogenannten Füllbau am Neumarkt in Dresden (Landhausstraße 2: https://upload.wikimedia.org/w…3%9Fe_6_British_Hotel.jpg), mit einer breiten Parkhauseinfahrt und modernistisch bestimmter Reduzierung der Gestaltung. Wer sich dort damals für ein traditionelles Erscheinungsbild im Sinne des Ensemble wie eben jenes in Görlitz aussprach, wurde noch als realitätsfern verunglimpft. Mittlerweile sollte man erkannt haben, siehe das Beispiel in Görlitz, dass es natürlich besser geht...

  • Interessant!

    Welche Funktion erfüllt es?

    Da es ja wie gesagt im Inneren als Zufahrt zum Parkhaus dahinter fungiert, muss es wohl größere Öffnungen wegen der Abgase geben. Ich hätte es aber auch besser gefunden, wenn man wenigstens die normale Fenstergröße beibehalten hätte, die Scheiben hätte man ja trotzdem weglassen können.

  • Elsner83

    Richtig, wenn es keinen zwingenden Grund dafür gibt, bleibt diese Gestaltung unverständlich. Das Übernehmen der Fensterachsen, auch ohne die Verglasung, wäre die formal logische Umsetzung gewesen.


    Eine jedoch an sich sehr erfreuliche, unaufgeregte wie selbstverständliche Gebäudelösung, die, abgesehen von jenem Punkt, andernorts der jeweiligen lokale Bautradition folgend als Vorbild dient.

  • Hakemann

    Ein wahres Wort und perfekt beobachtet: Die abgerundete Ecke ist hier das eigentliche Stilmittel, welches die Wärme und Harmonie der Fassade verstärkt. Solche Details müssen wir uns merken, damit noch besser verständlich wird, was sehr gute Architektur ausmacht!

  • Abgesehen von grossen Baulücken und Sanierungs und Reko bedürftige Bezirken in Flachmässig schwerstens zerstörten Stadten wie Berlin, Hamburg, Magdeburg und Köln und etwas weniger in Kassel, Wuppertal und Mannheim sind die Städten in D. von gross bis klein allen wunderbar geworden mit alle Sanierungen in Leipzig. Halle und Chemnitz und Rekonstruktionen in Dresden, Potsdam und Frankfurt.


    Die Deutsche Städten sind, abgesehen von Graffiti, Entstuckung, stehen geblieben (sanierten) DDR-klotzen and Dämmung wirklich wieder sehr schön geworden nach die vielen Anstrengungen nach 1989. Dieses Jahr hat eine Wende gebracht. Schluss war es mit Abbruch intakter Gründerzeitvietle wie Vineta Platz und Reko's und Sanierungen wurden massive eingesetzt.


    Görlitz ist exemplarisch für die wiedergewonnen Pracht. Auch in Breslau, Danzig, Elbing ist Vieles wieder in alter Pracht rekonstruiert und saniert. Die Polen sind sogar (viel!) besser in entwerfen und bauen mit Neubauten im "Alten Still" ohne dass die Bauten langweilig werden oder viel zu modern wie in Deutschland. Da könnten die Architekten in Berlin, Hamburg, Köln, Magdeburg, aber auch in Dresden, Lübeck, Münster, Kassel eine Menge lernen wenn sie allen nach die Ergebnissen in Ebing schauen!! Alt und Modern zugleich UND qua Parzellen und Strassen angepasst an die Vergangenheit. Hoffentlich wird auf einen Tag auch Einiges rekonstruiert was noch fehlt in Stettin und Breslau. Da sind die Deutschen wieder viel zögerend: es wird lang dauern ehe in Berlin Frankfurt, Köln, Magdeburg, Wuppertal, Mannheim, Kassel wirklich ein representatitives Gebäude aus der Vergangenheit rekonstruiert wird. Und es geht eigentlich auch um ganze Ensembles wie Strassenzüge und Plätze wie gezeigt in Elbing.

  • Villa Hagspihl

    Das imposante Haus war seinerzeit für schlappe 299.000€ auf dem Markt.


    2017 berichtete die SächsZ über den Kauf durch einen polnischen Bauunternehmer.


    Exzellente fotografische Besichtigung aus dem Jahr 2019.


    Das Haus liegt in einer der vielen besonderen Lagen von Görlitz - hier die (schräg) gegenüberliegende Seite der Goethestraße von Norden (mein Bild 8/2020).

    img_1757h4kqd.jpg

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Mantikor


    solche Villen müssten einen negativen Kaufpreis haben. Ich denke nicht, dass hier 4 Mio. für die Sanierung reichen.


    Wer will im Outback so viel Geld ausgeben?