• Nun hatte ich Gelegenheit, das o.g. Haus mal selbst zu besichtigen. Interessant war die Deckenbemalung im Gastraum, die augenscheinlich so belassen wurde, wie vorgefunden.


    Im Obergeschoß, in dem sich u.a. noch ein Gastraum befindet, kann man nebenbei auch noch die Bemalung der Holzbalkendecke bewundern. Nach Informationen vom Bauherrn stammt der Keller aus dem 14., das Haus eventuell aus dem 15. Jahrhundert. Die bemalten Holzbalkendecken (hier im Foto) könnten Spätrenaissance oder Frühbarock sein, also um das Jahr 1600 entstanden. Um zwei Etagen aufgestockt wurde das Haus vor etwa 170 Jahren.


    Zustand 2014

    Quelle: Ubahnverleih [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]


    Zustand heute


    Gastraum


    Die Deckenbemalung im OG.



  • Wow, beeindruckend! Erhaltene Malereien aus der Renaissance sind immer wieder faszinierend. Erinnert mich tatsächlich sehr an das Hornmoldhaus in Bietigheim, errichtet ab 1535.

  • Baumarkt-Rauchmelder an der Renaissancedecke - so unangenehm deutsch. Hoffentlich wenigstens geklebt und nicht gebohrt oder aber alte Öffnungen genutzt.

  • In der Rosenstraße ist ja richtig was los. Zum Vergleich noch ein Foto von 2018. Auch im Untergrund (am anderen Ende der Straße) wird saniert. Bald ist auch diese Seite der Straße dran. Augenscheinlich wird hier auch in der Jüdenstraße ein Neubau errichtet. Ob die bauherrenmäßig zusammenhängen, ist mir leider nicht bekannt. Derzeit sieht es so aus, als wachsen hier die Häuserzeilen Rosenstraße/Jüdenstraße zusammen. Damit müsste auch die Rosentraße 3 aufgebaut werden. Man darf gespannt sein.


    Zustand 2018


    2019. Die Stützen sind weg, der hofseitige Bau scheint fertig zu sein. Hier sollte die Nr. 3 anschließen


    Rosenstraße 4


    Portal mit der Jahreszahl 1720, renoviert 1838


    Diese offenen Flächen sind mir ein Rätsel...


    Rosenstraße 5

  • Quote

    Diese offenen Flächen sind mir ein Rätsel...

    Ästhetisch jedenfalls ein glatter Gewinn, indem das Mauerwerk hinter der sehr unangenehm geglätetten Fassade auf die Historizität des Gebäudes verweisen darf.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Diese offenen Flächen sind mir ein Rätsel...

    Diese "Zeitschichtfenster" wurden z.B. in Stralsund bei diversen Sanierungen an den Fassaden gelassen. Ich finde es auch recht gewöhnungsbedürftig, wobei es bei den Passanten und Touristen immer wieder recht gut anzukommen scheint. Für mich stört es die Harmonie der Fassaden und sollte wenn überhaupt einer gewissen Rhytmik folgen und die Architektur unterstreichen, statt sie zu konterkarieren.

  • Besonders mit der Mauer davor hat das schon einen recht potemkinschen Charakter. Darauf hätte man gern verzichten dürfen. Und so lange wie die Fassaden schon stehen hätte man in den Erdgeschossen locker Läden und Cafés unterbringen können, dann hätte es die ganze Zeit schon Mieteinnahmen und Leben dort gegeben.


    Dennoch freue ich mich über die Platz-Reko dort. Wäre diese Seite noch deutsch gewesen, hätte man wohl höchstens etwas postmodernes hingesetzt, wahrscheinlicher einfach nur 2, 3 große Betonklötze.

  • Quote

    Wäre diese Seite noch deutsch gewesen,

    hätte man diese Häuser vor allem nicht abgerissen (Kopfschütteln)

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Besonders mit der Mauer davor hat das schon einen recht potemkinschen Charakter. Darauf hätte man gern verzichten dürfen.

    Was meinst Du mit der "Mauer"? Wenn damit die Stützwand und der Treppen-Aufgang zum Hochplateau der Häuser gemeint sein soll (hier), dann ist dieser dem historischen Vorbild entsprechend angelegt (siehe hier).

    • Was würde sie da interessieren erbse?Also Ich finde, es passt schon alles .In manchen kleinen Details sollte man nicht Päpstlicher als der Papst werden.
  • jetzt, da Vetter Octavian OBM geworden ist, habe ich Hoffnung hinsichtlich meines erklärten Lieblingsprojektes: die Wiederherstellung des Doppelgiebelhauses am Ende der Langen Laube, des vormals schönsten Hauses am Platz.
    https://de.wikipedia.org/wiki/…Friedrich_Wilhelm_III.jpg

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Und auf welcher Basis gründet diese Hoffnung?

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Nun, äh..., mit diesem Nachnamen KANN man eigentlich nur ein guter Mensch sein, auch wenn man das Fehlen eines wichtigen Buchstabens bemängeln könnte. Überdies ist er notwendig mit dem Sinn fürs Schöne gesegneter Musiker, und ganz offensichtlich ein vielseitiger:



    Quote from wiki

    Zwischen 1998 und 2014 führte Octavian Ursu zusätzlich eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Kirchenmusik und an der Musikschule „J. A. Hiller“ in Görlitz aus. Von 2000 bis 2010 war er Vorsitzender des Betriebsrates des Musiktheaters Görlitz und von 2010 bis 2014 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau.
    Ursu ist verheiratet und hat zwei Töchter.[1] Er ist rumänisch-orthodoxer Konfession.

    Das klingt eigentlich alles recht vielversprechend.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.