• Bereits dem Ende neigt sich hingegen die Sanierung des Hauses Neißstraße 28 zu (erbaut um 1549).


    Quote

    Und so begann er im vorigen Sommer mit der Sanierung des alten Hauses. „Mein Keller stammt aus dem 14., das Haus eventuell aus dem 15. Jahrhundert“, sagt Michel. Die bemalten Holzbalkendecken könnten Spätrenaissance oder Frühbarock sein, also um das Jahr 1600 entstanden. Um zwei Etagen aufgestockt wurde das Haus vor etwa 170 Jahren. Jetzt läuft die erste Sanierung seit Langem. Mittlerweile ist die Frontfassade abgerüstet, bei der Hoffassade dauert es auch nicht mehr lange – und der Innenausbau läuft. Im Parterre, da wo einst Zigaretten hergestellt und verkauft wurden, entsteht ein Restaurant.


    So oder so – mit der Sanierung blüht eines der letzten unsanierten Häuser der Neißstraße nach langem Leerstand wieder auf. So richtig unsaniert ist dann eigentlich nur noch der Braune Hirsch, direkt gegenüber. Aber der hat seine offizielle Postanschrift ja am Untermarkt 26.


    Neues Schmuckstück für die Görlitzer Altstadt



    Bildquelle: Wikimedia Commons, Urheber "Ubahnverleih", CC BY-SA 3.0

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Ein paar aktuelle Ergänzungen zu den o.g. Bauwerken:



    Breite Straße 20



    Breite Straße 21



    Neißstraße, Blick über den Untermarkt. Die Nr. 28 am Silo.



    Neißstraße 28



    Neißstraße 28, rechts befindet sich das "Biblische Haus". Inzwischen auch wunderschön restauriert. Bei Wikipedia kann man ausführlich darüber lesen.



    Fotos: Autor, 28. u. 31.05.2017

  • Am 07.09.2014, am 31.08.2015 und am 02.10.2016 haben wir schon geschaut, wie sich dieses doch ansehenswerte Wohngebiet entwickelt. Nun haben wir nochmals zum Nachbarn geblickt und auch mal wieder Einheimische befragt. Hier wohnt wirklich noch niemand und wann jemand den Umzugswagen bestellen kann, ist auch noch nicht bekannt.



    Die rechts und links befindlichen Aufgänge sind nicht begehbar. Im Zigarettenladen ist Leben...



    Hier siehts so aus, als werden weitere Baumaßnahmen vorbereitet.



    Details.



    Da haben wir einen Vorhang am Fenster gefunden.



    Fotos: Autor, 28.05.2017

  • Vor langer hatten wir noch ´ne leise Hoffnung. Ich glaube, das ist nun vorbei. Einfach nur peinlich, wie es heute hier aussieht. Ein Schlag gegen einen Balken und die Hütte fällt zusammen. Solche "Investoren" können wir vergessen...


    Hier schrieben wir schon mal darüber. ("Findet sich ein Pächter, würde der Eigentümer das Gebäude in Görlitz sanieren." :D:D:D:kopfschuetteln: )






    Fotos: Autor, 29.05.2017

  • Die Gegend rund um die Görlitzer Bahnhofstraße weist noch einige unsanierte Objekte auf, doch nun kommt auch hier Bewegung in die Sache: die Sanierung von Nr. 18 (erbaut um 1875/85) ist so gut wie abgeschlossen (siehe hier), die im gleichen Zeitraum erbaute Nr. 17 wird ab Herbst in Angriff genommen. Wie wir aus dem Artikel entnehmen können gibt es weitere Sanierungsnews:


    - Bahnhofstraße 16 (erb. 1894, Sanierung bis 2018)


    - Landeskronstraße 14 (erb. nach 1900, Sanierung läuft)


    - Löbauer Straße 13 (erb. um 1895, Sanierung geplant)


    Quote

    Doch er hat darüber hinaus noch ein paar weitere neue Vermietungsargumente. Vor allem: „Endlich liegt hier schnelles Internet an.“ Das sei für ihn ein ganz entscheidendes Sanierungsargument: „Ohne Internet hätten wir keine Mieter gefunden.“ Zweitens: Die kaputte Straße vor den Häusern soll in den nächsten Jahren saniert werden. Und drittens: Die Häuser liegen genau am Brautwiesenbogen, jenem Gebiet, das die Stadt in den nächsten Jahren mit 8,1 Millionen Euro Fördermitteln aufwerten will. Das betrifft unter anderem den alten Güterbahnhof, gleich gegenüber der Bahnhofstraße 17 und 18. Wo jetzt noch eine Brache ist, will die Waldorfschule in ein paar Jahren einziehen.


    Gegen den schlechten Ruf

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Wirklich? Hast Du Geld wie Heu? Und was ist, wenn Du nach der Sanierung keine Mieter findest, die Deine Investition in verträglicher Weise refinanzieren? Aber nichts hält Dich ab, über die Deutschen Grundstücksauktionen oder die Sächsischen Grundstücksauktionen zuzuschlagen und ein Kleinod zu erwerben, um es umgehend zu sanieren...


    https://www.sga-ag.de/


    https://www.dga-ag.de/


    (Ich will damit natürlich keine Eigentümer in Schutz nehmen, die ihre Immobilien wirklich wissentlich aus purem Desinteresse oder aus Spekulationsabsicht verkommen lassen. Aber so einfach, wie sich mancher das mit Sanierungsinvestitionen vorstellt, ist es keinesfalls.)

  • Wenn man eh kein Interesse daran hat, braucht man es erst gar nicht zu kaufen.

    Interesse ist immer vorhanden. Die Frage ist nur an was? Man kann nicht verlangen, dass jeder potenzielle Käufer ein Liebhaber des Gebäudes ist. Letztendlich kann es uns hier auch egal sein, Hauptsache ist die Innenstadt wird auch endlich saniert und in der Bahnhofstraße ist selbst die Straße sanierungsbedürftig. Nur 1 Block weiter ist der fertig sanierte Lutherplatz. Ein Gründerzeitplatz welcher in Deutschland mal Standard war und heute wohl in dem Zustand noch kein zweites mal mehr existiert.

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

    Edited 2 times, last by Fusajiro ().

  • Wer wusste, dass der Demiani-Marienplatz bis ca 1830 mit Fachwerk-Lauben- Weberhäuseln umsäumt war?


    https://de.wikipedia.org/wiki/…_Zum_Goldenen_Strauss.jpg


    wäre natürlich eine erstklassige Attraktion heute, zumal ähnliche Platzanlagen kaum mehr erhalten geblieben sind (Rudimente: Hirschfelde, weitgehender Verlust bis auf zwei Häuseln https://www.google.at/search?q…kPArvM:&spf=1499691385765 das einst höchst bedeutende Schönberg https://www.google.at/search?q…NwQ8XM:&spf=1499691385777 http://www.ebay.at/itm/Schonbe…ba6e73:g:kscAAOxyzi9Sk1if ).
    Auch Reichenberg ist auf seine Wallensteinhäuser https://de.wikipedia.org/wiki/…_Waldsteinh%C3%A4user.JPG gar mächtig stolz.)


    Damals hat man wohl nicht geahnt, wie selten derartige Ensembles einstmals werden würden...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nachträglich, nach nun schon über einem Jahr nach meiner Nikolaivorstadt-Serie, noch ergänzend die aktuellen Bilder vom Neubauprojekt Steinweg 2 & 3:




    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Mir wären nach wie vor Sprossen und Rahmungen für die Fenster lieb gewesen. Die Häuser der Nikolaivorstadt zeichnen sich ja nicht gerade durch viel Detailreichtum aus (Steinweg, Lunitz), da hätte man diese Kleinigkeit berücksichtigen können. Die Garageneinfahrt von Nummer 2 fällt mir daher positiv auf, wo sogar richtiger Stein verwendet wurde. Aber an sich stimme ich zu, es ist an sich ordentlich geworden (was ja heute leider nicht selbstverständlich ist).

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Neue Sanierungsmeldungen aus Görlitz: Die teils ruinösen Immobilien Rosenstr. 4 & 5 (beide vor 1700 erbaut) werden vom Eigentümer mit Fördermitteln der Stadt saniert.


    Quote

    Heute sind beide Häuser völlig desolat. In den 1990er Jahren wurden sie schon einmal gesichert, einsturzgefährdete Teile abgerissen und neue massive Zwischendecken eingebaut. Die bleiben nun erhalten. Jedes Haus hat auch künftig ein eigenes Treppenhaus. Zusätzlich entstehen Balkone zur Hofseite und die Nummer 5 erhält einen Aufzug. Die Höfe sollen begrünt werden, Parkplätze sind dort nicht geplant.


    Görlitzer Rosenstraße blüht endlich auf




    Rosenstraße 4 Görlitz [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], by Südstädter (Own work), from Wikimedia Commons

    Ansicht Rosenstrasse 4




    Görlitz, Rosenstraße 5, 002 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], by Tilman2007 (Own work), from Wikimedia Commons



    Ansicht Rosenstrasse 5

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Seit wann gibt es „Fördermittel“ von der Stadt. War es in Görlitz nicht so, dass lediglich Fördermittel der Städtebauförderung aus dem Landessäckel ausgezahlt wurden? Görlitz als Stadt gibt nichts dazu. Alstadtmille war ja auch kein Stadtgeld und leider auch mit der Gießkanne (un-)gerecht verteilt.

  • Weiß man, was auf Rosenstraße 3 stand?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • @ sahara


    Der ganze Osten hängt am Tropf. Das ist nichts Neues.


    Trotzdem kann man sich am Ergebnis erfreuen. Gelle?



    Görlitz im Video. Die Verteilung der Fördermittel wird wohl immer ein Streitpunkt sein.