• In Aachen gab´s die Besonderheit, dass man Fassaden zerstörter Häuser eingelagert hat und sie beim Wiederaufbau an anderer Stelle wiederverwendet hat. Das ging besonders gut, da die Aachener Barockarchitektur aus Backstein mit Hausteinelementen (Blaustein) besteht.

  • Eine Frage: Warum wurden die Chorfenster des Domes nicht ausgelagert? Aachen liegt ja ganz im Westen, und es war ja klar, dass man die Stadt bombardieren würde. Die neuen Fenster sind ganz in Ordnung, aber...

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Eigentlich war der damaligen Regierung ab 1943 irgendwann klar, dass Deutschland verwüstet wird. Man hätte so viel retten können. Auch die Dresdner Frauenkirche.

    Ab 1945 war dann jedem klar, der in einer noch verschonten Stadt lebte, dass es bald schwere Luftangriffe geben würde. Hätte man z.B. die Fenster der Dresdner Frauenkirche vermauert, wäre das Innere nicht in Brand geraten und sie wäre nicht eingestürzt. Hätte man das besonders bedeutende Berliner Schloss in Brandabschnitte aufgeteilt und einige der Innenwände zu Brandmauern gemacht, was sehr schnell gegangen wäre in dem man die wertvollen Holztüren irgendwo deponiert hätte und die Türen zum Teil zugemauert oder durch Eisentüren ersetzt hätte, dann wäre das Berliner Schloß nie ausgebrannt und selbst Ulbricht hätte es dann nicht gesprengt, wenn ca. 50 % der historischen Innenräume erhalten geblieben wären.

    Die Regierung wollte alles richtig machen: Wenn schon untergehen, dann richtig, mit jedem Mann und jedem Haus.

  • Eine Frage: Warum wurden die Chorfenster des Domes nicht ausgelagert? Aachen liegt ja ganz im Westen, und es war ja klar, dass man die Stadt bombardieren würde. Die neuen Fenster sind ganz in Ordnung, aber...

    Die Fenster waren neugotisch und man hielt sie nicht für unbedingt schützenswert. Selbst im Kölner Dom hat man viele Scheiben des 19. Jh. drin gelassen, die bis heute mühsam rekonstruiert werden.

  • Eigentlich war der damaligen Regierung ab 1943 irgendwann klar, dass Deutschland verwüstet wird. Man hätte so viel retten können. Auch die Dresdner Frauenkirche.

    Ab 1945 war dann jedem klar, der in einer noch verschonten Stadt lebte, dass es bald schwere Luftangriffe geben würde. Hätte man z.B. die Fenster der Dresdner Frauenkirche vermauert, wäre das Innere nicht in Brand geraten und sie wäre nicht eingestürzt. Hätte man das besonders bedeutende Berliner Schloss in Brandabschnitte aufgeteilt und einige der Innenwände zu Brandmauern gemacht, was sehr schnell gegangen wäre in dem man die wertvollen Holztüren irgendwo deponiert hätte und die Türen zum Teil zugemauert oder durch Eisentüren ersetzt hätte, dann wäre das Berliner Schloß nie ausgebrannt und selbst Ulbricht hätte es dann nicht gesprengt, wenn ca. 50 % der historischen Innenräume erhalten geblieben wären.

    Die Regierung wollte alles richtig machen: Wenn schon untergehen, dann richtig, mit jedem Mann und jedem Haus.

    Das ist regional auch sehr unterschiedlich. In der Münchner Residenz wurden fast alle Möbel und sogar Vertäfelungen ausgebaut. Im Dresdener oder Potsdamer Stadt-schloss blieb erschreckend viel drin und verbrannte.

  • Das ist regional auch sehr unterschiedlich. In der Münchner Residenz wurden fast alle Möbel und sogar Vertäfelungen ausgebaut. Im Dresdener oder Potsdamer Stadt-schloss blieb erschreckend viel drin und verbrannte.

    Und so könnte man heute beim Besuch der Münchner Residenz denken, dass sie glimpflich davon kam, was ja wirklich nicht der Fall war. Wirklich immer wieder eine beachtliche Leistung.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Und so könnte man heute beim Besuch der Münchner Residenz denken, dass sie glimpflich davon kam, was ja wirklich nicht der Fall war. Wirklich immer wieder eine beachtliche Leistung.

    Die Hülle der Residenz war völlig zerstört. Starker als beispielsweise das Berliner Schloss, wo allerdings viel Ausstattung verbrannte.

  • Architektonische Rundschau 1901.

    Haus Ficht in Aachen. Es hat, wie ich finde, einen burgartigen, wehrhaften Charakter:


  • Leider ist in der Architektonischen Rundschau 1901, in der ich das Bild gefunden habe, keine Angabe zum Standort enthalten. Vielleicht könnten Foristen aus Aachen oder Umgebung da etwas in Erfahrung bringen?

  • Architektonische Rundschau 1887.


    Wohnhaus in Aachen, erbaut 1885-86 nach Plänen von Architekt Jos. M. Schmitz in München:



  • Architektonische Rundschau 1888.


    Burghaus Suermondt bei Aachen. Umbau und Ergänzung des Turmes durch Professor F. Ewerbeck in Aachen:




  • Architektonische Rundschau 1889.


    Wohnhaus Mehler in Aachen, erbaut von Herrn Professer K. Henrici daselbst: