• Zu dem neuen Justizzentrum: Man könnte vermuten, dass Frauen als Architekten irgendwie etwas emotionaler, liebevoller, organischer entwerfen. Aber offensichtlich kennt die akademische Gehirnwäsche keine Geschlechtertrennung.

  • In Aachen tut sich wieder was im negativen Sinne.
    Vor dem Stadttheater wurden drei 50er Jahre Häuser abgerissen. Die Gebäude waren normale Wohn-, bzw. Büromaschinen ohne Architektur. Der Abriß war erst mal eine Erleichterung weil nun der Blick vom Theater auf wunderschöne Kaiserzeithäuser freigelegt wurde. Wenn es nach mir ginge, könnte man aus der jetzt entstandenen großen Freifläche einen öffentlichen Garten mit Brunnen und Café gestalten. Das wäre ein wunderschöner kleiner Park mit Blick auf das Theater und die außergewöhnlich schöne Häuserzeile der Elisabethstraße.
    Jetzt sind die Pläne für die Bebauung öffentlich gemacht worden.
    Brutaler und häßlicher geht es nicht. Die Architekten haben sich wirklich Mühe gegeben den Platz zu verunstalten. Sicher wird vor allem das Gebäude links der Bank zur modernsten Bausünde Aachens nominiert.


    Vorher:


    Jetzt: Durchblick zur Elisabethstraße:


    Die Planung:

  • Um das alte Elysée-Kino finde ich es schon sehr schade. Aachen war bis vor ein paar Jahren eine Stadt mit sehr vielen Kinos aus den 1950er Jahren, die man nach und nach alle abgerissen hat (Beispiele: Holzgraben, dort steht jetzt ein Glaskasten von Esprit; Bereich Aquis Plaza, nahe von St. Adalbert). Man sollte sich überlegen was eine Stadt besonders macht und das kann im Fall von Aachen meiner Meinung nach nicht immer nur Karl der Große sein, sondern sollte auch Entwicklungen der jüngeren Geschichte berücksichtigen.



  • Jetzt sind die Pläne für die Bebauung öffentlich gemacht worden.
    Brutaler und häßlicher geht es nicht. Die Architekten haben sich wirklich Mühe gegeben den Platz zu verunstalten.

    Also, die Vorgängerbebauung aus den 50er/60ern war ja auch nicht der Brüller. Insofern sehe ich keine Verschlechterung. Einzig der Abriss des Kinos tut wirklich weh. Wenn man z.B. die goldgefassten Türen und das Treppenhausgeländer sieht. Es gibt aber auch eine Verbesserung. An dem Gründerzeitler wird im Zuge des Dachausbaus der Giebel rekonstruiert.

  • Es gibt dann auch mal wieder ein Baustellenupdate aus Aachen. Ich finde es eigentlich so schade, dass die NRW-Städte es im APH so schwer haben. Gerade Aachen ist die Stadt mit solch einer unglaublichen europäischen Geschichte, aber vielleicht schaffe ich es ja noch, den ein oder anderen zu bekehren :lachentuerkis::lachentuerkis:


    Wor starten am Marschiertor, welches seit Monaten eingerüstet ist, leider








    Der Bau ohne Gerüste

    Quelle: BBKurt - Author's own work, über wikipedia CC BY-SA 3.0 de

  • Das Generalvikariat am Klosterplatz wird saniert, eine bedauerliche Entscheidung.



    Den Umbau übernehmen „kadawittfeldarchitektur“. Man manifestiert hier leider eine städtebauliche Fehlentscheidung, aber was will man von der Institution Kirche in diesem Land noch erwarten, man schafft sich sukzessive selber ab, folgerichtig ist man auch architektonisch völlig auf dem falschen Dampfer unterwegs :gehtsnoch:

    Quote from Aachener Nachrichten

    ...Und das soll sich rechnen: „Das Investment wird sich wieder einspielen durch die energetische Sanierung“, verspricht Architekt Gerhard Wittfeld. Dafür muss ordentlich was zusammenkommen, denn die Gesamtkosten der Maßnahme sind mit 13,4 Millionen Euro kalkuliert. Die stolze Summe wirft die Frage auf, ob dafür nicht auch ein Neubau zu haben gewesen wäre. Immerhin bekommt Aachen ein neues Polizeipräsidium, weil die Sanierung des alten sich nicht gerechnet hätte. Doch beim Generalvikariat hat man in dieser Frage anders entschieden. „Es wäre nicht sinnvoll gewesen“, sagt Finanzchef Eich, aber natürlich seien verschiedene Varianten geprüft worden. Eine echte Wahl hatte das Generalvikariat allerdings kaum, denn eine wirkliche Alternative zur Sanierung gab es wohl nicht. Für Abriss und Neubau am Klosterplatz hätte es keinen behördlichen Segen gegeben, erklärt Eich...

    Quelle: http://www.aachener-nachrichte…en-euro-saniert-1.1036501

  • Und dann schauen wir auf die größte Baustelle in der Aachener Innenstadt, die Neubabauung auf dem Areal zwischen Elisabethstraße und Kapuzinergraben
    Zunächst der Blick von der Elisabethstraße






  • Oh, das ist ja eine Brandwand von Berliner Dimensionen. Hätte ich in Aachen mit seinen vielen 3fenstrigen Häusern nicht erwartet!

  • Quote

    Politische Diskussionen finden fortan ausschließlich im Keller statt. Danke im Voraus!


    Den Link als solchen kann man aber durchaus stehen lassen. Soll ihn eben jeder so lesen, wie er es möchte. Immerhin handelt es sich um ein historisches Gebäude, in dem Napoleon I. einst genächtigt haben soll und das ja wohl (hoffentlich) "mittelfristig" saniert wird.
    Ich poste ihn deshalb nochmals. Wenn dieser Link aber an sich schon zu politisch ist, dann lösche ich nach Persönlicher Nachricht umgehend natürlich auch selbst.


    http://www.aachener-nachrichte…ude-ihr-unwesen-1.1803902


    Noch etwas anderes. Die "Aachener Nachrichten" haben eine Serie "Geheimes Aachen" veröffentlicht. In dieser wird auch auf einige architektonische Details hingewiesen.


    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/geheimes-aachen

  • Die Schnellstraße am Dom wurde noch verhindert



    https://www.aachener-zeitung.d…h-verhindert_aid-32332323


    anbei ein überaus interessanter Artikel, der über den zu vielen Teilen gelungen Wiederaufbau Aachens berichtet. Dieser war oft von traditioneller Architektur und Rekonstruktionen geprägt
    So wurden Fassadenteile zerstörter Häuser in der Aula Karolina aufbewahrt. Neue Bauherren, konnten sich eine alte Fassade aussuchen und verwenden. Einzige Einschränkung: "Die Fassade musste irgendwie in den Kontext passen und die ursprüngliche Ausrichtung zur Himmelsrichtung musste einigermaßen stimmen. Jeder Aufbau einer alten Fassade wurde mit 50 000 Mark bezuschusst."


    Ein derartiges Fassadenprogramm nicht nur in Aachen würde weite Teile Deutschlands wiederaufblühen lassen!

  • Aufgrund der Autos tippe ich mal darauf, dass es sich bei dem ersten Bild um ein Nachkriegsfoto handelt? Gibt es denn auch ein Foto, wo das Gebäude zu sehen ist, was vor dem Krieg auf der Brache stand?

  • Aachen habe ich in sehr schöner Erinnerung, weil hier noch vieles von der historischen Stadt ablesbar ist. Zusammen mit Bonn meine Lieblingsstadt in NRW.

  • Der Kirchturm von St. Foillan gibt ab sofort einen unglaublich schönen Anblick mit excellenter Sanierungsqualität!

    Zwar noch teileingerüstet, aber die Spitze macht jetzt schon was her.

    Und: Aachen zeigt eine faszinierende Lebendigkeit.

    Absolute Urlaubsempfehlung!