Dessau-Roßlau

  • Der wichtige Bürgerentscheid zum Schlossplatz findet am 1.September von 8 bis 18 Uhr statt. Seine Frage lautet: "Sollen bei Verkauf und nachfolgender Neubebauung kommunaler Grundstücke im Bereich Schlossplatz 4-5 die Südfassade der Hauptwache, die Ostfassade der Orangerie, die Westfassade von Haus Beringer und die Westfassade des Gasthofs "Zum Alten Dessauer" ihr historisches Aussehen zurückerhalten?".
    Über die Rechtmäßigkeit des Begehrens muss der Stadtrat noch entscheiden. Sondersitzung am 9.Mai. (MZ)
    Bisher scheiterte in Dessau jedes Bürgerbegehren aus unterschiedlichsten Gründen.

  • Vor Bürgerentscheid: Initiative Schloßplatz will einen Verein gründen


    Die Bürgerinitiative Schloßplatz plant die Gründung eines Vereins. Den Bericht aus der "Mitteldeutschen Zeitung" vom 22.05.19 findet man hier.

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  • Mit krummen Methoden wollen Dessauer Stadtverwaltung und einige Stadträte mit einem eigenen Positionspapier für den Hotel- Entwurf von Getec werben. Nach einem nichtöffentlichen Treffen am vergangenen Mittwoch kam das Papier auf die Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses, ohne Kenntnis des Ausschussvorsitzenden. Der bat erfolglos um Rücknahme. "Tagesordnungen sind zehn Tage vor einer Sitzung (hier am Donnerstag) zu veröffentlichen. Spätere Änderungen müssen von allen Ausschussmitgliedern bestätigt werden". Die Tagesordnung war bis Montag nicht abrufbar, ab Dienstag nur ohne das fragliche Dokument. Angeblich besteht noch Abstimmungsbedarf , deshalb keine Veröffentlichung. Nur - ohne Anlage kann man nicht über eine Beschlussvorlage verhandeln.
    Bei dem Papier handelt es sich um eine Stellungnahme zum Bürgerentscheid, worin sich Stadträte und Verwaltung gegen historische Fassaden positionieren. Bei dem nichtöffentlichen Treffen waren Mitglieder von Wirtschafts-, Haupt- und Bauausschuss sowie Investor Getec geladen. Stadtrat D.(Freie Fraktion) nannte dies ein konspiratives Treffen. (siehe MZ). In der Bauhausstadt offenbar nichts neues.

  • Geheimpapier offengelegt: Sieben Argumente gegen die Bürgerinitiative:
    1. Es war ein transparentes und diskriminierungsfreies Ausschreibungs-Verfahren, mit großer mehreheitlicher Zustimmung der Politik für zeitgenössischen Neubau.
    2. Es gebe zwar einen Investor für die Einbeziehung historischer Elemente, aber keinen für den geforderten originalgetreuen Nachbau.
    3. Man gebe ein abschreckendes Beispiel für zukünftige Investoren.
    4. Die Stadteinfahrt Ost müsse die Silhuette einer Stadt des 21. Jahrhunderts präsentieren.
    5. Fürst Franz habe die Aufklärung befördert und das neue Bauen etabliert.
    6. In Dessau sei die Idee "Form folgt Funktion" zum Grundsatz des Bauens formuliert worden.
    7. Der Wunsch nach Wiedererrichtung historischer Bauten ist zumeist die Sehnsucht nach der guten alten Zeit. Die habe es nie gegeben. Sie war von Armut, Krankheit und durch Kriege geprägt.
    Soweit die heutige MZ.

  • Stellungnahme zum Schloßplatz: Das steht im Geheimpapier der Stadtverwaltung


    Hier der Link zum Artikel aus der "Mitteldeutschen Zeitung": Zankapfel Schloßplatz


    Das gemeinsame Positionspapier von Dessauer Stadtverwaltung und einigen Stadträten zum Bürgerentscheid am 1. September steht dort auch zum Download zur Verfügung.

  • Sieben Argumente für die Bürgerinitiative:
    1. Es war ein transparentes Umfrageverfahren mit großer mehreheitlicher Zustimmung der Bürger für einen historischen Neubau.
    2. Investoren brauchen Sicherheit, dass es Dessau mit der Altstadtrekonstruktion ernst meint.
    3. Man gibt durch ein Mauschelverfahren erst recht ein abschreckendes Beispiel für zukünftige Investoren.
    4. Dessau hat schon so viel schlechte Architektur des 21. Jahrhunderts, dass man in der Altstadt einen Gegenpol braucht.
    5. Fürst Franz habe die Aufklärung befördert und das neue Bauen etabliert und neues Bauen heißt heutzutage Rekonstruktion
    6. Das die Funktion sich auch mal einer schönen Form einzupassen hat, dagegen spricht nichts.
    7. Der Wunsch nach Wiedererrichtung historischer Bauten ist deren Schönheit.
    Dieses zentrale Element menschlichen Ausdrucks hat ein modernistischer Entwurf (fast) nie.

  • Der Punkt 2 des Papiers
    "nicht jedoch für den von der Bürgerinitiative geforderten originalgetreuen Nachbau der historischen Bauten;"
    enthält eine schamlose Lüge. Die Bürgerinitiative fordert lediglich eine historische Fassadengestaltung.

  • Stellungnahme zum Schloßplatz: Das steht im Geheimpapier der Stadtverwaltung


    Hier der Link zum Artikel aus der "Mitteldeutschen Zeitung": Zankapfel Schloßplatz


    Das gemeinsame Positionspapier von Dessauer Stadtverwaltung und einigen Stadträten zum Bürgerentscheid am 1. September steht dort auch zum Download zur Verfügung.

    Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses haben sich mehrheitlich gegen die Aufnahme der Stellungnahme zum Bürgerentscheid in die Tagesordnung ausgesprochen. Man wolle sich erst in den Fraktionen absprechen. Am 26.Juni soll der Stadtrat dann abstimmen, nachdem die Vorlage im Haupt- und Personalausschuss am 12. Juni beraten werde. (MZ)

  • Feinschliff am Schloßplatz-Papier Hauptausschuss will eindeutige Positionierung


    Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet heute darüber, dass das Positionspapier des Stadtrates für den Bau des Hotels am Schloßplatz den letzten Feinschliff erhalten soll.
    Den ganzen Artikel findet Ihr hier.

  • Der Dessauer Schlossplatzverein hat einen Vorstand aus dem bisherigen Hintergrund gewählt, welcher sich aber bisher bereits sehr aktiv engagiert hatte. Die bisherigen Akteure sind schon in mehreren anderen Vereinen eingebunden. Sie sollen auch von der Öffentlichkeitsarbeit entlastet werden. Beide seien stark angefeindet worden.
    Man sei unverständlicherweise auf viel Ablehnung seitens der Stadt gestoßen, was nicht verstanden wird. (MZ)
    Unverständnis für Ablehnung und Anfeindung in dieser Stadt?

  • Hintergründe für die schlechte Kommunikation zwischen Stadt und Verein können im Amtsblatt Dessau, Seite 52, gefunden werden. https://verwaltung.dessau-ross…/Amtsblatt_2019/05_19.pdf.
    Dort ist unschwer eine besondere Nähe der Stadtverwaltung zu bestimmten bevorzugten Personen heraus zu lesen. Das geht in der Folge sogar so weit, dass die Tageszeitung kürzlich berichtete, bestimmte Informationen wären dem Bürger von der Stadt absichtlich vor den Wahlen vorenthalten worden. Ein neuer Versuch, weitere Vorwürfe im Amtsblatt zu veröffentlichen, wurde abgelehnt. Das Klima ist denkbar schlecht.

  • Ein neues Positionspapier liegt vor. Es soll im nächsten Amtsblatt veröffentlicht werden. Neue Töne werden angeschlagen. "Große Chance für die Stadt, Arbeitsplätze, Tourismus und Wirtschaft werden gestärkt. Durch das Verschwinden der alten Berufsschule und dem Neubau werde das Stadtbild nachhaltig aufgewertet. Der Bauherr habe eingewilligt, historische Elemente in den Bau einzubeziehen. Ein Werkstattverfahren, in welchem das gesamte Zentrum mit dem Bürger aufgewertet werden soll, ist geplant."
    Die "kantige Architektur des Getec-Entwurfs, beliebig und austauschbar"(so der ehemalige Sprecher der Bürgerinitiative) wird seitens der Stadt insgesamt als "Fassade, Investition, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung "für gut befunden.
    Das Papier wurde mit drei Gegenstimmen angenommen. (MZ)