Dessau-Roßlau

  • Der Tragödie letzter Teil: Gestern stimmten 35 Stadträte gegen 15 Stadträte gegen die Historisierung und für den Getec-Bau. CDU, SPD, Linke, Pro Dessau-Rosslau und weite Teile der bunten Fraktion stimmten so. (MZ) Wie sagte doch damals OB Kuras: "Ich will die besiegen".
    Kein weiterer Kommentar.

  • Elbegeist, das ist definitiv nicht der Tragödie letzter Teil. Was auch immer da (irgendwann) für eine Scheiße gebaut wird, in 20 Jahren kann der Mist schon wieder abgerissen werden. Das Hotel ist jetzt schon eine Totgeburt
    Hätten die Dessauer Initiatoren etwas schlauer und umsichtiger gehandelt,hätten sie locker gewinnen können.

  • in 20 Jahren kann der Mist schon wieder abgerissen werden

    Ganz so schnell wird es nicht gehen, denke ich. Bedenke: Abreißen und neu bauen kostet Geld. Und das Geld muss jemand erst mal haben und investieren. In Dessau. Bei bevorstehender Rezession, von der niemand weiß, wie lange sie dauern wird.

  • Heimdall, eben wegen der Rezession wird sich die Investition gar nicht lohnen, der Bau steht drei,vier Jahe leer, dann kommt der Schimmel und der Schwamm etc. pp. Keine Sorge, wir haben nur eine Schlacht verloren,aber nicht den Kampf an sich. :)

  • Elbegeist, das ist definitiv nicht der Tragödie letzter Teil. Was auch immer da (irgendwann) für eine Scheiße gebaut wird, in 20 Jahren kann der Mist schon wieder abgerissen werden. Das Hotel ist jetzt schon eine Totgeburt
    Hätten die Dessauer Initiatoren etwas schlauer und umsichtiger gehandelt,hätten sie locker gewinnen können.

    Zumindest ist eins verloren: viel kostbare Zeit! Gewinner durch Abriss, Neubau und Wiederabriss sind immer die selben. Die Dessauer Initiatoren hatten von Anfang an keine Chance. Bisher sind hier alle Bürgerentscheide gescheitert. Ich gebe deshalb an dieser Stelle auf.

  • Die Dessauer Initiatoren hatten von Anfang an keine Chance. Bisher sind hier alle Bürgerentscheide gescheitert.

    Das ist nun wirklich Blödsinn! Sie sind an 432 fehlenden Stimmen gescheitert, sie hätten also fast gewonnen. Aber sie haben dummerweise soviele Fehler gemacht,soviele Chancen nicht genutzt und sich so chaotisch verhalten,dass sie sich selber ins Knie geschossen haben. Das ist Fakt!

  • Aber sie haben dummerweise soviele Fehler gemacht,soviele Chancen nicht genutzt und sich so chaotisch verhalten,dass sie sich selber ins Knie geschossen haben. Das ist Fakt!

    Ich bin anderer Meinung. Du darfst gern mal ein paar Beispiele dafür nennen, aber die Dessauer sind zu desinteressiert und zu träge, um für ihre Stadt etwas zu tun. Und wenn die Überprüfung der Ergebnisse per Gesetz (welches eigentlich?) sowieso nicht gestattet ist, so denke ich mir meinen Teil.

  • -Kein klar und schnell handelnder Vorstand
    -keine sofortige,klare Distanzierung von polit. Vereinnahmung durch AFD
    -kein Nutzungskonzept, keine klare Argumentation mit Beispielen aus anderen vergleichbaren Städten
    -keine bzw nicht genügende Zusammenarbeit mit verbündeten Stadtratsfraktionen bzw. Stadträten
    -keine Mobilisierung des Potentials in Altenheimen per Briefwahl
    -völlig misslungene Abschlussveranstaltung, bei der man sich zudem noch in Abhängigkeit begab von einer städtischen Moderatorin,die die Veranstaltung selbstherrlich leitete und mittendrin einfach beendete.


    Zusammenfassung: keine klare Leitung des Vereins bzw. der Initiative, ein Nebenher Gewurschtele, bei dem man zudem auch wenigHilfe bzw EInmischung von außen wollte.

  • Nicht jeder, der etwas Wichtiges erreichen will, ist ein berufsmäßiger "Revolutionär".
    Die heute vorgeschriebene Pflichtübung Distanzierung hätte hier vermutlich mehr Reko-Befürworter verschreckt als angezogen.
    Ein Nutzungskonzept lag dahin gehend vor, dass ja das Hotel hinter der historischen Fassade betrieben werden sollte. Die Stadt hatte nie eine solche Version ausgeschrieben und natürlich nie derartigen Angebote erhalten.
    Die Meinung der Stadträte war hinreichend bekannt. Bei den meisten wäre jeder Versuch vergeblich gewesen.
    Die Abschlussveranstaltung hatte kaum noch Einfluss auf das Abstimmungsverhalten.
    Die Initiative hätte eher einschreiten müssen, hat aber an sich das Richtige versucht.
    Das soll es aber von mir gewesen sein.

  • Vielleicht geschieht noch ein Wunder. Die lange Zeit leer stehende Rodebilleschule wurde zum Beispiel im Vorjahr von einem bayrischen Investor erworben, der nach dem Abriss ein Seniorenheim errichten wollte. Der Abriss ist erfolgt, nun prangt dort seit Monaten ein großes Loch mit benachbartem Bauschutthügel. Der Grund ist ein derart bedeutender, dass alle potenziellen Investoren zukünftig laut schreiend um Dessau einen großen Bogen machen müssten. Laut einer Zeitungsmeldung geht es um urplötzlich aufgetretene unklare Eigentumsrechte. Nur dort?
    https://www.mz-web.de/dessau-r…l-neubau-weichen-31775374

  • Nach Aussage des Prinzen fehlen nun noch die zwei wichtigsten Personen. Leopold I und seine Ehefrau Anne Liese. Letztere könnte unter den nicht zuordnungsfähigen männlichen und weiblichen Gebeinen zu suchen sein, die in einem Sammelsarg beigesetzt wurden. Den alten Leopold hat aber schon 1945 der Pfarrer Lange im Handwagen abtransportiert und an unbekannter Stelle erdbestattet.
    Die gefundene Lösung ist gut, denn das Mausoleum ist auf absehbare Zeit nicht nutzbar. Eine erneute Umsetzung ist daher höchst unwahrscheinlich.

  • Wenn der Platz in der Marienkirche nicht mehr ausreichte und deshalb das neue Mausoleum errichtet wurde, was ist dann mit den verbliebenen Bestattungen in der Kirche passiert, dass nun wieder Platz ist? Wurden diese alle im Krieg zerstört oder danach geplündert?

  • Wenn der Platz in der Marienkirche nicht mehr aussreichte und deshalb das neue Mausoleum errichtet wurde, was ist dann mit den verbliebenen Bestattungen in der Kirche passiert, dass nun wieder Platz ist? Wurden diese alle im Krieg zerstört oder danach geplündert?

    Nachdem die Marienkirche ausgebrannt war, standen die Grüfte offen. Schon kurz nach dem Krieg drangen Diebe ein, öffneten die Särge und entnahmen alle Wertsachen. Schrottsammler entwendeten später noch Metallteile der Särge. Viele Gebeine lagen frei herum. Ein Teil der Särge wurde in die Beerenhorster Gruft (unehelicher Sohn Leopolds I)auf dem unzerstörten Friedhof 1 der Stadt verbracht. Nicht mehr zuordnungsfähige Knochen von ca. 8 Personen kamen in einen Sammelsarg. Dadurch wurden die Turmgruft und die Mittelgruft der Kirche frei. Die Särge vom Friedhof 1 kamen 2015 zurück und kamen in die Turmgruft. Die Särge aus dem Mausoleum in die Mittelgruft. Durch eine sehr enge Packung reichte der Platz aus.

  • Das hat man nun davon. Die sehr lange Sanierung der Kavalierstraße hat zu einem starken Abbruch der Laufkundschaft anliegender Geschäfte geführt. Das Bauhausmuseum konnte das Defizit nicht wieder ausgleichen. Als Folge schließt McDonalds, seit 1991 am Platz, noch vor Weihnachten. Und dies war zum Teil auch ein Zentrum der Stadt, vor allem nach der Neugestaltung des Vorplatzes. Leid tut es mir um die vielen Schulkinder, die sich in den Pausen massenhaft dort versorgten. Das neu eröffnete vietnamesische Lokal gegenüber im ehemaligen HO-Kaufhaus ist kein Ersatz.

  • "Elbegeist", Du erwähnst immer wieder irgendwelche Sachverhalte ohne jemals LInks dazu zu liefern. Ich gehe davon aus, dass mindestens 95 % der Nutzer dieses Forums die Interna des Dessauer Baugeschehens nicht bekannt sind, sie somit nicht ansatzweise nachvollziehen können, auf was Du Dich beziehst und inwieweit das schlüssig ist.


    Nach diesem Link von August 2018 wären die Bauarbeiten in der Kavalierstraße schon vor einem Jahr beendet worden. Somit dürfte McDonalds andere Gründe zur aktuellen Schließung haben:


    Endspurt in Kavalierstraße
    Noch rund vier Monate bis zum Ende der Bauarbeiten
    https://www.mz-web.de/dessau-r…-der-bauarbeiten-31100944

  • Auch ich bemitleide die armen Schulkinder, die sich jahrelang von Fast Food ernähren mussten. Hoffentlich findet sich ein Bäcker als Nachmieter...

  • "Elbegeist", Du erwähnst immer wieder irgendwelche Sachverhalte ohne jemals LInks dazu zu liefern. Ich gehe davon aus, dass mindestens 95 % der Nutzer dieses Forums die Interna des Dessauer Baugeschehens nicht bekannt sind, sie somit nicht ansatzweise nachvollziehen können, auf was Du Dich beziehst und inwieweit das schlüssig ist.


    Nach diesem Link von August 2018 wären die Bauarbeiten in der Kavalierstraße schon vor einem Jahr beendet worden. Somit dürfte McDonalds andere Gründe zur aktuellen Schließung haben:


    Endspurt in Kavalierstraße
    Noch rund vier Monate bis zum Ende der Bauarbeiten
    https://www.mz-web.de/dessau-r…-der-bauarbeiten-31100944

    Es geht hier nicht um Architektur, sondern um wirtschaftliche Probleme. Die hochgejubelte Belebung der Kavalierstraße ist ein fake. Außer dem Rathaus- und dem Dessau-Center ist sie eine tote Hose. Der Umsatz der Anliegergeschäfte erreichte nicht wieder den Zustand vor der Sanierung. Eine Belebung ist hier in D. nur im Gaststättenbereich zu erkennen, wo absolute Personalknappheit trotz gebotener 2000 Euro netto nicht zu beheben ist. Was läuft, ist das Angebot im Billigbereich. Die untere Etage des HO-Klotzes wird schon sei Jahren durch Vietnamesen genutzt. Und den Räumen von McD. steht ähnliches bevor.
    Trotzdem hier die Quelle.


    Dämpfer für Dessauer Kavalierstraße: McDonald's-Filiale wird ...

  • Auch ich bemitleide die armen Schulkinder, die sich jahrelang von Fast Food ernähren mussten. Hoffentlich findet sich ein Bäcker als Nachmieter...

    Man kann von Fastfood halten, was man will, aber für die Schulkinder ist McD. für einen warmen Kakaobecher die einzige Stelle gleich um die Ecke.